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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2025

Einsames Mädchen

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Tommi, der Schriftsteller, haust im Wohnmobil seines Vaters und hat dessen Putzfrau Svetlana übernommen. Als die beiden unterwegs sind, sehen sie ein kleines Kind ganz alleine an der Straße und in den ...

Tommi, der Schriftsteller, haust im Wohnmobil seines Vaters und hat dessen Putzfrau Svetlana übernommen. Als die beiden unterwegs sind, sehen sie ein kleines Kind ganz alleine an der Straße und in den Wald abbiegen. Das kommt ihnen komisch vor und sie sammeln die Kleine ein. Sie machen sich auf die Suche nach der Mutter.

Der Autor möchte nun auch mal eigene Wege gehen und hat sich abseits der Kluftinger-Krimis an einen eigenen Krimi gewagt. Die Charaktere sind mitten aus dem Leben gegriffen, einfache Leute wie du und ich. Svetlana handelt entschlossen und bestimmt und nimmt Tommi damit etwas an die Hand. Die beiden sind ein unterhaltsames Gespann. Obwohl ich mit den Kluftinger-Büchern gut zurecht komme, habe ich mir hier beim lesen schwer getan. Ich fand die Schreibweise etwas sperrig, so dass ich kaum voran kam. Das war sehr ermüdend. Insgesamt ist das Buch schon unterhaltsam und auch an vielen Stellen humorvoll. Mich hat die Story jedoch nicht wirklich gepackt. Alles plätschert so vor sich hin und ich bin mir nicht so sicher, wie glaubhaft ich das alles finden soll. Zum Ende hin kommt ein bisschen Spannung auf, aber das Ganze ist eher ein Unterhaltungsroman, als ein Krimi.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Viel Gelaber um nichts

Dancing Queen
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Paulina wacht in einem demolierten Autowrack auf und stellt fest, dass neben ihr noch eine junge Frau liegt. Beide sind verletzt und können sich nicht alleine befreien. Nur langsam erinnert sie sich daran, ...

Paulina wacht in einem demolierten Autowrack auf und stellt fest, dass neben ihr noch eine junge Frau liegt. Beide sind verletzt und können sich nicht alleine befreien. Nur langsam erinnert sie sich daran, was passiert ist. War es ein Unfall? Während sie auf Hilfe warten, lässt Paulina ihr bisheriges Leben Revue passieren.
Der Schreibstil ist flott und man kann der Handlung sehr gut folgen. Die Geschichte ist gegliedert in Vergangenheit und Gegenwart. Während man im Vergangenheitsstrang erfährt, wie Paulinas Leben bisher verlaufen ist, bekommt man in der Gegenwart eigentlich nur beschrieben, wie sie sich in dem Autowrack fühlt und was sie dort wahrnimmt. Paulina kam mir sehr melancholisch vor und hat in ihrem Leben irgendwie kaum was auf die Reihe bekommen. Der Klappentext beschreibt das Buch als witzig. Für mich war die ganze Geschichte viel Gelaber um nichts und witzig war hier überhaupt nichts. Insgesamt ist die Geschichte wenig ermutigend. Ein Buch das man lesen kann, aber nichts verpasst hat, wenn man es nicht tut.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Absturz

Halbe Leben
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Die Geschichte fängt sehr harmlos an, mit der Einstellung von Paulina als Pflegekraft. Doch schnell merkt man die Unterschiede im Leben von Paulina und Klara. Während Paulina sich aufopfert, ihre Kinder ...

