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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2019

Ein schöner Auftakt

Fabula Magicae 1: Der Ruf der Bücherwelt
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Mias Großvater war gestorben und sie vermisste ihn schrecklich. Von ihm hatte sie ein altes Buch geerbt und als sie es anfing zu lesen, wurde sie plötzlich in die Welt des Buches katapultiert. Ein Löwenadler ...

Mias Großvater war gestorben und sie vermisste ihn schrecklich. Von ihm hatte sie ein altes Buch geerbt und als sie es anfing zu lesen, wurde sie plötzlich in die Welt des Buches katapultiert. Ein Löwenadler rettete sie aus einem See. Sie musste um ihr Überleben kämpfen. Der Löwenadler war ein, von einer Mutter verfluchter junger Mann Und er war der Meinung, dass er seine Mutter wiedererwecken müsse, damit diese den Fluch von ihm nähme. Als Mia das Wort Wiedererwecken hörte, wollte sie das Gleich mit ihrem Großvater und so machten sich die beiden auf die Suche nach der Wunderblume, die das bewirken sollte. Ein langer Weg durch viele Gefahren und Kämpfe gegen viele Feinde musste bewältigt werden. Doch sie trafen auch Freunde auf ihrer Reise.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich sehr gut lesen. Es war unkompliziert geschrieben, denn es tauchten keine Fragen nach dem Sinn von Worten oder gar ganzen Sätzen auf. In der Geschichte war ich schnell drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Mia, die ihren Opa so schrecklich vermisste, dass sie ihn von den Toten auferstehen lassen wollte. In Liam, den jungen Mann, der von seiner eigenen Mutter verflucht worden war. Ich hatte gleich eine Vermutung wer er wohl sei bzw. dass der Löwenadler der verfluchte Junge ist. Auch in den Opa konnte ich mich hineinversetzen, der etwas ganz anderes mit dem Buch bezweckte, als Mia annahm. Das Buch hat mich gleich in seinen Bann gezogen, und ich habe es auch in einem Rutsch gelesen. Es hat mich gefesselt und gut unterhalten. Das ganze Buch war von Anfang bis Ende spannend, und ich freue mich auf die Fortsetzung weil ich erfahren will, wie es mit Mia weitergeht. Von mir für dieses schöne Buch eine Weiterempfehlung und volle Bewertungszahl.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Leider einige Längen

EDELFA UND DER TEUFEL
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450 Jahre waren seit den Ereignissen aus Band I vergangen. Edelfa lebte einsam im Süden Italiens und wunderte sich, das Lauro nie nach ihr gesucht hatte. Doch das war nicht verwunderlich, dachte er doch, ...

450 Jahre waren seit den Ereignissen aus Band I vergangen. Edelfa lebte einsam im Süden Italiens und wunderte sich, das Lauro nie nach ihr gesucht hatte. Doch das war nicht verwunderlich, dachte er doch, sie sei tot. Genau das hatte Emanuele gewollt. Bei diesem wiederum lebte Edelfas und Lauros Sohn Giuliano, den er seinem Vater vorenthalten hatte. Doch nun machte sich Edelfa auf, ihre gewählte Einsamkeit zu beenden. Sie wollte näher bei Burg Montemano sein, Lauros Zuhause, sein und nahm deshalb eine Dozentenstelle in Padua an. Bisher hatte sie sich versteckt, um Lauro und seine Freunde zu schützen, doch nun nahm das Schicksal seinen Lauf, denn durch ein Unglück an der Uni fand Emanuele heraus, wo sie sich befand. Und Lauro sowie seine Gefährten fanden, genauso wie Giuliano heraus, wo sie in Padua wohnte. So sah Edelfa zum ersten Mal ihren Sohn wieder. Sie floh, doch niemand wusste wohin. Auch Lauro und seine Gefährten nicht, aber auch Emanuele nicht. Edelfa wusste nur eines: Sie durfte nicht in Montemano bleiben, zu Lauros Schutz und dem seiner Gefährten. Sie nahm sich fest vor, diese Sache mit ihrer Angst vor Emanuele endgültig zu beenden.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich flüssig lesen, doch wies es immer wieder Längen auf. Die Autorin geht so sehr ins Detail, dass das Buch sich richtiggehend zieht. Auch wenn es trotz allem Spannung bot, so wurde diese, mit den Längen immer wieder unterbrochen. Sie beschreibt alles wirklich haarklein. In der Geschichte war ich schnell wieder drinnen. Auch konnte ich mich in die Protagonisten hineinversetzen. In Edelfa die sich in die Einsamkeit zurückzog um Emanuele nicht zu verraten, wo sie sich befand. Er durfte sie nicht finden. In Lauro und seine Gefährten, die zusammen auf Montemano lebten und davon ausgegangen waren, dass Edelfa tot sei. Und die zunächst nicht verstanden, wieso Edelfa sich nicht bei ihnen gemeldet hatte. Nur mit Emanuele und auch seiner Mutter konnte ich mich nicht anfreunden, denn er war es ja, der ihr all das zugefügt hatte, der ihr den Sohn genommen hatte. Seine Mutter hatte ja im Vorgängerband behauptet, er sei vom Teufel gezeugt worden. Und so wurde er auch von Edelfa genannt: Teufelssohn. Wie gesagt, es gab immer wieder Spannung in dem Buch, doch dies konnte die Längen nicht übertünchen. Auch hier fehlt, wie im Vorgänger, das Personenverzeichnis und ein Glossar. Somit kann ich dem Buch leider nur gute drei von fünf Sternen, bzw. gute sechs von zehn Punkten geben, auch wenn es mich trotz allem noch gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 25.01.2019

