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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2025

Wichtiges Buch

Eine Insel im Meer
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Steffi und Nelli werden -wie viele andere jüdische Kinder - außer Landes gebracht und finden Zuflucht in Schweden. Genauer gesagt auf einer schwedischen Insel. Schon zu Beginn des Buches wird diese Ungewissheit ...

Steffi und Nelli werden -wie viele andere jüdische Kinder - außer Landes gebracht und finden Zuflucht in Schweden. Genauer gesagt auf einer schwedischen Insel. Schon zu Beginn des Buches wird diese Ungewissheit der Kinder spürbar. Der Schrecken, wie es ist, wegen einer Regierung, Verfolgung oder Krieg die Heimat zu verlassen, alleine ohne die Eltern in ein Land zu kommen und mit einer Sprache konfrontiert zu werden, die sie nicht sprechen ist greifbar. Besonders Nelli, die Jüngere der beiden Schwestern, scheint all das nicht ganz zu verstehen. Doch im Laufe des Buches wird klar, dass sie sich viel besser anpassen und mit der neuen Situation ihren Frieden schließen kann, als Steffi.

Wichtige Themen, die auch heute noch viele Flüchtlinge immer wieder betreffen, werden angesprochen. Fremdenfeindlichkeit, Missverständnisse, Sprachbarrieren und und und. Deswegen ist es meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Buch, dass in die Schullektüre aufgenommen werden sollte. Zum einen, weil man die Zeit damals niemals vergessen sollte, zum anderen, weil es immer noch aktuelle Themen sind.

Sprachlich hätte das Buch in der Neuauflage etwas angepasst werden können. Selbst für das Zielgruppenlesealter könnte man besonders die Inquits nach den Dialogen etwas auflockern und moderner verfassen. Es mag auch an der Übersetzung liegen oder eben an der Zeit der Erstauflage, den es las sich für mich ein wenig hölzern, obwohl es bewegende Themen sind. Deswegen ein Punkt abzug - aber ganz klare Leseempfehlung und die Hoffnung, dass es viele Schüler lesen werden.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Wo die Pinguine leben

The Penguin Paradox
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Emerie ist Veterinärmedizinerin und beobachtet für ihre Dissertation das Paarverhalten von Adeliepinguinen. Die Beobachtungsgruppe befindet sich auf den Ross Inseln, wo ihr Forschungsinstitut eine Polarstation ...

Emerie ist Veterinärmedizinerin und beobachtet für ihre Dissertation das Paarverhalten von Adeliepinguinen. Die Beobachtungsgruppe befindet sich auf den Ross Inseln, wo ihr Forschungsinstitut eine Polarstation hat, zu der regelmäßig Mitarbeitende geschickt werden. Durch einen Unfall einer Person der Forschungsgruppe, erhält Emerie unverhofft die Chance, ebenfalls zu dieser Station reisen zu können und ihre bisherigen Beobachtungen aus der Distanz und nur aufgrund von Daten nun aus nächster Nähe festhalten zu können. Doch bei der ganzen Sache gibt es einen Haken. Beckett, den sie einfach nicht ausstehen kann, wird ebenfalls dort sein. Und auf einer solchen Polarstation ist es schwer, sich aus dem Weg zu gehen.

Am Anfang hatte ich mit Emerie meine Probleme, konnte sie als Figur nicht ganz greifen, das hat sich aber zum Glück aufgelöst. Wobei ich mich frage, ob sie bewusst so geschrieben wurde, dass man sie als Person auf dem autistischen Spektrum interpretieren könnte, ich glaube aber, es wirkt nur so aufgrund ihrer Verletzungen aus früheren Beziehungen, die sie mit sich herumträgt. Beckett hingegen ist ein von seinem ersten Kapitel an sympathischer Charakter, der durch Emeries Augen völlig missverstanden wird.

Das Buch wird auch besonders lebendig durch die toll gezeichneten Nebenfiguren, wobei ich mir zu dem ein oder anderen gerne noch mehr Handlungen und Informationen gewünscht hätte. Was aber nur daran liegt, eben weil ich sie so gerne mochte.

