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Veröffentlicht am 13.09.2018

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen

Mit der Waschmaschine durch Deutschland
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Fee erzählt vom Buchinhalt

Ludger Bücker wandert mit seiner Waschmaschine von Allensbach den Rhein runter nach NRW und von dort am Lippe Kanal entlang nach Lippetal-Herzfeld.



Fee´s Meinung

Also mir ...

Fee erzählt vom Buchinhalt

Ludger Bücker wandert mit seiner Waschmaschine von Allensbach den Rhein runter nach NRW und von dort am Lippe Kanal entlang nach Lippetal-Herzfeld.



Fee´s Meinung

Also mir gefallen ja seit Hape Kerkeling solche Wanderungen. Verrückte Wanderungen lernte ich ja durch Mit dem Kühlschrank durch Irland von Tony Hawks kennen. Seither hatte ich fast alle Bücher von Tony Hawks gelesen. Seine Wetten sind ja hammerhart und total amüsant. Daher hatte ich auch wohl eine große Erwartungshaltung zu diesem Buch.



Es waren recht kurze Kapitel zu jedem Ort wo Ludger Bücker war. Leider hat er fast alle Namen und Unterkünfte verändert, so dass man leider fast nichts im Internet wieder findet. Wo bekommt man so große leckere Koteletts oder welche Bruchbude verbirgt hinter dem Grandhotel? Warum ich das wissen möchte? Ich möchte meinen Jakobsweg auch in Deutschland wandern. Und da wären preiswerte und vor allem saubere Unterkünfte mit Badewanne toll. Wobei für mich die faszinierendste Unterkunft in Düsseldorf war. Leider hat man nur zwischen den Zeilen erfahren was in Rhens mit seiner Zimmerwirtin passiert ist. Blöde fand ich es einfach, dass das, warum ich das Buch lese und es mich interessiert, dass ich genau das nicht gefunden habe, bzw. das wurde mir nicht beantwortet. Das ist wie wenn man einem Hund ein Schnitzel hinhält und ihm dann wieder wegnimmt. Das ist doch auch nicht ok!



Ich verstehe zwar, dass man nicht alle und alles mit Namen betiteln kann, weil der Chef vom Grandhotel hätte Ludger sicher verklagt. Aber wegen der 2 abgelaufenen Biere, hätte ich schon alleine eine Internetbewertung gemacht, die man auch gefunden hätte im Netz! Gerade dort fand ich es extrem schlimm. Zuerst hat sich Ludger den Berg hochgequält mit Mikaela und dann findet er so was vor. Dann gibt es oben auf dem Berg nicht mal was zu Essen und zu trinken. Nee, also das wäre nichts für mich.



Ich habe mich auch oft gefragt, warum nimmt er solche dreckigen, unfertigen oder unfreundliche Unterkünfte an? Warum tut man so was? Warum tun Deutsche das? Denn es ist ja so, wenn man beim Bäcker betrogen wird, geht man zu einem anderen Bäcker. Ist man nicht zufrieden mit dem dänischen Bettenlager oder Matratzen Concord, dann kauft man eben woanders ein. In Deutschland sollte man sich öfters beschweren und wenn man nur an Firmen schreibt. Abhilfe gibt es höchstens, wenn die Menge sich beschwert, sonst wird da nichts verändert.



Es ist auch nicht gerade schön, wenn man als Leser praktisch in so einer muffeligen Bude bzw. Bettzeug schlafen muss. Oder wenn man praktisch Nächte durchmacht. Ich finde, auf Wanderungen sollte man auch schlafen können. Ich bin sicher, viele andere machen genau die selben Erfahrungen nach Ludger Bücker. Und ER hätte die Chance gehabt, Abhilfe zu schaffen. Wozu gibt’s Smartphones mit denen man Bilder machen kann?



Jedenfalls war das Buch recht kurzweilig zu lesen und ich hätte gerne weitere Teile von weiteren Wanderungen bekommen. Und wie ging es jetzt mit Nicole weiter? Und wie hat er seine jetzige Lebenspartnerin gefunden? Immer wenn es spannend wird, dann findet man bei Facebook oder im Internet recht wenig dazu. Immerhin scheint er ja jetzt auch wieder einen Hund zu haben.



