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Veröffentlicht am 22.02.2019

Die blaue Ludmilla

Der Zaubergarten – Geheimnisse sind blau
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"Der Zaubergarten – Geheimnisse sind blau" ist ein spannendes Kinderbuch von Nelly Möhle.
Am Anfang wirkt die Geschichte erst einmal ein bisschen konstruiert: Tildas beste Freundin ist weit weggezogen, ...

"Der Zaubergarten – Geheimnisse sind blau" ist ein spannendes Kinderbuch von Nelly Möhle.
Am Anfang wirkt die Geschichte erst einmal ein bisschen konstruiert: Tildas beste Freundin ist weit weggezogen, sodass sich die beiden nicht mehr sehen können. Zufälligerweise ist aber genau jetzt eine Freundin von Tildas Mama in die Stadt gezogen, mit einer Tochter genau in Tildas Alter. Das alles wird uns etwas plötzlich gleich auf der ersten Seite des Buches hingeklatscht. Das hätte man etwas emotionaler rüberbringen und erzählerisch etwas hochwertiger verpacken können. Aber danach wird es besser: Tilda und Anni passen gut zusammen und freunden sich an. "Aus Versehen" brechen sie die Regeln und dringen in den wild verwucherten Nachbarsgarten ein. Dabei werden sie ertappt und im Eifer der Flucht lässt Tilda wieder "aus Versehen" einen Blumentopf mitgehen - sie liebt pflanzen. Sie päppelt ihre Pflanze auf und als ihre Schwester daran riecht, geschieht etwas Unglaubliches: Sie wird unsichtbar! Klar, dass Tilda und Anni nun das Blümchen Ludmilla nicht mehr zurückbringen können, sondern den Geheimnissen des Gartens auf die Spur kommen müssen! Das schaffen sie dann auch und finden neue Freunde.
Die Charaktere des Buches, besonders Tilda und Anni werden gut beschrieben, sodass man sich in sie hineinversetzen kann. Die Geschichte wird anschaulich und spannend beschrieben. Während der Anfang etwas gestelzt war, ist der Rest der Geschichte so spannend geschrieben, dass ich das Buch in einem Rutsch fertig lesen musste. Insgesamt kann ich solide 4 von 5 Sternen vergeben.
Tilda verspricht am Ende, dass sie uns sofort berichtet, wenn sie mit Anni und dem Garten wieder etwas Spannendes erlebt. Darauf freue ich mich schon!

Vielen Dank Netgalley und dem Fischer KJB Verlag für das E-Book-Rezensionsexemplar! 

Veröffentlicht am 16.02.2019

Spannendes und mysthisches Irland-Abenteuer

Sturmwächter 1. Das Geheimnis von Arranmore
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"Sturmwächter - Das Geheimnis von Arranmore" von Cathrine Doyle ist ein sehr spannendes Kinderbuch!
Fionn und seine große Schwester Tara sollen aus der Großstadt Dublin, in der sie aufgewachsen ...

"Sturmwächter - Das Geheimnis von Arranmore" von Cathrine Doyle ist ein sehr spannendes Kinderbuch!
Fionn und seine große Schwester Tara sollen aus der Großstadt Dublin, in der sie aufgewachsen sind, raus und zum ersten Mal ihren Opa auf der kleinen Insel Arranmore besuchen, von der die Familien ihrer Eltern stammen. Fionn gefällt das gar nicht, denn er fürchtet sich vor nichts so sehr wie vor dem Meer. Schon auf der Fähre zur Insel wird ihm speiübel und nun soll er seine ganzen Ferien nur von Meer umgeben verbringen? Seinen Großvater mag er sehr gerne, doch seine Schwester wird auf der Insel noch verschlossener und gemeiner als sonst. Nach und nach bemerkt Fionn auf der Insel seltsame Dinge und hört den Wind zu sich flüstern. Er erfährt, dass die Insel magisch ist und ein böse Hexe hier begraben liegt um die Menschen vor ihr zu schützen. Doch, obwohl er nur ein wenig Abenteurer spielen will, wird er mitten hineingezogen in die magische Geschichte der Insel, die auch die Geschichte seiner Familie und seine eigene geschichte ist.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr spannend geschrieben, die Figuren sind gut ausgearbeitet und geschildert, man kann sich gut in sie hineinversetzen und lernt ihre Charakterzüge kennen und schätzen. Die Geschichte der Insel ist sehr besonders und andersartig, trotzdem fühlt man sich als Leser als Teil des ganzen und mitten in der Geschichte.

