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Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine emotionale und spannende Reise in Charlottes Familiengeschichte

Wiedersehen in Barfleur
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Inhaltsangabe
Seit ihrer Jugend sehnt sich Charlotte in den malerischen Ferienort Barfleur zurück — mit gemischten Gefühlen: Vor Jahren ist dort während eines Familienurlaubs ihr geliebter Vater verschwunden. ...

Inhaltsangabe
Seit ihrer Jugend sehnt sich Charlotte in den malerischen Ferienort Barfleur zurück — mit gemischten Gefühlen: Vor Jahren ist dort während eines Familienurlaubs ihr geliebter Vater verschwunden. Den Verlust hat Charlotte nie verarbeitet. Endlich zurück in dem kleinen französischen Fischerdorf erfährt sie von einer Frau, der sie sich sehr verbunden fühlt: Mathilde hieß die Französin, mit der Charlottes Großvater während der Besatzungszeit eine verbotene Liebesbeziehung führte. Stück für Stück ergründet Charlotte Mathildes tragisches Schicksal — und kommt dabei den Rätseln ihres eigenen Lebens immer näher ...

Wiedersehen in Barfleur ist ein Roman von Claire Bonamy. Claire Bonamy ist allerdings ein Pseudonym, hinter dem sich die zwei Autorinnen Andrea Russo und Eva Philippon verbergen.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen liest sich sehr angenehm und flüssig, so dass man dieses Buch in einem weg lesen könnte. Die bildlichen und sehr detaillierten Beschreibung der Kulisse und Protagonisten lassen den Leser in die Geschichte ein- und abtauchen. Man spürt den französischen Flair, aber auch die Grausamkeit des 2. Weltkrieges. Es ist alles so wunderschön, aber auch so erschreckend realitätsnah. Irgendwie entstand das Gefühl, man wäre als Zeitzeuge live vor Ort. Charlottes Reise entführt den Leser nicht nur in die heutige Zeit sondern auch in eine Zeit, in der die Welt von Gewalt und Grausamkeit beherrscht wurde: in den 2. Weltkrieg. Der historische Teil über Mathilde und Johann ist so anschaulich, emotional und authentisch wieder gegeben worden, so dass beim Lesen immer wieder die Fragen auftauchten: Warum konnte so was passieren und wieso können Menschen so grausam sein? Leider werden diese Fragen wohl immer unbeantwortet bleiben! Der fiktive und historische Teil wurden so perfekt ausgearbeitet, recherchiert und umgesetzt, dass beide Teile ein harmonisches Bild abgeben. Hier entstand das Gefühl, dass sich irgendwo genau diese Geschichte so abgespielt haben könnte.
Ab und an geht die Reise auch in die Kunstgeschichte, der genauso spannend ist, wie der Rest dieses Romans. Zu keinem Zeitpunkt wurde es langatmig oder gar langweilig. Eher das Gegenteil war der Fall: man musste wissen, wie es mit Charlotte und Co weiter gehen wird.
Eine rundum stimmige Geschichte, die nicht besser hätte sein können. Das Ende gefiel mir, leider blieben aber auch ein paar Fragen offen.
Wer weiß, vielleicht gibt es mal ein Wiedersehen mit Charlotte...

Ein historischer Roman, der als Familiengeheimnis eine wunderbare Liebesgeschichte verbirgt. Für mich war es ein unterhaltsamer, emotionaler und spannender Roman, der mir sehr gut gefiel.

5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 15.09.2016

War nicht meins

Septembermeer
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Inhaltsangabe
Ein Segelboot im Sturm. Skeptisch beobachten die Bewohner der kleinen Ostseeinsel den Kampf der beiden Segler gegen die Wellen. Wieder irgendwelche unerfahrenen Landratten, die sich bei ...

