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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2025

Über die Vergänglichkeit

Der Duft des Wals
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So haben die Urlauber sich ihre Zeit am Strand wohl nicht vorgestellt. Denn kaum sind sie am Urlaubsziel angekommen werden manche von einem fleischigen Knall geweckt - anschließend breitet sich ein Geruch ...

So haben die Urlauber sich ihre Zeit am Strand wohl nicht vorgestellt. Denn kaum sind sie am Urlaubsziel angekommen werden manche von einem fleischigen Knall geweckt - anschließend breitet sich ein Geruch aus, der allen den Atem nimmt. Während die Hotelleitung versucht, den Geruch zu bekämpfen und die Gäste mit Nasenklemmen von dem Gestank zu befreien, beschäftigen sich die Besucher mit ihren eigenen Geheimnissen, Wünschen und Gedanken. Ein Kind, dass lieber zeichnet, als Aktivitäten mit den Eltern zu unternehmen, deren Beziehungsprobleme sie voll bewusst mitbekommt. Eine Flugbegleiterin, die auch mal einen Anflug direkt zum Urlaub nutzt und deren Besonderheiten man nach und nach erfährt. Eine große Liebe, die noch nicht ganz zueinander findet obwohl die beiden so nah beieinander sind. Durch die verschiedenen Perspektiven und wie sich alles nach und nach aufklärt machen das Hörbuch (und jede Perspektive hat auch eine eigene Erzählstimme) spannend. Auch wenn der Aufbau und die Morbidität dahinter gewöhnungsbedürftig ist, habe ich der Geschichte gerne gelauscht.

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Jede:r darf glücklich sein

Du hast ein Recht darauf, glücklich zu sein
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Es war für mich das erste Buch, welches ich von der Autorin lese - und es wird sicherlich nicht das letzte gewesen sein, denn der Schreibstil ist unglaublich gut, erfrischend, ehrlich und nahbar. Schonungslos ...

Es war für mich das erste Buch, welches ich von der Autorin lese - und es wird sicherlich nicht das letzte gewesen sein, denn der Schreibstil ist unglaublich gut, erfrischend, ehrlich und nahbar. Schonungslos berichtet sie von unschönen Situationen im Leben und zeigt einmal mehr, wie unpassend machen „gut gemeinte Ratschläge“ von völlig unbekannten sind. Können wir uns nicht eher darauf einigen, mehr Komplimente zu verteilen (ernst gemeinte) statt ungefragt Ratschläge oder Meinungen zu verteilen? die Autorin bestätigt mir einmal mehr, wie unreflektiert manche Menschen herumlaufen und mit ungefilterten Aussagen das gegenüber schwer verletzten. Alles unter dem Deckmantel des „Ratschlages“ - sie meinen es ja nur gut - ist klar…

Eingerahmt in einem spontanen Ausflug und damit einhergehender Auszeit begleiten wir die Autorin auf ihrem Weg zum Frieden mit sich. Dabei musste ich lachen und weinen - selten hat mich jemand bei einem Ratgeber so emotional abgeholt. Ganz ganz toll. Und den Kuscheltier-Schlichtmoment werde ich nie vergessen. Zudem will ich jetzt nach Carcassonne.

Danke für dieses tolle Hörbuch, das auch ganz fantastisch eingesprochen wurde und somit noch persönlicher wurde. Ich konnte obige neue Gedanken für mich daraus mitnehmen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Schöner Schein

The Surf House
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Bea hat ihren Job als Model so satt, dass sie spontan mit dem Designerkleid ins Wasser springt und somit auch mit einem Schlag aus ihrem Beruf - mitten in Marokko, einem ihr fremden Land. Kurz darauf wird ...