Ich hoffe, dass es auch noch eine (oder mehrere) Fortsetzungen geben wird und freue mich schon auf's Weiterlesen, denn das Ende der Geschichte klingt ganz so, als wäre das noch nicht alles gewesen, was es auf Arranmore zu entdecken gibt.

Veröffentlicht am 09.02.2019

Unterhaltsam und informativ!

Luft nach oben
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"Luft nach oben" von Dr. Michael Barczok ist ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Buch, das uns in die Tiefen unseres Körpers führt, genauer gesagt: in unsere Lunge und unsere Atemwege. Im Stile von ...

"Luft nach oben" von Dr. Michael Barczok ist ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Buch, das uns in die Tiefen unseres Körpers führt, genauer gesagt: in unsere Lunge und unsere Atemwege. Im Stile von Giulia Enders "Darm mit Charme" werden wir auch von Dr. Barczok langsam und mit möglichst viel Witz und "Charme" in die Geheimnisse des Körpers eingeführt und lernen dabei, mit immer mehr Fachausdrücken sehr viele medizinische Fakten, beinahe nebenbei und ohne es zu merken, weil der entspannte Plauderton und die vielen Anekdoten und Vergleiche uns nur so über die Seiten fliegen lassen.
Wir lernen sehr viel über die Lunge und die Atemwege und all ihre Bestandteile, das ist sozusagen das Basiswissen. Danach geht es los mit einem wilden Ritt über alle möglichen Atemphänomene und bekanntere und weniger bekannte Krankheiten wie z.B. Allergien, Asthma, Lungenkrebs und Schlafapnoe; wir lesen von den zur Zeit wieder heftig diskutierten Luftschadstoffen und der Feinstaubbelastung - und verstehen nach unserer Lektüre die öffentliche Diskussion nicht mehr: wieso diskutiert man über die "gesunden" Grenzen von Feinstaub, wenn man genau weiß, dass jedes einzelne Mini-Körnchen zu viel ist? Zwischen den Fakten und Anekdoten erfahren wir dann auch sehr viel darüber, was gesund für unsere Atmung und unseren Körper ist und was wir für ihn tun können.
Ganz besonders gut gefällt mir, dass Dr. Barczok, der zugibt früher selbst geraucht zu haben, in beinahe jedem Kapitel wieder zu dem Punkt kommt, an dem er sagen muss, dass Rauchen das Schlimmste ist, was man der Lunge antun kann. Bei jedem Krankheitsbild und jedem kleinen Problemchen, das in der Lunge auftritt, kommt er nicht umhin zu schildern, wie viel schlimmer das ganze noch durch Zigaretten wird. Vielen Dank für dieses wichtige Statement!

Am Ende des Buches folgen einige Abschnitte von Dr. Barczoks Frau - sie ist Atempädagogin und Atemtherapeutin. Es wird schon während des gesamten Buches angekündigt, dass hier dann die praktischen Übungen kommen um das Gelernte umzusetzen. Dementsprechend habe ich mich sehr auf das Kapitel gefreut und war dann leider etwas enttäuscht. Das Kapitel enthält leider nur wenige tatsächlich praktische Anleitungen für Übungen, die man gleich machen kann. Das ganze liest sich mehr, wie eine Werbeveranstaltung für Atemtherapie. Es wird geschildert, welche Übungen usw. man dort lernen kann. Das hat mich schon interessiert, aber ich hätte es noch besser gefunden, wenn der praktische Teil etwas größer ausgefallen wäre und mehr als nur zwei oder drei Übungen tatsächlich zum "Zu-Hause-Nachmachen" beschrieben worden wären.
Das ist aber mein einziger Kritikpunkt an dem Buch, deswegen kann ich guten Gewissens 5 Sterne vergeben!

Insgesamt hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen und ich habe es jetzt auch so schnell wie möglich ausgelesen, um es an meine Mutter weiterzugeben. Ich hoffe, dass Dr. Barczok bei ihr einen Nerv trifft und dafür sorgt, dass die Zigaretten weniger werden. 
Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne neues über ihren Körper lernen und auf humorige, entspannte Weise neues Wissen sammeln wollen!

Vielen Dank der Lesejury für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 11.01.2019

Drachenforschung in Aktion!

Lady Trents Memoiren 4
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"Im Labyrinth der Draken" ist Band 4 der Fantasyreihe "Lady Trents Memoiren" von Marie Brennan.