Inhaltsangabe
Ein Segelboot im Sturm. Skeptisch beobachten die Bewohner der kleinen Ostseeinsel den Kampf der beiden Segler gegen die Wellen. Wieder irgendwelche unerfahrenen Landratten, die sich bei einem solchen Unwetter aufs Meer hinauswagen! Sie ahnen nicht, dass ihre verschworene Gemeinschaft durch die zwei Schiffbrüchigen bald gehörig aufgemischt wird: Die umtriebige Svea und der stets zögerliche Daniel wollen auf der Insel einen Neuanfang wagen – und Teil dieses neuen Lebensglücks soll eine Buchhandlung sein. Eine Buchhandlung? Hier? Überhaupt stellt die Neue viel zu viele Fragen, und er fotografiert alles und jeden, der ihm vor die Linse kommt. Doch die Neugier siegt! Es kommt zu ersten zögerlichen Annäherungen und ersten Freundschaften. Alles scheint sich zu fügen, bis etwas geschieht, womit niemand jemals gerechnet hätte …

Septembermeer ist das zweite Buch von Gabriela Jaskulla. Der Klapptext hat mich neugierig gemacht und ich versprach mir einen schönen leichten Roman, der auf einer bezaubernden Ostseeinsel spielt. Leider blieb es dabei, denn dieses Buch ist alles andere als leicht und locker. Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailliert und dadurch wurde die Inselatmosphäre samt ihren Insulanern perfekt eingefangen. Beim Lesen merkt man sofort, dass dieses Buch nur so von Schwermut und Tragik lebt. Es fällt einem richtig schwer , dieses Buch einfach so weg zu lesen. Mir fehlte die Lockerheit und Leichtigkeit, die ich mir von diesem Inselroman erhofft hatte. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es einem aufs Gemüt schlägt. Die Charaktere waren mir zu keinem Zeitpunkt sympathisch, eher das Gegenteil war der Fall. Sie wirkten auf mich hölzern und unmenschlich. Einen Bezug konnte ich zu ihnen nie herstellen und das finde ich sehr wichtig. Die Geschichte plätscherte nur vor sich so hin. Es gab einige Passagen, die wirklich interessant waren, aber das reichte leider nicht, um dieses Buch zu Ende zu lesen. Was mich am meisten störte, war, dass dieser Roman nur von Beschreibungen lebt. Ganz egal, ob es um die Insel ging oder um die Einwohner....alles wurde akribisch genau beschrieben. Das war mir ein wenig zu viel des Guten. Auf dem Buch selber steht: Ein spannender Roman über eine Frau, die entschlossen alles über Bord wirft und einen kompletten Neuanfang wagt.
Ich habe es bis zur Seite 270 geschafft, aber von Spannung nicht die geringste Spur. Schade...

Wie die Geschichte zu Ende geht, kann ich leider nicht schreiben, da ich diese vorzeitig abgebrochen habe. Ich mache dies zwar nicht oft, aber hier war mir die Zeit doch zu schade.

Meiner Meinung nach passenden Klapptext und Cover nicht zu dieser tragischen Geschichte. Es ist sehr irreführend...


Veröffentlicht am 15.09.2016

Perfekte Unterhaltung

Geradeaus ist keine Himmelsrichtung
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Inhaltsangabe
Geradeaus das Leben entlang, dann links abbiegen Richtung Glück Karola, Regine und Giulia müssen fliehen – und zwar sofort. Eigentlich wollten sie nur ein Auto von Zürich nach Deutschland ...

Inhaltsangabe
Geradeaus das Leben entlang, dann links abbiegen Richtung Glück Karola, Regine und Giulia müssen fliehen – und zwar sofort. Eigentlich wollten sie nur ein Auto von Zürich nach Deutschland überführen, die 1,5 Millionen im Kofferraum gehörten nicht zum Plan. Denn das Geld war sicher nicht für sie gedacht, und irgendwer wird es vermissen. Aber einfach zurückgeben wäre ja auch blöd. Kurzerhand fahren die drei Freundinnen zu Karolas Tante aufs Land, wo sie die kleine Gemeinde und die Männerherzen gehörig durcheinanderwirbeln …