Spannender Thriller

Jetzt gehörst du mir (Ein Marina-Esposito-Thriller 8)
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Das kleine Mädchen lebte mit seinen Eltern und seinem Bruder in einem ‚sicheren Haus‘, und doch war es nicht sicher. Denn eines Tages, als es wieder vom Spielen zurück ins Haus gehen wollte, fand es seine ...

Das kleine Mädchen lebte mit seinen Eltern und seinem Bruder in einem ‚sicheren Haus‘, und doch war es nicht sicher. Denn eines Tages, als es wieder vom Spielen zurück ins Haus gehen wollte, fand es seine Eltern im Schnee, tot.
Drei Männer waren bestialisch ermordet worden, erhängt, so sollte man glauben, aber es war nicht so. Und mit dem dritten wollte der Mörder wohl Phil Brennans Aufmerksamkeit erregen, denn jeder Tote hatte einen Zettel mit Phils Namen umhängen. Sie waren in Phils Alter und wurden an Orten ermordet, die in früheren Ermittlungen eine Rolle spielten. Und Phil Brennan war bereit, sich dieser Sache zu stellen. Er wurde von einem Beamten aus Cholchester abgeholt – aber er kam nie dort an. Er war entführt worden.
In kursiver Schrift lesen wir von einem Kind, und wie es erwachsen wurde, was es alles mitmachte und wie es zu dem wurde, was es dann war: Eine Mörderin.
Warum war Phil Brennan entführt worden? Was wollte die Entführerin damit erreichen?

Meine Meinung
Das Buch ließ sich super gut lesen. Ich war sofort in der Geschichte drinnen, auch wenn ich nicht alle Marina-Esposito-Krimis gelesen habe. In Phil konnte ich mich gut hineinversetzen. Zuerst wehrte er sich noch, wollte fliehen, aber dann… Ja die Frau hatte ihm wohl irgendwas ins Essen gemischt, damit er ‚brav‘ blieb und tat was sie wollte. Marina tat mir sehr leid. Sie bangte um ihren Mann und musste befürchten, ihn nur als Leiche wiederzusehen. Denn niemand wusste, wer diese Fiona-Welch-Doppelgängerin war. Und was sie mit Phil vorhatte, warum sie ihn entführt hatte. Wer all dies gerne wissen möchte, sollte dieses megaspannende Buch lesen, denn die Spannung hielt sich bis zum Schluss. Am Ende passiert dann auch noch ein Unglück, ein Unfall der nicht gewollt war. Doch mehr dazu nicht mehr. Das Buch hat mich auf jeden Fall sofort in seinen Bann gezogen. Es hat mich gefesselt, gut unterhalten und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Von mir dafür eine Weiterempfehlung sowie die volle Bewertungszahl!

