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Veröffentlicht am 02.05.2022

Erster Fall für Franzi und Kay

Der Tote im Netz
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Mit „Der Tote im Netz“ hat Frauke Scheunemann ihr neustes Werk vorgelegt, das nun im März 2022 im Scherz Verlag erschienen ist. Zwar kenne ich die Autorin unter dem Pseudonym Anne Hertz, unter dem sie ...

Mit „Der Tote im Netz“ hat Frauke Scheunemann ihr neustes Werk vorgelegt, das nun im März 2022 im Scherz Verlag erschienen ist. Zwar kenne ich die Autorin unter dem Pseudonym Anne Hertz, unter dem sie (mit ihrer Schwester Wiebke) schon einige Romane veröffentlicht hat, aber gelesen habe ich bis dato noch keins ihrer Bücher. Jetzt werden sich einige Leser*innen bestimmt fragen: warum wurde gerade dieses Buch bevorzugt? Das ist ganz schnell erklärt: ich liebe Regionalkrimis und wenn diese noch an der Nord- bzw. Ostsee spielen, umso mehr. Sowohl der Titel als auch der Klapptext haben meine Neugierde geweckt und nachdem ich die Zusammenfassung gelesen hatte, wusste ich, dass dies genau meine Geschichte sein wird.

Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin hat mich angenehm überrascht und so tauchte ich relativ schnell in die Geschichte ein und ab. Aber nicht nur damit konnte sie bei mir punkten, sondern auch mit dem fantastisch und humorvollen Erzählstil, der durch die zahlreichen verbalen Schlagabtausche perfekt unterstrichen worden ist. Frauke Scheunemann hat genau meinen Nerv getroffen, denn ich liebe die Art von Humor. Ebenso gut gefallen hat mir der sehr gut dosierte Dialekt, der immer wieder aufblitzte und die Usedomer Atmosphäre grandios unterstrichen hat. Brillant waren auch die Charaktere, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Radiomoderatorin Franziska „Franzi“ Mai, mit ihrem fröhlichen, offenen und rheinischen Charakter, so manch einen in den Wahnsinn treiben kann. Mit ihr bekommt das Wort „neugierig“ eine völlig neue Bedeutung.

Dagegen ist der Kommissar Kay Lorenz ein stilles Wasser. Sein Charakter ist eher ruhiger Natur, dazu ein bisschen wortkarg und an manchen Tagen gesellt sich auch noch schlechte Laune dazu. Mit ihm zu arbeiten ist zwar nicht immer einfach, aber dennoch trägt er sein Herz am rechten Fleck. Der Beweis ist der herzliche Umgang mit seiner neunmal klugen Tochter Greta.

So unterschiedlich Franzi und Kay auch sein mögen, sie ergänzen sich perfekt. Das bekommt der Leser in diesem Fall zu spüren und genau zu dem kommen wir jetzt….

Der Ostsee-Lokalsender Bäderland-Radio soll verkauft werden und die Mitarbeiter bangen um ihre Jobs. So auch Franziska Mai, die als Radioreporterin dort arbeitet. Franzi wäre aber nicht Franzi, wenn sie nicht um ihren Job kämpfen würde. Kurzerhand entwirft sie mit ihrem Volontär ein neues Sendekonzept, mit dem sie „ihren“ Sender retten möchte. Sie will über Themen berichten, die den Usedomer unter den Nägeln brennt. Ganz egal, ob es um Nachbarschaftsstreitereien, Immobilienhaie oder Umweltaktivisten handelt. Je aktueller oder brisanter die Fälle sind, desto besser. In ihrem ersten Fall geht es um Fischereitourismus und einen ziemlich agilen Fischereiaufseher der Stress macht. Als kurz darauf ein Fischer tot in einem Fischnetz gefunden wird, steht für jeden fest, dass es sich hierbei um Mord handelt. Nur wer war es? Für Franzi ein gefundenes Fressen, denn die Story bringt die nötige Hörerquote. Das heißt für sie am Ball bleiben und möglichst nah am Geschehen sein. Allerdings hat einer was dagegen: Kommissar Kay Lorenz, der hat die Ermittlungen übernommen. Ihm passt es überhaupt nicht, dass Franzi ihre Reporternase in den Fall steckt. Wird er Franzi in ihre Schranken verweisen können oder werden die beiden ein Team? Ich verrate nichts, aber eines ist sicher: ungefährlich wird es nicht.

