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Veröffentlicht am 14.04.2023

Die neue Königsgemahlin Camilla privat

Königsgemahlin Camilla
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Nach zahlreichen Veröffentlichungen von royalen Büchern hat Angela Levin nun ihr neustes Werk „Königsgemahlin Camilla – Die Biografie“, dass im März 2023 bei Edition Koch erschienen ist, vorgelegt. Zwar ...

Nach zahlreichen Veröffentlichungen von royalen Büchern hat Angela Levin nun ihr neustes Werk „Königsgemahlin Camilla – Die Biografie“, dass im März 2023 bei Edition Koch erschienen ist, vorgelegt. Zwar bin ich kein eingefleischter Fan der royalen Familie, aber dennoch werfe ich gerne mal den einen oder anderen Blick hinter den Kulissen der königlichen Familie. Als ich diese Biografie gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich sie gerne lesen möchte und so ging meine Reise in die Welt von Camilla Parker- Bowles, die heutige Königsgemahlin.

Auf Anhieb gefiel mir der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin und so konnte ich in das Leben der einstigen Camilla Parker-Bowles ein und abtauchen. Während des Lesens fiel mir sofort auf, wie intensiv Angela Levin sich mit der royalen Familie auseinandersetzt bzw. beschäftigt. Akribisch und detailliert hat sie etliche Fakten und Informationen über Camilla zusammengetragen, ausgewertet, um sie dann in diese Biografie einfließen zu lassen. Auf 310 Seiten erfährt der Leser nicht nur über Camillas Familie bzw. Herkunft etwas, nein, die Autorin lässt ihn auch an ihren Wohltätigkeitsprojekten teilhaben. In ihrem sozialen Engagement blüht sie regelrecht auf und recht schnell merkte ich, wieviel sie ihr bedeuten. Sie ist mit Leib und Seele Schirmherrin und so oft es geht, besucht sie „ihre“ Einrichtungen und da kann es auch mal vorkommen, dass sie am Herd steht und kocht. Was natürlich nicht in ihrer Biografie fehlen darf, dass ist ihre große Liebe zu Prinz Charles und der harte Kampf um diese. Auch wenn diese „Märchenliebe“ doch noch ein gutes Ende findet, so musste allen voran Camilla sehr viele Steine aus dem Weg räumen. Einiges kennt man ja aus diversen Medienberichten, aber dank dieser Biografie, hat man jetzt einen ganz anderen Blickwinkel auf die Liebe zwischen den beiden bekommen. Ich bewundere Camilla, dass sie immer an Charles und ihre Liebe geglaubt bzw. um diese gekämpft hat. Ein harter Weg, der sich mehr als nur gelohnt hat. Nicht nur für Camilla, sondern auch für Charles, denn er hat eine Frau an seiner Seite, die ihm immer den Rücken stärkt und sich nie in den Vordergrund drängen muss. Selbst in Großbritannien hat sie an Beliebtheit gewonnen. Wenn Märchen wahr werden, dann hier: die einst ungeliebte Frau an Prinz Charles Seite namens Camilla Parker- Bowles steht heute an der Seite ihres geliebten Mannes und dem amtierenden König Charles III. Wer hätte das gedacht.

Mit ihrer Biografie Königsgemahlin Camilla hat Angela Levin einen tiefen und wunderbaren Blich hinter die Kulissen der einstiegen Camilla Parker-Bowles werfen lassen. Für mich war es eine sehr interessante und informative Reise. Allerdings muss ich einen Minuspunkt geben. Der Biografie hätte es nicht geschadet, wenn am Ende des Buches eine Chronikübersicht mit all den wichtigen Eckpunkten gestanden hätte. So als kleine Nachlese.

4 von 5 Sternen und mehr über die neue Königsgemahlin Camilla erfahren möchte, ist hier bestens aufgehoben.

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Veröffentlicht am 10.04.2023

Ein mässiger Auftakt

Windstärke Tod (WaPo Cuxhaven 1)
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Das Autorenpaar Bente Storm hat mit Windstärke Tod „Die WAPO Cuxhaven ermittelt“ ihren Debütkrimi, der im April 2023 im Ullstein Verlag erschienen ist, vorgelegt. Ich bin ein großer Fan von Regionalkrimis ...

