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Veröffentlicht am 15.09.2016

Dein perfektes Jahr

Dein perfektes Jahr
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Inhaltsangabe

Die Kindergärtnerin Hannah scheint glücklich zu sein, denn sie hat einen Freund namens Simon und leitet mit ihrer besten Freundin Lisa einen eigenen Kindergarten. Doch der Schein trügt, ...

Inhaltsangabe

Die Kindergärtnerin Hannah scheint glücklich zu sein, denn sie hat einen Freund namens Simon und leitet mit ihrer besten Freundin Lisa einen eigenen Kindergarten. Doch der Schein trügt, denn Simon ist seit geraumer Zeit arbeitslos und wird dadurch immer depressiver. Als er dann auch noch eine niederschmetternde Diagnose erhält, gerät sein Leben völlig Kontrolle. Hannah versucht ihm eine Lebensaufgabe zu geben und schreibt ich ein Filofax für das kommende Jahr. Dieses Buch „verschenkt“ er an einen unbekannten Menschen namens Jonathan. Was dann passiert ist für Hannah und auch eine Jonathan eine sehr interessante Reise, die beide auf ihrer eigenen Art und Weise erleben.



Dein perfektes Jahr ist der neuste Roman von Charlotte Lucas, die uns als Bestsellerautorin Wiebke Lorenz bekannt ist.

Der Schreibstil dieser Autorin ist so flüssig, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Ab der ersten Seite kann der Leser in das Leben der Hauptprotagonisten Jonathan und Hannah ab- und eintauchen. Der ständige Gedankenwechsel der beiden macht die Geschichte sehr lebendig und dadurch entsteht ein perfektes Bild ihrer Gefühle. Was dazu führt, dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. Alle Protagonisten sind allesamt sehr authentisch und lebensnah wiedergegeben worden und hier meint man, sie schon jahrelang zu kennen. Dieser Roman lebt von vielen Emotionen, die sehr gut ausgearbeitet und auch wiedergegeben worden sind. Einige Handlungen sind zwar vorhersehbar, aber das schmälert die Leselust in keinsterweise. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn es macht sehr viel Spaß zu zusehen wie die einzelnen Personen ihren Weg gehen bzw. neu finden und sich dadurch verändern. Leopold hat mir am besten gefallen, wie er seine Obdachlosigkeit gegen ein geregeltes Leben eingetauscht hat. Das stimmige Ende runden diesen Roman perfekt ab.



Für mich war es ein sehr guter Roman, der mich aber immer wieder zum Nachdenken gebracht hat.

4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung kommt hinzu!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 15.09.2016

Konnte mich nicht ganz überzeugen

Ausgerechnet wir
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Inhaltsangabe
Tom ist 29 und Unternehmensberater. Um genau zu sein: Er ist ein Zahlennerd. Aber ein sympathischer. Auf der Suche nach der perfekten Partnerin begibt er sich in die algorith-musgetriebenen ...

Inhaltsangabe
Tom ist 29 und Unternehmensberater. Um genau zu sein: Er ist ein Zahlennerd. Aber ein sympathischer. Auf der Suche nach der perfekten Partnerin begibt er sich in die algorith-musgetriebenen Fänge einer Datingseite, die ihm tatsächlich die perfekte Frau präsentiert: 94 Prozent Übereinstimmung – Lisa ist die Richtige. Leider erscheint zum ersten Date nur ihre exzentrische Mutter. Lisa lernt er andernorts kennen. Und diese erste Begegnung läuft mitnichten so, wie er es sich ausgemalt hatte. Tom will sich gerade mit seinem schlechten Karma abfinden, da belehrt ihn sein Freund Joshi eines Besseren: »Warum sollte das Leben dir Geschenke machen, wenn du nie etwas für andere tust?« Tom nimmt sich vor, Joshis Glücksformel anzuwenden und 28 Tage lang Freunde und Fremde zu beglücken. Mit jedem Geschenk gerät Toms Leben weiter aus den Fugen. Ob er Lisa wirklich von der geheimen Magie der Prozentzahlen überzeugen kann? Oder kommt alles ganz anders?