Frauke Scheunemann hat hier einen perfekten Krimi geschaffen, der nicht nur Lust auf Urlaub, sondern auch aufs Ermitteln macht. Mehrfach glaubte ich, dass ich dem Täter schon auf die Schliche gekommen sei, aber Pustekuchen: die ständigen Wendungen im Fall machen dies schier unmöglich und ich war von dem Ausgang mehr als nur überrascht.

Der Tote im Netz ist ein toller Auftakt der neuen Usedomer – Krimireihe, der Lust auf den neuen Fall macht. Glückwunsch und für mich war es eine spannende Reise auf eine wunderschöne Insel.

5 von 5 Sterne und ein Muss für Fans von Regionalkrimis, die keinen blutrünstige Fall erleben wollen.

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Veröffentlicht am 02.05.2022

Eine Wohlfühloase

Nur eine Fellnase vom Glück entfernt
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„Nur eine Fellnase vom Glück entfernt“ ist bereits der sechste Teil der erfolgreichen Lichterhaven- Reihe von Petra Schier, der im März 2022 im Harper Collins Verlag erschienen ist. Leider muss ich gestehen, ...

„Nur eine Fellnase vom Glück entfernt“ ist bereits der sechste Teil der erfolgreichen Lichterhaven- Reihe von Petra Schier, der im März 2022 im Harper Collins Verlag erschienen ist. Leider muss ich gestehen, dass ich die ersten Bände nicht kenne bzw. gelesen habe. Dies hielt mich aber nicht davon ab, als Quereinsteigerin diesen Roman lesen zu wollen. Was auch sehr gut möglich ist, denn wie ich erfahren habe, sind alle Geschichten unabhängig voneinander lesbar, denn jede steht für sich.
Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin ließ mich sofort in die Handlung ein und abtauchen und so machte ich mich auf zur Nordsee, genauer geschrieben nach Lichterhaven. Dank einer bezauberten Kulisse entstand sofort eine brillante Urlaubsstimmung und wer viel Fantasie mitbringt, kann hört das Meeresrauschen, die Seeluft schnuppern und sogar den Meereswind spüren. Ach, am liebsten hätte ich meine Koffer gepackt und wäre für ein paar Tage dorthin verschwunden. Leider geht das ja nicht und somit gibt es nur buchtechnisch einen Urlaub. Aber nicht nur mit der Kulisse konnte Petra Schier punkten, sondern auch mit den Charakteren, die sehr authentisch und lebendig wiedergegeben worden sind. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich sie schon jahrelang kennen würde. Eine Hauptperson darf ich natürlich nicht vergessen, auch wenn es sich nicht um eine Person handelt, sondern um einen Hund. Der Rottweiler namens Duke, der nicht nur die Herzen von Charlotte und Henning erobert, sondern auch die Leserschaft verzückt. Die Handlung ist eine schöne romantische Liebesgeschichte, die sehr emotional erzählt wird. Charlotte, die mit ihren beiden besten Freundinnen erfolgreich einen Cateringservice führt. Doch leider ziehen dunkle Wolken auf, denn das Geschäftshaus, in dem die Mädels ihre Lokalitäten haben, soll verkauft werden. Was nun?
Aber nicht nur das beschäftig Charlotte, denn sie möchte sich liebend gerne einen Hund zulegen und besucht die Hundeschule. Dort lernt sie nicht nur den Rottweiler Duke kennen, sondern trifft auch noch auf ihren ehemaligen Klassenkameraden namens Henning Magnusson. Ausgerechnet auf ihn! Sein Image, denn er als Rennfahrer zugelegt hat, spricht nicht gerade für ihn. Okay, Charlotte könnte ihm aus dem Weg gehen, aber leider interessiert er sich auch für Duke. Wer wird das Rennen um Duke machen oder geht es hier um mehr?
Während des Lesens merkte ich, mit wieviel Herzblut Petra Schier diesen Roman geschrieben hat. In jedem Satz spürt man ihre Liebe zu der Insel und dem Hund und dass sie Duke seine eigene Gedankenwelt gegeben hat, unterstreicht das Ganze. Es war lustig, mit welchen Pointen er die Welt sah und kommentierte. Einfach grandios.