Veröffentlicht am 22.01.2019

Mord und Kunstdiebstahl

Niemandsblut
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In Palma de Mallorca wird in der Kathedrale über dem Altar von den Passagieren der Virgin of the Ocean eine tote Nonne gefunden. Und auf ihrer Kleidung steht: Ich habe gesündigt. Bei den Passagieren finden ...

In Palma de Mallorca wird in der Kathedrale über dem Altar von den Passagieren der Virgin of the Ocean eine tote Nonne gefunden. Und auf ihrer Kleidung steht: Ich habe gesündigt. Bei den Passagieren finden sich die Eltern eines jungen Mannes, der auf dem Schiff arbeitet und der vor nicht allzu langer Zeit durch einen Bilderdiebstahl, der jedoch nicht ausgeführt werden konnte, aufgefallen ist. Seine Eltern, hauptsächlich seine Mutter fürchtet, dass er wieder auf die schiefe Bahn geraten ist. Und auf dem Schiff hören auch zum ersten Mal sein Onkel und die Tante davon. Auch soll er damals ein wertvolles Bild unterschlagen haben. Und Eltern sowie Onkel und Tante denken an ihre eigene Vergangenheit.
Auf dem Schiff befinden sich auch die Freundinnen Miryam und Kerstin. Kerstin hat auf der Fahrt einen Auftrag zu erledigen, den sie ihrer Freundin jedoch nicht näher erläutern möchte bzw. darf.
Außerdem gibt es da noch das Artistenpärchen aus der Ukraine. Und den Galeristen Damian. In Ajaccio einer Station der Kreuzfahrt, wird ein Mitglied der Schiffscrew ermordet, und mancher ist sich sicher, dass nicht diese Person gemeint war.
Zudem kommt auch noch die Signora Commissario Francesca, die den Diebstahl der Ikonen untersucht, und sich außerdem fragt, ob sie wirklich wissen will, wer ihre biologische Mutter ist. Denn sie ist ein Niemandskind.
Hat Ronny das Bild wirklich unterschlagen und wo ist es jetzt? Warum denken die vier Erwachsenen an ihre eigene Vergangenheit? Was hat es mit den Freundinnen auf sich? Und sind die Artisten auch verdächtig? Warum wurde das Crewmitglied ermordet? Hat die Signora Commissario jetzt erst erfahren, dass sie adoptiert ist?

Meine Meinung
Das Buch ließ sich nicht ganz so leicht und locker lesen. Am Anfang kam ich gut in die Geschichte rein, doch dann kamen sehr viele Personen zum Vorschein, die ich mir erst mal merken musste und es hatte mich dann auch etwas verwirrt. Doch Jörg Böhm schreibt so, dass man trotzdem dabei bleibt, wissen will, was da eigentlich los ist. Und eben bei der Sache bleibt. Langsam konnte ich auch alles entwirren und der Epilog am Ende klärte den Rest auf. In die Protagonisten konnte ich mich - trotz der Verwirrung – ganz gut hineinversetzen. In Ronny, dem seine Eltern – in der Hauptsache seine Mutter – immer noch misstrauten. Aber halt auch in die Mutter, die sich große Sorgen um ihn machte. In Kerstin, die diesen Auftrag ihres Arbeitgebers annehmen musste. Miryam war ein Mysterium für mich, was ich erst am Ende verstand. Das Buch was zwar nicht so gut, bzw. hat mir nicht ganz so gut gefallen wie ‚Moffenkind‘ war jedoch von Anfang bis zum Ende spannend. Auch wenn ich es einen Tick schlechter fand als eben Moffenkind komme ich doch nicht umhin, auch diesem Buch die volle Bewertungszahl zu geben, den für darunter war es wieder zu gut. Es hat mich in seinen Bann gezogen, mich sehr gut unterhalten und ich bewerte es daher mit fünf Sternen bzw. zehn Punkten. Auch empfehle ich es gerne weiter.

Veröffentlicht am 20.01.2019

Frieda und die Schokolade

Die Villa an der Elbchaussee
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Hamburg 1919. Frieda Hannemanns Vater war, wie eben damals üblich der Meinung, dass eine Frau als Ehefrau ins Haus gehörte, und die Kinder zu erziehen hatte. Doch er wurde von seiner Tochter eines Besseren ...

