Cover-Bild Eden
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Insel Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 251
  • Ersterscheinung: 28.10.2025
  • ISBN: 9783458645436
Auður Ava Ólafsdóttir

Eden

Roman | Sie will dem Alltag in Reykjavík entkommen und findet einen Zufluchtsort in der rauen isländischen Natur
Tina Flecken (Übersetzer)

Das berührende Porträt einer verschlossenen Sprachwissenschaftlerin aus Reykjavík, die ihre akademische Laufbahn an den Nagel hängt und aufs Land zieht. Von der Dorfgemeinschaft aus der Reserve gelockt, beginnt sie ein neues, ein ganz anderes Leben.

Alba ist Dozentin an der Universität von Reykjavík, als Expertin für aussterbende Sprachen fliegt sie von einer Konferenz zur nächsten. Wie viele Bäume muss ich pflanzen, fragt sie sich, um meinen CO2-Fußabdruck zu kompensieren? Wenig später erwirbt sie außerhalb von Reykjavík ein altes Haus mit einem Stück Land. Ihr Leben in der Hauptstadt interessiert sie immer weniger, es ist Zeit, sich neu zu erfinden. Immer mehr fügt sie sich in die Dorfgemeinschaft ein. Es ist, als hätte man dort nur auf sie gewartet. Chor und Theaterverein suchen neue Mitglieder und die im Dorf ansässigen Flüchtlinge brauchen eine Sprachlehrerin. Eine mütterliche Beziehung entsteht zu dem 16-jährigen Waisen Danyel, mit dessen Hilfe sie an ihrem Garten Eden baut - ihrem Zufluchtsort in einer immer chaotischer werdenden Welt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2025

Die Welt von oben sehen

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Audur Ava Ólafsdóttir. Ich beginne mit dem Namen der Autorin, damit ich ihn nicht vergesse, denn ich möchte unbedingt mehr von ihr lesen.
Island kenne ich aus Erzählungen und Büchern. Für mich ist es ein ...

Audur Ava Ólafsdóttir. Ich beginne mit dem Namen der Autorin, damit ich ihn nicht vergesse, denn ich möchte unbedingt mehr von ihr lesen.
Island kenne ich aus Erzählungen und Büchern. Für mich ist es ein faszinierendes Land, rau und weit, still und herzlich. Diese Eindrücke vertiefen sich durch die Protagonistin Alba, eine Sprachwissenschaftlerin, die ihr Leben in Reykjavik hinter sich lässt, um auf einem eigenen Stück Land in einem kleinen Dorf außerhalb der Stadt zu leben.
Die Menschen, deren Neugier für mich eher Mitmenschlichkeit bedeutet, kennen den Sinn von Integration. Mir gefällt die Ruhe, die über allem liegt. Vorsichtig versuchen die Dorfbewohner, Alba in ihre Gemeinschaft einzubeziehen. Dadurch sollen auch Flüchtlnge die Chance bekommen, die Sprache zu erlernen. Besonders die Beziehung zwischen Alba und dem Waisenjungen Danyel ist von Warmherzigkeit geprägt.
Mir gefällt dieses Buch, das ich nicht in einem Rutsch weglesen kann, sondern dem ich viel Zeit widme. Auf der einen Seite ist es Albas vielleicht berufsbedingte Art, sich immer wieder Gedanken zu machen über einzelne Wörter, das mag ich. Doch auch ihre Liebe zur Natur und ihre Überlegungen zu Menschen, Tieren, Pflanzen in einer Welt ohne Grenzen lassen mich träumen von einer friedlichen Welt. Wunderschön wird die Welt – von oben gesehen – beschrieben. Meine volle Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Still zwischen den Worten

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Die Sprachwissenschaftlerin Alba ist spezialisiert auf die vom aussterben bedrohten Sprachen und beschließt nach eine Kongress, etwas für ihren klimatischen Fußabdruck zu tun. Denn die vielen Reisen für ...