Das Cover

Passt natürlich perfekt und man kann sich so alles besser vorstellen. Auch der Rückentext und die Softcoverbilder sind toll dazu und passen super. Daher eine 1.



Fees Fazit

Als Unterhaltung vor dem Einschlafen ist das Buch bestens geeignet, da es kurze Kapitel hat. Klingt wie ein Märchenbuch, da die Namen fast alle verändert wurden. Es kommt darauf an, warum man das Buch liest. Wenn man selber solche Wanderungen unternehmen möchte, dann ist das Buch wenig hilfreich. Will man sich hingegen nur unterhalten lassen, dann ist es sehr interessant. Ich gebe dem Buch 3 Sterne.

Veröffentlicht am 11.09.2018

Überschattende Ereignisse in der Provence

Träume der Provence
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Fee zum Buchinhalt

Marie ist alleinerziehende Mutter ihres kranken Sohns Robin. Um ihm einen Arzt in Amerika (Philadelphia) leisten zu können, muss sie in die Provence (Saint-Paul-de-Vence) reisen und ...

Fee zum Buchinhalt

Marie ist alleinerziehende Mutter ihres kranken Sohns Robin. Um ihm einen Arzt in Amerika (Philadelphia) leisten zu können, muss sie in die Provence (Saint-Paul-de-Vence) reisen und ein Bild suchen. Sie nimmt ihren besten Freund Bennet und ihren Sohn mit. In der Provence erfährt sie die Geschichte ihrer Mutter Anne.

Fees Meinung

Insgesamt erzählt das Buch von Maries Mutter in Rückblenden, wie ihr Aufenthalt in der Provence war. Marie bringt die Dorfbewohner – so nach und nach dazu, ihr zu erzählen, wie der Aufenthalt von Anne, ihrer Mutter verlief. Es wird jeweils aus Sicht von Marie und Anne erzählt. Es gibt Rückblenden, mit Jahres- und Ortsangaben.

2018 (Marie)
Die Zeit die in der Provence verbracht wurde, ist etwas kurz. Aber schön erzählt, teilweise richtig warmherzig, man spürt fast die Sonne auf der Haut. Ja, und da dachte ich auch noch an einen etwas anderen Ausgang der Geschichte. Eigentlich erhoffte ich mir das. Doch irgendwie blieben mir die Charaktere etwas fremd und waren etwas blass.

1966 (Anne)
Es ist eine etwas tragische Geschichte um Anne und ihre Liebe zu einem Maler. Anne und die Menschen zu dieser Zeit werden viel besser gezeichnet bzw. beschrieben. Man erlebt das ganze fast mit. Ich hatte viel Verständnis für Anne und hab sie nie verurteilt. Für mich ist sie nicht die Schuldige, aber die, die wirklich leiden musste, ihr restliches Leben lang. Und dann der arme Maler. Und seine Frau.

Die Geschichte ist eigentlich gut geschrieben. Es war nie langweilig, der Schreibstil meist blumig und bildlich und doch fehlte etwas. Es war irgendwie wenig Tiefgang in der Geschichte. Das Herz fehlte bei Annes/Robins Geschichte. Aufgrund der Tragik der Geschichten plätscherte es auch nicht einfach so dahin. Irgendwie ein Mittelding. Ich hoffte dann auf den Epilog. Doch der war auch recht kurz und enttäuschend.

Ja, wie soll ich das sagen? Ich war nur ein weit entfernter Zuschauer. Leider durfte ich nicht wirklich in die Provence mitreisen. (Wobei ich bei Anne fast hautnah dabei war, aber nur fast. Hingegen Marie hätte auch sonst wo im Sommer sein können.) Der Stoff an sich hätte Platz für mehr Buchseiten benötigt. Maries Suche nach dem Bild war so stakatomässig. Sie war da und dort und da hat sie ihren Sohn getroffen. (Ihr Sohn ist in der Provence aufgeblüht, aber erlebt habe ich es als Leserin nicht wirklich.) Es gab keinen Platz für Ausflüge in die schöne Landschaft. Ich war gar nicht richtig da, da war ich schon in Philadelphia und dann plötzlich wieder in Berlin.