Ausgerechnet wir ist der neuste Roman von Monika Peetz. Da ich ein großer Fan von ihrer Reihe Die Dienstagsfrauen bin, war ich auf das neuste Buch gespannt und natürlich musste es auch sofort gelesen werden.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und angenehm zu lesen, so, dass man sich in Toms Geschichte sofort wiederfindet. Mit den Protagonisten tat ich mich ein wenig schwer, denn zu keinem Zeitpunkt fand ich einen Zugang zu ihnen. Zwar waren sie sehr detailliert beschrieben worden, aber sympathischer wurden sie dadurch leider nicht. Irgendwie fehlte mir der Charme und Witz, denn Monika Peetz ihren Figuren immer mit auf den Weg gibt. Die Handlung, die aus der Sicht von Tom erzählt wird, war gut durchdacht und umgesetzt worden, aber streckenweise wurde es sehr langatmig. Hier waren es gerade die Teile, die sich um den Bäckereibetrieb drehten. Da wäre weniger mehr gewesen. Auch bei der Handlung fehlte mir der typische Humor, denn ihre Bücher immer ausgemacht haben. An einigen Stellen blitzte er zwar auf, aber das war es dann auch wieder. Das war mir ein bisschen zu wenig. Am Ende dieses Buches erwartet den Leser eine Überraschung, aber sie rundet perfekt diese Geschichte ab.


Es war zwar ein unterhaltsamer Roman, denn man sehr gut lesen kann und ein paar schöne Lesestunden bereitet. Meiner Meinung nach kann es Monika Peetz aber besser, das hat sie leider hier nicht gezeigt. Schade…
Trotzdem gibt es noch 3 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein Fall für Tina Gründlich

Mord in der Schickeria - Gründlich ermittelt
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Inhaltsangabe
Eine neue Inspektorin ermittelt im Salzburger Land Inmitten der sommerlichen Alpenidylle wird bei den Krimmler Wasserfällen eine Leiche gefunden. Obwohl Inspektorin Tina Gründ-lich eigentlich ...

Inhaltsangabe
Eine neue Inspektorin ermittelt im Salzburger Land Inmitten der sommerlichen Alpenidylle wird bei den Krimmler Wasserfällen eine Leiche gefunden. Obwohl Inspektorin Tina Gründ-lich eigentlich noch Urlaub hätte und den Tag mit ihren beiden Kindern verbringen wollte, nimmt sie die Ermittlungen auf. Bei dem Toten handelt es sich um Rudolf von Gratz, einen der reichsten Bordellbesitzer des Salzburger Landes. Tina und ihr Kollege Sigi recherchie-ren im Rotlichtmilieu. Doch Rudi hatte viele Feinde. Wollte sich vielleicht eine seiner Ange-stellten an ihm rächen? Oder trachtete ein Konkurrent ihm nach dem Geschäft? Vor Tina tun sich moralische Abgründe auf. Und um den Mörder zu finden, muss sie sich in dem von Männern beherrschten Milieu beweisen.

Mord in der Schickeria – Gründlich ermittelt ist der neuste Regional – Krimi von Walter Bachmaier.

Dank des leichten Schreibstils des Autors findet sich der Leser mitten im Geschehen wieder. Die Protagonisten sind zwar sehr gut beschrieben worden, aber auf mich wirken sie recht unsympathisch. Zu keinem Zeitpunkt fand ich einen Bezug zu Ihnen. Am schlimmsten fand ich die Hauptfigur, denn sie wirkte in vielen Szenen sehr überzogen und hysterisch und das wurde durch die Fettschrift sehr deutlich hervorgehoben. Das schreckt ab. Leider konnte dies der perfekt eingestreute Dialekt auch nicht wieder wettmachen. An sich war die Handlung gut durchdacht und auch ausgefeilt. Sie hätte wirklich Zeug gehabt ein guter Krimi zu wer-den, aber die zahlreichen Ereignisse machte vieles zu Nichte. Es wirkte gehetzt und auch diverse Polizeiaktion, egal ob von Tina Gründlich oder deren Kollegen kamen sehr unglaub-würdig rüber. Erinnerte mich ein wenig an Slapstick. Klar, kann man Spannung und Witz kombinieren, aber da muss alles stimmen. Leider harmonierte die Spannung mit dem Humor nicht. Oder umgekehrt. Entweder lag es am Autor, der jede Menge Ereignisse in seinem Buch reinbringen wollte oder es lag an der geringen Seitenzahl des Buches. Auf 280 Seiten war es mir definitiv zu viel des Guten.

