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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Spannend, atmosphärisch, emotional, tiefgehend. Dieses Buch spürt man noch lange nach der letzten Seite...

Krakenkind
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Die Geschichte führt in den Spätsommer 1996 in die schwedische Region Småland.
Die Polizistin Sanna Berling steht eigentlich kurz davor, nach Gotland umzuziehen, um dort mit ihrem Freund neu anzufangen. ...

Die Geschichte führt in den Spätsommer 1996 in die schwedische Region Småland.
Die Polizistin Sanna Berling steht eigentlich kurz davor, nach Gotland umzuziehen, um dort mit ihrem Freund neu anzufangen. Doch ein grausames Verbrechen durchkreuzt ihre Pläne und hält sie in der kleinen Gemeinde fest.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn es gibt nur wenige Anhaltspunkte und die Suche nach dem Täter kommt nur langsam voran. Auch die Bewohner des idyllischen Ortes Augu machen es der Polizei nicht leicht, viele sind verschlossen und fast jeder scheint etwas zu verbergen.
Als weitere Verbrechen geschehen, wird schnell klar, dass hinter der ruhigen Fassade des Dorfes dunkle Geheimnisse lauern ...

"Krakenkind" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Schon nach wenigen Kapiteln war ich völlig in der Geschichte versunken und wollte unbedingt wissen, wie sich alles weiterentwickelt.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und gleichzeitig unglaublich packend. Sie schafft es, eine dichte, teilweise bedrückende Atmosphäre aufzubauen, die einen beim Lesen nicht mehr loslässt. Immer wieder entstehen neue Fragen, Vermutungen und Spannungsmomente, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.
Besonders beeindruckt hat mich, wie intensiv und emotional die Geschichte erzählt wird. Die Ereignisse gehen unter die Haut und lassen einen immer wieder innehalten. Manche Szenen sind wirklich erschütternd und regen zum Nachdenken an, gerade weil sie Themen berühren, die leider auch im echten Leben viel zu oft vorkommen.
Die Figuren wirken vielschichtig und authentisch, und nach und nach entfalten sich immer neue Facetten der Geschichte, neue Geheimnisse und Zusammenhänge. Man beginnt automatisch zu rätseln, zu zweifeln, mitzufiebern. Bis zum Schluss bleibt die Spannung erhalten und sorgt für einige Überraschungen.

Für mich ist "Krakenkind" ein Thriller, der nicht nur spannend ist, sondern auch unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt. Ein Buch, das einen emotional berührt und noch lange im Kopf bleibt.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die spannende, atmosphärische und tiefgehende Thriller lieben.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Spannende Idee mit viel Potenzial, leider nicht ganz so stark umgesetzt wie erhofft.

Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt
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Die Bestsellerautorin Emilia Ward schreibt erfolgreiche Krimis. Doch plötzlich geschehen in ihrem eigenen Umfeld mysteriöse Vorfälle, die erschreckende Parallelen zu ihren Büchern aufweisen, sogar zu ihrem ...

Die Bestsellerautorin Emilia Ward schreibt erfolgreiche Krimis. Doch plötzlich geschehen in ihrem eigenen Umfeld mysteriöse Vorfälle, die erschreckende Parallelen zu ihren Büchern aufweisen, sogar zu ihrem neuesten Manuskript, das noch gar nicht veröffentlicht wurde. Das kann eigentlich nur eines bedeuten: Der Täter muss aus ihrem engsten Kreis stammen. Doch wem kann Emilia noch vertrauen? Wer lügt, wer spielt ein falsches Spiel? Entschlossen versucht sie, die Wahrheit selbst herauszufinden …

Der Schreibstil von Claire Douglas ist wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Die Grundidee der Geschichte fand ich wirklich spannend und vielversprechend. Ein Täter, der Szenen aus unveröffentlichten Manuskripten nachstellt, das hat definitiv Gänsehautpotenzial.

