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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2019

Was eher leicht-dramatisches für zwischendurch

Ein Tag für immer
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Fee zum Buchinhalt:
In Paris gibt es einen seltsamen Unfall, an dem mehrere Personen involviert sind. Zwei kommen ins Krankenhaus, wovon einer zunächst verschwindet und am nächsten Morgen tot in seinem ...

Fee zum Buchinhalt:
In Paris gibt es einen seltsamen Unfall, an dem mehrere Personen involviert sind. Zwei kommen ins Krankenhaus, wovon einer zunächst verschwindet und am nächsten Morgen tot in seinem Bett aufgefunden wird. Seine Tochter Eva ist sehr traurig, weil sie sich am Morgen zuvor sehr mit ihrem Vater Alexis gestritten hat und möchte die Schuldigen verklagen.

Fee zum Roman:

Der Roman wurde 2004 in Paris unter dem Titel: Le bateau de matins veröffentlicht. In Deutschland kam er 2006 mit dem Titel „Eines Abends in Paris“ heraus und wurde nun, in überarbeiteter Form 2017, mit neuem Titel noch mal von Bastei Lübbe verlegt.

Selten hab ich solch einen dramatischen Roman mit Liebesgeschichte gelesen. Diese Verwicklungen und bis alles aufgeklärt war, fand ich so spannend, sehr liebevoll und wirklich genial erzählt. Genau so stelle ich mir einen Roman vor. Die Charaktere konnte ich mir genauso bildlich vorstellen wie die Landschaft. Ich hab mit allen gelitten und fand es schön, sie alle bis zum Happy End begleiten zu dürfen. Es war so einfach, aber dennoch gut geschrieben.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
In diesem Buch stimmte einfach alles. Vier Geschichten wurden liebevoll zu einer Geschichte verflochten. Die Charaktere und Landschaftsbeschreibungen werfen mein Kopfkino an. Der Roman ist wirklich genial und hat mir sehr gut gefallen. Ein wunderschönes Buch, das einen ein verregnetes Wochenende vergessen lässt. Hier vergebe ich gerne 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.05.2019

„Nichts für zarte Seelen“

Mörderisches Lavandou (Ein-Leon-Ritter-Krimi 5)
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Fee erzählt von der Geschichte:
Der Rechtsmediziner, Leon Ritter, der ursprünglich aus Frankfurt in die Provence kam, freut sich auf einen beschaulichen Spätsommer, nachdem die Touris abgereist sind. Leider ...

Fee erzählt von der Geschichte:
Der Rechtsmediziner, Leon Ritter, der ursprünglich aus Frankfurt in die Provence kam, freut sich auf einen beschaulichen Spätsommer, nachdem die Touris abgereist sind. Leider macht ihm ein Serienmörder einen Strich durch die Rechnung und so wird seine Lebensgefährtin Capitaine Isabelle Morell auch noch involviert. Es handelt sich um den 5. Teil der Serie.

Fees Meinung zum Buch:
Cover:
Wäre der Himmel nicht so düster, könnte der Leser tatsächlich denken, dass es sich um einen beschaulichen Urlaubsroman handelt. Oder doch zumindest um einen beschaulichen Krimi. Auch der Rückseitentext vermittelt eher einen spannenden und nicht so gruseligen Serienmörderthriller.
Mir gefällt das Cover und ich würde dem Cover eine 1 geben. Allerdings möchte ich das einschränken, denn ich bin sicher, es hagelt (leider) Abwertungen für den Thriller, weil er wirklich grausam ist. Auf dem Buch steht auch Kriminalroman und das ist wirklich das falsche Genre für diesen Psychothriller.

Lokalkolorit:
Dieser kommt in diesem Krimi leider etwas zu kurz. Es wird alles ’mal eben angerissen’, aber nicht ausführlich erklärt und erzählt wie die Landschaft ist und alles. Auch da hab ich schon weniger gelesen und ich mag die „Atmosphäre“ und „Beschaulichkeit“ von Lavandou.

Charaktere:
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, so dass ich sie mir vorstellen kann. Natürlich ist Leon Ritter mein Lieblingscharakter. Trotzdem finde ich, in diesem Buch ist er irgendwie zu sehr Hauptperson und die anderen „liebenswürdigen“ Charaktere gehen unter. Sein Privatleben wird zu sehr ausgebreitet, als dass es „nur“ ein Psychothriller ist. Andererseits lenkt das dann auch wieder etwas von der Grausamkeit des Thrillers ab. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass die anderen Charaktere im nächsten Krimi wieder mehr „Raum“ bekommen.

Psychothriller:
Das ist nicht wirklich ein beschaulicher Krimi. Es ist eher ein sehr heftiger und wirklich grausamer Psychothriller. Solche Krimis ordne ich dann eher Drea Summer oder eben Stephen King zu. Vor allem wird auch sehr auf die Arbeit des Rechtsmediziners eingegangen und diese in vielen Einzelheiten erzählt. Das macht die Geschichte noch blutrünstiger und gruselig. Das passt nicht wirklich zur beschaulich-schönen Provence. Es gibt hier schon sehr „harte“ und wirklich grausame Szenen, die nichts für schwache Nerven sind und die ich mir in meinem Kopfkino nicht vorstellen möchte. Da sie sehr gut beschrieben sind, kann man sich als Leser gar nicht dagegen wehren, die Szenen vor sich zu sehen.

Schreibstil:
Da es leider kein normaler Provence-Kriminalroman war, habe ich dann doch schon etwas länger zum Lesen benötigt. Teilweise gab es auch ein wenig langweiligere Längen, für die ich sehr dankbar war, um Luft zu holen. Der Thriller ist wirklich sehr gut geschrieben, sehr spannend mit allem was dazugehört. Spannung kommt dazu noch extra auf, weil Leon Ritter und seine „Familie“ involviert werden. Den „fast“ Fehltritt fand ich jetzt nicht so toll, weil er mit Isabelle Morell zusammen ist. Allerdings war er für die Spannung der Geschichte nötig. Mir hätte es besser gefallen, wenn Leon Ritter nicht so „locker“ damit umgegangen wäre. Er kann sich einfach nicht wirklich komplett auf Isabelle einlassen. Das finde ich schade, denn als Leserin würde mir das sehr besser gefallen.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Als Leserin könnte ich mich getäuscht fühlen von einem wunderschönen und beschaulichen „Urlaubs“-Cover mit der Aufschrift Kriminalroman. Bekommen habe ich einen grausamen, spannenden Psychothriller mit viel Einblick in das Privatleben von Leon Ritter. Der Thriller ist sehr gut geschrieben und dank den „Längen“ bzw. „Pausen“ konnte ich wieder Luft holen. Trotzdem wünsche ich mir für die nächsten Serienteile von Leon Ritter wieder etwas mehr Beschaulichkeit, Lokalkolorit und ein deutliches Zeichen, dass Isabelle und er zusammen sind. Da Remy Eyssen einen wirklich super spannenden Psychothriller geschrieben hat, bleibt mir nichts anderes übrig, als 5 Sterne zu geben.

Veröffentlicht am 05.05.2019

Langsame, gerechte Rache

Ungerecht
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Fee zum Buchinhalt:
Corinne arbeitet in einem Verlag. Ihr Chef ist das Ekelpaket Harald Moser. Christian Schmitz und Corinne wollen heiraten. Alles klingt wunderbar. Ein Jahr später bricht Christian in ...

Fee zum Buchinhalt:
Corinne arbeitet in einem Verlag. Ihr Chef ist das Ekelpaket Harald Moser. Christian Schmitz und Corinne wollen heiraten. Alles klingt wunderbar. Ein Jahr später bricht Christian in die Villa von Moser ein, fesselt und foltert ihn und alle die damit zu tun haben.

Fee`s Meinung:
So nach und nach erfährt der Leser in Rückblenden, warum Christian so austickt und langsame Rache an Harald Moser und seinen Kumpanen übt. Zuerst war ich total entsetzt, aber je mehr ich gelesen habe, was zuvor geschehen ist, desto mehr Verständnis hatte ich für Christian. Und in diesem Zusammenhang finde ich das Ende – schriftstellerisch gesehen – auch perfekt.

Es ist total schwierig, das Buch zu beschreiben, ohne zuviel zu verraten. Nur so viel, das Buchcover passt perfekt. Rückwirkend betrachtet, beschreibt das Cover das Buch virtuos und ich würde ihm eine 1 geben.

Der Schreibstil ist atemberaubend und es fällt mir bei Drea Summer immer megaschwer die Leserundenschritte einzuhalten. Ich habe es auch dieses Mal nicht geschafft. Ich wollte einfach wissen, warum Christian so viel Hass angestaut hat. Die Autorin schafft es meisterhaft seinen Blutrausch zu steigern und dann zu einem Ende zu bringen, dass ich als Leserin vollkommen finde.

Das Ganze spielt in Graz, allerdings könnte es überall spielen und ich finde, in Deutschland sind die Gesetze auch nicht viel besser als in Österreich. Auch wenn der Lokalkolorit fehlt, so ist das überhaupt kein Manko, denn die Spannung wird immer weiter gesteigert bis zum Finale, so dass das total egal ist und zur Nebensache wird. Durch die Rückblenden versteht man, dass Christian gar nicht anders handeln konnte. Die langsame Rache finde ich nicht schlecht, wie jeder involvierte mit einbezogen wird. Es gibt dann ein abruptes Ende und man erfährt dann so nach und nach, was noch geschehen ist.

Über das Ende kann man tatsächlich getrennter Meinung sein, allerdings wenn ich ein Buch lese, dann wünsche ich mir als Leserin dann doch häufiger Gerechtigkeit und hier komme ich voll und ganz auf die Kosten. Niemand weiß, wie man selber reagieren würde, wenn man in so eine „Ausnahmesituation“ kommt.

Die handelnden Figuren sind wunderbar nachvollziehbar und ich bin mir sicher, dass die meisten Leser Kommissar Halbtreu als ihren Lieblingscharakter einstufen.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Auch in diesem Psychothriller - Ungerecht von Drea Summer – geht es sehr heftig und hammerhart zu. Der Spannungsbogen ist wunderbar und die Rückblenden so, dass jeder Leser versteht, warum Christian total ausflippt. Das Ende ist irgendwie schön, zumindest mir gefällt es sehr gut. Extrem spannend und sehr empfehlenswert für Stephen King Fans. Drea Summer steht ihm in nichts, aber auch gar nichts nach. Das positive an der Autorin ist, dass sie einen nicht so lange leiden lässt, wie Stephen King. Seitenmäßig gesehen. Wer atemlose Spannung sucht, wird hier fündig. Ein sehr empfehlenswerter Thriller, wenn man auf Gerechtigkeit und langsame Rache steht.

Veröffentlicht am 05.05.2019

Agatha Christie sorgt für Spannung

Das Haus an der Düne
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Fee zum Buchinhalt:
Hercule Poirot darf wieder ermitteln. Dieses Mal löst er das Rätsel der Anschläge auf Nick Buckleys Leben. Ein sonderbarer Fall, an dem Poirot sich fast die Zähne ausbeißt, bis er ...

Fee zum Buchinhalt:
Hercule Poirot darf wieder ermitteln. Dieses Mal löst er das Rätsel der Anschläge auf Nick Buckleys Leben. Ein sonderbarer Fall, an dem Poirot sich fast die Zähne ausbeißt, bis er ihn endlich löst.

Fees Meinung:
Auch hier führt einen Agatha Christie wieder in die Irre. Obwohl ich das Buch schon mehrfach gelesen habe, hätte ich das Rätsel nicht so schnell gelöst. Ich liebe den Spannungsbogen und den Schreibstil der Königin des Crimes. Die 222 Seiten habe ich wieder auf 2 Mal – in der Badewanne – ausgelesen. Es gibt nicht viele Charaktere, aber die, die es gibt, sind erst mal alle verdächtig und es dauert immer ein Weilchen, bis man als Leser da durch blickt. Aber dem Belgier geht es nicht anders. Seine französischen Sätze gefallen mir sehr gut, und ich bin begeistert, dass ich sie nach Jahren immer noch übersetzen kann. Auch wenn Hercule Poirot hier ständig in die Irre geführt wird – von der Autorin – ist es nie langweilig.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Egal, wie oft ich dieses Buch und die Bücher von Agatha Christie lese, ich bin immer und stets begeistert und verschlinge die Bücher mit atemloser Spannung. Sie schreibt raffiniert, sehr spannend, dramatisch und packend zugleich. Agatha Christie ist die Königin der Perfektion.

Veröffentlicht am 02.05.2019

Agatha Christie isch halt viiiiiiiiiiiiiel besser

Mord in Cornwall
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Fee erzählt vom Buchinhalt:
Es geschieht ein Mord. Reverend Dodd hat seine festen Rituale, u. a. mit Dr. Pendrill Krimis Krimis zu lesen und sich darüber auszutauschen. Doch nun versucht er den Mord selbst ...

Fee erzählt vom Buchinhalt:
Es geschieht ein Mord. Reverend Dodd hat seine festen Rituale, u. a. mit Dr. Pendrill Krimis Krimis zu lesen und sich darüber auszutauschen. Doch nun versucht er den Mord selbst zu lösen.

Fee zum Buch:
Der Krimi wurde ja 1935 zum ersten Mal veröffentlicht und so klingt er auch. Wie von Agatha Christie und Co, leider nicht ganz so spannend. Es ist ganz nett, aber ich hab mich dann doch ein bisschen durchgequält. Man erfährt sehr viel und die Auflösung ist dann doch etwas überraschend. Ich hatte dann auch Mitleid mit dem Täter. Es war eine Verwirrungsgeschichte, wo sich dann die Liebenden doch noch getroffen haben. Sehr nett, aber irgendwie nicht mehr.

Einband/Cover:
Also ich muss noch ein paar Worte zum Einband verlieren. Das Bild wirkt antiquiert, altmodisch und ist gemalt. Da das Ganze in einem idyllischen Fischerdorf spielt. Der Hardcover Einband biegt sich, ist aber eher in Taschenbuchgröße. 304 Seiten hat das Buch. Eigentlich sehr süß und liebevoll gemacht. Bis dahin würde ich ihm noch eine 2 geben. Aber den Preis von 15 Euro finde ich dann eher abschreckend!

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein netter, alter Krimi für zwischendurch, der aber leider nicht so fesselt, wie die von Agatha Christie. Auf langen Strecken fand ich ihn mühsam zu lesen und ich war öfters drauf und dran das Buch wegzulegen. Weil ich es doch noch bis zum Schluss geschafft habe, vergebe ich 3 Sterne, aber nur eine Empfehlung, für Leute, die so „alte Schinken“ mögen, die werden nicht so enttäuscht sein, weil der Krimi nur nett ist.