Der Klapptext versprach mir einen spannenden Regional – Krimi, aber der lag leider weit hinter meinen Erwartungen. Die Handlung und auch der Dialekt waren brillant, aber letzt-endlich ist es an der Umsetzung gescheitert. Schade….


Veröffentlicht am 15.09.2016

Der 7. Fall für Loretta Luchs

Die Jutta saugt nicht mehr
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Inhaltsangabe
Loretta Luchs begibt sich zum 7. Mal auf Mördersuche Als Freund Pascal kurzfristig auf Ge-schäftsreise muss, steht für Loretta fest: Ablenkung muss her. Leider laufen die Geschäfte in der ...

Inhaltsangabe
Loretta Luchs begibt sich zum 7. Mal auf Mördersuche Als Freund Pascal kurzfristig auf Ge-schäftsreise muss, steht für Loretta fest: Ablenkung muss her. Leider laufen die Geschäfte in der frisch eröffneten Detektei von Loretta und Erwin bisher eher schleppend an. Ein Glück also, dass sich just an diesem Tag mit der biederen Frau Berger der erste vielversprechende Fall in die brandneuen Büroräume verirrt. Ihre Nachbarin, die Jutta, sei verschwunden, der vermeintlich sitzengelassene Ehemann mehr als verdächtig. Eine vermisste Hausfrau? Womöglich ermordet? Auf jeden Fall besser als untreue Ehemänner, entführte Hunde oder Schlüpfer-von-der-Wäscheleine-Klauer, denkt sich das Ermittler-Duo und schleust Loretta undercover als Putzhilfe beim Verdächtigen ein. Wie gut, dass Erwins „Täubchen“ Doris sie zur Tarnung noch schnell in Sachen professioneller Grund- und Tiefenreinigung unterweist. Doch was haben ein verwaister Staubsauger, ein verstaubter Rockstar und eine neugierige Nachbarin mit Juttas Verschwinden zu tun? Die Revier-Ermittlerin muss ihr ganzes detektivisches Können und Wissen über Putzmittel einsetzen, um der Sache auf den Grund zu gehen.


Jutta saugt nicht mehr ist der 7 Fall für Loretta Luch und der neuste Ruhrpott-Krimi von Lotte Minck. Seit Cool im Pool (6ter Fall) bin ich ein riesiger Fan dieser Reihe und ist dieses Werk na-türlich Pflichtprogramm.

Wie auch schon in den Büchern zuvor besticht die Autorin mit ihrem unverwechselbaren humor-vollen Erzählstil. Immer wieder muss man über die Dialoge so herzhaft lachen, dass kaum ein Au-ge trocken bleibt. Achtung Suchtgefahr, denn sobald man dieses Buch angefangen hat zu lesen, gibt es kein Entkommen mehr. Man fliegt förmlich durch die Seiten, weil man zu jedem Zeitpunkt wissen will, wie es um Loretta Luchs und Co weitergehen wird. Einige der Protagonisten sind alte Bekannte und somit gibt es ein großes Wiedersehen, mit Loretta Luchs, Erwin, Frank und Kom-missarin Astrid Küpper. Eigentlich arbeitet Loretta Luchs als Telefonisten in einem Callcenter, aber ihre große Leidenschaft sind Kriminalfälle zu lösen. Zum Leidwesen der Polizei. Ex-Polizist Erwin, der jetzt endlich seine eigene Detektei mit Loretta und Dennis eröffnet hat. Frank, der mit seinem herrlich erfrischenden Dialekt brilliert und die Kommissarin Küpper, die kein Fall ohne die Detektei von ihrem Patenonkel Erwin samt Team lösen kann. Bei der Handlung steht der Hu-mor an erster Stelle und so sollte es bei dieser Ruhrpott-Krimöde auch sein. Wie auch schon im vorherigen Band ist auch dieser Fall gut durchdacht, ausgearbeitet und gelöst worden. Wer mag kann hier mit raten und mit fiebern. Auch wenn die eine oder andere Vorahnung auftaucht, gibt es immer erneute Wendungen und Verstrickungen, die das Ganze zunichtemachen. Wer sich bei die-sem Krimi langweilt ist selber Schuld und hat keinen Sinn für Humor. Dieses Buch ist und bleibt von Anfang bis zum Schluss spannend und das zeichnet einen sehr guten Krimi aus.

