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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Vergeben und Verzeihen

Nur einen Horizont entfernt
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Die erfolgreiche Moderatorin Hannah Farr erhält überraschenderweise einen Brief und zwei Versöhnungssteine von einer ehemaligen Mitschülerin Namens Fiona Knowles. In diesem bittet sie Hannah um Verzeihung ...

Die erfolgreiche Moderatorin Hannah Farr erhält überraschenderweise einen Brief und zwei Versöhnungssteine von einer ehemaligen Mitschülerin Namens Fiona Knowles. In diesem bittet sie Hannah um Verzeihung für ihr Mobbing, das zur Schulzeit stattfand. Hannah tut sich sehr schwer, Fionas damaliges Verhalten ihr gegenüber zu entschuldigen bzw. zu vergessen. Nach uns nach wird Hannah bewusst, dass manche Dinge gar nicht so waren wie sie schienen. Die Reise in die Vergangenheit beginnt mit der Suche nach ihrer Mutter, die seit etlichen Jahren nie mehr gesehen hat. Wie wird ihre Mutter auf dieses Wiedersehen reagieren?

Die flüssige und sehr gefühlvolle Schreibweise der Autorin lässt einen sehr schnell in diese Geschichte rein kommen und dadurch konnte ich dieses Buch kaum aus der Hand legen. Ich musste wissen, wie es weiter geht. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und manche von ihnen findet man auf Anhieb sympathisch (z.B. Dorothy) und manche weniger (z.B. Claudia). Die Geschichte von Verzeihen und Vergeben lässt den Leser sehr nachdenklich stimmen. Die Versöhnungssteine waren eine klasse Idee und auch deren Umsetzung fand ich gut. Wobei ich hier schreiben muss, zum Ende hin waren es mir ein paar Steine zu viel. Während des Lesens denkt man unweigerlich darüber nach, wen man selber solch einen Stein schicken würde und von wem man einen bekommen könnte. Insgesamt war die Geschichte sehr vorhersehbar, aber dennoch sehr gut umgesetzt worden. Am Ende blieben zwar einige Fragen offen, aber dennoch würde ich dieses Buch weiter empfehlen.

4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein modernes Märchen für Erwachsene

Wenn Ozeane weinen
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Amber´s Mutter Claire Wood bekommt einen Job als Haushälterin bei dem verwitweten Eward Teagarden, der mit seinem 6jährigen Sohn Taylor in Monterey in Kalifornien lebt. Um sich besser um Taylor und Job ...

Amber´s Mutter Claire Wood bekommt einen Job als Haushälterin bei dem verwitweten Eward Teagarden, der mit seinem 6jährigen Sohn Taylor in Monterey in Kalifornien lebt. Um sich besser um Taylor und Job zu kümmern zu können, ziehen die Woods ins Gästehaus der Teagarden ein. Zwischen beiden Familien entwickelt sich eine Freundschaft und eines Tages machen sie eine Bootstour. Auf dieser Tour passiert etwas Ungewöhnliches: Der kleine Taylor geht über Board und seine Retterin soll eine Meerjungfrau gewesen sein. Die Suche nach Mandy, der Meerjungfrau, beginnt….

Mehr möchte ich zum Inhalt verraten….



Der Schreibstil dieses Buches liest sich sehr flüssig und man findet sehr schnell Zugang zu dieser ungewöhnlichen Geschichte. Die detaillierten Beschreibungen der Charaktere und der Umgebung lassen den Leser Teil dieses Buches sein. Manchmal meint man selbst vor Ort zu sein.

Wenn Ozeane weinen ist eine Geschichte, die aus Ambers Sicht erzählt wird. Realität und Märchen wechseln sich hier perfekt ab. Teilweise waren mir die Erzählungen etwas zu langatmig und einige Handlung sehr unrealistisch und trotzdem konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen, denn ich wollte unbedingt wissen wie die Geschichte um Amber, Taylor und Mandy endet. Das Ende ist in jeder Hinsicht eine Überraschung.



Fazit:

Eine sehr berührende und fantasiereiche Geschichte über Liebe, Hoffnung, Sehnsucht und Träume. Wer all diese Dinge liebt, ist hier bestens aufgehoben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein kriminalistischer Kurzurlaub in die Provence

Das Bücherhaus
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nhalt:

Claire de Roquesteron, die 84jährige Oma von Amandine Moreau wird tot in ihrem Bett aufgefunden. War es Mord? Luc Vidal und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Als nach kurzer Zeit noch eine ...

nhalt:

Claire de Roquesteron, die 84jährige Oma von Amandine Moreau wird tot in ihrem Bett aufgefunden. War es Mord? Luc Vidal und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Als nach kurzer Zeit noch eine Antiquitätenhändlerin ermordet wird, beginnt der Fall brisant zu werden. Wer könnte Interesse an Tod dieser zwei Frauen haben und was hat das Buch von Petrarca damit zu tun? Der zweite Fall von Luc Vidal kann beginnen….



Der flüssige Schreibstil des Buches und die detaillierten Beschreibungen der Landschaft lassen den Leser schnell in einen provenzalischen Krimi eintauchen. Die Handlungen und auch die Charaktere wurden hier sehr gut ausgearbeitet, aber dennoch waren sie mir manchmal etwas zu langatmig und man musste auch aufpassen, dass man die Personen richtig zuordnet. Vielleicht war das auch so beabsichtigt, um ein paar Verwirrungen einzustreuen und das die Spannung noch etwas ausgebaut wird.