Die Geschichte war wirklich nicht schlecht und man merkt, dass die Autorin schreiben kann, aber mir fehlte der Funke, der ist leider nicht wirklich übergesprungen. Es fehlt mir irgendwie etwas Herz in der Geschichte. Wobei Annes Geschichte – die Vergangenheit – für mich mehr Raum einnahm und völlig nachvollziehbar ist. Wenn es auch total schade war – für sie – und alle Beteiligten/Geschädigten. Ich war Anne viel näher als Marie. Das fand ich so schade. Mit ihr litt ich auch mehr. Mir Robin und Bennett wurde ich leider so gar nicht warm.

Allerdings fand ich die pubertierenden Gefühle Robins und die Gefühle zu seiner Krankheit gut gezeichnet.

Gut fand ich die Aussage in diesem Roman, dass es nie wieder passieren dürfe. Damit meine ich vor allem: Den Hass, der die Liebe verdrängt. Vor allem, da man selber viel später geboren wurde und nichts mehr mit dem Krieg zu tun hat, außer, dass man als Deutsche geboren wurde. Zumal weder Anne noch Marie während des Krieges gelebt haben, mussten aber mehrfach voll den Hass erleben, der älteren Generation.

Interessant fand ich, die beiden Väter a) des Malers und b) des Cafebesitzers. Diese Parallelen. Ohne jetzt mehr verraten zu wollen.

Außerdem fand ich, das Malen hat Marie und Anne vereint. Beide haben es gerne gemacht und aufgegeben bzw. vermisst. Doch Marie kann das jetzt ändern.

Schön fand ich die Rezepte zum Schluss. Sie bieten dann doch noch einen versöhnlicheren Abschluss.

Das Cover
Ist wunderschön und bestechend in seiner Schönheit. Es spiegelt irgendwie die Pracht der Provence rüber und passt wunderbar zum Buch bzw. zur Region. Da hätte ich mir ein Taschenbuch gewünscht, statt eines Ebooks, denn in meinem Ebook kann ich das Cover nicht sehen. Ich habs mir dafür mehrfach bei Amazon angesehen. Es ist so liebevoll gestaltet. Eine 1.


Fees Fazit

Also insgesamt gesehen, habe ich es nicht bereut, den Roman gelesen zu haben. Allerdings kam das Ende zu abrupt und im Epilog hätte ich mir dann echt gewünscht zu hören, wie es weiter geht. Es war einfach zu wenig und zu schnell zu Ende. Man hätte mehr draus machen können. Aber es war gut zu lesen und insgesamt nicht langweilig, von daher 4 Sterne.


Veröffentlicht am 09.09.2018

***** Besser als Stephen King *****

Ein Teil von ihr
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Fee erzählt von der Geschichte

Laura rettet ihre Tochter bei einem Amoklauf. Danach sagt sie zu ihr, sie müsse endlich ihr eigenes Leben leben. Als Andrea noch mal zurückkommt und erst mal zu ihrem Vater ...


Fee erzählt von der Geschichte

Laura rettet ihre Tochter bei einem Amoklauf. Danach sagt sie zu ihr, sie müsse endlich ihr eigenes Leben leben. Als Andrea noch mal zurückkommt und erst mal zu ihrem Vater gehen soll, merkt sie, dass ihre Mutter bedroht wird. Sie reagiert und hilft ihr. Danach muss sie – erst mal – schnellstens verschwinden. Andrea wird auf der „Flucht“ in das alte Leben ihrer Mutter verstrickt.

