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Veröffentlicht am 04.04.2021

Eine Frau kämpft für ihr Glück

Das Fräulein mit dem karierten Koffer
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Das Fräulein mit dem karierten Koffer ist der neuste Roman von Claudia Kaufmann, der im Februar 2021 im Fischer Verlag erschienen ist. Ich muss gestehen, dass ich weder die Auto-rin noch ihre Werke kenne ...

Das Fräulein mit dem karierten Koffer ist der neuste Roman von Claudia Kaufmann, der im Februar 2021 im Fischer Verlag erschienen ist. Ich muss gestehen, dass ich weder die Auto-rin noch ihre Werke kenne und so war dieses mein Buchdebüt. Der Titel dieses Romans weckte meine Neugierde und nachdem ich den dazugehörigen Klapptext gelesen hatte, wuss-te ich, dass ich diese Geschichte unbedingt lesen wollte. So ist es auch geschehen…

Der flüssig-leichte und zugleich bildhafte Schreibstil der Autorin konnte mich von Anfang an überzeugen und ließ mich sofort in die bewegende Geschichte von Sabine ein und abtau-chen. Es passiert nur recht selten, dass mich ein Roman derart fesseln kann, wie dieser hier. Seite für Seite verfiel ich in seinen Bann und konnte bzw. wollte dieses Buch kaum noch aus den Händen legen. Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie wird es in Sabines Leben wei-tergehen. Aber nicht nur der einzigartige Schreibstil konnte mich begeistern, sondern auch die facettenreichen Charaktere waren perfekt eingefangen und wiedergegeben worden. Ich bin ja kein Kind der 60er Jahre, aber dank dieser authentischen Darstellung konnte ich mich sehr gut in die Zeit zurückversetzen lassen. Die Handlung ist eine bewegende Geschichte über eine 19jährige, die ausbrechen will. Sie möchte nicht so ein Leben wie ihre Mutter füh-ren, dass nur den Ehemann und Haushalt beinhaltet. Sabine möchte leben und die Welt ken-nenlernen. Als sie eines Tages auf Michael trifft scheint sie ihr Glück gefunden zu haben. Hals über Kopf verlieben sie sich, aber das Glück währt nicht lange, denn Sabine wird schwanger. Anstatt sich über das gemeinsame Kind zu freuen, verschwindet Michael in einer Nacht und Nebelaktion. Was nun? Ihre Eltern, auf deren Hilfe sie ein wenig gehofft hatte, setzen sie kurzer Hand vor die Tür. Zum Glück nimmt sie eine Freundin auf und von da an kämpft Sabine sich stetig voran. Aus dem schüchternen jungen Mädchen wird eine taffe Frau, die weiß wofür es sich lohnt zu kämpfen: für ihr Kind! Dank Claudia Kaufmann und deren ausführlichen Beschreibungen konnte ich mir ein genaues Bild machen, wie das Leben einer alleinerziehenden Mutter damals aussah. Die Autorin zeichnet auf, mit welchen Schwierigkeiten, aber allen voran mit welchen Vorurteilen Sabine zu kämpfen hatte und ge-rade Letztere setzten ihr mächtig zu. Dank ihrer Stärke und Freunde schafft sie es ihr Leben zu meistern und hilft auch noch anderen, sich für politische und soziale Ziele einzusetzen.
Ein beeindruckender und sehr emotionaler Roman, der mich begeistert zurückgelassen hat.
4 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung gibt es auch noch!

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Veröffentlicht am 04.04.2021

Loretta kann es wieder nicht lassen

Schach mit toter Dame
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Inhaltsangabe
Es ist nichts Ungewöhnliches, wenn ein Bewohner in der Seniorenresidenz „Herbstglück“ stirbt. Wenn aber kurzdarauf antike Wertgegenstände aus dem Zimmer des Verstorbenen entwendet werden ...