Geradeaus ist keine Himmelsrichtung ist der zweite Roman von Irene Zimmermann.
Der Klapptext klang nach einer witzigen Story, aber was ich wirklich bekommen habe, war einfach grandios. Der Schreibstil der Autorin ist so flüssig und detailliert, so dass beim Lesen ein wahrer Film ablaufen kann. Die Protagonisten sind allesamt sympathisch und mit Ecken und Kanten versehen worden, dass das Gefühl entsteht, sie schon ewig zu kennen. Die drei sind wie aus dem Leben gegriffen. Die Geschichte um Karola, Guilia und Regine, die mit dem Schwarzgeld auf der Flucht sind, ist skurril, witzig und zu gleich sehr spannend. Zum einen lacht man über den herrlichen Wortwitz und die Handlungen, zu gleich denkt man, dass kann doch so nicht wahr sein und zudem kann man dieses Buch auch nicht einfach aus der Hand legen. Hier muss man einfach wissen, wie es mit den drein weiter gehen wird. Eine herrliche Mischung, die dieses Buch auszeichnet. Das Ende dieser Geschichte ist zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar. Immer wieder denkt man jetzt ist alles vorbei und in Wirklichkeit kommt alles anders. Das Ende fand ich sehr stimmig und passend ausgewählt und rundete die Geschichte perfekt ab.

Die Autorin hat es geschafft, mit diesem Buch nicht nur zu unterhalten, sondern auch Spannung zu erzeugen. Dieses Buch war für mich ein wahres Leseerlebnis und es hat Spaß gemacht, die drei Frauen auf ihren Roadtrip zu begleiten.
Ein verrückter, humorvoller und spannender Roman, der den Leser perfekt unterhält!!
5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Muss man gelesen haben

Glück ist, wenn man trotzdem liebt
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Floristin Isabelle liebt nichts mehr als ihre alteingesessenen Gewohnheiten. Jede Veränderung macht ihr Angst. Als ihr Stammrestaurant von Mr Lee schließt, stellt sie sich sofort ein Frage: Wo bekomme ...

Floristin Isabelle liebt nichts mehr als ihre alteingesessenen Gewohnheiten. Jede Veränderung macht ihr Angst. Als ihr Stammrestaurant von Mr Lee schließt, stellt sie sich sofort ein Frage: Wo bekomme ich nun meine geliebte asiatische Nudelsuppe her? Das neu eröffnete Restaurant namens Thiels ist weder asiatisch noch steht Nudelsuppe auf der Speisekarte. Stattdessen will man Isa mit kulinarischen Köstlichkeit verwöhnen. Nicht mit Isa und das erste Aufeinandertreffen mit dem Restaurantbesitzer Jens ist nicht gerade erfreulich. Beim Verlassen des Restaurants schwört die sich, dass sie nie wieder einen Fuß in dieses Lokal setzt. Dies alles ändert sich, als Merle, die Halbschwester von Jens, in ihr Leben tritt. Dadurch freundet sich mit Jens an. Als Isas Chefin sich Rat bei dem Anwalt Alex einholt, ist es um Isa geschehen. Es hat BÄMM gemacht und in ihren Augen ist er ihr absoluter Traummann. Ist Alex wirklich ihr Traummann oder spielt Jens doch noch eine Rolle in ihrer Gefühlswelt? Wie wird es mit Isa weiter gehen? Bleibt alles beim Alten oder wagt sie endlich den Schritt in das Unbekannte bzw. Neue?

Glück ist, wenn man trotzdem liebt ist der neuste Roman von Petra Hülsmann. Da ich das Buch Hummeln im Herzen schon gelesen habe, war ich auf das neuste Werk von ihr mehr als nur gespannt. Der leichte und flüssige Schreibstil der Autorin zieht den Leser sofort in seinem Bann und lässt ihn in die Welt von Isa ab-und eintauchen.. Ab der ersten Seite merkt man, dass man dieses Buch kaum noch aus den Händen legen kann. Suchtgefahr! Petra Hülsmann hat einen wunderschönen und bildlichen Erzählstil. Dadurch entsteht das Gefühl, die Protagonisten schon seit Jahren zu kennen. Egal ob man Isa, Jens, Merle, Knut oder Brigitte nimmt, sie sind allesamt sehr sympathisch und authentisch dargestellt worden. Mit Ecken und Kanten oder lieb und herzlich. Wer sie nicht mag, ist selber schuld. Immer wieder merkt man die Liebe zum Detail und zur Geschichte und das rundet sie perfekt ab. Die Handlung hat von allem etwas. Mal sprüht sie vor Charme, mal kann man einfach nur mit dem Kopf schütteln oder man fühlt mit der jeweiligen Person mit. Das Ganze wird durch die witzigen Dialoge noch aufgepeppt und so kann es passieren, dass man hier und da lauthals auflachen muss. Auch wenn es sich hierbei um eine Liebesgeschichte handelt und das Ende eigentlich schon vorhersehbar ist, ist es trotz alledem ein wahres Vergnügen, die Protagonisten auf ihren Weg zu begleiten.
Und für alle, die gerne dieses Schokoladenmalheur mal selber backen möchten : Am Ende dieses Buches findet man das Rezept! Guten Appetit!