Ich habe die E-Book Ausgabe gelesen und am Ende dieser Version befinden sich zahlreiche Erklärungen und Bilder zu dieser Geschichte, die ich sehr hilfreich und interessant fand. Leider sind die Bilder nur als schwarz weiß Aufnahmen zu sehen. Trotzdem eine sehr schöne Idee!



Das Bücherhaus von Tom Burger ist ein kriminalistischer Kurzurlaub in die Provence, der sich hervorragend als Urlaubslektüre eignet. Für mich war er etwas zu ruhig gehalten, aber dennoch gut. Von mir gibt es für diese interessante Reise 3 von 4 Sternen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein spannender Münchner Krimi

Geldsack
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Lenz arbeitet in der noblen Wohnhausgartenanlage namens Einstein Tower als Gärtner. Eines Morgens findet er den Unternehmersohn Guido Zumboldt tot unter der Hecke liegen. Für Max Pfeiffer liegt der Fall ...

Lenz arbeitet in der noblen Wohnhausgartenanlage namens Einstein Tower als Gärtner. Eines Morgens findet er den Unternehmersohn Guido Zumboldt tot unter der Hecke liegen. Für Max Pfeiffer liegt der Fall ganz klar auf der Hand: Es war Mord! Nur wer hat ihn umgebracht? Max und sein Team beginnen sofort in alle Richtungen mit ihren Ermittlungen, um den Mordfall aufzuklären.



Geldsack von Martin Arz ist bereits Fall 6 von Max Pfeiffer. Auch wenn man die ersten fünf Fälle nicht gelesen habe, kommt man sehr gut in diese Geschichte rein. Bei diesem Buch stimmt einfach alles: ein sehr flüssiger Schreibstil mit eingestreuten Dialekt, eine detaillierte Beschreibung von den Protagonisten und Umgebung und die spannende Handlung machen diesen Münchner Krimi zu einem puren Leseerlebnis. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und habe dieses Buch innerhalb eines Tages beendet. Während des Lesens habe ich unweigerlich mitgerätselt und ermittelt, wer von den Verdächtigen als möglicher Täter von Guido Zumboldt in Frage käme. Dank der immer wieder neuen Ermittlungsergebnissen und Tatverdächtigen blieb der Spannungsbogen bis zum Schluss dieses Buches erhalten. Es gibt nichts Schlimmeres als in der Mitte des Buches schon das Ende zu kennen und das ist hier absolut nicht der Fall.



Das Buch Geldsack ist für mich einer der besten Regionalkrimis, die ich bis jetzt gelesen habe und das Interesse an den ersten fünf Fällen vom sympathischen Ermittler Max Pfeiffer ist definitiv geweckt.

Für mich war es ein absolutes Lesehighlight!!!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine sehr berührende Geschichte

Liebten wir
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Die Fotografin Moira liebt ihren Beruf über alles und ihren neuen Freund Leon, der hinter ihrem Rücken ein mieses Spiel spielt. Von allem nichtsahnend begleitet Moira Leon zur anstehenden Familienfeier ...

Die Fotografin Moira liebt ihren Beruf über alles und ihren neuen Freund Leon, der hinter ihrem Rücken ein mieses Spiel spielt. Von allem nichtsahnend begleitet Moira Leon zur anstehenden Familienfeier und lernt dort die etwas außergewöhnliche Familie von ihm kennen. Allerdings entwickelt sich diese Feier nicht so wie geplant, sondern endet in einer Katastrophe. Moira erfährt u.a., dass Leon sich weiterhin mit seiner Ex trifft. Kurzer Hand verlässt sie die Feier, aber nicht nur sie… Die etwas eigenwillige Oma Aino kehrt ebenfalls dem Ganzen den Rücken zu und von da an beginnt für die beiden eine ungewöhnliche Reise nach Finnland….



Liebten wir ist das neuste Werk von Nina Blazon und es hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen. Zum einen zeichnet sich dieses Buch durch seinen flüssigen, humorvollen und gefühlvollen Schreibstil aus und zum anderen sind es die Geschichten von Aino und Mo. Ainos Vergangenheit spielte sich hauptsächlich zur Zeit des zweiten Weltkrieges in Finnland ab und Mos Vergangenheit, in der ihre Mutter sehr früh verstarb, ist alles andere als einfach. Hier treffen zwei Welten aufeinander, die nicht unterschiedlicher hätten sein können und genau das macht dieses Buch so einzigartig. Dadurch dass die Ereignisse detailliert und emotional sehr gut wieder gegeben worden sind, kann der Leser in die jeweiligen Geschichten eintauchen. Es gab zwar einige zähe Momente, aber langweilig wurde es dennoch nicht. Was mich ein wenig gestört hat, war der rüde Umgangston zwischen Aino und Mo und das Lesen wurde hier etwas anstrengend. Für mich blieben die Personen leider stehen und das fand ich sehr schade, denn da hätte ich mir ein wenig mehr positive Veränderungen und vor allen Dingen Herzlichkeit gewünscht.

Das Ende dieses Buches fand ich sehr überraschend und damit hätte ich so nicht gerechnet. Die aufgetauchten Fragen, die beim Lesen entstanden sind, werden hier beantwortet und vieles erklärt sich auch von selbst.



Fazit:

Eine sehr spannende und zu gleich nachdenkliche Reise nach Helsinki. Wer sich darauf einlässt, darf hier keine leichte Sommerlektüre erwarten. Trotzdem sollte man diesen Trip wagen und mitreisen. Für mich war dieses Buch mehr als lesenswert.