Inhaltsangabe
Es ist nichts Ungewöhnliches, wenn ein Bewohner in der Seniorenresidenz „Herbstglück“ stirbt. Wenn aber kurzdarauf antike Wertgegenstände aus dem Zimmer des Verstorbenen entwendet werden schon und genau dies haben die beiden Zimmernachbarinnen und einge-fleischte Krimifans Cäcilie und Käthe bemerkt. Kurzerhand wird ihre neue Freundin und Hobbyermittlerin Loretta Luchs ins Boot gezogen und um Rat gefragt. Sofort wittert diese einen neuen Fall und lässt sich als Kaltmamsell in die Küche einschleusen. Kaum ist sie vor Ort, wird auch schon eine Person vermisst. Loretta ist natürlich bei der Suche mit von der Partie und wie sollte es auch anders sein, ist sie diejenige, die über die Leiche „stolpert“. Diebstahl und Leiche…haben die zwei Fälle miteinander zu tun oder ist es nur Zufall, dass beides zeitnah geschieht? Loretta nimmt die Ermittlungen auf….

Schach mit toter Dame von Lotte Minck ist bereits der 13te Fall dieser Ruhrpott-Krimireihe. Vor etlichen Jahren habe per Zufall einen Roman von der Autorin in die Hand bekommen und seitdem bin ich ein großer Fan. Seitdem kann ich es vor Spannung kaum aushalten, dass ein neuer Fall erscheint. Endlich war es wieder soweit und das langersehnte Wiedersehen mit Loretta und ihren Weggefährten konnte stattfinden.
Info: Natürlich kann man die Bücher unabhängig von einander lesen, aber besser ist, die Reihe bei Fall 1 zu beginnen. Es fehlen sonst einige private und berufliche Details, deren Zusammenhang sich nicht ganz erschließt.
Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin ließ mich abermals durch das Buch fliegen. Seite für Seite ist es ein humorvoller und spannender Hochgenuss Loretta bei ihren Ermitt-lungen über die Schultern zu schauen. Zum Leidwesen von ihrer ärgsten Konkurrentin der Kommissarin Küppers. Sie hasst es, wenn Loretta sich in ihren Fall ungefragt einmischt und Undercover ermittelt. Trotz der kleinen Reibereien (wenn es diese nicht geben würden, wür-de mir was fehlen) harmonieren die beiden bestens miteinander. Lotte Minck versteht es, ihre Fans immer wieder auf ein Neues zu begeistern. Der neuste Fall spielt in der Senioren-residenz „Herbstglück“ und dort trifft man auf so unterschiedliche Charaktere. Zum einen eine Primaballerina, die auf ihrer Art und Weise um Aufmerksamkeit buhlt, ein Schlager-sänger, der es nicht wahrhaben möchte, dass seine Karriere vorbei ist oder ein Sternekoch, der die Bewohner kulinarisch mehr als nur verwöhnt. Aber auch alte Bekannte dürfen nicht fehlen, wie zum einen Lorettas neuen Freund Dennis oder die Ladenbesitzer Gitte und Frank, dessen Ruhrpott- Dialekt ich so liebe. Was den Fall anbelangt möchte ich nicht allzu viel davon verraten, denn sonst würde ich spoilern und das will niemand. Soviel kann ich aber verraten: Lotte Minck hat es wieder einmal geschafft, einen schönen humorvollen, stimmi-gen und spannenden Krimi zu schreiben, der Lust aufs Mitraten macht.

Für mich sind diese Bücher ein MUST Have und mir würde etwas fehlen, wenn es diese Krimireihe nicht mehr geben würde. Wer Regionalkrimis liebt, der kommt hier mehr als nur auf seine Kosten. Ich kann und möchte diese Loretta Luchs Fälle nur weiterempfehlen.
5 von 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 25.03.2021

Urlaub ade - der weiße Heilbutt ist zurück

Der weiße Heilbutt
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Inhaltsangabe:
Eigentlich möchte Dorfpolizist Thies Detlefsen und seine Fredenbüller Freunde ein paar erholsame Tage auf der Insel Amrum verbringen, aber es kommt anders als geplant. Das idyllische Strandleben ...

