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Veröffentlicht am 09.02.2026

Für Anfänger mit viel Platz – aber nichts für mich.

Nie wieder Chaos!
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Nie wieder Chaos von Cynthia Townley Ewer

Das Buch verspricht Ordnung, liefert aber vor allem Konzepte für Menschen mit Einfamilienhaus, Keller, Waschküche und mehreren Kindern. Wer wie ich in einer Zwei-Zimmer-Wohnung ...

Nie wieder Chaos von Cynthia Townley Ewer

Das Buch verspricht Ordnung, liefert aber vor allem Konzepte für Menschen mit Einfamilienhaus, Keller, Waschküche und mehreren Kindern. Wer wie ich in einer Zwei-Zimmer-Wohnung lebt, stößt schnell an räumliche und praktische Grenzen.

Die Aufräumbilder zeigen Schränke, die rechts perfekt sortiert sind – während links das Chaos liegt. Aber vieles, was „rechts“ sein soll, passt bei mir gar nicht in den Schrank. Die Tipps zur Wäscheorganisation (mehrere Körbe für jede Wäscheart, farblich sortiert pro Familienmitglied) sind schlicht nicht umsetzbar – wo soll ich all diese Körbe hinstellen?

Auch die Tests zur Wohnungsordnung wirken wie aus einem amerikanischen Neubauhaushalt. Die Waschmaschinentipps sind auf US-Standards ausgelegt (max. 49 Grad), was hierzulande kaum relevant ist. Die „Katastrophenpläne“ für Familien sind gut gemeint, aber im Ernstfall wohl kaum abrufbar.

Viele Vorschläge – wie das Falten von Badetüchern oder das Beziehen eines Bettes mit einfachem Laken – wirken aus der Zeit gefallen. Wer nutzt das heute noch? Und die Bekleidungstipps ignorieren Lebensrealitäten: Krankheit, wechselnde Kleidergrößen, begrenztes Budget. Kleidung aufhängen wie im Showroom? Dafür fehlt mir schlicht der Platz.

Besonders ärgerlich: Die Haltung zu Büchern. Ungelesene Bücher sollen weg, nur „zeitgemäße“ dürfen bleiben. Die Empfehlung, Bücher nur noch auszuleihen, grenzt für mich an Hobbyabschaffung. Ich lese, was mich interessiert – nicht, was die Bücherei gerade vorrätig hat.

Karen Kingston hat – meiner Meinung nach – das deutlich bessere Buch geschrieben. Ihre Tipps sind umsetzbar, auch in kleinen Wohnungen. Nach ihrer Lektüre habe ich wirklich ausgemistet – und dabei sogar anderen eine Freude gemacht, etwa mit Krimi-Paketen für meine Brieffreundin.

Fazit: Nie wieder Chaos ist ein Buch für Haushaltsanfänger mit viel Platz und wenig Erfahrung. Für alle anderen: lieber Finger weg – oder gleich zu Karen Kingston greifen.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

🥐 Rezension: Provenzalischer Stolz – ein Krimi mit Herz und Heimat

Provenzalischer Stolz
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Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen – und schon beim Cover war klar: Das ist wieder mit Liebe gemacht. Der Plan von Saint-Valérie, die Infos zur Autorin, die französischen Vokabeln hinten im Buch ...

Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen – und schon beim Cover war klar: Das ist wieder mit Liebe gemacht. Der Plan von Saint-Valérie, die Infos zur Autorin, die französischen Vokabeln hinten im Buch – all das zeigt, wie viel Sorgfalt in diesem Band steckt. Für jemanden wie mich, der das Französische liebt, aber vieles vergessen hat, ist das ein Geschenk.

Der Krimi selbst? Spannend wie immer. Pierre Durand ist nicht nur Ermittler, sondern Teil der Dorfgemeinschaft. Ich mochte besonders, wie das Dorf zusammenhält, wie man ihn als „Dorfpolizisten“ verteidigt, obwohl der Bürgermeister keine Intrige auslässt. Die Charaktere sind lebendig, das Flair ist zum Eintauchen schön, und die Rezepte am Ende machen Lust, gleich den Marktkorb zu packen.

🌟 Fazit: 5 Feensternchen
Ein liebevoll gestalteter Krimi mit Spannung, Atmosphäre und Herz. Für alle, die Provence, gutes Essen und starke Figuren lieben – une lecture délicieuse!

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Kleine Dramen im Beet – ganz groß erzählt

Mord im Nacktschnecken-Milieu
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„Mord im Nacktschnecken Milieu“ hat mich sofort abgeholt. Nicht, weil es ein Krimi wäre – das ist es nicht –, sondern weil Elke Schwarzer es schafft, die alltäglichen Rätsel im Garten so charmant zu erzählen, ...