Die Sprachwissenschaftlerin Alba ist spezialisiert auf die vom aussterben bedrohten Sprachen und beschließt nach eine Kongress, etwas für ihren klimatischen Fußabdruck zu tun. Denn die vielen Reisen für die Sprachen machen etwas mit ihr. Und so kauft sie ein Haus fernab von der Hauptstadt.
Der Charme von Islands Bevölkerung kommt genau zum Tragen, wie Alba in dem Dorf in der Nähe ihres Hauses unfreiwillig integriert wird und wie sie trotz ihrer gewählten Isolation mehr und mehr aufblüht. Zwischen den Zeilen und den Überlegungen zu Wortbedeutungen steckt aber noch so viel mehr. Oft auch im ungesagten und zwischen den Kapiteln. So werden manche Entwicklungen übersprungen und dann Tatsachen präsentiert. Oder aber man erfährt nur durch Nebensätze und Notizen, Randbemerkungen und Widmungen innerhalb von Büchern mehr über ihre Vergangenheit, die ganz sicher ebenfalls Anteil an ihrer Entscheidung, die Stadt zu verlassen, hatte. Ein Klever geschriebenes, still daherkommendes Buch mit Bedeutungen zwischen den Worten. Auch wenn mir manche Deklinationen etwas zu viel waren und Alba selbst auch von ihrer Innenwelt nur wenig preisgeben will und stattdessen lieber lange über Bäume (echte Stämme) und Wortstämme (die aber Kommunikation ermöglichen) nachdenkt, mochte ich die ruhige Erzählweise sehr.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Ein besonderes Buch

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Ein Stück Land, eine renovationsbedürftige Hütte, ein Flüchtlingsjunge, die Sprachwissenschaftlerin Alba und die Liebe zur Linguistik, der isländischen Sprache und Island.

Warum genau Alba das Leben in ...

Ein Stück Land, eine renovationsbedürftige Hütte, ein Flüchtlingsjunge, die Sprachwissenschaftlerin Alba und die Liebe zur Linguistik, der isländischen Sprache und Island.

Warum genau Alba das Leben in Reykiavik hinter sich lässt, aufs Land zieht und dort vorhat, mehr oder weniger Selbstversorgerin zu werden, wird im Buch nicht deutlich beantwortet. Ist es wegen ihrer Affäre zu einem jungen Lyriker? Ist es um ihren klimatischen Fußabdruck zu verringern? Oder ist Alba einfach an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, in welchem sie noch einmal eine andere Richtung in ihrem Leben einschlagen will? Das naturnahe, etwas abgeschiedene Leben in einer Dorfgemeinschaft in welcher getratscht wird, wo jeder und jede über jeden und jede Bescheid zu wissen glaubt, sagt Alba zu. Danyel, der wissbegierige Flüchtlingsjunge, der trotz des isländischen Wetters nicht mehr von der Insel wegziehen will, erobert sich in kurzer Zeit einen Platz in Albas Leben. Alba arbeitet freiberuflich weiterhin als Korrekturleserin, unterrichtet Flüchtlinge in der isländischen Sprache, will ihr Stück Land aufforsten und beginnt Gemüse anzubauen (was im rauen isländischen Klima nicht einfach ist). Es scheint, Alba ist mit ihrem genügsamen, bescheidenen Leben glücklich und bei sich angekommen.

An den gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, der in kurzen Kapiteln gehalten wird und bruchstückhaft aus Albas Leben erzählt, musste ich mich erst gewöhnen. Er verkörpert für mich jedoch perfekt die raue, karge Landschaft Islands und auch die Mentalität der Isländer. Rau. Stark. Freundlich. Hilfsbereit. Das Buch ist eine Liebeserklärung an die isländische Sprache, an aussterbende Sprachen und an die Linguistik. Ausgewählte sprachliche Anekdoten bereichern dieses Buch. So habe ich gelernt, dass es im Isländischen keinen Z gibt, dass es in China eine Sprache gab, die nur Frauen verstanden und dass heimili im Isländischen für Zuhause steht. Schön oder? Das Buch lädt auch ein, sich über unser oft hektisches Leben, einen Alltag voller Termine Gedanken zu machen und ist nicht zuletzt eine Hommage an die Natur Islands. Ein Buch, das in mir noch eine Zeit lang nachhallen wird.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Eden

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'Eden' von der isländischen Autorin Auður Ava Ólafsdóttir ist ein sehr stilles Buch, das mich dennoch, oder auch gerade deswegen begeistern konnte. Erzählt wird die Handlung von Protagonistin Alba, die ...

'Eden' von der isländischen Autorin Auður Ava Ólafsdóttir ist ein sehr stilles Buch, das mich dennoch, oder auch gerade deswegen begeistern konnte. Erzählt wird die Handlung von Protagonistin Alba, die Wörter und Wortbedeutungen, wie -herkünfte begeisternd findet und sich entsprechend viel damit beschäftigt. Dieses Motiv zieht sich durch das gesamte Buch und es wird klar: nicht nur die Worte, auch die Abweseneheit von ihnen ist bedeutsam. Damit geht einher, dass dieses Buch nicht gemütlich an einem Nachmittag weggelesen werden kann, sondern viel Aufmerksamkeit braucht, um in seiner Gänze gut verstanden zu werden. Möglicherweise werde ich es auch noch einmal lesen, damit ich ggf. auch noch mit anderen Blickwinkeln oder Aufmerksamkeiten auf die Handlung schauen kann. Die Übersetzung ist von Tina Flecken, und meiner Auffassung nach sehr gut gelungen.
Die Handlung spricht mehrere Themen an, größere wie kleinere, mit unterschiedlicher politischer Brisanz. Der Umgang mit der Flüchtlings-Thematik fand ich im Großen sehr unaufgeregt und wunderbar gelungen, wenn es auch eine Szene (Stichworte Lektorat, Gedichte) gab, die mich sehr empört hat. Vielleicht ist das aber auch genauso gewollt.
Insgesamt habe ich Alba sehr gern verfolgt, sie ist eine relativ unzuverlässige Erzählerin, vor allem zum Anfang des Buches, je weiter die handlung fortschreitet, desto mehr ändert sich Alba. Eine tolle Charakterentwicklung. Das Buch hat mir gut gefallen, es ist vor allem für alle, die Worte und Bedeutung dieser mögen, gut geeignet und wird sicherlich Freude bringen.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Ruhiger und ungewöhnlicher Roman

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In Eden begleiten wir Alba, eine isländische Dozentin an der Uni Reykyavik für Sprachwissenschaften. Sie beschließt, ein Haus mit einem Gartengrundstück zu kaufen und Bäume zu pflanzen.

Die kleine Dorfgemeinschaft ...

In Eden begleiten wir Alba, eine isländische Dozentin an der Uni Reykyavik für Sprachwissenschaften. Sie beschließt, ein Haus mit einem Gartengrundstück zu kaufen und Bäume zu pflanzen.

Die kleine Dorfgemeinschaft nimmt sie schnell auf. Sie bringt sich in der Gemeinde ein und hilft vor allem den Flüchtlingen, die im Dorf untergekommen sind.

Der Stil des Romans ist sehr speziell. Keine der Figuren spricht über ihre Gefühle oder lebt diese aus. Die Geschichte entspinnt sich teilweise etwas zusammenhanglos, als würde man Albas Gedanken lesen (und wer denkt schon wirklich mit einem roten Faden?!).

Mir hat der Stil sehr gut gefallen, er ist wirklich besonders und ich habe noch nie ein Buch wie dieses gelesen. Ab und zu war es mir ein bisschen viel mit der Betonung auf die Wortfamilien oder der Herkunft / Abstammung einzelner Wörter, die streckenweise sogar auf isländisch dekliniert oder konjugiert abgedruckt wurden.

Alles in allem aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung für ein Buch, das sich wirklich von der Masse abhebt durch seinen sehr speziellen Stil!

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