Und wer während des Lesens Lust auf Kekse bekommen hat, der findet am Ende dieses Büchlein noch ein passendes Rezept.

Dieser Buch Jutta saugt nicht mehr wieder ein Meisterwerk von Lotte Minck. Sie versteht es mit ihrer einzigartigen humorvollen Art und Weise ihre Leser in ihren Bann zu ziehen. Ob man will oder nicht.
300 Seiten Purer Unterhaltung und Lachen ist ja bekanntlich die beste Medizin!
5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine sehr berührende Geschichte

Ein Zimmer über dem Meer
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Inhaltsangabe:

Sie kann die Felskante unter ihren Füßen spüren. Die Tiefe ist so verlockend nah, Kim könnte ihrer großen Liebe einfach in den Tod folgen. Doch jemand hält die junge Frau zurück: eine alte ...

Inhaltsangabe:

Sie kann die Felskante unter ihren Füßen spüren. Die Tiefe ist so verlockend nah, Kim könnte ihrer großen Liebe einfach in den Tod folgen. Doch jemand hält die junge Frau zurück: eine alte Dorfbewohnerin, die sie mitnimmt in ihr Haus am Meer. Dieser Ort hat schon viele Schicksale gesehen, und so erfährt Kim aus einem uralten Tagebuch die dramatische Geschichte der taubstummen Leandra, die genauso verzweifelt war wie sie. Auch Leandra wollte sich an den Klippen Cornwalls das Leben nehmen, und auch sie wurde gerettet – vom damaligen Leuchtturmwärter. Kim ist tief berührt von der tragischen Liebesgeschichte – doch wie sieht es in ihrem eigenen Herzen aus? Gibt es auch dort Platz für eine neue Liebe?

Ein Zimmer über dem Meer ist der neue Cornwall-Roman von Dana Paul. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich die Bestseller-Autorin Corinna Bomann, die sich mit diesem Buch einen Herzenswunsch erfüllt hat.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu lesen, so das man gar nicht merkt wie man durch die Seiten fliegt. Ab der ersten Seite taucht der Leser in die Welt von Kim ab und darf eine gefühlvolle und sehr spannende Reise antreten. Die Protagonisten sind allesamt sehr sympathisch und authentisch dargestellt worden. Kim, die ihrer großen verstorbenen Liebe Jake nachtrauert und den Sinn des Lebens verloren hat. Grandma Janet, die einsam in ihrem Haus auf Land´s End lebt. Janets Enkel Dan, der das Meer mehr liebt als alles andere. Die Handlung ist in zwei Zeitzonen aufgeteilt worden: zum einen die Geschichte um Janet, Dan und Kim und zum anderen die von Leandra, dessen Leben wir in Form von Tagebucheintragungen kennenlernen dürfen. Beide Teile wurden perfekt miteinander verknüpft und somit wurde es eine harmonische und zu gleich sehr interessante Geschichte, die zu keinem Zeitpunkt langatmig oder gar langweilig wird. Auch wenn hier einige Szenen vorhersehbar sind und die Überraschungsmomente fehlen, schmälert es den Lesespass. Eher das Gegenteil tritt ein. Man muss wissen wie diese Geschichte ausgehen wird. Der historische Teil endet ziemlich abrupt und lässt Raum für eigene Fantasien, wie die Geschichte um Leandra ausgegangen sein mag.

Für mich war es eine emotionale Geschichte, die mich in ihren Bann gezogen hat. Ein wahrer Lesegenuss auf sehr gutem Niveau.
5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung!