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Veröffentlicht am 27.07.2025

Wundervoll

Ihr Körper und andere Teilhaber
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Rezension: Ihr Korper und andere Teilhaber

Bewertung: (4,5 von 5 Sternen)
Form: Erzählband
Stil: Literarisch, poetisch, brutal, surreal
Besonders berührend: Acht Bissen, Der Extrastich,
Schwierig auf ...

Rezension: Ihr Korper und andere Teilhaber

Bewertung: (4,5 von 5 Sternen)
Form: Erzählband
Stil: Literarisch, poetisch, brutal, surreal
Besonders berührend: Acht Bissen, Der Extrastich,
Schwierig auf Partys, Echte Frauen haben Körper

„Wie fühlt es sich an, einen weiblichen Körper zu bewohnen
- in einer Welt, die dich gleichzeitig begehrt, bedroht und
beschämt?"
Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch Carmen
Maria Machados Erzählband - ein Werk, das sich nicht in
Worte fassen lasst, sondern eher wie ein brennendes
Gefühl in den Knochen bleibt.

Es ist keine leichte Lektüre. Sie ist verstörend, poetisch,
klug. Jedes Wort wirkt bewusst gesetzt. Jede Geschichte
entfaltet eine andere Facette weiblicher Existenz,
manchmal dystopisch, manchmal märchenhaft, oft
metaphorisch - aber immer radikal ehrlich.

Die starksten Texte sind wie ein Schrei, der nicht laut sein
muss, um zu erschüttern:
„Acht Bissen" erzahlt mit brutaler Leichtigkeit vom
Aufopfern weiblicher Identität.
„Der Extrastich" verwebt Trauma und Begehren, wie man es
selten gelesen hat.
„Schwierig auf Partys" - queer, surreal, erschütternd
ehrlich.
Und „Echte Frauen haben Körper“? Eine
Gänsehautgeschichte, die dich innerlich zerlegt.

Fazit:
Ihr Körper und andere Teilhaber ist ein feministisches
Manifest in Geschichtenform. Keine Sammlung zum
nebenbei Weglesen. Sondern ein Erdbeben, das lange
nachhallt. Wer bereit ist, sich auf die düsteren, oft
unbequemen Fragen einzulassen, wird mit einem Buch
belohnt, das ebenso viel Schmerz wie Wahrheit in sich
trägt.

Ein Werk für alle, die Literatur nicht nur konsumieren,
sondern erleben wollen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2025

Naja

Deep End – Die unausweichliche Unanständigkeit von Liebe
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Rezension: Deep End von Ali Hazelwood
Sports Romance, Fetish-Vibes & ein schwedischer
Bookboyfriend zum Dahinschmelzen

Ich hab's gelesen. Alles. Von der ersten absolut brillanten
Seite bis zum „okay, ...

Rezension: Deep End von Ali Hazelwood
Sports Romance, Fetish-Vibes & ein schwedischer
Bookboyfriend zum Dahinschmelzen

Ich hab's gelesen. Alles. Von der ersten absolut brillanten
Seite bis zum „okay, das hätte jetzt aber wirklich
gereicht"-Finale. Und was soll ich sagen? Lukas - mein
neuer schwedischer Soft-Dom-Favorit mit Schwimmkörper
und Herz - hat mir ordentlich den Kopf verdreht.

Scarlett ist in Therapie (love that for her), und das
Thema wird auch wirklich respektvoll eingebaut - ein
absoluter Pluspunkt. Dazu kommt: Fetisch-Sex,
Ausprobieren, offene Kommunikation. Mal ehrlich, das war
angenehm erfrischend und richtig gut gemacht. Endlich mal
eine Romance, die sich auch traut, Wünsche laut
auszusprechen - ohne Cringe, ohne unnötiges Drama. Nur
zwei erwachsene Menschen mit einer Liste und Lust.

Und dann der Sport-Aspekt. Ich bin ehrlich: Ich bin keine
Wettkampfschwimmerin, aber Olympia-Vibes und das
ganze Medaillen- und Trainingszeug haben mein Fan-Herz
höher schlagen lassen. Beide studieren an Stanford, beide
wollen zur Med-School - Competence Porn vom Feinsten.

Aber ... (ja, leider gibt's ein Aber)
Nach den ersten drei Seiten - die mich komplett
weggeblasen haben - hat sich das Buch wie ein
1500-Meter-Langstreckenschwimmen ohne Wende
angefühlt. Es plätscherte dahin. Langatmig. Viel zu lang. Ich
hatte das Gefühl, ich lese und lese und lese - und komme
einfach nicht an.

Ali Hazelwood kann verdammt gute Anfänge schreiben. Ihre
ersten Kapitel sind wie Espresso auf leerem Magen: BAM,
wach. Aber das Tempo hält sie diesmal nicht. Die Luft war
einfach irgendwann raus. Die Geschichte wurde nett, aber
nicht mehr spannend. Und die Lovestory? Ja, sweet. Ja,
heiß. Aber nicht ganz besonders.

+ Fazit
Deep End ist eine solide Romance mit sexy Vibes,
kompetenten Figuren und einem Bookboyfriend, der
schwedischer nicht sein könnte. Aber es ist eben auch ein
bisschen zu lang, ein bisschen zu wenig besonders - und
ich hatte definitiv schon stärkere Hazelwood-Romances in
der Hand. Trotzdem: Bereut hab ich's nicht.

* Bewertung: 3 von 5 Sternen
Für Lukas, für Scarletts Therapie, für Mut beim Thema
Fetische - aber auch für zu viel Geplätscher zwischen den
Highlights.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2025

Soft Spoilers zum Buch

Triple Duty Bodyguards (Why Choose 2)
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Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Im Vergleich zu
einem anderen Buch der Autorin, das ich bereits gelesen
habe, bietet Triple Duty Bodyguards deutlich mehr: mehr
Handlung, mehr Emotionen, ...

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Im Vergleich zu
einem anderen Buch der Autorin, das ich bereits gelesen
habe, bietet Triple Duty Bodyguards deutlich mehr: mehr
Handlung, mehr Emotionen, mehr Tiefe. Natürlich liegt der
Fokus weiterhin stark auf Spice und Erotik - das gehört
zum Konzept -, aber es gibt endlich auch eine
nennenswerte Geschichte drumherum. Die Charaktere sind
nicht nur attraktiv, sondern auch emotional greifbar, mit
Ecken, Kanten und Vergangenheit.

Besonders gefallen hat mir der lange Epilog, der einen
schönen Ausblick auf das Leben der Charaktere Jahre
später gibt. Ich mochte die Entwicklung und das Gefühl von
Verbundenheit. Gleichzeitig bin ich kein Fan von Pregnancy
Trap oder überromantisierten, unrealistisch harmonischen
Familienkonstruktionen in Reverse-Harem-Settings. Die
Idee, dass drei Männer und eine Frau gemeinsam Kinder
erziehen, mag funktionieren - aber ich hätte mir mehr
Klarheit darüber gewünscht, wer wen geheiratet hat, wie
das rechtlich aussieht, und was die drei Bodyguards nun
beruflich tun. So blieb es für meinen Geschmack etwas zu
märchenhaft und vage.

Spoiler-Zusammenfassung:
Briar, eine berühmte Schauspielerin, wird von einem Stalker
bedroht und heuert deshalb drei ehemalige Elitesoldaten -
Kenta, Matt und Glenn - als Bodyguards an. Die Männer
haben nicht nur eine gemeinsame Vergangenheit beim
Militär, sondern waren auch schon Teil einer früheren
polyamoren Beziehung. Zwischen ihnen und Briar entsteht
nach und nach eine leidenschaftliche Verbindung -
zunächst zurückhaltend, dann explosiv.

Wahrend sie sich ihrer Vergangenheit mit sexuellen
Übergriffen stellt, bauen die vier ein immer tieferes
Vertrauen auf. Der Stalker wird am Ende gestoppt, doch im
Zentrum der Geschichte steht nicht das
Bedrohungsszenario, sondern die emotionale und
körperliche Verbindung der Figuren. Im langen Epilog
erfährt man, dass sie sieben Jahre später als Familie mit
zwei Kindern zusammenleben - in einer stabilen, liebevollen
und ungewöhnlich harmonischen Beziehung. Die
rechtlichen und gesellschaftlichen Details dieser
Partnerschaft bleiben allerdings unerklärt.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2025

Das Kalendermädchen

Das Kalendermädchen
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Okay, also ... das war mal wieder ein typischer Fitzek.
Rasant, verschachtelt, voller WTF-Momente - aber diesmal
mit einem kleinen Twist: Ich konnte der Story nicht immer
ganz folgen. Zu viele Zeitebenen, ...

Okay, also ... das war mal wieder ein typischer Fitzek.
Rasant, verschachtelt, voller WTF-Momente - aber diesmal
mit einem kleinen Twist: Ich konnte der Story nicht immer
ganz folgen. Zu viele Zeitebenen, Namen, Perspektiven.
Irgendwann wusste ich gar nicht mehr, wer mit wem und
wann und wieso eigentlich nochmal?