Meiner Meinung nach hat Petra Schier hier eine wundervolle Geschichte erzählt, die den Leser nicht nur ein Urlaubsfeeling beschert, sondern ihn für ein paar Lesestunden den Alltag vergessen lässt.
4 von 5 Sternen und wer eine (tierische) Liebesgeschichte lesen will, findet ihr sein Glück.

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Veröffentlicht am 17.04.2022

Der ditte Fall für Caro Falk

Mordseefest
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Nach den erfolgreichen Borkum – Krimis „Mordseeluft“ und „Mordseestrand“ hat die Auto-rin Emmi Johannsen nun den dritten Fall „Mordseefest“ im luebbe Verlag veröffentlicht. Ich muss leider zugeben, dass ...

Nach den erfolgreichen Borkum – Krimis „Mordseeluft“ und „Mordseestrand“ hat die Auto-rin Emmi Johannsen nun den dritten Fall „Mordseefest“ im luebbe Verlag veröffentlicht. Ich muss leider zugeben, dass ich zwar schon von dieser Reihe gehört, aber noch keins dieser Bücher gelesen habe. Warum eigentlich nicht? Es gibt keine plausible Erklärung dafür, aber es ist nie zu spät, um dies zu ändern. Der Klapptext hat definitiv meinen kriminalistischen Spürsinn geweckt und so fiel meine Entscheidung, dieses Buch lesen zu wollen, von ganz allein. Also packte ich kurzerhand meinen Koffer und düste zur Insel Borkum um dort ein paar erholsame Tage zu verbringen. Okay, ob sie so erholsam werden, mag ich zu bezwei-feln, denn ich wollte ja mit auf Verbrecherjagd gehen.
Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin gefiel mir auf Anhieb und so ließ ich mich gleich von der herrlichen Kulisse Borkum verzaubern. Laut der Beschreibungen muss es ein herrliches Fleckchen Erde sein. Aber nicht nur mit dem bezaubernden Ambiente der Insel konnte Emmi Johannsen punkten, sondern auch mit den authentischen und lebensnahen Cha-rakteren. Von der ersten Minute an waren sie mir allesamt sympathisch und ich fühlte mich richtig wohl. Einerseits mochte ich Caros neugierige Art und Weise, aber andererseits war es auch ein wenig anstrengend. Hm…einige Eigenarten liebt man erst, wenn man die Leute lange genug kennt. Könnte noch was mit uns werden….
Auch Jan Akkermann hat einen positiven Eindruck hinterlassen. Zwar ist er ebenfalls neu-gierig, aber auf eine dezentere Art. Trotz oder gerade, weil Caro und Jan etwas unterschied-lich sind, ergänzen sich hier und sind das perfektes Dreamteam zum Leidwesen von Krimi-nalkommissar Bachmann. Er kann es überhaupt nicht leiden, wenn Caro ihre Nase in einen Fall reinsteckt und auf eigene Faust Ermittlungen anstellt. Im Großen und Ganzen mag er Caro bzw. Jan und zählt auf sie.
In der Handlung fängt alles mit der traditionellen Borkumer Nordstrandparty an, die mit dem Fallschirmspringen der Inseljungs endet. Die ersten Springer landen auch ordnungsge-mäß, aber bei einem der Springer öffnet sich der Fallschirm nicht und er knallt voller Wucht auf den Strand. In ersten Moment sieht alles nach einem Unfall aus, aber war es auch einer? Im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass der Verunglückte nicht nur ein erfahrener Springer war, sondern auch dass er einige Feinde auf der Insel hatte. War es vielleicht doch Mord und wenn ja, wer hatte noch eine Rechnung mit ihm offen? Caro und Jan halten zunehmend die Augen und Ohren auf und siehe da, auf der Trauerfeier des Toten machen sie eine seltsame Beobachtung und schon steckt das Ermittlerteam Falk/ Akkermann mitten im neuen Fall. Einer sieht das aber gar nicht gerne und das ist Kriminalkommissar Bachmann.
Mordseefest hatte für mich alles, was ein guter Krimi haben muss. Ein Unfall, der sich beim genaueren Hinsehen als neuer Fall entpuppt, ein Ermittlerteam, dass sich nur ungern bzw. gar nicht an Regeln hält und Dank der zahlreichen Verdächtigen, den Leser auf einige fal-sche Fährten schickt. Einfach grandios. Während des Lesens habe ich immer wieder ver-sucht dem/die Täter auf die Spur zu kommen, aber das war schier unmöglich. Es blieb bis zum Schluss spannend und mit diesem Ausgang hätte ich absolut nicht gerechnet.