Das Autorenpaar Bente Storm hat mit Windstärke Tod „Die WAPO Cuxhaven ermittelt“ ihren Debütkrimi, der im April 2023 im Ullstein Verlag erschienen ist, vorgelegt. Ich bin ein großer Fan von Regionalkrimis und schaue auch sehr gerne die ARD- Serien WAPO Bodensee o.ä. an. Die Leseprobe gefiel mir sehr gut und hat zudem meine Neugierde geweckt.

Der flüssige und leichte Schreibstil der beiden Autoren entführte mich sofort nach Cuxhaven und die im Klapptext befindlichen Karte inkl. der detaillierten Kulissenbeschreibung trugen dazu bei, dass ich mir die Gegend bildlich sehr gut vorstellen konnte. Neben diesen beiden Punkten gesellen sich auch noch die authentischen und lebensnahen Charaktere. Für mich sind die Personen sehr gut eingefangen und wieder gespiegelt worden und die zahlreichen Informationen trugen dazu bei, dass ich die einzelnen Figuren besser kennenlernen durfte. Obwohl die Personen detailliert beschrieben worden sind, fand ich nie einen richtigen Zugang zu ihnen. Warum auch immer? Ich kann es einfach nicht erklären

Nun zu der Handlung, die im ersten Moment sehr spannend klingt.

Auf ihrer Bootstour macht die Wasserschutzpolizistin Agatha Christensen eine grausame Entdeckung: im Wasser schwimmt eine Leiche. Es handelt sich hierbei um den Mediator Gunther Fluth, der im Streit um den Offshore-Windpark vermitteln sollte. Leider gehören Leichen nicht zu den Aufgabenbereichen der WAPO und so muss sie schweren Herzens die Kripo benachrichtigen. Wenn es nach ihr ginge, würde sie den Fall selbst übernehmen und lösen. Wer Agatha kennt, weiß auch, dass sie sich nicht heraushalten kann und so ermittelt sie in eigener Regie. Zum Leidwesen der Polizei und dem diensthabenden Polizeioberkommissar Victor Carvalho, der es absolut gar nicht gerne sieht, wenn sich fremde Personen in seinen Fall einmischen. Als dann die zweite Leiche gefunden wird, will Victors Chef endlich Ergebnisse haben, bevor die Sache eskaliert und noch eine weitere Leiche auftaucht. Die Suche nach Täter und Motiv intensiviert sich

Das Autorenpaar Bente Storm haben eine interessante Geschichte in einer wunderschönen Kulisse spielen lassen, leider scheitert es an der Umsetzung. Meiner Meinung nach dümpelt der Krimi nur so vor sich hin. Einen Spannungsbogen habe ich vergeblich gesucht und gerade der ist enorm wichtig. Ein guter Fall muss mich Seite um Seite in seinen Bann ziehen, so dass ich kaum dieses Buch aus den Händen legen möchte. Zudem möchte ich gerne mitraten, wer der die Täter sind. Leider sucht man diese Punkte vergebens. Irgendwann hat man den Fall gelöst und die beiden Autorinnen versuchen mit einem angedeuteten Cliffhanger ihre Leser schon auf ihren neuen Krimi einzustimmen. Ob ich mir den zweiten Band noch antuen werde, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.

Windstärke Tod ist ein leichter Krimi, denn man gut und gerne so zwischendurch genießen kann. Meiner Meinung nach ist er mehr als ausbaufähig und daran sollte die beiden Autorinnen auch arbeiten.

3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.04.2023

Blieb leider hinter meinen Erwartungen

Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 2)
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Nach Veröffentlichung "Willkommen in St. Peter- (M)Ording" hat Tanja Janz nun ihr neustes Werk „Fiese Brise in St. Peter- (M)Ording", der im April 2023 im Ullstein Verlag erschien, vorgelegt. Leider muss ...

Nach Veröffentlichung "Willkommen in St. Peter- (M)Ording" hat Tanja Janz nun ihr neustes Werk „Fiese Brise in St. Peter- (M)Ording", der im April 2023 im Ullstein Verlag erschien, vorgelegt. Leider muss ich muss gestehen, dass ich den ersten Teil ihrer Küstenkrimireihe bisher (noch) nicht gelesen habe, somit kann ich auch nicht beurteilen, ob der vorherige oder dieser Teil besser ist. Ist aber nicht schlimm, da ich dieses Buch rezensieren möchte.

