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Veröffentlicht am 12.08.2023

Berlin mal anders erleben

Stadtoasen in Berlin
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Mit dem Buch „Stadtoasen in Berlin“ (die schönsten Gartencafés, Biergärten und Draußenrestaurants) hat Susanne Leimstoll ihr erstes Werk, dass im März 2023 im BeBra Verlag erschienen ist, vorgelegt. Auf ...

Mit dem Buch „Stadtoasen in Berlin“ (die schönsten Gartencafés, Biergärten und Draußenrestaurants) hat Susanne Leimstoll ihr erstes Werk, dass im März 2023 im BeBra Verlag erschienen ist, vorgelegt. Auf knapp 167 Seiten stellt sie 38 außergewöhnliche und interessante Ausflugziele Berlins vor. Jede einzelne Lokalität beschreibt sie detailliert und geht zudem auf ihre Entstehungsgeschichte ein. So erhielt ich wertvolle Hintergrundinformationen, die mit den entsprechenden Bildern perfekt in Szene gesetzt wurden. Zudem befindet sich auf den letzten Seiten eine Berlinkarte, wo die entsprechenden Cafés, Biergärten oder Restaurants eingezeichnet bzw. zu finden sind.

Als langjährige Berlintouristin kenne ich mich zwar sehr gut in Berlin aus, aber selbst ein waschechter Berliner kennt nicht alles und ich schon einmal gar nicht. Für mich ist so ein Insiderbuch immer ein wahres Highlight, denn es führt mich fern ab dieser Touristenhochburgen, die man schon jahrelang kennt. Während des Lesens wurde meine Neugierde geweckt und wenn ich das nächste Mal nach Berlin reise, werde ich erstens dieses Buch definitiv mitnehmen und zweitens mich auf große kulinarische Entdeckungstour begeben. Zu gerne würde ich die vorgestellten Ausflugziele vor Ort selbst entdecken und mich von dem idyllischen Ambiente überzeugen lassen. Ich denke mal, dass sich das eine oder andere (oder sogar alle) Ziel lohnen wird. Danke Susanne Leimstoll für diese ungewöhnliche Reise, die mir nicht nur sehr gut gefallen hat, sondern auch viel Spaß bereitet hat.

5 von 5 Sternen und wer Berlin gerne mal anders erleben möchte, der ist mit diesem Buch bestens aufgehoben. Absolut Lesenswert!

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Veröffentlicht am 09.08.2023

Nicht mein Fall

Wir träumten vom Sommer
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Nachdem ich mit großer Begeisterung den Roman „Vor Frauen wird gewarnt“ gelesen habe, freute ich mich auf das neue Werk „Wir träumten vom Sommer“ von Heidi Rehn, dass im Juli 2023 im List (Ullstein) – ...

Nachdem ich mit großer Begeisterung den Roman „Vor Frauen wird gewarnt“ gelesen habe, freute ich mich auf das neue Werk „Wir träumten vom Sommer“ von Heidi Rehn, dass im Juli 2023 im List (Ullstein) – Verlag erschienen ist. Das Buchcover und die dazugehörige Leseprobe haben meine Neugierde geweckt.

Wer schon einmal das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, kennt bereits den flüssigen Schreibstil. Allerdings muss ich gestehen, dass er mich nicht in seinen Bann ziehen konnte. Es fiel mir Zusehens schwer, die Geschichte um Amrei meine Aufmerksamkeit zu schenken. Zum einen lag es daran, dass Heidi Rehn die Handlung in zwei Zeitebenen (1968 und 1972) erzählt. Permanent verlor ich den Überblick und musste zurückblättern, um zu wissen, welches Jahr jetzt dran war. Zum anderen konnte ich mich in keinem der dargestellten Charaktere wirklich hineinversetzen. Die knapp 120 Seiten die ich gelesen habe, waren für mich langatmig und langweilig, weil es hier nur um politische Themen und Studentenbewegungen geht. Okay, 1968 war die Zeit der Proteste, aber hier hätte man einiges verkürzt darstellen können. Wie dieses Buch ausgeht kann ich leider nicht schreiben, da ich es abgebrochen habe. Vielleicht ergibt sich noch einmal die Gelegenheit und ich lese es komplett durch. Wer weiß, aber momentan passen weder das Buch noch ich zusammen.

Ich glaube, dass Heidi Rehn hier einen guten Roman über die damalige Studentenzeit und politische Situation geschrieben hat. Leider hat mich das Thema nicht so gepackt, wie ich es mir erhofft habe. Schade.

3 von 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 08.08.2023

Biene und der Grefrather Eishockeyverein

Tote Trainer pfeifen nicht
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Nachdem Vera Nentwich schon sechs ihrer beliebten Grefrather Krimireihe veröffentlicht hat, legt sie nun mit „Tote Trainer pfeifen nicht“ ihr neustes Werk, das im Juli bei Vera Books erschien, vor. Seit ...

Nachdem Vera Nentwich schon sechs ihrer beliebten Grefrather Krimireihe veröffentlicht hat, legt sie nun mit „Tote Trainer pfeifen nicht“ ihr neustes Werk, das im Juli bei Vera Books erschien, vor. Seit Anfang an bin ich ein großer Fan dieser Serie und umso mehr freute ich mich, dass Sabine „Biene“ Hagen wieder ermitteln darf. Sowas lass ich mir ungern entgehen und so fuhr ich zur Tätersuche buchtechnisch nach Grefrath.

Wer schon das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß den leichten und flüssigen Schreibstil zu schätzen. Aber nicht nur damit kann Vera Nentwich punkten, sondern auch mit ihrem unverwechselbaren Humor und der dazugehörigen Situationskomik. Dies bekommt der Leser bzw. die Leserin Punktum zu spüren, denn bereits bei dem ersten Satz „Wieso ist da kein Brusthaar?“ fängt man schon an zu lachen. Ich liebe diesen natürlichen Charme plus Humor! Zu diesem dürfen sich dann auch noch die lebensnahen Charaktere gesellen. Biene, liebenswürdig, etwas verpeilt und dennoch ist bei ihr Vorsicht geboten. Ihr Partner Jago ist eher geheimnisvoll. Sabines Oma ist einfach herzensgut und hat fast immer einen guten Rat parat. Man muss diese Person einfach lieben (eigentlich liebe ich sie alle). Aber nicht nur die gut gezeichneten Personen machen diesen Krimi lesenswert, sondern auch die detaillierte und brillant eingefangene Kulisse vom Niederrhein. Wer sich ein wenig auskennt, der hat die Straßen oder Ortschaften genaustens vor Augen. Das perfekte Kopfkino.

Diesmal spielt der aktuelle Fall in der Grefrather Eishockeyszene. Nach der Saisoneröffnungsparty wird der aktuelle Trainer Haller tot aufgefunden. Schnell hat man auch einen Tatverdächtigen Tobias „Toby“ Thomson. Er soll der Letzte gewesen sein, der aus der Mannschaftskabine gekommen ist, wo man die Leiche gefunden hat. Aber soll es wirklich Toby gewesen sein? Vieles spricht dafür, aber genauso viel dagegen. Dieser Mord „schreit“ förmlich nach Biene und ihrem Partner Jago und es wäre doch gelacht, wenn sie den Fall nicht (vor der Polizei) lösen würden. So einfach scheint es dann doch nicht zu gehen. Aber nicht nur beruflich geht es für Biene turbulent zu, auch privat. Ihre Beziehung zu ihrem Freund Jochen steht alles andere als unter einem guten Stern. Können die beiden ihre Liebe noch retten? Ungern möchte ich mehr verraten, denn sonst Spoiler ich und dieses Buch will gelesen werden.

Auch mit ihrem 7ten Buch hat es Vera Nentwich erneut geschafft, einen sehr unterhaltsamen und kriminalistisch guten Fall zu kreieren. Dank der zahlreichen Verdächtigen und Wendungen habe ich es nicht geschafft, den Täter vorzeitig zu ermitteln. Für mich ist dies immer ein gutes Zeichen, denn dann hat der Autor alles richtig gemacht. Spannung bis zum Schluss!

Wer einen guten Regionalkrimi ohne viel Blut vergießen lesen möchte, ist hier aller bestens aufgehoben. Zwar können die Krimis unabhängig von einander gelesen werden, aber er Bienes Werdegang oder ihr Leben besser kennen lernen möchte, sollte beim ersten Band (Tote Models nerven nur) anfangen. Definitiv lohnt es sich.

Für mich war dieser Krimi wieder eine Lesegenuss und deshalb gibt es erneut:

5 von 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 06.08.2023

Nicht so humorvoll

Ziemlich bunte Zeiten
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Nachdem die ersten drei Bänder ihrer erfolgreichen „Die drei Freundinnen von Chiemsee“-Reihe erschienen sind, hat Angelika Schwarzhuber nun den vierten Teil „Ziemlich bunte Zeiten“, der im Juli 2023 im ...

Nachdem die ersten drei Bänder ihrer erfolgreichen „Die drei Freundinnen von Chiemsee“-Reihe erschienen sind, hat Angelika Schwarzhuber nun den vierten Teil „Ziemlich bunte Zeiten“, der im Juli 2023 im Blanvalet Verlag erschienen ist, vorgelegt. Von Beginn an bin ich ein großer Fan dieser drei Frauen und als ich erfuhr, dass es jetzt einen vierten Roman geben soll, wuchs meine Neugierde. Endlich durfte ich in die ziemlich bunten Zeiten starten.

Wer schon einmal das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß ihren flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. So war es auch diesmal, aber doch anders. Wo ich bei den vorherigen Romanen nur so durch die Seiten geflogen bin, tat ich mich von Anfang an schwer. An den authentischen und lebendigen Charakteren lag es definitiv nicht und auch nicht, an der detaillierten und perfekt eingefangenen Kulisse. Sollte es an der Handlung liegen? Wo es in den ersten drei Bänden noch um die drei Freundinnen (Zoe, Anna und Ilona) ging, so handelt dieser hier um den Spitzenkoch Ben, der (seit seiner Trennung von Freund Bernhard) in Ilonas Delikatessenladen arbeitet. Beruflich passt alles bestens, nur in Sachen Liebe könnte es ein wenig besser laufen. Bei einem Großauftrag lernt er Florian kennen. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und recht schnell merkt Ben, dass für ihn nicht nur Freundschaft im Raum steht. Aber sieht Florian das genauso? Um den beiden ein wenig auf die Sprünge zu helfen, lassen Zoe, Anna und Ilona keine Gelegenheit aus, um die beiden näher zu bringen. Ob es den drein tatsächlich gelingen wird? Eines ist definitiv klar: es stehen ziemlich bunte Zeiten bevor und dies gilt für alle Beteiligten.

Während des Lesens merkte ich, woran es lag, dass mir dieses Buch nicht so gut gefiel wie die vorherigen. Es lag definitiv nicht an der Handlung, denn die wurde von Angelika Schwarzhuber sehr gut erzählt. Was mir fehlte, war die Leichtigkeit und auch der eingestreute Humor, der diese Reihe so einzigartig machte. Über letzteres habe ich immer herzlich gelacht. Leider musste ich die einzelnen Pointen suchen, wenn es denn welche gab.

Schade, dass wir (Buch und ich) diesmal nicht zusammenkamen, dennoch danke ich Angelika Schwarzhuber, dass sie Bens Geschichte erzählt hat.

Wer Lust und Laune (oder Hunger) bekommen hat, der findet einige sehr interessante und kulinarische Rezepte im hinteren Teil des Buches. Ich wünsche viel Freude beim Nachkochen!

3 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 31.07.2023

Die Todesfälle von Schwabing

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 2)
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Nach der Veröffentlichung des ersten Teils der Reihe Fräulein Anna Gerichtsmedizin (Die Prinzregentenmorde) hat Petra Aicher nun ihr neustes Werk „Die Schwabinger Morde“, die im Juli 2023 im Ullstein Verlag ...

Nach der Veröffentlichung des ersten Teils der Reihe Fräulein Anna Gerichtsmedizin (Die Prinzregentenmorde) hat Petra Aicher nun ihr neustes Werk „Die Schwabinger Morde“, die im Juli 2023 im Ullstein Verlag erschienen ist, vorgelegt. Nachdem ich mit großer Begeisterung den ersten Band gelesen hatte, wartete ich neugierig und voller Spannung auf die Fortsetzung. Endlich war es so weit und so reiste ich (buchtechnisch) nach Schwabing

Erneut ließ mich der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin sofort wieder in die Münchner Gesellschaft ein und abtauchen. Kaum hatte ich die ersten Seiten gelesen, so merkte ich, wie mich der bildhafte Erzählstil immer mehr in seinen Bann zog und ich kaum noch eine Chance hatte, dieses Buch vorzeitig aus den Händen zu legen. Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie es mit Gerichtsmedizinerin Anna Zech und ihrem Journalisten Fritz von Weynand weitergehen wird. Aber nicht nur mit dem einzigartigen Erzählstil kann die Autorin punkten, sondern auch mit ihren authentischen und detaillierten Charakteren, die die damalige Zeit um 1914 perfekt wieder spiegelten. Die Darstellung der einzelnen Personen fand ich optimal und dadurch konnte ich mich sehr gut in die Handlungen der jeweiligen Figuren hineinversetzen. Diesmal spielt die Geschichte um 1914. Der erste Weltkrieg beherrscht die Tagespresse, aber Anna Zech und ihre Kollegen der Gerichtsmedizin haben ein anderes Problem. In einem Hinterhof wurde ein totes Baby gefunden. Wer ist die Mutter bzw. warum hat sie ihr Baby dort abgelegt? Die Todesursache soll durch eine Obduktion festgestellt werden. Kaum hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen, finden sie auch schon das nächste Opfer. Handelt es sich hierbei vielleicht um die Mutter des toten Babys? Anna Zech, die die Obduktion mit durchführt, ist erschüttert. Zu gerne möchte sie Einzelheiten zu den Todesfällen haben. Ihr Bekannter und Skandalreporter Fritz von Weynand wittert die nächste Schlagzeile samt exklusiv Bericht. Bevor es aber zu der heißersehnten Story kommt, begeben sich Anna und Fritz ebenfalls auf Spurensuche. Ihre Ermittlungsarbeiten führen sie u.a. in die Künstlerkreisen Schwabings aber auch zu den verarmten Familien, die dort wohnen. Sowohl Anna und auch die Polizei möchten nur eins: den Täter finden, bevor er erneut zuschlägt!

Nach Beendigung des ersten Teils war die Erwartung an den zweiten sehr groß. Wird Petra Aicher es schaffen, an das Level des vorherigen Buches heranzukommen oder sich gar zu steigern? Ich muss ehrlich schreiben, dass sich, während des Lesens, meine Zweifel schier in Luft aufgelöst haben. Meiner Meinung nach hat dieser heikle Fall alles übertroffen. Dank der zahlreichen Wendungen blieb es bis zum Ende sehr spannend. Jetzt hoffe ich, dass es bald ein Wiedersehen mit Anna Zech und Fritz von Weynand geben wird.

5 von 5 Sternen! Absolut Lesenswert!

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