Inhaltsangabe:
Eigentlich möchte Dorfpolizist Thies Detlefsen und seine Fredenbüller Freunde ein paar erholsame Tage auf der Insel Amrum verbringen, aber es kommt anders als geplant. Das idyllische Strandleben wird jäh unterbrochen, denn plötzlich schwimmt ein riesiger Fisch in Richtung Strand. Der weiße Heilbutt! Unter den Strandbesuchern bricht Panik aus und als wäre dies nicht schon genug Aufregung, buddelt Nicoles Sohn Finn auch noch einen grausa-men Fund aus: einen Frauenfuß mit lackierten Nägeln. Da lässt sich Thies Detlefsen nicht zweimal bitten und übernimmt kurzerhand die Ermittlungen. Wem gehört dieser Fuß und wo ist der Rest der Leiche? War es ein Unfall oder sogar Mord? Die Spurensuche geht in vielen Richtungen.

Der weiße Heilbutt ist bereits der neunte Fall für Dorfpolizist Thies Detlefsen. Seit Mona-ten freue ich mich schon auf den neuen Inselkrimi, der jetzt endlich im DTV – Verlag er-schienen ist. Natürlich musste dieser auch sofort gelesen werden, aber das versteht sich fast von selbst!

Der Wohlfühlfaktor stellte sich bereits nach der ersten Seite ein. Ach, wenn ich die lustige und bunt gemischte Fredenbüller Truppe aus der Hidden Kist treffe, weiß ich sofort: es wird lustig und spannend zugleich und so sollte es auch werden. Nur das der Leser seine Lieblin-ge nicht in Fredenbüll wiedersieht, sondern im Urlaub auf Amrum antrifft. Wer schon den einen oder anderen Fall von Thies Detlefsen und Nicole Stappenbek kennt, weiß, dass für die beiden das Wort „Erholung“ eigentlich ein Fremdwort ist und so ist es auch hier. Kaum sind ein paar ruhige Tage ins Land gezogen, wird schon der nächste Fall an Land gespült. Sofort wittert Thies seine Chance und zieht ihn an Land. Seine Ermittlungsmethoden sind zwar sehr eigen, aber sie führen, nach vielen Abwegen, zum Erfolg. Wieder einmal unterstreichen die witzigen Dialoge den Charakter dieses Inselkrimis und führen dazu, dass ich das eine oder andere Mal herzhaft auflachen musste. Der Humor ist einfach brillant und ich liebe ihn! Wie schon in den vorherigen Fällen nimmt Krischan Koch erneut aktuelle Themen auf die Schip-pe, wie auch in diesem Fall. Influencer, die für ihre Likes fast alles tun, Wohlfühlseminare über Kartoffelschältherapien oder High Tech Kochen mit Seegras stehen ganz oben auf der Liste. Es gibt nichts was es nicht gibt!

Für mich ist Krischan Koch einer der besten Krimiautoren, der mit Humor und Spannung den Leser auf Verbrecherjagd mitnimmt, um ihn dann an der Nase herumführt. Wie oft glaubte ich, diesen Fall gelöst zu haben, aber Pustekuchen: es kam alles anders.
Ein humorvoller Lesespaß der Lust auf den zehnten Fall macht.
5 Sterne und ein absolutes Muss für Krimifans!

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Veröffentlicht am 15.03.2021

Lebenssekunden, ein Moment, der alles verändert

Lebenssekunden
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Die 15jährige Angelika Stein hat einen großen Traum: sie will Fotografin werden! Als sie von der Schule geworfen wird, scheint sich ihr Wunsch nicht mehr zu erfüllen. Trotz ihrer fotografischen Vorkenntnisse ...

Die 15jährige Angelika Stein hat einen großen Traum: sie will Fotografin werden! Als sie von der Schule geworfen wird, scheint sich ihr Wunsch nicht mehr zu erfüllen. Trotz ihrer fotografischen Vorkenntnisse und dem Talent, will kein Fotograf sie einstellen. Über Umwe-ge lernt sie doch noch einen Fotografen kennen, der ihr Können und Wissen zu schätzen weiß und sie als Lehrling einstellt.
In der DDR trainiert zeitgleich die 15jährige Leistungsturnerin Christine Mangold. Ihr gro-ßes Ziel sind die Olympischen Spiele. Die harten Trainingsmethoden und der dazugehörige Drill setzen Christine immer mehr zu. Nicht nur gesundheitlich, sondern auch seelisch. Im-mer wieder ertappt sie sich dabei, dass sie oft an ihrem großen Wunsch zweifelt. Möchte sie wirklich einer der großen DDR – Sportlerinnen werden?