Fees Meinung

Das Buch war so faszinierend, wie etwas schreckliches, das man nicht ansehen möchte, wo man aber nicht wegblicken kann. Manchmal war es so was von roh, schrecklich und schlimm, aber total spannend und bildlich geschrieben. Die Autorin schreibt etwas „brutal und grausam“ und hat wahnsinnig viele Ideen. Allerdings beschreibt sie auch die Gefühle. Vor allem Sehnsüchte und Ängste, aber auch die Zerrissenheit. Die Gefühle sind so stark, dass man sie fast selbst empfindet. Kurzum es war einfach genial.

Karen Slaughter ist für mich die bessere weibliche Hälfte von Stephen King und Jo Nesbo. Ich mag ihre Krimis lieber, weil ich danach trotzdem gut schlafen kann.

Die Geschichte ist eigentlich ganz einfach, wurde aber kompliziert und mit Rückblenden erzählt. Das ganze ist aus Andreas Sicht geschrieben.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und unterhaltend, so dass ich unbedingt immer weiterlesen musste. Allerdings wurde ich mit den Charakteren nicht wirklich warm. Was ich aber als positiv empfinde, denn hätte ich die ganze Zeit mit Andrea mitleiden müssen, hätte ich nicht mehr geschlafen, bis ich das Buch zu Ende gelesen hätte.

Laura, Andreas Mutter, war mein Lieblingscharakter. Ihr Lebenslauf ähnelt einem Horrortrip. Aber sie tut alles für ihr Kind. Und daher verstehe ich nicht, warum sie ihre Tochter Andrea nennt, bzw. teilweise Andy, wie ihren Bruder, den sie verloren hat. Es fällt ihr schwer. Warum tut sie es dann?

Für mich war es absolut spektakulär mit sehr unvorhersehbaren Wendungen für mich. Ich hätte nie gedacht, dass das Buch so ausgeht und auch zwischendrin ist es immer wieder erstaunlich. Ständig war ich wieder überrascht, was Neues geschehen ist. Teilweise war es etwas verwirrend, aber so war mir nie langweilig bei diesem Buch.

Fees Fazit

Mal wieder ein super spektakulär-faszinierender Krimi von Karin Slaughter. Fans müssen ihn eh lesen, aber auch jeder andere, der Krimis liebt. 5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.09.2018

*** Freut Euch auf den Drachenring ***

Schatten über dem Odenwald (Alexandra König ermittelt 2)
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Fee erzählt von der Geschichte

Alex König hat Urlaub und ihre Freunde Hedi und Herbert machen in ihrem Wohnort Ferien. Es gibt eine Leiche und zu Toms Ärger versucht Alex herauszufinden, wer der Mörder ...

Fee erzählt von der Geschichte

Alex König hat Urlaub und ihre Freunde Hedi und Herbert machen in ihrem Wohnort Ferien. Es gibt eine Leiche und zu Toms Ärger versucht Alex herauszufinden, wer der Mörder ist. Leider gräbt sie zu tief und sie muss sich mit durchgeschnittenen Bremsschläuchen rumschlagen. Alex und Tom haben daraufhin keine gute Beziehung.



Fee meint zur Geschichte

Charaktere

Alex war mir sofort sympathisch. Ich habe mit ihr mitgelitten und mitgefreut. Sie war mein absoluter Lieblingscharakter. Zwar macht sie Sachen, die sie nicht machen sollte und die auch normalerweise niemand so machen würde, aber gerade das macht sie so sympathisch und liebenswert. Außerdem hat sie viel Humor. Eine meiner Lieblingsszenen war die mit der Autopanne. ? Aber die beste Szene war wohl mit dem Drachenring im Büro. Ich glaube dafür alleine wurde sie schon von jedem Leser bzw. Leserin geliebt!

Hedi und Herbert sind absolut tolle und charmante Charaktere. Sympathisch und mit ihnen kann man Pferde stehlen.

Susanne fand ich zuerst ziemlich penetrant, aber dann so richtig lieb.

Bei Tom hatte ich auch erst ein paar Problemchen, aber zum Schluss fand ich ihn ok. Er ist ein absoluter Klischeemann, jeder kennt so einen, im Guten wie im weniger lustigen Sinn.

Den Russen fand ich total faszinierend, so kann man daneben liegen. ?

Günter mit seinen Scherzen. Aber Alexa hat es ihm gezeigt. Ich fand das total witzig. Bitte noch viiiiiiiiiiiel mehr davon.

Tessa ist total verrückt, das ist schon wieder genial. ? Sie hätte ich mir gerne vor 15 Jahren mal ausgeliehen. ?



Cover

Man sieht die Burg Frankenstein auf dem Cover. Ich fand es sofort so klasse mit den Farben und dem schönen Blau. Es fällt auf jeden Fall so auf, dass es mir aufgefallen ist und ich das Buch sofort haben wollte. Es passt alles rundherum und so hat das Buch sehr gut in mein Beuteschema gepasst, schon bevor ich es gelesen habe. Die Krähe – als Todesbote – strahlt eine Düsternis aus. Sie passt gut zum Krimi und zum Titelbild. Das Cover ist für mich eine 1.



Lokalkolorit

Es gab jede Menge Lokalkolorit, in Form von Gegend, zum Beispiel die Burg und diverse Straßen. Manchmal dadurch, was und wie geredet wurde. Aber eigentlich vor allem durch den Stammtisch. Irgendwie gab es dadurch den meisten Lokalkolorit. Mir gefielen die Stammtischszenen sehr gut.



Spannung

Durch extrem geschickte Fährtenlegung war der Krimi total spannend. Ein Mal lag ich total daneben. Ich wollte das Ebook nicht mehr aus der Hand legen, so gefangen war ich von der Story.



„Witzigkeit“ bzw. Humor

Durch die Klischees um Tom, den Stammtisch, manche Alex-Szenen und einiger anderer Charaktere hatte ich sehr viel zu lachen. Ich hab mich so köstlich amüsiert. Es gab wirklich unzählige witzige Vorfälle, Szenen, Kommentare, Gespräche, dass ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt habe.

Zum Beispiel:

„Haben Sie Waffen dabei?“

„Nein, brauchen sie welche?“

Vor allem WO dieser Dialog stattfindet ist irgendwie besonders witzig. ? Alex ist auf jeden Fall schlagfertig.



„Liebe“ bzw. Liebesroman

Alex und Tom waren nicht immer das perfekte Paar, was es spannender gemacht hatte, zumal ich Tom zuerst nicht einordnen konnte. Durch dieses Paar gab es am Schluss noch ein wunderschönes Highlight, das mir doch 2 Tränchen abgerungen hat. Es war jetzt nicht zuviel LiRo oder so, sondern es war einfach insgesamt gesehen, die perfekte Mischung. Glücklicherweise gaaaaaanz weit entfernt von Rosamunde Pilcher. ?



Allgemeines

Obwohl ich Band 1 nicht kannte, konnte ich die Geschichte gut lesen und kam gut mit. Einzig Tom bereite mir ein klitzekleines Problem. Aber vielleicht war das ja gut, das hat die Spannung in einer anderen Richtung erhöht.

Sofort kam ich mit dem Schreibstil zurecht, der aus der Sicht von Alex geschrieben ist. Der Schreibstil ist „plaudertonmässig und bildlich“, dass man sich das ganze auch als Filmserie vorstellen könnte.



Fees Fazit

Eine Serie, die mir gefällt. Der Krimi war total perfekt, da ich sofort „im“ Krimi war. Mit vielen tollen Charakteren, viel Spannung, schöner Lokalkolorit, mit der richtigen Portion Liebe und mit megaviel Humor. Ich kam von einem Highlight zum anderen und wollte das Ebook nicht mehr aus der Hand legen. Hier würde ich gerne mal wieder mehr als 5 Sterne vergeben und hier lese ich auch gerne weiter. Vorerst werde ich mich nach Teil 1 umsehen und den lesen, bis dann der 3. Teil herauskommt.

Veröffentlicht am 07.09.2018

Ein tolles Jugendbuch, auch für Erwachsene

Verlieb dich nie in einen Herzensbrecher
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Ich hab das Buch unter dem Titel: Verlieb dich nicht in einen Vargas kennen gelernt.

Fee erzählt von der Geschichte

Der Vater von Jude ist an Alzheimer erkrankt. Jude, die jüngste der 4 Schwestern, ...

Ich hab das Buch unter dem Titel: Verlieb dich nicht in einen Vargas kennen gelernt.

Fee erzählt von der Geschichte

Der Vater von Jude ist an Alzheimer erkrankt. Jude, die jüngste der 4 Schwestern, möchte das nicht akzeptieren. Als sie feststellt, dass ihr Vater noch mal mit der Harley Davidson fahren möchte, engagiert sie Emilio. Jude ist davon überzeugt, dass diese Aktion ihren Vater „heilt“. Emilio ist allerdings ein Vargas und ihre Schwestern haben mit seinen Brüdern negative Erfahrungen gemacht. Eine Schwester ist quasi „vor dem Traualtar“ stehen gelassen worden. Also haben alle 4 Schwestern einen Blutseid geschworen: Verlieb dich nie in einen Vargas.

Fee meint zur Geschichte

Irgendwie war ich so fasziniert von der Geschichte, dass ich den Roman weiterlesen musste, obwohl es ein Jugendroman war. Der Schreibstil war irgendwie fesselnd und die Geschichte faszinierend traurig mit einem Touch schöne Liebesgeschichte.

Was ich anmerken möchte: Die Namen waren wirklich gewöhnungsbedürftig. Als Mädchennamen für die Hauptfigur Jude zu wählen, finde ich in Deutschland nicht gerade passend, zumal man nicht wirklich weiß, ob Jude männlich oder weiblich ist. Na ja, im Buch merkt man es schon, aber als Name fand ich das nicht so prickelnd. Das Buch ist aus der Sicht von Jude geschrieben. Der Leser darf sie begleiten.

Es gab eigentlich 2 Stränge:

Zum einen gab das Thema Alzheimer und dazu Liebe, die nicht sein darf.

Die Autorin hat sehr einfühlsam über das Thema Alzheimer berichtet. Ich habe sehr schnell bemerkt, dass sich Jude etwas vormacht und ihr Vater auf dem Abstieg ist. Alzheimer ist nun mal nicht heilbar. Allerdings konnte ich gut verstehen, dass Jude ihm helfen wollte. Ich fand ihr Bemühungen unheimlich süß und hab mit ihr mitgelitten. Jude hat statt einem leichten, lockeren, letzten Sommer einen wirklich schwierigen Sommer auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Dabei bleiben ihre Freundinnen auf der Strecke.

Auf der anderen Seite verliebt sie sich in Emilio, was sie eigentlich nicht dürfte, da seine Brüder 2 ihrer Schwestern wehgetan haben. Das ist natürlich auch ein schwieriges Thema. Sie wehrt sich auch dagegen, weil sie zu ihrer Familie hält.

Ich fand das Buch unheimlich gut geschrieben. Es gab viele schöne Zitate und teilweise gab es auch lustige Szenen.

Am liebsten hatte ich Pancake. Er sorgte mit seinen Häschengedanken für einen Running Gag.

S. 327

„Jude, hast du deinen bekloppten Mist nicht mal für fünf Minuten unter Kontrolle? Du hast die Aufmerksamkeitsspanne eines… sieh doch! Omeingott! HÄSCHEN!“

S.359

„Bitte lass was fallen, oh bitte, bitte, bitte. Ich liebe pasteles! Ich liebe alles! Das ist besser als Häschen! Augenblick, Häschen? HÄSCHEN!“

Außerdem hatte ich laufend Hunger beim Lesen des Buches. Irgendwie gab es dort ständig faszinierende und leckere Gerichte.

Fees Fazit

Eigentlich ist das ein Jugendbuch und ich bin gar nicht die Zielgruppe. Aber die Autorin hat mich in ihre Buchwelt geholt und ich MUSSTE das Buch auslesen. Es war irgendwie toll. Manchmal traurig, manchmal lustig. Es gab Hoffnungsschimmer und es gefiel mir total. Eine 5 Sterne Empfehlung von mir der Lesezeichenfee.