Besonders toll ist dass heiß und kalt Spiel zwischen Emerie und Beckett beschrieben und wie sich durch die Zwangsnähe über die Station auch so wunderbare emotionale Nähe aufbaut.

Das Setting ist einfach ein Traum, man spürt die Kälte regelrecht beim Lesen und erfreut sich an den Pinguinen. Das ist auch das herausragende an dem Buch, denn bisher habe ich noch kein anderes mit dem Thema und dem Setting gelesen. Auch die Vergleiche zwischen der Bindungsfähigkeit von Menschen und Pinguinen lockert die Szenen auf.

Auf jeden Fall eine schöne Winterlektüre für alle, die sich mit dem Bindungsverhalten von Pinguinen und Menschen beschäftigen möchten, verpackt in eine lockere RomCom.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Sportsromance

This could be forever
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Vorweg: Ich habe die vorherigen Bände nicht gelesen, was aber kein Problem ist. Man kann dem Buch sofort folgen und braucht nicht das Wissen der Vorgängerbände. Auch wenn einige Figuren aus den vorherigen ...

Vorweg: Ich habe die vorherigen Bände nicht gelesen, was aber kein Problem ist. Man kann dem Buch sofort folgen und braucht nicht das Wissen der Vorgängerbände. Auch wenn einige Figuren aus den vorherigen wieder auftauchen und einige Dinge genannt werden, von denen ich aufgrund der Klappentexte weiß, dass es zu den anderen Bänden gehören muss.

Millie ist Regisseurin und fällt aus allen Wolken, als sie für eine Dokumentation angefragt wird. Ausgerechnet in ihrem Heimatort auf Hawaii und noch viel schlimmer ist der Inhalt der Doku. Denn es geht um ihren Ex Griffin. Doch der Auftrag ist für Netflix und somit eine riesen Chance, die sie sich nicht entgehen lassen darf. Auch nicht, wenn es ums BigWaveSurfen geht, einem Sport, dem sie nicht sonderlich zugewandt ist. Denn durch einen Unfall auf dem Meer ist ihr Bruder umgekommen und ausgerechnet während seiner Beerdigung hält Griffin es für wichtiger, der nächsten Welle hinterherzujagen, statt bei dem Abschied seines besten Freundes für Millie da zu sein.

Sie nimmt den Job an, reißt zurück in die Heimat und wird dort natürlich von dem Emotionen eingeholt. Was auch am Set auffällt. Trotz aller Professionalität, die sie und Griffin an den Tag legen.

Eine wundervolle second chance Geschichte mit Charakterentwicklung. Einzig das Verhalten des Produzenten Millie gegenüber, als der sie und Griffin "erwischt" hat mich enorm gestört. Und ich bin ein Fan von Sport aus erster Hand in Sportsromance, erlebe die Sportart gerne dabei durch die Augen der Protagonisten. Das ist hier natürlich nicht möglich, weil wir Millies Perspektive verfolgen, die selbst keinen Sport ausübt. Dennoch fand ich den Blick der Angehörigen auf eine solch gefährliche Sportart interessant.

Das Hawaii Setting hätte für mich ruhig noch etwas mehr herausgearbeitet werden dürfen und ich fand es schade, dass eine Figur vom Anfang nur eine Gastauftritt im Flugzeug hat und am Ende nur noch erwähnt wird.

Insgesamt aber eine klare Leseempfehlung und ich werde mir die Vorgängerbände auf jeden Fall auch anschauen.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Vampirromance

Darkthorn Archives 1: Bite the Bride
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Dies ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und es wird nicht das letzte sein. Denn der Schreibstil hat mir extrem gut gefallen.

Es geht um eine menschliche Studentin an einer Universität ...

Dies ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und es wird nicht das letzte sein. Denn der Schreibstil hat mir extrem gut gefallen.