Teilweise war das Buch auch fesselnd und bot einige überraschende Wendungen. Viele Kapitel endeten mit kleinen Cliffhangern, sodass man weiterlesen wollte. Trotzdem hat mir diesmal dieses gewisse Etwas gefehlt, diese konstante Spannung, die einen wirklich den Atem anhalten lässt. Im Vergleich zu anderen Büchern der Autorin konnte mich „Perfect Crime“ leider nicht ganz so mitreißen.

Ich habe die bisherigen Romane von Claire Douglas sehr gerne gelesen, sie gehört für mich zu meinen Lieblingsautorinnen. Umso mehr hat es mich überrascht, dass mich dieses Buch etwas enttäuscht zurückgelassen hat.

Trotzdem freue ich mich schon jetzt auf ihr nächstes Werk, denn ihr Talent für spannende Geschichten steht für mich außer Frage.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Eine verlassene Tankstelle – ein Lost Place … und plötzlich ein Tatort.

Giftiger Grund
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Ein einsamer, vergessener Ort wird zum unerwarteten Treffpunkt dreier Menschen: Joran, frisch aus der JVA entlassen und auf der Suche nach seiner versteckten Beute; Charu, Bloggerin und immer auf der Jagd ...

Ein einsamer, vergessener Ort wird zum unerwarteten Treffpunkt dreier Menschen: Joran, frisch aus der JVA entlassen und auf der Suche nach seiner versteckten Beute; Charu, Bloggerin und immer auf der Jagd nach dem perfekten Lost-Place-Foto. Und die kleine Edda, die jede Nacht von zu Hause wegläuft, um auf der verlassenen Tankstelle ein Gefühl von Ruhe und Sicherheit zu finden.
Was sie verbindet? Dieser verlassene Ort.
Was dann passiert? Nichts bleibt, wie es war.

Ich habe „Giftiger Grund“ regelrecht verschlungen! Die Geschichte ist von Anfang an spannend und so fesselnd erzählt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Dieses ungewöhnliche Setting - eine alte, stillgelegte Tankstelle – erzeugt sofort eine düstere, geheimnisvolle Atmosphäre, die sich durch den gesamten Roman zieht.
Die Handlung ist klug konstruiert und mit viel Gespür für Spannung umgesetzt. Besonders gefallen hat mir, dass alle drei Protagonisten zu Wort kommen und ihre eigene Perspektive einbringen. Dadurch entsteht eine tolle Dynamik und man taucht tief in ihre Gedanken und Gefühle ein.
Eddas Kapitel haben mich besonders berührt, sie sind herzzerreißend und unglaublich intensiv. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und hat der Geschichte eine emotionale Tiefe gegeben, die mich nachhaltig bewegt hat.
Überraschende Enthüllungen sorgen immer wieder für neue Spannungsschübe und halten die Neugier konstant hoch.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, gleichzeitig aber packend, man möchte unbedingt weiterlesen, um endlich alle Geheimnisse und wahren Hintergründe zu erfahren.

„Giftiger Grund“ ist ein spannender, temporeicher Kriminalroman mit emotionaler Wucht und einer besonderen Atmosphäre. Für mich ein echtes Lesehighlight! Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Düster, spannend und voller falscher Fährten.

Kalt wie die Luft
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Die 19-jährige Iselin Hanssen kehrt von ihrer Joggingrunde nicht zurück. Kriminalkommissar Jakob Weber und sein Team übernehmen den Fall und gehen schnell von einer Entführung aus. Als kurze Zeit später ...

Die 19-jährige Iselin Hanssen kehrt von ihrer Joggingrunde nicht zurück. Kriminalkommissar Jakob Weber und sein Team übernehmen den Fall und gehen schnell von einer Entführung aus. Als kurze Zeit später erneut eine junge Frau – die bekannte Influencerin Marte Moi – spurlos verschwindet, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Die Ermittler stehen unter enormem Zeitdruck. Und dann stoßen sie auch noch auf einen jahrzehntealten Cold Case mit erschreckenden Parallelen …