Hamburg 1919. Frieda Hannemanns Vater war, wie eben damals üblich der Meinung, dass eine Frau als Ehefrau ins Haus gehörte, und die Kinder zu erziehen hatte. Doch er wurde von seiner Tochter eines Besseren belehrt und er konnte nicht umhin, ihr die Leitung der Schokoladenmanufaktur zu überlassen. Auch wenn sie zunächst nur heimlich verkaufen konnten, sozusagen unter der Ladentheke beim Kaufhaus Mendel einem Freund von ihm. Frieda selbst war mit der Tochter des Hauses befreundet. Eine Idee hatten sie ja, wie sie das Verbot umgehen könnten. Als die Schokoladenherstellung schließlich erlaubt war, durfte Frieda eine kleine Schokoladenmanufaktur leiten. Sie erfand die Rezepte und stellte die Schokolade her.
Seinen Sohn Hans, der gezeichnet aus dem Krieg zurück gekommen war, wollte er zu seinem Nachfolger ausbilden, was sich jedoch als unmöglich erwies.
Doch bevor es erst mal soweit war, hatten ihre Eltern beschlossen, dass Frieda heiraten solle. Das Kennenlernen ging allerdings gewaltig schief. Und der junge Mann wurde später nicht mehr erwähnt. Frieda hatte auch inzwischen jemanden kennen gelernt, quasi durch einen Zusammenstoß. Doch dann sah sie etwas, was ihr sagte, dass sie ihn besser vergessen sollte. Doch später sollte sie ihn noch einmal wiedersehen.
Und dann kam die Krankheit ihres Vaters hinzu und Frieda sah sich vor die Aufgabe gestellt, das im Mai 1920 stattfinden sollende Kakao-Dinner zu organisieren. Dazu musste sie eine Spezialität kreieren, die es so noch nie gegeben hatte.
Friedas Bruder Hans trieb es immer schlimmer. Er gab das Geld aus, das er eigentlich gar nicht hatte.
Wieso war in Deutschland die Schokoladenherstellung zunächst verboten? Wie wollten die Hannemanns dieses Verbot umgehen? Welche Ideen hatte Frieda für die Rezepturen ihrer Schokolade? Was war bei dem Kennenlernen passiert? Warum meinte Frieda das Kakao-Dinner organisieren zu müssen? Wer war der junge Mann, in den sich Frieda quasi verliebt hatte? Was war mit ihrem Bruder Hans

Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es gab auch keine Unklarheiten bezüglich der Ausdrucksweise der Autorin, der Schreibstil war unkompliziert. In der Geschichte war ich schnell drinnen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Zunächst in Frieda, die nicht der Meinung war, dass Frauen nur für den Haushalt und die Kinder zuständig seien. Die nicht bereit war, nur weil sie weiblich war, auf eine Bildung zu verzichten. Die gerne im Kontor gearbeitet hätte, wogegen jedoch ihr Vater war. Gerade noch, dass er ihr zugestand, die Schokoladenmanufaktur zu leiten, hatte er doch gemerkt, dass sie ein gutes Händchen für die Rezepturen hatte. Frieda, die auch noch betrogen wurde. Doch weiter will ich hier nichts verraten, will ja nicht spoilern. Hans konnte ich nicht wirklich verstehen. Vielleicht zu Anfang, als er gerade vom Krieg nach Hause gekommen war, aber dann? Nein! Dass ihre Eltern sie verheiraten wollten, es war halt damals so, und sie durfte ja trotzdem wählen. Auf jeden Fall hat mich das Buch doch berührt, es war spannend von Anfang an bis zum Ende. Für wen würde sich Frieda entscheiden? Was war mit Hans? Gegen Ende bekam sogar der Titel noch einen Sinn. Das Buch hat mich gut unterhalten, mir sehr gut gefallen und bekommt von mir vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten und eine Empfehlung.
Das Buchende lässt nicht denken, dass es eine Fortsetzung geben könnte, denn es ist nichts Derartiges am Anfang oder auch am Ende erwähnt. Erst jetzt, wo ich die Rezension posten wollte, stellte ich fest, dass es als ’Hamburg-Saga Band 1’ betitelt wird. Es wird also wohl einen Mehrteiler geben.