Was ich aber mochte: Die Idee hinter allem. Das Internat,
der Busse-Kalender (richtig krank, aber spannend), die
düstere Vergangenheit von Valentina. Und dass da so viele
große Themen drinsteckten - Trauma, Schuld, Gewalt in
Familien. Diese kleinen Nebeninfos haben das Buch für
mich aufgewertet.

Was mir gefehlt hat? Eine zentrale Figur, mit der ich richtig
mitfiebern konnte. In anderen Fitzek-Büchern war das
immer ganz klar - hier waren es zu viele auf einmal. Und
das hat mich emotional ein bisschen rausgeworfen.

Trotzdem: Ich war neugierig bis zum Ende. Ich wollte
wissen, was da los ist. Und allein dafür gibt's die 4 Sterne.

Spoiler-Sektion - Was passiert im Buch? (Vorsicht, hier wird
alles verraten!)

Olivia sucht verzweifelt nach einem Stammzellenspender
für ihre Tochter Alma.

Dabei stoßt sie auf Valentina - die früher ein sadistisches
Spiel in einem Internat erfand: den „Busse-Kalender“.

In ihrer Schulzeit setzte sie sogar ihr eigenes Baby auf
diese Liste - angeblich eine Totgeburt.

Doch die Internatsleiterin behielt das Kind und zog es als
ihren Sohn auf: llias.

Jahre später bekommt Valentina mit ihrem damaligen
Freund ein weiteres Kind - Alma - und gibt es zur Adoption
frei.

Olivia und Valentina sind nicht verwandt, aber ihre Wege
kreuzen sich, als die Wahrheit über Alma und llias ans Licht
kommt.

llias, Olivias Student, ist in Wahrheit Valentinas erstes Kind.

Das Ende bringt alles zusammen, wie man's von Fitzek
kennt - vielleicht ein bisschen zu sauber, aber auf jeden Fall
spannend.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Super Sweet

Das Reich der sieben Höfe – Frost und Mondlicht
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Rezension | 4 von 5 Sternen (mit Tendenz zu 4,25 +)
Titel: Frost und Mondlicht (A Court of Frost and Starlight)
Autorin: Sarah J. Maas
Genre: Romantasy | Zwischenband | Inner Circle Love

Das Buch ist ...

Rezension | 4 von 5 Sternen (mit Tendenz zu 4,25 +)
Titel: Frost und Mondlicht (A Court of Frost and Starlight)
Autorin: Sarah J. Maas
Genre: Romantasy | Zwischenband | Inner Circle Love

Das Buch ist ein sanfter Atemzug nach dem Sturm. Ein
kleiner, ruhiger Zwischenband, der nicht von epischen
Schlachten oder neuen Welten lebt - sondern von Nähe,
Verarbeitung und Heilung. Und genau das hat mir gefallen.

Wir begleiten Feyre, Rhys und den Inner Circle dabei, wie
sie sich im Nachkriegsalltag zurechtfinden. Es ist ein Band
über die leisen Momente, über Wintertage, Gespräche bei
Wein und schmerzhafte Erinnerungen, die langsam zu
Narben werden. Kein hohes Tempo, keine großen
Enthüllungen - aber so viel Atmosphäre, Herz und Intimität.

Besonders schön war für mich, zu sehen, wie jeder
einzelne Charakter mit den Narben der Vergangenheit
umgeht - sei es Azriel mit seiner Zurückhaltung, Cassian
mit seinem Humor oder Nesta, deren Entwicklung sich hier
bereits zart andeutet. Auch Feyres innerer Weg als neu
gewachsene High Lady bekommt stillen Raum.

Was ich mochte:
- Der Einblick in den Alltag nach dem Krieg
- Der Fokus auf kleine Gesten und emotionale Heilung
- Die Vorbereitungen auf das Winterfest - einfach cozy!
- Das Fundament für die nächsten Bände

+ Was mir gefehlt hat:
- Spannung, die einen wirklich fesselt
- Ein klarerer roter Faden (wirkte stellenweise
episodenhaft)
- Nesta ... ich hatte gern noch mehr von ihr gesehen

Fazit:
Frost und Mondlicht ist wie eine Winterpause im epischen
Kosmos der Reihe. Kein Must-Read für alle, aber ein kleines
Geschenk für die, die den Inner Circle lieben - und für alle,
die gern beobachten, wie Heilung beginnt. Still. Warm.
Menschlich.

Perfekt als Brücke zur Fortsetzung - aber eher für Herz als
für Handlung.

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