Für den einen oder anderen Leser mag es der dritte Fall für Caro Falk sein, für mich war es ein Debüt, das einfach brillant war. Die Reise nach Borkum hat sich definitiv gelohnt und wird bei der nächsten Gelegenheit (vierter Fall) wiederholt.
4 von 5 Sterne und wer Küstenkrimis liebt, der ist hier aller bestens aufgehoben.

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Thies neuer Fall zum Dienstjubiläum

Mord im Nord-Ostsee-Express
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Inhaltsangabe:

Der Bredstedter VHS – Französischkurs will über die Ostertage nach Paris fahren, aber es gibt einen, dem die Reise ganz und gar nicht passt: Polizeihauptmeister Thies Detlefsen und wenn ...

Inhaltsangabe:

Der Bredstedter VHS – Französischkurs will über die Ostertage nach Paris fahren, aber es gibt einen, dem die Reise ganz und gar nicht passt: Polizeihauptmeister Thies Detlefsen und wenn es nach ihm ginge, würde er am liebsten zuhause bleiben. Tja, was macht man nicht alles aus Liebe und am meisten freut seine Frau Helga, denn diese fährt mit. Pünktlich macht sich die Reisegruppe auf den Weg, aber dank des Wetters kommen sie nicht weit. Der heftige Schnellfall sorgt schon kurz nach der Abfahrt dafür, dass die Gleise verschneit sind und der Zug anhalten muss. Das Ganze wäre nicht so dramatisch, würde der Strom und auch die Heizung nicht immer wieder ausfallen. Als dann auch noch die einzig funktionierende Toilette für Minuten belegt ist, kommt Unmut auf. Trotz mehrfachem Klopfen gegen die Toilettentür kommt von innen keine Reaktion und daraufhin wird sie per Notschlüssel geöffnet. Der Anblick, den die Anwesenden geboten bekommen, ist nicht das, was sie gerne hätten sehen wollen. Die Mitreisende Agathe Christiansen liegt erdrosselt in der Kabine. Da wittert Thies einen neuen Fall und ist gleich zur Stelle, aber nicht nur er: der Französischlehrer und Belgier Picon unterstützt Thies, wo er nur kann. Wer hat die Lateinlehrerin ermordet und ist der Täter tatsächlich noch im Zug?

Mord im Nord-Ostsee-Express von Krischan Koch ist bereits der zehnte Fall für Polizeihauptmeister Thies Detlefsen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich Fan von diesen Küstenkrimis geworden bin, aber jedes Jahr freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Thies und der Mannschaft von De Hidden Kist. Als ich zuerst den Titel lass, musste ich unweigerlich an Agatha Christie denken und ihren erfolgreichen Roman „Mord im Orient Express“ denken. Zum 10jährigen Dienstjubiläum bekommt von Thies jetzt seine Version dieses Klassikers serviert: eine friesische Hommage und keiner kann dies besser Umsetzen als Krischan Koch. Er weiß ganz genau womit er seine Leserschaft in seinen Bann ziehen kann. Angefangen mit seinen Charakteren, die mit dem typisch friesischen Charme und dem geballten Wortwitz ausgestattet worden sind. Wer sie einmal kennengelernt hat, wird sie lieben. Aber nicht nur die Urbesatzung, die zur De Hidden Kist gehört, bereitet den Leser großen Spaß, sondern auch die Täter. Hierbei handelt es sich nicht um die klassischen Täter. Hier sind sie eigener, skurriler und ein bisschen neben der Spur und genau das ist das, was diesen Krimi zu dem macht was er ist: anders, aber genial!