Es geht um eine menschliche Studentin an einer Universität für paranormale Wesen. Eine der wenigen, wie wir immer wieder während des Buches erfahren. Die Universität hat zwar die Tore für Menschen und nun auch für menschliche Frauen geöffnet, aber vollkommen akzeptiert und integriert werden sie nicht. Genau damit hat Kathrine besonders bei einem Vampir zu kämpfen, denn Ethan gibt ihr nicht alle Bücher, die sie eigentlich für ihr Studium braucht. Doch das ist nicht ihr einziges Problem, sie möchte einer früheren Freundin helfen und dafür braucht sie etwas ganz besonderes und verschlossenes. Bei ihrem Versuch, an ein Werk heranzukommen, setzt sie jedoch etwas frei, was von ihr Besitz ergreift. Ethan sieht nur einen Ausweg ihr Leben zu schützen und beißt sie. Doch damit fangen ihre Probleme erst an. Schließlich ist es vampiren verboten von Menschen zu trinken. Schnell ergreift die Vampirkönigin einen kleinen Auswegsstrohhalm und verheiratet die beiden.


Ich mochte das Setting total gerne. Die Universität die 20er, richtig toll. Aber ich habe auch meinen Kritikpunkt, denn ich mag es einfach nicht, wenn über so lange Strecke Misskommunikation zwischen den Figuren herrscht. Die Nebenfiguren werden angedeutet, aber bis auf Diana erfahren wir nicht so viel über sie. Zudem war mir das Ende dann zu kitschig seicht. Allerdings wurde da clever angedeutet, um wen es im nächsten Teil gehen könnte.

Alles in allem habe ich die Geschichte gerne verfolgt, es gab spannende Elemente, neuartige Ideen aber auch viele Anspielungen auf andere Vampirgeschichten und sogar auf Harry Potter.

Die beiden Stimmen passten perfekt zu den Figuren und die Sprechenden haben ihren Job toll gemacht.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

20er Jahre Vampirromance

Bite the Bride (Darkthorn Archives 1)
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Dies ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und es wird nicht das letzte sein. Denn der Schreibstil hat mir extrem gut gefallen.

Es geht um eine menschliche Studentin an einer Universität ...

Dies ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe und es wird nicht das letzte sein. Denn der Schreibstil hat mir extrem gut gefallen.

Es geht um eine menschliche Studentin an einer Universität für paranormale Wesen. Eine der wenigen, wie wir immer wieder während des Buches erfahren. Die Universität hat zwar die Tore für Menschen und nun auch für menschliche Frauen geöffnet, aber vollkommen akzeptiert und integriert werden sie nicht. Genau damit hat Kathrine besonders bei einem Vampir zu kämpfen, denn Ethan gibt ihr nicht alle Bücher, die sie eigentlich für ihr Studium braucht. Doch das ist nicht ihr einziges Problem, sie möchte einer früheren Freundin helfen und dafür braucht sie etwas ganz besonderes und verschlossenes. Bei ihrem Versuch, an ein Werk heranzukommen, setzt sie jedoch etwas frei, was von ihr Besitz ergreift. Ethan sieht nur einen Ausweg ihr Leben zu schützen und beißt sie. Doch damit fangen ihre Probleme erst an. Schließlich ist es vampiren verboten von Menschen zu trinken. Schnell ergreift die Vampirkönigin einen kleinen Auswegsstrohhalm und verheiratet die beiden.


Ich mochte das Setting total gerne. Die Universität die 20er, richtig toll. Aber ich habe auch meinen Kritikpunkt, denn ich mag es einfach nicht, wenn über so lange Strecke Misskommunikation zwischen den Figuren herrscht. Die Nebenfiguren werden angedeutet, aber bis auf Diana erfahren wir nicht so viel über sie. Zudem war mir das Ende dann zu kitschig seicht. Allerdings wurde da clever angedeutet, um wen es im nächsten Teil gehen könnte.

Alles in allem habe ich die Geschichte gerne verfolgt, es gab spannende Elemente, neuartige Ideen aber auch viele Anspielungen auf andere Vampirgeschichten und sogar auf Harry Potter.

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