Bea hat ihren Job als Model so satt, dass sie spontan mit dem Designerkleid ins Wasser springt und somit auch mit einem Schlag aus ihrem Beruf - mitten in Marokko, einem ihr fremden Land. Kurz darauf wird sie auch noch ausgeraubt und wäre ihr Marnie, die ein Surfhotel in der Nähe betreibt, nicht zur Hilfe geeilt, hätte schlimmeres passieren können. Auch wenn es für den Täter nicht glimpflich ausging. Ohne Pass und einem durch Notwehr verübten Mord, kommt sie erst einmal bei Marnie unter. Doch kann man dem Idyll des Surfhouse trauen? Während Bea von einem Polizisten erpresst wir, um ihren Pass zurück zu bekommen und so notgedrungen schnell Geld besorgen muss, lässt sie sich in die Suche einer verschollenen jungen Frau einspannen. Und eines wird immer klarer, es ist nicht alles so, wie es scheint und eventuell schenkt man den falschen Personen Vertrauen. Super spannend erzählt, also definitiv eine Lese/Hörempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Gefangen im Job

Geht so
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Marisa ist genervt von ihrem Job, gelangweilt und doch darin gefangen. Bei Meetings lenkt sie sich durch Kritzeleien ab, ist vom Kollegensmalltalk genervt und braucht die Freizeit mit YouTube Videos um ...

Marisa ist genervt von ihrem Job, gelangweilt und doch darin gefangen. Bei Meetings lenkt sie sich durch Kritzeleien ab, ist vom Kollegensmalltalk genervt und braucht die Freizeit mit YouTube Videos um gedanklich dem Ganzen zu entfliehen. Dabei verliert sie sich und jegliche Energie. Hält sich mit Medikamenten über Wasser, um irgendwie den Alltag zu überstehen - wenn möglich ohne Schlafstörungen und Angststörung. So wie Marisa geht es vielen in ihren Jobs, irgendwo zwischen Burnout und Boreout und doch schafft man den Sprung aus diesem Hamsterrad nicht hinaus. Und so begleiten wir Marisa zu einem immer näher rückenden Team-Event auf das sie so gar keine Lust hat, denn die Kollegen auch noch am Wochenede ertragen zu müssen grenzt für sie an Folter. Es ist so gut und realistisch geschrieben, dass ich sehr oft traurig nicken musste - ja, ein solches Berufsleben, dass kaum noch Luft für das echte Leben lässt, obwohl man vor langweile und Einsamkeit vergeht … Marisa steht für ein großes Problem im Arbeitsleben. Absolut lesenswert - auch wenn die Lösung/das Ende nicht die ideale Botschaft vermittelt. Doch gibt es die ideale Lösung und den „einen“ Weg da hinaus? Ich glaube, die Antwort lautet: Nein

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Lebensrückblick

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken
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Reserviere schon einmal einen Tag, wir werden im Himmel einen Kaffee trinken - zumindest stellt die Protagonistin dieses Buches es sich vor, dass sie mit ihrer liebesten Autorin irgendwann ein echtes Gespräch ...

Reserviere schon einmal einen Tag, wir werden im Himmel einen Kaffee trinken - zumindest stellt die Protagonistin dieses Buches es sich vor, dass sie mit ihrer liebesten Autorin irgendwann ein echtes Gespräch führen kann. Ihre Worte richtet sie aber schon jetzt, während einer Zugfahrt an Mascha Kaléko, die sie tief bewundert. Denn die Gedichte der verstorbenen Dichterin haben sie in den letzten Jahren begleitet und tun es auch innerhalb des Buches, während die Protagonistin passend zu den Zeilen reflektiert, was sie alles erlebt hat. Dabei sind die Rückblicke nicht chronologisch aber umso bewegender. Aufgewachsen mit entzogener Liebe, einem Wunsch in die Fußstapfen von Christiane F. zu treten und einer inneren Zerrissenheit hat sie sich durch mehrere Städte geschlagen, bis sie eine wahre Heimat und Liebe gefunden hat. Der Weg dorthin war nicht immer leicht auszuhalten (auch als Lesende nicht). Manchmal wurden mir die Gedanken zu viel, zu erdrückend und drehten sich etwas im Kreis. Man muss sich darauf einlassen können, denn es ist keine leichte Lektüre für zwischendurch.

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