In dieser Geschichte geht es um eine Reise nach Paris, aber dank der Wetterkapriolen in Fredenbüll verläuft die Zugfahrt anders als geplant. Die ständigen Unterbrechungen sorgen in der Reisegruppe nicht gerade für gutes Klima und als dann auch noch die Lateinlehrerin tot gefunden wird, ist die Stimmung mehr als nur im Keller. Die Frage, die sich jeder stellt: sitzt der Mörder noch im Zug? Als Thies seine Ermittlungen aufnimmt, weicht der Reisebegleiter ihm nicht von der Seite und übernimmt einfach mal die Personenbefragungen. Zum Leidwesen von Thies. Aber nicht nur im Zug ist die Hölle los, sondern auch in Fredenbüll. Thies schwangere Kollegin Nicole muss sich um einen vermissten Kollegen kümmern, der die Urlaubsvertretung von Thies übernommen hat. Wo ist er und was hat das verschwundene E- Auto damit zu tun?

Auch mit dem zehnten Küstenkrimi hat Krischan Koch ein wahres Meisterwerk vorgelegt, dass in keinsterweise seinen Vorgängern nachsteht. Eher das Gegenteil ist der Fall. Obwohl der Autor auf altbewährtes setzt wird er mit jedem Krimi besser und besser. Mit Charme, eigenwilligen Ermittlungen und zahlreichen Pointen wird Thies auch diesen Fall lösen. Lacher, Rätselspaß und Spannung sind all inklusive.

Auch nach dem zehnten Fall habe ich das Gefühl, dass Thies noch sehr gerne weiterermitteln möchte und ich möchte es ebenfalls. Für mich sind die Küstenkrimis ein wahrer Lesespaß, der Lust auf mehr macht!

5 von 5 Sternen und ein Muss für Krimi-liebhaber*innen!

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Veröffentlicht am 08.04.2022

Eine Ära geht zu Ende

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein wilder Tanz
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Berlin 1924

Die Polizeiärztin Magda Fuchs und ihr Mann Kuno stehen vor einem spektakulären Mordfall. Magda Fuchs, die nach ihrer Hochzeit mit Kuno jetzt Mehring heißt, wird zu einer verletzten Person ...

Berlin 1924

Die Polizeiärztin Magda Fuchs und ihr Mann Kuno stehen vor einem spektakulären Mordfall. Magda Fuchs, die nach ihrer Hochzeit mit Kuno jetzt Mehring heißt, wird zu einer verletzten Person gerufen. Eigentlich sind solche Einsätze für Magda Alltag, aber dieser Fall scheint ein wenig anders zu sein. Nachdem die verletzte Frau entlassen wurde, wird diese kurz darauf tot aus dem Hafenbecken gefischt. Der Tod ihrer Patienten wirft bei Magda einige Fragen auf: Hat sie Verletzungen übersehen und daraufhin eine falsche Diagnose gestellt? Aber nicht nur der plötzliche Tod wirft Fragen auf, sondern auch das Auftauchen einer Freundin der Verstorbenen, die sie als vermisst meldet. Nach und nach kommt heraus, in welchen Kreisen sich die Verstorbene kurz vor ihrem Tod verkehrte. Ihre Spurensuche führt das Ehepaar Mehring zu den mächtigsten Leuten Berlins. Auch wenn der aktuelle Fall schon ziemlich zeitaufwendig ist, so verliert Magda ihre eigentliche Mission nicht: sie will den Bruder von Elke finden. Wird es ihr diesmal gelingen?

Auch bei Celia stehen stürmische Zeiten ins Haus, denn ihre Ehe mit Edgar scheint immer mehr ins Wanken zu geraten. Wird sie ihre Ehe retten können und wie geht es beruflich bei ihr weiter?

Mit großer Begeisterung las ich die beiden ersten Bänder dieser erfolgreichen Trilogie. Im März 2022 ist nun der dritte und letzte Teil Polizeiärztin Magda Fuchs „Das Leben, ein wilder Tanz“ von Helene Sommerfeld im dtv Verlag erschienen.

Tipp: Diese Reihe ist nicht für Quereinsteiger gedacht, denn die einzelnen Bände schließen nahtlos an den vorherigen und ohne die nötigen Vorkenntnisse, könnte der Einstieg in die Geschichte sehr schwer werden. Alle Teile hintereinanderweg zu lesen lohnt sich definitiv!!!