Petra Hülsmann hat es auch diesmal wieder geschafft, mit ihrem Roman schöne unterhaltsame Stunden zu verbreiten. Ein frischer, witziger und spritziger Roman, den man unbedingt gelesen haben muss.
Für mich ein Lesehighlight und dafür gibt es 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung oben drauf!!!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Gefühl
  • Schreibstil
Veröffentlicht am 15.09.2016

Blieb hinter meinen Erwartungen

Veilchenzauber
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Inhaltsangabe
Was für ein Mensch möchtest du sein? Die lebensfrohe Linda leidet unter der abweisenden Art ihres Mannes Dennis, der sich seit der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter immer mehr verändert. Als ...

Inhaltsangabe
Was für ein Mensch möchtest du sein? Die lebensfrohe Linda leidet unter der abweisenden Art ihres Mannes Dennis, der sich seit der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter immer mehr verändert. Als Linda unerwartet Trost bei ihrem verständnisvollen Nachbarn findet, beginnt für sie eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ihre Standfestigkeit und Treue werden gehörig auf die Probe gestellt. Soll sie sich auf den neuen Mann in ihrem Leben einlassen oder kann sie ihre Ehe doch noch retten? Zum Glück ist Linda nicht allein, denn Ihre besten Freundinnen Ella und Nadine stehen ihr zur Seite. Beistand hat Linda auch bitter nötig, denn die Dinge zwischen ihr und Dennis spitzen sich gefährlich zu. Nach einem Riesenkrach flüchtet Linda zu Ella nach Hause. Langsam begreift Linda, dass sie ihre Vergangenheit bewältigen muss, wenn sie wirklich glücklich werden will …

Veilchenzauber von Isabella Muhr ist der zweite Roman der Blumenzauber-Reihe. Auch wenn es sich hierbei um den zweiten Teil dieser Reihe handelt, kann man diesen unabhängig von den anderen lesen, da die jeweiligen Geschichten abgeschlossen sind.
Beim Lesen des Klapptextes fühlte ich mich sofort von dieser Geschichte um Linda angesprochen und wollte unbedingt wissen, wie es mit ihrem Ehemann Dennis und in ihrem Leben weiter gehen wird. Leider bin ich enttäuscht worden.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut zu lesen. Das Cover ist sehr schön gestaltet worden und passt perfekt zu Band 1. Das sind leider auch die einzigen Sachen, die mir positiv aufgefallen sind. Für mich war es ein ziemlich langweiliges und langatmiges Buch, dass mich einfach nicht unterhalten konnte. Angefangen von den Charaktere, die allesamt ziemlich unsympathisch dargestellt worden sind. Zu keinen Zeitpunkt konnte ich mich in sie hinein versetzen, geschweige denn ihre Handlungen nachvollziehen. Hier fehlt mir eindeutig die Liebe zum Detail. Alles wirkt so oberflächlich und unvollendet. Über die Handlung, die immer wieder in die Teenager-Zeit von Linda sprang, war genauso unstrukturiert. Allerdings waren die Zeitsprünge schon etwas spannender, denn diese ließen einen kleinen Einblick in die Vergangenheit von Linda zu. Leider war dies nicht ausreichend um das Ruder herum zu reißen. Während des Lesens kamen immer wieder neue Fragen und auch sehr viele Ungereimtheiten auf, die erstens unbeantwortet blieben und zweitens, sie ließen die Geschichte leider auch ziemlich unglaubwürdig erscheinen. Am Ende dieser Geschichte wird dann endlich erklärt warum der Titel des Buches Veilchenzauber heißt und nicht anders.


Für mich war es einfach nur langweilig und vergeudete Zeit. Schade, daraus hätte man bestimmt mehr machen können.