Tanja Janz kenne ich nur als Bestsellerautorin, die mit ihren gefühlvollen Geschichten ihre Leserschaft nach St. Peter-Ording entführt. Jetzt wollte ich gerne mal ihre kriminalistische Ader entdecken und da mir der Klapptext und die dazugehörige Leseprobe sehr gut gefallen haben, ließ ich mich auf ihren neuen Fall ein.

Wer schon einmal Bücher der Autorin gelesen hat, weiß ihren flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Dank ihrer detaillierten Kulissenbeschreibung war ich sofort in Urlaubsstimmung. Wer genug Fantasie besitzt riecht die salzige Meeresluft und spürt den ruppigen Seewind. Die Charaktere fand ich auch sehr gut herausgearbeitet und lebensnah gezeichnet. Bei der Handlung bin ich mir etwas unschlüssig. Die Thematik fand ich recht interessant, aber bei der Umsetzung hapert es leicht. St. Peter-Ording steht Kopf, denn das alljährliche Kegelturnier steht bevor. Aus ganz Deutschland reisen die Teilnehmer und Favoriten an, nur um daran teilnehmen zu können. Die gute Wettkampfstimmung wird jäh gedämpft, als man einen der Favoriten tot in seinem Wohnmobil auffindet. War es ein Unfall oder hat hier ein Konkurrent seine Finger im Spiel gehabt? Für die Küstenpolizisten Ernie und Fred ist die Sache klar: es handelt sich um Mord! Ihre Ermittlungen gehen in sämtliche Richtungen, aber auch Ernies Schwester Ilva hat wieder ihre Spürnase eingeschaltet. Wo sie nur kann, unterstützt sie die beiden. Aber das hält den oder die Täter nicht davon ab, erneut zuzuschlagen, denn nach kurzer Zeit wird ein weiterer Toter aufgefunden. Alle in St. Peter-Ording fragen sich: wer hat es auf die Kegler abgesehen? Eins steht für Ernie und Fred fest: der Täter muss schnellstmöglich Dingfest gemacht werden.

Eines vorweg: ich liebe Regionalkrimis, die auch den dazugehörigen Humor mitbringen. Leider bin ich mit diesem hier nicht so recht warm geworden. Für mich hat das Kegelturnier sehr viel Platz eingenommen und der eigentliche (Mord)-Fall wurde dadurch ein wenig in den Hintergrund gedrängt. Zudem ließ die Spannung recht schnell nach und ich wusste nach der Hälfte des Buches, wer der Täter ist bzw. sind. Bei kriminalistischen Fällen liebe ich es, mit zu rätseln oder zu ermitteln, aber hier war es definitiv nicht möglich. Aber hier wird nicht nur ein oder mehrere Täter gesucht, sondern auch den Humor, den ich vergeblich suchte. Leider blieb er auch unauffindbar! Ich finde es schade, denn aus diesem Fall hätte Tanja Janz sicherlich mehr herausholen können. Auch wenn meine Kritik jetzt nicht so positiv ausfällt, so werde ich dennoch den ersten Fall von Ernie und Fred mal ansehen.

3 von 5 Sterne und wer einen sehr leichten und kurzweiligen Krimi sucht, ist hier bestens aufgehoben.

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Veröffentlicht am 03.04.2023

Fabula - ist eine Reise wert

Fabula - Der Schatten der Nachtfee (Band 2)
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Nachdem im letzten Jahr der erste Band „Fabula – Das Portal der dreizehn Reiche“ veröffentlicht worden ist, hat Akram El-Bahay mit „Fabula – Der Schatten der Nachfee“ sein neustes Werk (erschienen April ...

Nachdem im letzten Jahr der erste Band „Fabula – Das Portal der dreizehn Reiche“ veröffentlicht worden ist, hat Akram El-Bahay mit „Fabula – Der Schatten der Nachfee“ sein neustes Werk (erschienen April 2023 im Baumhaus Verlag) vorgelegt. Der erste Teil war schon ein wahres Lesehighlight und so freute ich mich schon auf ein Wiedersehen mit Charlotte, Will und Co. Jetzt endlich war es so weit und die Abenteuer um Fabula konnten beginnen

Wie schon beim vorherigen Band hat Max Meinzold erneut das Cover und die im Buch befindlichen Illustrationen kreiert. Besser hätte man das Cover nicht gestalten können, denn es passt perfekt zum Vorgänger.

Wer schon einmal das eine oder andere Buch von Akram El-Bahay gelesen hat, kennt den flüssigen und leichten Schreibstil und weiß diesen zu schätzen. Ganz egal, wie viele Bücher ich schon von ihm gelesen habe, immer wieder bin ich erstaunt, wie schnell er mich mit seinem einzigartigen Erzählstil in seinen Bann ziehen kann. Kaum das ich die erste Seite beendet hatte, umso schwerer fiel es mir, dieses Buch wieder aus den Händen zu legen. Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen wie das Abenteuer der Zwillinge ausgehen wird. Wow und dies schaffen auch nur ganz wenige Autoren, aber Akram El-Bahay gehört definitiv zu dem kleinen Kreis. Zudem ist es seinem einzigartigen Erzählstil zu verdanken, dass seine detailreichen und fantasievollen Charaktere zum Leben erweckt werden. Ganz egal, welche Figur wir hier herausnehmen würde, jede einzelne hat seinen Platz und bereichert die Geschichte, aber nicht nur das: der eingestreute wohldosierte Humor mit der entsprechenden Situationskomik runden die Handlung perfekt ab. Für mich war es auch eine Art Wiedersehen, denn zahlreiche Personen bzw. Wesen kannte ich bereits aus Band eins. Die Zwillinge Charlotte und Will, Hoin, Meisterin Mus oder der tollpatschige Orion, aber ich freute mich auch auf neue Geschöpfe und Namen. Seine Fabelwesen sind immer ein Highlight und dank seiner brillanten Beschreibung entsteht ein wahres Kopfkino.

Jetzt aber zu der Handlung:
Charlotte und Will haben es geschafft, das Portal der märchenhaften Welt von Fabula zu verschließen. Leider ist dies nicht von langer Dauer. Aus dem alten Weltenbaum kommen Wesen heraus, die es auf das Notizbuch von Wills Vater abgesehen haben. Trotz Kampf verliert Will sein Vermächtnis, aber die Zwillinge wollen es unbedingt wieder zurückholen. Tatsächlich gelingt es ihnen einen Zugang nach Fabula zu finden. Was sich dort hinter verbirgt, verschlägt ihnen die Sprache. Wo man nur hinsieht wachsen Dornenranken und dies ist kein gutes Zeichen: die Nachtfee ist zurück! Jetzt heißt es schnell handeln, denn wenn sie erst einmal die Macht besitzt, ist Fabula für immer verloren und das darf einfach nicht pas-sieren. Für Charlotte und Will ist es ein Wettlauf mit der Zeit. Auf ihrer Suche nach den Drachen ist Charlotte vielen Gefahren und Geschöpfen ausgesetzt. Hinzu kommt auch noch, dass sie einen sehr guten Freund aus der Patsche helfen muss. Zeitgleich versucht Will seine Fähigkeiten als Erzähler einzusetzen. Zum Glück müssen sie ihre Missionen nicht alleine durchstehen, denn ihre Freunde stehen den beiden tatkräftig zur Seite, aber ob dies ausreichen wird. Eine spannende Reise beginnt

Erneut hat es Akram El-Bahay es geschafft, mich auf eine abenteuerliche, fantasievolle und magische Reise nach Fabula zu schicken. Den ersten Band fand ich schon brillant, aber dieser ist noch eine Klasse besser. Nur schade, dass die Reise mit diesem Buch nun zu Ende sein soll. Naja, vielleicht überlegt es sich der Autor doch noch mal und schiebt einen weiteren Teil an den Start. Ich würde mich sehr darüber (bestimmt auch weitere Fans!).

Eine spannende Fantasiegeschichte, die nicht nur die jungen Leser/*innen begeistert, auch Erwachsene werden gut unterhalten. Zudem eignen sich die Bücher hervorragend zum Vorlesen.
5 Sterne und für mich ein absolutes Lesehighlight, dass ich nur weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 01.04.2023

Eine sehr berührende Geschichte über Bethnal Green

Die Bibliothek der Hoffnung
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Die Journalistin Kate Thompson legt mit dem Buch „Die Bibliothek der Hoffnung“, der im März 2023 im Knaur Verlag erschienen ist, ihren Debütroman vor. Seit ein paar Jahren bin ich ein großer Fan von historischen ...

Die Journalistin Kate Thompson legt mit dem Buch „Die Bibliothek der Hoffnung“, der im März 2023 im Knaur Verlag erschienen ist, ihren Debütroman vor. Seit ein paar Jahren bin ich ein großer Fan von historischen Romanen und wenn sie auch noch auf einer wahren Be-gebenheit beruhen, ist dies das Non plus Ultra. Dieses Werk habe ich, dank eines Buchpor-tals, entdeckt und nach Beendigung der Leseprobe wusste ich, dass dies mein Buch sein wird.
Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin hat mich bereits nach wenigen Sätzen in die Geschichte um Claire Button und ihrer Bibliothek in seinen Bann gezogen. Je weiter ich in die Handlung versank, desto schwerer fiel es mir, dass Buch auch nur für wenige Augenbli-cke aus den Händen zu legen. Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie es mit den Men-schen, die in der stillgelegten U-Bahn-Station Bethnal Green lebten, weitergehen wird. Zu-dem merkte ich, wie tief die Geschichte Kate Thompson berührt haben muss. Die Leiden-schaft mit der sie diesen Roman geschrieben hat, bekommt man als Leserin hautnah zu spü-ren. Akribisch und detailliert hat sie sämtliche Fakten und Informationen über diese Zeit zusammengetragen, ausgewertet, um sie dann in die Handlung einfließen zu lassen. Laut ihres Nachwortes gibt es nur ganz wenige Passagen, die nicht der Wahrheit entsprechen.
Neben der Geschichte spielen die Charaktere eine wichtige Rolle und hier waren sie einfach perfekt. Authentisch, detailliert und facettenreich hat sie ihren Personen eingefangen und wieder gespiegelt. Ganz egal, welche Figur ich hier herausnehmen würde, jede einzelne be-reichert die Handlung. Mit großer Faszination habe ich bei jeder Lebensgeschichte mitgefie-bert, gelitten oder mich mit den Betreffenden gefreut. Es war mir eine große Freude, all die-se Menschen kennenlernen zu dürfen.
Die Handlung ist die Geschichte über einen ungewöhnlichen Zufluchtsort namens Bethnal Green, die eine U-Bahn- Station ist. Während des Krieges wurde sie stillgelegt und wurde für viele Menschen ein neues Zuhause. Zudem diente er auch zum Schutz vor Fliegerbom-ben, aber dieser Ort war für viele mehr. Die Menschen, die hier wohnten spürten Geborgen-heit und Zusammenhalt. Jeder war für jeden da. Man kümmerte sich, besonders um die Kin-der (sie wurden auch „Tunnelratten“ genannt). Aber eine Person gab den „Bewohnern“ dort, was keiner sonst ihnen gab. Zusammen mit ihrer Assistentin Ruby Munroe hat die Kinder-bibliothekarin Claire Button einen Ort der Begegnung geschaffen. Sie errichten eine Biblio-thek. Dort konnte man nicht nur Bücher ausleihen, es fanden auch Lesekreise für Erwachse-ne oder Vorleseabende für Kinder statt. Claire und Ruby wollten mit ihrem kleinen „Buchla-den“ ein wenig Normalität in den Kriegstagen hereinbringen und so sollte das Lesen die Menschen ein wenig von ihren Alltagssorgen ablenken. Wer jetzt aber meint, in dieser Ge-schichte dreht sich alles nur um Bücher, der irrt. Es geht vielmehr um die Bewohner der Bethnal Green, die von Schicksalsschlägen, Liebe, Freundschaften und Verlust erzählen.

Für mich hat der Roman von Kate Thompson eine besondere Bedeutung, denn er hat mir von einem Ort erzählt, von deren Existenz ich weder gehört bzw. wusste. Es ist faszinierend, wie eine stillgelegte U-Bahn-Station zu einem historischen Ort werden konnte. Bethnal Green war nicht nur ein Zufluchtsort, nein, sie war mehr: sie hat unzähligen Menschen das Leben gerettet. Beeindruckend, einfühlsam, gefühlvoll und auch wahrheitsnah erzählt die Autoren von den Bethnal Green Bewohnern und deren Leben. Diese Schicksale haben mich zu tiefst bewegt und werden noch lange in mir weiter hallen. So einfach werde ich diese Geschichte gedanklich nicht beiseiteschieben können.
Was mir zudem sehr gut gefallen hat, waren die einzelnen Zitate von Bibliothekaren oder Buchhändlern, die über jeden Kapitel zu finden waren.

5 von 5 Sternen und ein absolutes Lesehighlight, dass ich unbedingt weiterempfehlen MUSS!!!


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