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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2020

Der Beginn einer wunderbaren Reihe

Die Wanderapothekerin
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Klara Just gehört einer Wanderapotheker-Familie an. Auf unerklärliche Weise verschwinden sowohl ihr Vater und ein Jahr später auch ihr Bruder spurlos auf ihren Touren. Klara versucht nun mit allen Mitteln ...

Klara Just gehört einer Wanderapotheker-Familie an. Auf unerklärliche Weise verschwinden sowohl ihr Vater und ein Jahr später auch ihr Bruder spurlos auf ihren Touren. Klara versucht nun mit allen Mitteln ihrer Mutter unter die Arme zu greifen, die nicht weiß, wie sie ihre Familie jetzt ernähren soll. Allem Widerstand trotzend setzt Klara durch, als Wanderapothekerin loszuziehen. Dabei erlebt sie viele Abenteuer und gerät in gefährliche Situationen. Gut, dass Tobias auf sie achtgibt und dass sie eine Freundin für das Leben findet, denn besonders ihrem eigenen Onkel ist nicht zu trauen…
Das Cover und der Titel sind bestens aufeinander abgestimmt. Iny Lorentz erzählt eine wunderbare Geschichte, welche einen durchgehenden Spannungsbogen hat und auf keiner Seite langweilig wird. Man kann sich besonders mit Klara identifizieren und fiebert auf ihrer Reise mit ihr mit. Die Charaktere sind allesamt sehr authentisch und originell, wobei eine Entwicklung dieser deutlich zu erkennen ist. Klara wächst an ihren Aufgaben und auch Tobias sieht am Ende über seinen Stolz hinweg. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig.
Ich würde das Buch auf jeden Fall Fans von Iny Lorentz weiterempfehlen. Leser, die gerne in vergangene Zeiten reisen und eine Geschichte mit einer starken Frau als Hauptcharakter mit Happy End mögen, lege ich die gesamte Reihe ans Herz. Der Lesespaß war durchgehend gegeben und ich wollte immer direkt weiterlesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2019

Eine zähe Lebensgeschichte

Das weiße Gold der Hanse
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Nach einem Unglück ist der Junge Bertram augenscheinlich Waise und gerät durch Zufall mit tatkräftiger Unterstützung einer jungen Frau nach Lübeck. Dort trifft er auf eine Kaufmannstochter, die sich in ...

Nach einem Unglück ist der Junge Bertram augenscheinlich Waise und gerät durch Zufall mit tatkräftiger Unterstützung einer jungen Frau nach Lübeck. Dort trifft er auf eine Kaufmannstochter, die sich in ihn verguckt und er macht eine Ausbildung bei dessen Vater. Als junger Mann fährt Bertram jedoch mit dem Hanseschiff in ferne Städte und erlebt viele Abenteuer. Nach einigen gefährlichen Situationen schwört er, dass er einen Ort der Barmherzigkeit erschaffen wird.
Das Cover ist sehr schön gestaltet, passt jedoch, auch in Kombination mit dem Titel, eher weniger zum Inhalt. Es wird stetig versucht einen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, jedoch zieht sich die Geschichte häufig in die Länge, was den Lesespaß reduziert. Zum Ende hin geschehen die Ereignisse jedoch Schlag auf Schlag und die Geschichte endet meiner Meinung nach nicht ausführlich genug. Jedoch möchte ich anmerken, dass das Konzept dieses Buches sehr stimmig ist. An den Schreibstil und die gewählten Überschriften muss man sich zunächst gewöhnen.
Die Hauptcharaktere lernt man sehr gut kennen und man errät schnell deren Geheimnisse. Jedoch verhielten sich einige Figuren zeitweilig sehr unspektakulär. Der Glaube der Figuren spielt eine große Rolle, woran man sich auch erst einmal gewöhnen muss. Außerdem hätte ich mir mehr Schauplätze in Lübeck gewünscht.
Insgesamt hat mir das Buch nicht sonderlich gefallen. Einige Passagen waren sehr langweilig, wobei es an anderen Stellen an mehr Inhalt gefehlt hat. Unter dem Titel hatte ich mir etwas anderes vorgestellt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Figuren
  • Thema
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 11.10.2019

Die Krone kann nur einer Königin gehören

Der rubinrote Thron
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Matilda und Judith sind Cousinen, die zusammen in Flandern aufgewachsen sind. Als es Zeit wird zu heiraten entzweien die beiden sich jedoch, da Matilda mit dem Bastard William, den Herzog der Normandie, ...

