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Veröffentlicht am 05.06.2020

~~~ Chocolat der Lichtblick ~~~

Jakobsweg
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Kurzstory nach Fee

Carmen Rohrbach beschreibt in 2 Büchern ihren Weg von Le Puy in Frankreich nach Santiago de Compostela bzw. Cap Finisterre in Spanien. Sie reist den Weg erst mal von St. Jean Pied de ...

Kurzstory nach Fee

Carmen Rohrbach beschreibt in 2 Büchern ihren Weg von Le Puy in Frankreich nach Santiago de Compostela bzw. Cap Finisterre in Spanien. Sie reist den Weg erst mal von St. Jean Pied de la Port (Frankreich) nach Compostela und später bereist sie den französischen Teil des Jakobswegs. In diesem Buch wird aber der Weg richtig herum bereist, das heißt, erst Mal kommt das 2. Buch und dann das 1. Buch. Die Autorin ist ja praktisch falsch herum gewandert. Ihr gefiel der Weg so gut in Spanien und hat wohl bemerkt, dass sich das verkauft, dass sie spontan noch den größten Teil des französischen Wegs gewandert ist. Sie reist mit Chocolat ihrem Esel. Sie beschreibt die geschichtlichen Details mit ihrer Meinung ausführlich und dann trifft sie tatsächlich noch ab und an andere Menschen. Das kommt daher, dass sie oft zeltet und seltener in Herbergen schläft.

Fees Meinung

Ich finde immer noch, dass die geschichtlichen Details zu sehr herausgearbeitet sind und kann die 4 5-Sterne Rezensionen bei Amazon so gar nicht nachvollziehen. Für mich tritt das was ich wichtig finde und was mir bei Hape so gefiel, die Begegnung mit anderen Menschen und den Sinn und Zweck des Jakobsweg, eher in den Hintergrund. Die Autorin könnte überallhin mit ihrem Esel die Welt bereisen und Sehenswürdigkeiten beschreiben, dann würde es aber nicht so gut verkauft, da der Jakobsweg „in“ ist. Sie lernt zwar ein paar Menschen kennen, aber das Buch verläuft eher einsam mit Chocolat. Mir gefällt zwar die Geschichte, wegen des Esels, aber ich hatte mir doch mehr erhofft. Chocolat ist wie immer süß, toll und wild, aber auch eher am Rand beschrieben. Ich hasse die geschichtlichen Details dermaßen, das macht das Buch sehr langatmig, finde ich.

Sie beschreibt auch, als ehemalige Botanikerin die Flora und Fauna des Weges, aber auch zu ausgiebig. Das Buch ist eher lehrreich und verkommt teilweise als Sachbuch, was ich sehr schade finde.
Das Buch ist toll, wenn man sich auch auf den Wanderweg machen möchte, weil es so detailliert beschrieben ist. Der Leser, welcher sich ein unterhaltsames Buch wünscht, langweilt sich eher. Wäre das ein Sachbuch, würde ich es als gut beschreiben und als Unterhaltsam, aber als Erzählungslektüre finde ich es einfach nicht so gut.
Es ist einfach zu viel. Man kann das Buch als lebendig geschriebener, sachkundigem Wander-, Botanischer- wie auch Kunstführer beschreiben. Von daher kann ich von der Seite einfach keine Empfehlung geben.

Dadurch dass sie meist so um die 15 km mit ihrem Esel schafft, benötigt sie natürlich viel länger für den ganzen Weg und von daher ist es sehr erstaunlich, dass sie ab und an wieder die selben Leute trifft. Sie macht ja auch ab und an Pause, von daher erscheint mir das ganze seltsam. Wahrscheinlich hab ich einfach zu viele Bücher über den Jakobsweg gelesen, denn ich glaube, sonst fällt das wohl niemandem auf.

Die Bilder sind wunderschön und sie könnte auch einen Bildband vom Jakobsweg verkaufen. Trotzdem empfinde ich persönlich das ganze ein wenig lieblos. Wäre nicht Chocolat, der Esel, hätte ich mir diesen Doppelband gar nicht angetan. Manchmal ist es wirklich schön zu lesen.

Fees Fazit:
Wem Kultur, Biologie, Wanderführer gefallen, der ist hier gut aufgehoben. Wer eine unterhaltsame Eselsgeschichte mit Begegnungen auf dem Jakobsweg erwartet, dem würde ich dann eher die Geschichte von Tim Moore und Shinto empfehlen oder dann tatsächlich die Geschichte von Hape Kerkeling. Von daher, da es um meine persönliche Meinung geht, 2 Sterne.

PS: Das ist noch eine alte Rezi von Ciao Zeiten, die ich wahrscheinlich auch bei Bambali eingestellt hatte. Aber beide Online-Seiten gibt es leider nicht mehr. (November 2013)

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Veröffentlicht am 05.06.2020

Shinto you are a Sunofagun

Zwei Esel auf dem Jakobsweg
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Fee zum Inhalt:
Der Kauf eines Esels war nicht gerade einfach, aber er fand dann doch einen, der ihn auf dem Jakobsweg begleiten sollte. Shinto ist ein störrischer Esel und Tim Moore hat alle Hände voll ...

Fee zum Inhalt:
Der Kauf eines Esels war nicht gerade einfach, aber er fand dann doch einen, der ihn auf dem Jakobsweg begleiten sollte. Shinto ist ein störrischer Esel und Tim Moore hat alle Hände voll zu tun. Ab und zu haut Shinto auch mal ab. Tim Moore ist sehr bekannt unter den anderen Pilgern, denn Shinto erobert die Herzen im Sturm. Er begegnet sehr vielen anderen Pilgern und es gibt sehr viele Begegnungen in diesem Buch. Mit seinem Pilgerführer wandert er den Weg und sucht sich seine Herbergen. Gegen Schluss der Reise begleiten den Autor und Shinto stückweise seine Familie.

Fees Meinung:

Ich fand die Begegnungen mit den anderen Pilgern so einfühlsam und schon beschrieben. Sie gefielen mir und man hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass man mitgewandert ist. Er beobachtete die anderen Pilger und beschrieb sie so, dass man sie praktisch vor sich sah.

Die historischen Zusammenhänge wurden so bildlich beschrieben, dass ich sie plötzlich ganz spannend fand. Tim Moore hat diese „Geschichte“ dermaßen humorvoll erzählt, dass ich diese Sachen gern gelesen habe und sie haben im Buch nicht gestört. Außerdem ist das Buch nicht zu „christlich angehaucht“. (Was wollte ich damals wohl sagen?)

Zuerst dachte ich, seine Familie würde stören, als sie den letzten Rest mit ihm mitwanderte. Es gab auch plötzlich eine Distanz zum Autor und zur Geschichte, aber es gehörte irgendwie dazu und ohne das würde etwas fehlen.

Die detaillierte Beschreibung der Landschaft war wunderschön und man wäre gerne mitgepilgert. Allerdings ist der Jakobsweg so überlaufen und auch bei Tim Moore waren schon so viele Leute unterwegs, dass es nicht mehr so schön ist. 200.000 Pilger sollen es sein. Es gab auch bei Hape Kerkeling und Tim Moore ab und zu Probleme eine Unterkunft zu finden und auch Carmen Rohrbach hat darüber berichtet.

Der Schreibstil des Autor ist gut zu lesen oder zumindest die Übersetzung. Man hat aber bemerkt, dass der Autor Engländer ist und kein Deutscher. Es gab da viele Kleinigkeiten. Auch wie er manche deutschen Pilger beschrieben hat, manchmal fand ich Deutsche schon beschämend. Trotzdem es war flockig leicht zu lesen und ich musste öfters lachen. Also kein Buch für die Öffentlichkeit.

Shinto fand ich total lustig und es war sehr interessant, wie störrisch er ab und zu war. Die Verzweiflung des Autors war zwischen den Zeilen zu spüren, als Shinto nicht mehr weiterlaufen wollte. Doch irgendwie ging es dann immer weiter. Aber manchmal mussten sie doch weite Umwege in Kauf nehmen, denn Shinto geht nicht über jede Brücke. Schon alleine die Idee, einen Esel zu kaufen und keine Ahnung zu haben, wie man mit ihm umgeht ist völlig verrückt. Und es ist auch sehr schwierig, bis Beide abends eine Unterkunft gefunden haben. Tim Moore meistert alles nachvollziehbar, erfolgreich und manchmal auch ungewöhnlich. Allerdings kommt dadurch Spannung auf, denn es ist nicht sicher, dass beide unbeschadet ankommen. Der Esel Shinto ist einfach unberechenbar. Man erfährt so vieles über die Schwierigkeiten des Abenteuers.

Es gibt viele Querverweise zu anderen Büchern. Leider gibt es hinten im Buch kein Extra-Verzeichnis dafür. Als Reiseführer ist dieses Buch auch total ungeeignet. Es ist einfach nur zum Lesen und amüsieren.

Der Autor ist durchaus realistisch in seinen Einschätzungen, des Ergebnisses, den der Weg auf den Autor macht. Die Erkenntnis, dass jeder Einzelne mit anderen Motiven losmarschiert ist und andere Ergebnisse erzielt, sind jetzt nicht sehr überraschend, aber gut beschrieben und herausgearbeitet. Es ist auch gut, dass man erfährt, dass wenn man solch einen schwierigen Weg pilgert, was Tim Moore dem Leser nicht unterschlägt, viel Optimismus, Durchhaltevermögen und Vorbereitung erfordert.

Fees Fazit:
Tim Moores Buch hat mich im Sturm erobert und ich bin ein Fan von Shinto geworden. Es war absolut lustig und ich konnte es gar nicht mehr abwarten, abends das Buch weiterzulesen. Es waren lange Lesenächte und es gab nur wenig Schlaf. Dieses Buch fand ich so kurzweilig, humorvoll, spannend und interessant, dass ich mir vorgenommen habe, dieses irgendwann noch mal zu lesen und auch weitere Bücher des Autors. Daher bekommt das Buch 5 Sterne.

PS: Das ist noch eine alte Rezi vom Februar 2012, die ich ziemlich gekürzt habe. Diese Rezi konnte man bei Ciao und Bambali in voller Länge lesen, leider gibt’s diese Plattformen nicht mehr.

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Veröffentlicht am 05.06.2020

Gruseliger Psychothriller in Sehnsuchtslandschaft eingebettet.

Dunkles Lavandou (Ein-Leon-Ritter-Krimi 6)
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Herrliche Urlaubsidylle in Lavandou, einem Ort in der Provence und natürlich Touristen. Da wird unter einer Brücke die Leiche einer Frau gefunden, die von einem LKW überfahren wird. Leon Ritter, der Rechtsmediziner, ...

Herrliche Urlaubsidylle in Lavandou, einem Ort in der Provence und natürlich Touristen. Da wird unter einer Brücke die Leiche einer Frau gefunden, die von einem LKW überfahren wird. Leon Ritter, der Rechtsmediziner, stellt schnell fest, dass die Frau vorher gefoltert wurde. Und was macht eigentlich die Kröte dort, wo die Frau runtergestürzt (worden) ist? Es gibt dann noch eine Leiche und dann werden zwei junge Frauen entführt. Eine davon ist die Tochter des französischen Kultusministers. Isabelle und Leon gehen allen Spuren nach. Können sie die beiden Frauen noch retten?

Meine Meinung:
Das Cover passt mal wieder perfekt zur Story. Die düstere Stimmung zu einem wunderschönen provencialischen Dorf. Und der passende Rückentext. Eine eins.

Die Charaktere
sind auch sehr schön ausgearbeitet. Vor allem Leon und Isabelle, die beiden Hauptermittler sind wirklich klasse getroffen. Ich kann sie mir sehr gut vorstellen, mit ihren eigenen Problemen. Nur Isabelles Tochter ist dieses Mal ein wenig blass und eher Statistin. Irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass sie vielleicht eine der entführten Mädchen gekannt hätte, damit sie mehr in Szene gesetzt worden wäre. Aber ok, es waren so auch schon fast 500 Seiten.

Der Krimi
ist ein dramatischer Psychothriller, der einem Stephen King in nichts mehr nachsteht. Er war so spannend, dramatisch, düster, dass ich ihn in nur vier Abenden ausgelesen habe. Ich wollte einfach nicht mehr aufhören, so sehr war ich im angeregt-reizvollen Geschehen der Geschichte. So gruselig es auch war, so spannend war es auch. Und mit dem Ende, wie es sich rausgezögert hat und die Spannung gehalten wurde, war ich auch sehr zufrieden. Jedenfalls fesselte mich der bühnengerechte Schreibstil von der ersten Seite des Buches bis zum Ende.

Der Lokalkolorit
war natürlich auch vorhanden. Einige Klischees wieder in Leons Stammkneipe, aber die so verbaut, dass sie alle plausibel und authentisch wirkten. Auch die Landschaft und das Wetter waren wieder wunderbar eingebaut, so dass man sofort in Urlaub fahren wollte, aber zumindest per Kopfkino in der Provence weilt.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Wann kommt der nächste Leon-Ritter-Fall? Also ich kann es kaum erwarten. Auch bei „Dunkles Lavandou“ bin ich wieder voll auf mein Leservergnügen gekommen. Sehr spannend, einfallsreich und das Highlight seitenlang – gekonnt dramatisch-düster – rausgezogen, bis zum geht nicht mehr, einfach perfekt. Dazu noch das Savoir-vivre in der Provence aufs reizvollste dargestellt, so dass man da am liebsten sofort hinreisen wollte. 10 Feensterne von mir.

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Veröffentlicht am 05.06.2020

Da bin ich echt sprachlos

Die Liebe fällt nicht weit vom Strand
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Das Buchcover bzw. das Hörbuchcover finde ich schön, allerdings sagt es genauso wenig aus wie die Geschichte. Strand? Nun ja, es gab ein paar Szenen am Strand. Theoretisch ist der Titel ja richtig, weil ...

Das Buchcover bzw. das Hörbuchcover finde ich schön, allerdings sagt es genauso wenig aus wie die Geschichte. Strand? Nun ja, es gab ein paar Szenen am Strand. Theoretisch ist der Titel ja richtig, weil das Haus wo der „Geliebte“ wohnt ja vom Strand sichtbar ist. Allerdings muss ich schon sagen, dass ICH mir da was ganz anderes vorgestellt hatte. Und ich möchte zum Cover sagen, dass ich mir da ein bisschen „höherwertige“ Literatur erwartet hab. Und für das Cover ist die Geschichte zu seicht. Sommerleicht, aber durchschaubar, vorhersehbar, und der Bauch ist auch nicht glücklich.

Aber erst mal zur Geschichte. Vorsicht Spoiler! Aber da alles sehr vorhersehbar ist, macht das nix.

Sophie ist ständig außerhalb ihrer Komfortzone, was ihr der Bauch auch zu 90 % der Geschichte vermittelt. Sie nimmt immer Jobs an, die nicht zu ihr passen und träumt von einem Food-Truck. Stattdessen fällt sie von ihrem Übergangsjob die Leiter hoch und schafft es ein super Filmpremierenevent zu managen. Leider bleiben da Liebe und Freunde auf der Strecke. Dazu hält sie ständig zu ihrem Freund, der aber nicht zu ihr passt. Sophie war mir überwiegend unsympathisch und so hielt sich mein Mitleid in Grenzen. Zwei Mal macht sie Dinge, die so gar nicht zu ihrem Charakter passen. Ein Mal, dass sie mit jemand aus der Vergangenheit nicht Kaffee trinken gehen möchte. Aber es gibt ’ne 2. Chance. Bei der Premierenfeier rastet sie völlig aus, weil eine Verwandte des Filmemachers ihr Personal entlässt und die Leute in langen Schlangen auf ihr Getränke warten müssen. Die Sophie, die ich kennen gelernt habe, hätte dann selber Getränke serviert. Es war unplausibel.

Die anderen Charaktere waren – für mich – etwas blass. Bei ihrem Freund blieb auch nur zu vermuten, ob er mit seiner Kollegin ins Bett ging. Meiner Meinung nach blieb das im Dunkeln. Aber echt, das Hörbuch lief so an mir vorbei, weil es doch ziemlich langweilig war. Da hab ich dann nebenher in der Wohnung aufgeräumt. Und war nicht so ganz bei der Sache. Es waren zu viele Charaktere für ein Hörbuch. Ständig kamen irgendwelche neuen dazu oder tauchten andere auf. Manchmal hab ich mich gefragt, wer war das? Das machte es nicht besser.

Und dann der „Lokalkolorit“. Eigentlich spielt das Buch in Dänemark und in Hamburg. Beide Orte bzw. Gegenden mag ich total. Aber es gab nie ein wirkliches Hygge-Gefühl und die Orte wären austauschbar gewesen. Vor allem Dänemark und der Strand. Ich hatte immer das Gefühl als wäre das in Italien oder so gewesen und war immer überrascht, wenn es hieß Dänemark. Das fand ich sehr enttäuschend.

Dazu gab es eine verstorbene Protagonistin. Die Mutter von Sophie war, obwohl tot, ständig präsent und wurde immer wieder aktiviert und Sophie verlor sich in Erinnerungen.