Für mich war Band 4 nun tatsächlich mein Einstieg in die Fantasyreihe rund um die Drachenforscherin, ihre ...

"Im Labyrinth der Draken" ist Band 4 der Fantasyreihe "Lady Trents Memoiren" von Marie Brennan.

Für mich war Band 4 nun tatsächlich mein Einstieg in die Fantasyreihe rund um die Drachenforscherin, ihre Entdeckungen und Abenteuer, aber besonders auch um ihr ganzes Leben mit seinen Höhen und Tiefen. Trotzdem habe ich das meiste gut verstanden. Die Welt in der die Geschichte spielt und ein paar Begriffe haben sich mir dann erst aus dem Zusammenhang erschlossen, aber insgesamt hatte ich keine Nachteile dadurch, dass ich die ersten drei Teile noch nicht kenne.

 In diesem Teil begibt sich Isabella nach Akhien, in das Heimatland der gewaltigen und wilden Wüstendraken, und zwar in offizieller Mission. Sie und Tom sollen es zusammen schaffen, Draken zu züchten. Ein gewaltiges Mammutprojekt, denn das ist schon seit dem Untergang des "antiken" Volkes der Drakoneer niemand mehr geschafft. Ich finde es wunderbar, wie die Autorin die Sprache des Buches tatsächlich so klingen lassen kann, wie Lady Trent, die im Alter auf ein ereignisreiches Leben zurückblickt und genau abwägt, was sie uns davon berichten will und was nicht. Während der Spannenden Passagen liest sich der Text aber dann so, als wäre man mitten drin im Geschehen und dabei bei jeder Gefahr und bei jedem Erlebnis. Man merkt, dass die Autorin in Archäologie und Geschichte sehr bewandert ist. Sie bedient sich aus vielen Kulturen und mischt alles so geschickt mit Fiktion, dass dabei eine realistische Geschichte herauskommt.

Ich fand sowohl den Schreibstil und die Erzählweise der Autorin so gut und überzeugend, als auch die Figuren so sympathisch, dass ich auf jeden Fall die drei vorherigen Bände noch lesen werde. Im März 2019 erscheint dann bereits Band 5 - mal sehen ob ich bis dahin fertig bin! Ich bin ein Fan geworden, von Lady Trent, die diesen Titel erst am Ende dieses Bandes bekommt.
Eine klare Leseempfehlung für alle Fans von Drachen, vom antiken Ägypten, von Fantasyliteratur und von Powerfrauen!

Veröffentlicht am 27.12.2018

Spannender erster Teil!

Charlotte Bienert ermittelt / Mord im Museum
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Mit "Mord im Museum - Charlotte Bienert ermittelt"  schafft Christine Zilinski den Auftakt zu einer spannenden Krimireihe um ihre Ermittlerin Charlotte Bienert.
Die sympathische junge Journalistin wird ...

Mit "Mord im Museum - Charlotte Bienert ermittelt"  schafft Christine Zilinski den Auftakt zu einer spannenden Krimireihe um ihre Ermittlerin Charlotte Bienert.
Die sympathische junge Journalistin wird mitten in einem Krimi-Spiel im Museum in einen Mordfall verwickelt - sie sieht die Leiche und beobachtet vielleicht sogar etwas, das bei der Aufklärung des Mordes helfen könnte. Natürlich will ihr Chef, dass sie darüber einen Zeitungsartikel schreibt, das Nein der Polizei will er nicht gelten lassen und schickt Charlotte los um selbst zu ermitteln. Dabei kommt sie natürlich dem (zufällig gut-aussehenden) Kommissar in die Quere und findet sich als dessen Helferin bei den Ermittlungen wieder. Am Ende wird es für Charlotte noch ganz schön brenzlig und für uns Leser sehr spannend!

Mir hat der Krimi sehr gut gefallen. Die Hauptfigur Charlotte ist mir sehr sympathisch und ich kann mich gut in sie hineinversetzen. Die Geschichte ist spannend und abwechslungsreich geschrieben, auch die anderen Figuren werden anschaulich dargestellt. Insgesamt merkt man zwar, dass es sich um einen Selbstverlag bzw. eine E-Publikation handelt, aber nur anhand kleiner weniger Leerzeichen-Tippfehler. Ich war gefesselt und werde Charlottes nächste Fälle sicher auch lesen.
Das einzige Manko des Buches: Es ist ein bisschen kurz und sehr schnell ausgelesen. Hoffentlich gibt es schnell Nachschub!