Matilda und Judith sind Cousinen, die zusammen in Flandern aufgewachsen sind. Als es Zeit wird zu heiraten entzweien die beiden sich jedoch, da Matilda mit dem Bastard William, den Herzog der Normandie, und mit Judith dem englischen Grafen Torr vermählt wird. Auf diese Weise stehen die beiden plötzlich auf gegnerischen Seiten bei dem Kampf um die englische Krone…
Eine schöne Geschichte, bei welcher der Leser manchmal nicht weiß, in welche Richtung diese gehen wird. Es gibt immer wieder ein Hin und Her, wer der Favorit für die Krone ist, wobei die Handlung manchmal etwas dünn ist. Die Charaktere sind authentisch dargestellt. Besonders bei William zeigt sich, dass er zwei Seiten hat. Außerdem ist der Schreibstil angenehm.
Ich empfehle dieses Buch an Leser von historischen Romanen weiter, die eine Lektüre für zwischendurch suchen, die keine besondere Originalität hat und auch nicht nachhaltig zum Nachdenken anregt. Gefesselt hat mich das Buch nicht, jedoch fand ich die Geschichte trotzdem unterhaltsam.

Veröffentlicht am 10.10.2019

Eine spannende Geschichte mit starken Charakteren

Das geheime Turmzimmer
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Carragh liebt Bücher und erhält den Auftrag, die Bibliothek einer alten irischen Burg zu katalogisieren. Die perfekte Ablenkung nach dem Tod ihrer Großmutter und dem Pech in der Liebe. Auf Deeprath Castle ...

Carragh liebt Bücher und erhält den Auftrag, die Bibliothek einer alten irischen Burg zu katalogisieren. Die perfekte Ablenkung nach dem Tod ihrer Großmutter und dem Pech in der Liebe. Auf Deeprath Castle angekommen läuft sie schnell dem jungen Lord Aidan Gallagher über den Weg. Außerdem passieren laufend mysteriöse Dinge und Carragh findet ein altes Tagebuch, welches Erstaunliches offenbart.
Die Charaktere sind authentisch und gut beschrieben. Mit Carragh konnte ich mich direkt identifizieren. Außerdem wurde ein Spannungsbogen stetig aufrechterhalten und ich habe mich zwischenzeitlich ordentlich gegruselt. Das Cover und der Titel passen wunderbar zum Gesamtpaket. Es wird eine schöne, verwobene Geschichte erzählt, die sehr originell ist. Es hat mir sehr gefallen, dass der Leser immer wieder von den Ereignissen überrascht wurde und miträtseln konnte, welcher Charakter böse Absichten hat und welcher wirklich ehrlich ist. Auch der gute Schreibstil trägt dazu bei, dass der Roman gut lesbar ist.
Ich empfehle diesen Roman Lesern, die gerne spannende Bücher lesen und den Zauber der Vergangenheit gerne spüren wollen. Die vielen interessanten Charaktere und die schöne Geschichte tragen zum Lesespaß bei.

Veröffentlicht am 07.10.2019

Die Fortsetzung von „Der Winterpalast“, die man sich auch sparen kann

Die Zarin der Nacht
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Der zweite Band der Reihe beschäftigt sich mit der Zeit von Katharinas Höhepunkt ihrer Macht bis deren Tod. Diesmal erlebt man die Geschichte aus der Perspektive der Zarin und ihre engste Vertraute Varvara ...

Der zweite Band der Reihe beschäftigt sich mit der Zeit von Katharinas Höhepunkt ihrer Macht bis deren Tod. Diesmal erlebt man die Geschichte aus der Perspektive der Zarin und ihre engste Vertraute Varvara tritt stark in den Hintergrund.
Diese Fortsetzung kann meiner Meinung nach nicht an ihren Vorgänger anknüpfen. Der Schreibstil ist sehr anstrengend und verwirrend. Es ist eine einzige Aneinanderreihung von Ereignissen, die von Katharina erzählt werden und es entsteht kein Spannungsbogen. Dieser Roman ist nicht lesenswert. Jedoch finde ich das Cover und den Titel erneut sehr gut gewählt. Dem Klappentext und dem Vorgänger zufolge habe ich jedoch deutlich mehr vom Inhalt, den Charakteren und dem Schreibstil erwartet. Ich hatte keinen Spaß beim Lesen und die Umsetzung des Buches ist für mich nicht gut.