Wie schon in den zwei Bänden zuvor, hat mich auch hier der flüssige und leichte Schreibstil des Autorenpaar Sommerfeld abholt und so konnte ich meine Reise mit Magda Fuchs ungehindert fortsetzen. Jeder Teil ist wie eine Art nach Hause kommen. Ab der ersten Seite trifft man liebgewonnene Personen wieder, und so war es auch diesmal. Polizeiärztin Magda Fuchs /Mehring, Kriminalkommissar Kuno Mehring, Medizinstudentin Celia Hinnes – Fahrland, Ingenieur Edgar Hinnes oder die erfolgreiche Schauspielerin Doris Kaufmann und so freute ich mich auf ihre persönliche Geschichte. Aber was wäre eine Handlung ohne Neuzugänge? Langweilig und so mischten sich neue, aber vor allen Dingen sehr interessante Charaktere unter den Bekanntenkreis. Wer schon den ersten oder sogar beide Bände gelesen hat, merkt wie nahtlose Übergang erfolgt und so befinden wir uns nun im Jahr 1926. Polizeiärztin Magda Fuchs hat ihren Freund Kuno geheiratet und heißt nun Mehring. Ihre Arbeit ist ein Spagat zwischen ihrer eigenen Praxis und der Polizeiwache. Ihr Augenmerk ist immer noch die Suche nach Elkes kleinem Bruder Otto, den sie bis heute noch nicht fand. Auch wenn die Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen gleicht, so ist aufgeben keine Option für Magda. Jeden noch so kleinsten Hinweis geht sie nach, aber die nötige Unterstützung findet sie nach wie vor bei ihrem Ehemann Kuno, der ihr eine große Hilfe ist. Durch Elke erhält sie einen entscheidenden Tipp, aber wird sie dadurch endlich den kleinen Otto finden? Ein anderer Fall beschäftigt Kuno, denn dieser muss in einem mysteriösen Mordfall ermitteln, aber die Suche nach dem oder den Tätern gestaltet sich schwerer als gedacht. Eine ehemalige Patientin von Magda wird tot aus dem Hafenbecken gefischt und seine Ermittlungen führen ihn in das turbulente Nachtleben Berlins. Wird er den Fall lösen können? Aber nicht nur beruflich stehen beide vor wichtigen Entscheidungen, auch privat müssen neue Weichen gestellt werden.

Genauso wie bei Magda und Kuno steht auch Celia Hinnes-Fahrland vor wichtigen Entscheidungen. Ihre Ehe mit ihrem Mann Edgar steht unter keinem guten Stern. Zwar wird ihre Liebe mit der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter gekrönt, aber reicht dies aus, um die aktuelle Situation zu ändern. Zudem möchte Celia gerne ihr Medizinstudium beenden, aber wird dies als Mutter überhaupt möglich sein? Braucht ihre Tochter sie nicht mehr?

Auch mit dem dritten und letzten Teil der erfolgreichen Reihe konnte mich das Autorenpaar Helene Sommerfeld erneut in ihren Bann ziehen. Entschuldigung, dass ich mich hier wiederhole, aber ich kann dies wirklich nur unterstreichen: die zwei verstehen ihr Handwerk und jedes Mal bin ich restlos begeistert, womit sie ihre Leserschaft beeindrucken. Erneut haben sie eine brillante Arbeit abgeliefert und dank ihrer akribischen und detaillierten Recherche hat der Roman eine enorme Authentizität erhalten. Hier stimmt einfach alles: angefangen von den Charakteren, die perfekt eingefangene Kulisse bis hin zur Handlung. Es ist kein Roman, den man einfach nur liest. Es ist eine Zeitreise mit all seinen Facetten, die Berlin in den Zwanzigern erleben durfte. So wie die Trilogie begann so stimmig ist auch ihr Ende.

Das über 500 Seiten dicke Buch habe ich nur ungern aus den Händen gelegt, denn ich habe diese Reise mehr als nur genossen. Ich habe sie erlebt. Einerseits bin ich traurig, dass diese Trilogie mit diesem Band ihr Ende findet, aber andererseits bin ich offen für Neues. Am Ende dieses Buches befindet sich eine kleine Leseprobe ihres neuen Werkes und meine Neugierde wurde schon ein geweckt.

5 von 5 Sternen und für mich ein absolutes Lesehighlight!

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