Schon die ersten Kapitel haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und dennoch eindringlich. Von Beginn an liegt eine spürbare Kälte und Bedrohung über der Handlung, die sich langsam, aber unaufhaltsam steigert.
Die Ermittlungen entwickeln sich zunächst ruhig, nehmen dann jedoch zunehmend Fahrt auf. Mit jeder neuen Spur wächst die Spannung und zugleich die Zahl der offenen Fragen. Viele Figuren wirken verdächtig, doch lange Zeit gibt es keinen eindeutigen Treffer. Gerade dieses Spiel mit Misstrauen und Unsicherheit hat mir besonders gefallen.
Das Ermittlerteam rund um Jakob Weber überzeugt durch Kompetenz und Authentizität. Die Dynamik innerhalb des Teams wirkt glaubwürdig, und man fiebert mit ihnen mit, während die Zeit gegen sie arbeitet.
Die kursiv gesetzten Kapitel sorgen immer wieder für Gänsehaut. Die Einblicke in die Gedankenwelt des Täters sind verstörend und erschreckend kalt. Diese Passagen erzeugen eine beklemmende Atmosphäre, die noch lange nachhallt.
Das Finale hat mich dann noch einmal überrascht. Der Schlussabschnitt ist rasant, nervenaufreibend und emotional ein echter Pageturner-Moment.

"Kalt wie die Luft" ist ein atmosphärisch dichter Thriller mit düsterer Stimmung, vielen Spannungsmomenten, starken Ermittlungsfiguren und überraschender Auflösung. Ich bin gespannt auf weitere Fälle mit Jakob Weber.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein atemberaubender Krimi, der bis zum Schluss nicht loslässt! Unbedingt lesen!

Schattenmädchen
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Nach der Firmenparty eines erfolgreichen Technologieunternehmens verschwindet die Studentin Isabelle Karlsson spurlos. Das Ermittlerduo Fredrika Storm und Henry Calment versucht herauszufinden, was auf ...

Nach der Firmenparty eines erfolgreichen Technologieunternehmens verschwindet die Studentin Isabelle Karlsson spurlos. Das Ermittlerduo Fredrika Storm und Henry Calment versucht herauszufinden, was auf der Party wirklich geschehen ist, denn die Gründer und Mitarbeitenden der BubbleBuy-App beteuern, Isabelle weder gesehen zu haben noch etwas mit ihrem Verschwinden zu tun zu haben. Doch im Laufe der Ermittlungen stoßen die Polizisten auf erschreckende Parallelen zu einem sieben Jahre alten Fall: Damals wurde die Studentin Petra Olsson ermordet. Beide Fälle führen schließlich an die Universität Lund und in die dunkle Welt geheimnisvoller Studentenverbindungen …

Was für eine Wahnsinns-Story! Dieser Krimi ist unglaublich fesselnd, spannend und packend erzählt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wollte ständig wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und gleichzeitig so mitreißend, dass man Seite um Seite verschlingt, ohne es zu merken.
Die Wendungen sind geschickt gesetzt: Jedes Mal, wenn man glaubt, der Täter sei entlarvt, nimmt die Geschichte eine völlig andere Richtung. Besonders interessant fand ich die Darstellung einiger Studentenverbindungen, wie sie funktionieren, wie sie vertuschen, täuschen und sich oft sicher fühlen, ungestraft davonzukommen. Ebenso erschreckend ist das Bild mancher reicher und mächtiger Personen, die arrogant, amoralisch und skrupellos glauben, sich mit Geld alles kaufen zu können. Das sorgt immer wieder für Kopfschütteln.
Die Spannung reißt zu keiner Sekunde ab und hält einen bis zum überraschenden Ende in Atem.

„Schattenmädchen“ ist mein erstes Buch von Frida Skybäck, aber ganz sicher nicht mein letztes. Nach diesen packenden Lesestunden werde ich definitiv auch die weiteren Fälle von Fredrika Storm lesen.

Ein atemberaubender, temporeicher schwedischer Pageturner der Extraklasse!
Absolute Leseempfehlung für alle Fans des schwedischen Krimis!

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