Lebenssekunden ist bereits der dritte Roman von Katharina Fuchs, der jetzt im März 2021 erschienen ist. Von ihren vorherigen Büchern (Zwei Handvoll Leben und Neuleben) habe ich leider noch keins gelesen und für mich ist dieses Werk eine Premiere! Allein der Titel „Le-benssekunde“ weckte schon meine Neugierde und ich fragte mich: Wofür steht dieser Titel bzw. was für eine Geschichte mag sich dahinter verbergen? Um meine Neugierde ein wenig zu stillen, las ich den Klapptext und ab diesem Moment, wusste ich, dass diese deutsch-deutsche Geschichte genau meinen Nerv trifft.

Der flüssig-leichte und zugleich sehr berührende Schreibstil der Autorin hat mich von An-fang an überzeugt und ließ mich sofort in die Geschichte von Angelika Stein und Christine Mangold ein und abtauchen. Katharina Fuchs ist wahrlich ein „Fuchs bzw. eine Füchsin“, denn sie weiß wie sie ihre Leserschaft in ihren Bann ziehen kann. Mich eingeschlossen. Dank ihrer facettenreichen und authentischen Darstellung wirkten die Charaktere sehr le-bendig und so entstand der Eindruck, dass man sie schon seit Jahren kennen würde. Die re-bellische Angelika Stein, die so gerne Fotografin werden möchte. Das war Ende der 50er Jahre leider kein leichtes Unternehmen. Frauen wurden ungern in einem Männerberuf einge-stellt und wenn dann wurden ihre Arbeiten meist unterschätzt, aber Angelika weiß sich durchzubeißen und kann sich in der Männerdomäne behaupten. Die Autorin beschreibt hier nicht nur den steilen Werdegang einer angehenden Fotografin, sie lässt ihre Leser auch einen Blick hinter die Kulissen eines Fotografen werfen. Dunkelkammer, Entwickler, Abzüge und sogar die spannungsgeladenen Momente, die jeder Fotograf erlebt, wenn er zum ersten Mal sein Bild in Natura sieht, hält Katharina Fuchs ihren Lesern nicht vor. Ein wirklich sehr inte-ressanter und spannender Einblick.
Parallel zu Angelikas Werdegang lebt die ehrgeizige Christine Mangold in der DDR, die auch nur einen großen Traum hat: sie möchte eine erfolgreiche Kunstturnerin werden. Hartes Training und eiserne Disziplin stehen ganz oben auf ihren Tagesplan und wenn dies alles nicht ausreichte, griff man in der DDR auch schon mal zu ganz anderen Maßnahmen. Hun-ger, Drill und auch Trainerübergriffe standen dann ebenfalls auf dem Stundenplan und das alles nur für ein Stückchen Erfolg. Über Gesundheit und deren Spätfolgen machte sich kaum Einer Gedanken. Detailliert und erschüttert beschreibt sie den Alltag einer Kunstturnerin. Auch wenn Christines Karriere der eigentliche Fokus war, so blieb die politische Entwick-lung Ende der 50er bzw. Anfang der 60er nicht außen vor. Pendeleien nach West und Ostber-lin, Grenzübergänge, Überwachungen durch die Stasi und auch der Mauerbau 1961 finden hier ihren Platz.

Aufgrund dessen, dass die Handlung abwechselnd aus der Sicht beider Hauptcharaktere er-zählt wird, konnte ich mich sehr gut in die beiden Leben hineinversetzen. Am Anfang der Geschichte erschloss mir noch nicht so recht, wie die zwei „Schicksale“ zueinander finden würden, aber nach und nach kam Licht ins Dunkel und ich muss sagen, dass mir die Ver-flechtung beider Stränge sehr gut gefiel. Kompliment für diese berührende und spannende Lebensgeschichte. Auch wenn man dies nicht merkt möchte ich darauf hinweisen, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt. Aber wer weiß, vielleicht hat sich irgendwo genau diese Geschichte so abgespielt…

Eine deutsch-deutsche Geschichte über zwei junge Frauen, die nicht bewegender hätte sein können. Ein Buch, dass mich nicht nur auf eine Lebens-Reise mitnahm, sondern auch noch emotional berührt und erschüttert hat. Für mich war dieser Roman ein weiteres Lesehigh-light 2021! (Ganz oben auf meiner Leseliste stehen schon ihre beiden bereits erschienen Werke)

5 von 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung obendrauf!