Die Geschichte fängt sehr harmlos an, mit der Einstellung von Paulina als Pflegekraft. Doch schnell merkt man die Unterschiede im Leben von Paulina und Klara. Während Paulina sich aufopfert, ihre Kinder gegen deren Willen bei der Oma lässt und ständig zwischen ihrem Arbeitsplatz in Österreich und ihrer Heimat in der Slowakei pendelt, lebt Klara einfach ihr bisheriges Leben weiter. Man spürt sehr schnell, dass Klara ihr Privileg gar nicht wertschätzt und ihre Macht auslebt. Ich fand den Einblick in das Leben einer Pflegerin gut gelungen. Die Autorin beschreibt nämlich sehr gut, was in Paulinas Heimat und mit ihren Kindern und ihrer Familie passiert. Der innere Zwist, nicht immer für die Seinigen da sein zu können und auch noch vom Arbeitgeber von oben herab behandelt zu werden, wird anschaulich beschrieben. Irgendwann fängt es in Paulina verständlicherweise an zu brodeln. Der Schreibstil ist klar und verständlich, man kann dem Geschehen sehr gut folgen. Mir hat gut gefallen, dass erst das Ende erzählt wurde und dann wird erzählt, wie es dazu überhaupt gekommen ist. Dadurch bleibt es bis zum Ende sehr spannend, wie es zu dem Absturz kam. Es gibt durchaus amüsante Episoden und so ist die Geschichte sehr unterhaltsam, obwohl das Thema eher von ernsterer Natur ist.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Mord in Kalifornien

Dunkle Asche
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Gudrun Möller und ihre neue Kollegin Judith Engster arbeiten in der neu geschaffenen Cold Case Unit der Landeskriminalpolizei. Sie sollen einen Cold Case von vor 30 Jahren neu aufrollen. Damals wurde an ...

Gudrun Möller und ihre neue Kollegin Judith Engster arbeiten in der neu geschaffenen Cold Case Unit der Landeskriminalpolizei. Sie sollen einen Cold Case von vor 30 Jahren neu aufrollen. Damals wurde an der Ostsee, in Kalifornien, ein junges Mädchen erst erstochen und dann in ihrem Ferienhaus verbrannt aufgefunden. Gudrun hat persönliche Gründe, den Mordfall endlich klären zu können und der Täter hat ein Auge auf sie.

In dem Buch wird interessant geschildert, wie man mit neuen Forschungsmethoden auch bei alten Fällen, den Tätern auf die Spur kommen kann. Der Krimi fängt mit einer harmlosen Befragung an, die jedoch den Ehrgeiz der Ermittlerinnen weckt. Sie nutzen alle ihnen zur Verfügung stehenden Methoden, um den Mord endlich aufzuklären. Der Schreibstil ist gut lesbar und der Aufbau ist für einen Krimi sehr klassisch. Erzählt wird in Vergangenheit und Gegenwart und so bekommt man direkt mit, was sich damals zugetragen hatte. Mir gefällt gut, dass auch das Privatleben der Ermittler nicht zu kurz kommt, aber nicht in den Vordergrund gestellt wird. Ich würde mich freuen, wenn es noch weitere Cold Case Aufklärungen der beiden Ermittlerinnen geben würde.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Hoher Spannungsbogen

Die Schanze
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Ellen kehrt zurück in ihre Heimat und will die örtliche Arztpraxis übernehmen. Sie hofft, dass sie einen Neuanfang wagen kann. Doch schnell wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt und es gibt einen ...

Ellen kehrt zurück in ihre Heimat und will die örtliche Arztpraxis übernehmen. Sie hofft, dass sie einen Neuanfang wagen kann. Doch schnell wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt und es gibt einen Mord, dessen Opfer ihr nur allzu gut bekannt ist. Warum ausgerechnet jetzt?

Das war mal ein rasanter Thriller, wie ein Skisprung auf der Schanze des Geschehens. Lars Menz beschreibt sehr geheimnisvoll, wie Ellen zurückkehrt und baut einige Ungereimtheiten ein. Es werden gleich einige Verdächtige ins Spiel gebracht, so dass die Spannung schnell steigt. Der Spannungsbogen hält sich bis zum Ende, da man anfangs auf eine falsche Fährte geführt wird. Irgendwann war mir zwar klar, wer hinter den Morden stecken könnte, aber den Beweis dafür, bekommt man erst am Ende. Die Auflösung war schlüssig und der finale Showdown sehr actionreich. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch gelesen. Thrillerdebüt gelungen!

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