„Mord im Nacktschnecken Milieu“ hat mich sofort abgeholt. Nicht, weil es ein Krimi wäre – das ist es nicht –, sondern weil Elke Schwarzer es schafft, die alltäglichen Rätsel im Garten so charmant zu erzählen, dass man plötzlich selbst wie eine Ermittlerin durchs Beet geht. Der Ton ist warm, witzig und nie belehrend. Man merkt, dass hier jemand Natur liebt und Humor als Werkzeug benutzt, nicht als Deko.
Die Fälle sind kurz, originell und überraschend lehrreich. Dazu kommt eine wirklich schöne Gestaltung, die das Buch zu einem kleinen Genuss macht. Wer allerdings eine durchgehende Handlung erwartet, wird hier nicht fündig. Es ist eher ein Spaziergang durch 20 kleine Garten Tatorte – und genau das macht den Reiz aus.
Fazit
Ein liebevoll gestaltetes, kluges und humorvolles Naturbuch, das den Blick auf den Garten verändert. Kein Krimi – aber ein Vergnügen für alle, die gern genauer hinsehen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Eiskalt, emotional, irisch – ein Krimi, der unter die Haut geht

Schneesturm
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⭐️⭐️⭐️⭐️ (4 von 5 Sternen)

Tríona Walshs Schneesturm ist ein atmosphärisch dichter Inselkrimi, der mich beim Lesen regelrecht hat frieren lassen. Die Geschichte spielt auf der windumtosten Insel Inishmore, ...

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4 von 5 Sternen)

Tríona Walshs Schneesturm ist ein atmosphärisch dichter Inselkrimi, der mich beim Lesen regelrecht hat frieren lassen. Die Geschichte spielt auf der windumtosten Insel Inishmore, wo ein tagelanger Schneesturm die Bewohner von der Außenwelt abschneidet. Kein Schiff, kein Helikopter – ganz im Stil von Agatha Christie sind alle Verdächtigen auf engem Raum gefangen, und die Kälte kriecht durch jede Seite.

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, emotional glaubwürdig und oft in Bewegung – nass vom Laufen, vom Niederknien, vom Leichenbergen. Die Ermittlerin Cara ist vielschichtig und trägt ihre eigene Geschichte mit sich. Besonders schön fand ich, wie der Name Daithí erklärt wird – ausgesprochen „Daaah-hie“ – und wie die Sprache den irischen Dialekt spiegelt, der auf Inishmore gesprochen wird: Connacht Irish, der westirische Zweig des Irischen.

An einer Stelle sagt Caras Sohn, er habe „Garda-Kram“ gemacht – was das genau bedeuten soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht, denn mit der Polizei hat er nichts zu tun. Vielleicht war das einfach ein flapsiger Ausdruck, der offenbleiben darf.

Das Ende ist gelungen, vor allem die lange, spannungsgeladene Auflösung mit echten Highlights. Es gab ein paar Längen, aber ich war so gefangen, dass ich sie kaum bemerkt habe. Ein paar Dinge fand ich leider unplausibel – aber der Lokalkolorit, die Atmosphäre und die emotionale Tiefe machen das mehr als wett.

Ich gebe 4 von 5 Sternen – wegen kleiner Schwächen, aber mit großer Hochachtung für die Stimmung, die Figuren und das frostige Setting.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

„Eiskalt, beklemmend, hochspannend – ein starker Grenzfall“

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Grenzfall von Anna Schneider hat mich sofort gepackt. Das Cover ist auffällig und passt perfekt zur Reihe, aber vor allem der Inhalt hat mich beeindruckt. Die Spannung baut sich von Anfang an intensiv ...

Grenzfall von Anna Schneider hat mich sofort gepackt. Das Cover ist auffällig und passt perfekt zur Reihe, aber vor allem der Inhalt hat mich beeindruckt. Die Spannung baut sich von Anfang an intensiv auf, und ich hatte beim Lesen das Gefühl, die Kälte, das schlammige Wasser und die bedrückende Enge des überfluteten Tals direkt vor mir zu sehen. Diese Atmosphäre ist so plastisch beschrieben, dass man fast selbst friert.

Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Besonders das deutsch-österreichische Ermittlerduo Jahn und Krammer — Tochter und Vater — hat mir sehr gefallen. Ihre Beziehung, ihr Vertrauen und die Art, wie sie zusammenarbeiten, geben dem Krimi eine besondere Tiefe. Dazu kommen die vielen einzelnen Geschichten, die Anna Schneider geschickt miteinander verwebt. Nichts wirkt zufällig, alles greift ineinander.

Der Schauplatz selbst fühlt sich fast wie ein abgeschlossener Raum an: ein Tal, abgeschnitten vom Rest der Welt, voller Wasser, Chaos und Gefahr. Und mittendrin die Morde, die Opfer, die Erschöpfung der Retter, die bis an ihre Grenzen gehen. Das war stellenweise richtig gruselig — im besten Sinne. Manchmal hatte ich das Gefühl, selbst Teil des Einsatzteams zu sein, so eindringlich waren die Szenen beschrieben.

Das Sprichwort im Buch: „Bevor ich mich aufrege, ists mir lieber Wurst“ —gefiel mir und passte bei der Szene, insgesamt war es aber in diesem Fall eher ein nervöses Durchatmen angesichts der bedrückenden, beklemmenden Ereignisse, die so real wirkten, dass man fast selbst im Schlamm stand.

Ja, es gab ein paar Längen, aber sie haben der Gesamtwirkung keinen Abbruch getan. Die Spannung bleibt hoch, die Atmosphäre dicht, und die emotionale Wucht der Ereignisse trägt den Roman mühelos über diese kleinen Schwächen hinweg. Für mich sind fünf Sterne absolut gerechtfertigt.

Fazit: Ein intensiver, atmosphärischer Krimi mit starken Figuren, beklemmender Kulisse und einer Handlung, die unter die Haut geht. Fünf Sterne für einen Grenzfall, der lange nachhallt.

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