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Veröffentlicht am 05.03.2021

Urlaubsfeeling a la Gabriella Engelmann

Ich dachte schon, du fragst mich nie
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Inhaltsangabe:
Seit dem Tod ihres Mannes lebt Sophie Hartmann allein mit ihren zwei Töchtern. Ihre ältes-te Tochter will bald ihr eigenes Restaurant eröffnen, aber diese steht unter keinem guten Stern. ...

Inhaltsangabe:
Seit dem Tod ihres Mannes lebt Sophie Hartmann allein mit ihren zwei Töchtern. Ihre ältes-te Tochter will bald ihr eigenes Restaurant eröffnen, aber diese steht unter keinem guten Stern. Genau an diesem Tag bricht sich Liv die Hand und keiner ihrer Angehörigen bzw. Freunde kann kochen. Das Projekt scheint zu scheitern, dennoch wollen alle an der Eröff-nung festhalten und weitermachen. Aber ohne Koch? Fast unmöglich, wäre unter den Gästen nicht ein Koch, der seine Hilfe anbietet. Kann das Restaurant doch noch gerettet werden?

“Ich dachte schon, du fragst mich nie“ von Gabriella Engelmann ist im März 2021 im Knaur Verlag erschienen. Nachdem ich mit großer Begeisterung ihr letztes Buch „Zu wahr, um schön zu sein“ gelesen habe, bin ich ein großer Fan ihrer spritzigen Unterhaltungsromane. Nicht nur das Cover hat meine Neugierde geweckt, sondern auch der Klapptext und ich wusste, dass ich dieses Buch unbedingt wieder lesen muss. Gesagt, getan.

Der leichte und flüssige Schreibstil der Autorin ließ mich sofort in Sophies Geschichte ein und abtauchen. Während des Lesens fielen mir die kleinen Intros zu den 38 Kapitel ange-nehm auf. Eine sehr schöne Idee, die Gabriella Engelmann perfekt umgesetzt hat. Jeder der das Buchcover ansieht, weiß, dass sich dahinter eine Urlaubsgeschichte verbirgt und genauso war es auch. Die Reise ging von Hamburg zum Mittelmeer, um genauer zu sagen, nach Palma de Mallorca. Aber nicht in eine der beliebten Touristenhochburgen, sondern an einen fernabgelegten Ort, der mehr zu bieten hat als Shoppingmeile und Restaurants. Das Gabriel-la Engelmann des Öfteren auf dieser Insel verweilt hat, merkt man an der detaillierten und idyllischen Beschreibung der Landschaft. Aber nicht nur die Kulisse hat sie brillant einge-fangen und widergespiegelt, sondern auch die kulinarische Küche, so dass ich schon beim Lesen Hunger bekam. Am liebsten hätte ich sofort die Koffer gepackt und hätte mich selbst von diesem traumhaften Ambiente überzeugt. Die Charaktere waren mir allesamt sehr sym-pathisch und bereicherten auf ihre Art und Weise die Handlung. Diese ist eine spritzige und humorvolle Geschichte über Sophie und Marc, die abwechselnd von den zwei erzählt wird. Dadurch konnte ich mich bestens in die beiden hineinversetzen und mitfühlen. Über die Ge-schichte möchte ich jetzt nicht allzu viel schreiben, denn sonst würde evtl. spoilern und wer möchte schon vorab wissen was passiert. Ich nicht. Auch wenn die Handlung an einigen Stel-len vorhersehbar ist, wurde mein Lese spaß nicht gemindert. Eher das Gegenteil trat ein. Ich flog förmlich durch die Seiten und fühlte mich Bestens unterhalten.
Wer nach Beendigung des Buches immer noch Appetit hat, findet am Ende Rezepte zum Nachkochen.

Ein spritziger, witziger Unterhaltungsroman, der Lust auf Urlaub am Mittelmeer macht. Ein-fach klasse!

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