Leider war die ganze Handlung vorhersehbar. Es war mir klar, wie das Hörbuch ausging und welchen Verlauf es hatte. Natürlich war es auch eher seicht, als dass es eine sommerleichte Lektüre bzw. Hörbuch gewesen war.

Irgendwann hat mich Corinna Dorenkamp als Sprecherin auch genervt. Wobei ich fürchte, es lag nicht an ihr, sondern an diesem Hörbuch. Der Bauch machte Geräusche. Diese Musik ging ihr durch den Kopf oder sang sie mit oder was auch immer. Es war langweilig und keinesfalls fesselnd oder erfrischend oder humorvoll.

Trotz allem gibt es den positiven Aspekt, dass das Buch eine Aussage hat:

Das Leben ist zu kurz um ständig Sachen zu machen, die einen aus der Komfortzone holen und dass man das machen sollte was man mag.

Auch wenn man manche Sachen ganz prima kann, aber eigentlich nicht tun möchte. Und Sophie wacht erst auf, als sie die vertrockneten Kräuter und das Chaos auf ihrem Balkon sieht. Das Sinnbild ihres Lebens.

Mein – Lesezeichenfees - Fazit:
Eigentlich hab ich die ganze Geschichte schon erzählt. Es gab nur das Highlight auf der Hochzeitsfeier und die Aussage des Buches. Daher 2 Sterne und keine Empfehlung.


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Veröffentlicht am 02.06.2020

Viele Morde und Milka in brenzlichen Situationen

Die Kuh kennt keinen Galgen
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Zum Buchinhalt:
Milka nimmt an einer Treibjagd teil, bei der ein Mann vermisst wird. Nach mehrmaliger Suche finden sie seine Leiche. Er war am falschen Hochsitz. Bei ihrer Suche nach dem Mörder werden ...


Zum Buchinhalt:
Milka nimmt an einer Treibjagd teil, bei der ein Mann vermisst wird. Nach mehrmaliger Suche finden sie seine Leiche. Er war am falschen Hochsitz. Bei ihrer Suche nach dem Mörder werden noch mehr Leute umgebracht und da es einen geschichtlichen Hintergrund gibt, ist auch Professor Ebert wieder dabei.

Meine Meinung:
Nachdem ich schon Band 1 kenne: „Die Kuh kennt keinen Feiertag“ wollte ich natürlich auch Band 2: „Die Kuh kennt keinen Galgen“ lesen.

Der Krimi spielt in der Hohenloher Gegend, kulinarisch sehr interessant, da im Nordosten von Baden-Württemberg angesiedelt. Der Lokalkolorit ist wieder bestens gelungen. Nicht nur durch die vielen geschichtlichen Fakten (die mir dieses Mal aber doch ein wenig zu viel waren). Ich fand, das ging auf Kosten des Humors, der bei Band 1 deutlich überwog. Es wurden auch schöne Ecken beschrieben, in die die Mordfälle involviert waren. Auch Essenstechnisch machte einiges einen sehr leckeren Eindruck und manches Mal wäre ich gerne bei Milka am Tisch gesessen und hätte mitgegessen.

Milka ist die Hauptprotagonistin und ihr Freund ist Kommissar Eichert, der sich aber hier nicht wirklich beliebt gemacht hat. Ich fand ihn in diesem Band sehr unsympathisch, weil er zu Milka und zu seinem Onkel Sebastian sehr unfreundlich war. Er möchte gerne mit Milka zusammen ziehen. Was vielleicht gut wäre, da ihr Vater nicht zufrieden ist, mit der Menge der Hofarbeit. Sie schmeißt das Büro und ist unter anderem für die Veränderungen des Hofladens zuständig. Dazu ist sie noch „ab und an“ im Stall. Für ihr Auto hat sie selten Zeit, weil sie nebenher als „Privatdetektiv“ ermittelt.

Der Krimi selbst war spannend und sehr überraschend. Das Cover gefiel mir auch sehr gut.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Am meisten in diesem Krimi gefielen mir das Essen und der gesamte Lokalkolorit. Irgendwie nehme ich immer zu, wenn ich das Buch lese. Der Krimi war auch sehr spannend mit vielen überraschenden Highlights. Das einzige was mir zuviel war, war die geschichtlichen Fakten. 5 Sterne für diesen schwäbischen Krimi.

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