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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2026

Vierzig Gefangene

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Das Setting dieses Buches ist wahrlich dystopisch und auch durch die Erzählperspektive ziemlich speziell: Die Erzählerin lebt ihr gesamtes Leben, an das sie sich erinnern kann auf einem Planten mit anderen ...

Das Setting dieses Buches ist wahrlich dystopisch und auch durch die Erzählperspektive ziemlich speziell: Die Erzählerin lebt ihr gesamtes Leben, an das sie sich erinnern kann auf einem Planten mit anderen Frauen, zunächst eingesperrt in einem Käfig. Die Geschichte wird rückblickend erzählt, die Erzählerin schaut auf ihr Leben zurück und berichtet von ihren Erlebnissen.
Die Story bleibt ruhig, die Handlung zieht sich gemächlich, ohne nennenswerte Spannungsspitzen. Das passt zum Gesamtbild, hatte für mich dadurch aber auch einige Längen und Wiederholungen.
Autorin Jacqueline Harpman schrieb dieses Buch bereits 1995 und unter dieser Gegebenheit sollte es auch gelesen werden: Es finden sich viele analytische und gesellschaftskritische Elemente. Es geht vor allem auch um eine Auseinandersetzung mit dem Sinn und Zweck der Gesellschaft, auf einer übergeordneten Ebene auch um den Sinn des Lebens und der Frage nach Freiheit. Hier stößt Harpman viele Fragen an und lässt den Großteil davon unbeantwortet.
Insgesamt ist "Ich, die ich Männer nicht kannte" ein sehr leiser und nachdenklicher Roman, der existenzielle Fragen in dystopischen Setting aufwirft.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

ohne Titel

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von Alena Schröder ist in der Hörbuchfassung von Julia Nachtmann gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch ...

"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von Alena Schröder ist in der Hörbuchfassung von Julia Nachtmann gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören, Betonungen kamen gut heraus und auch verschiedene Charaktere waren durch eine gute modulierte Stimmführung erkennbar. Vor allem der Einsatz von Dialekten wirkte authentisch und konnte die Charaktere dadurch noch einmal realer erscheinen lassen.
Die Bücher von Autorin Alena Schröder lese ich immer gern. Dieses Buch reiht sich in die vorangegangenen Bücher ›Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹ und ›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹ ein, weswegen es für einen großen Zusammenhang sinnvoll ist diese Bücher auch gelesen zu haben. Inhaltlich ist jedes Buch in sich jedoch eine geschlossene Geschichte und kann alleinstehend gelesen werden. In diesem Buch werden zwei Geschichten in unterschiedlichen Zeitebenen parallel erzählt. Der Wechsel zwischen den Protagonistinnen hat mir gut gefallen und auch die Zusammenführung beider Handlungsstränge ist auf einer übergeordneten Ebene gut gelungen.
Gefallen haben mir ebenso Sprache und Schreibstil. Die Darstellung zweier unterschiedlicher und doch Gemeinsamkeiten habender Charaktere ist hervorragend gelungen - ebenso die Entwicklung beider. Für mich waren beide Erzählstränge gleichermaßen fesselnd. Schröder schafft es in einer ruhigen Atmosphäre dicht und zu erzählen und Emotionen zart herauszuarbeiten.
"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" kann ich, genauso wie die zwei zugehörigen Bücher, nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Therapie und Übertragung

Happiness Forever
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"Happiness Forever" ist ein Roman von Adelaide Faith. Am Klappentext hat mich der Humor interessiert, auch die Grundstory über die Obsession mit der Therapeutin klang sehr interessant. Übersetzt wurde ...

"Happiness Forever" ist ein Roman von Adelaide Faith. Am Klappentext hat mich der Humor interessiert, auch die Grundstory über die Obsession mit der Therapeutin klang sehr interessant. Übersetzt wurde das Buch durch Henriette Zeltner-Shane.
Vorneweg muss ich sagen, dass ich den Humor, den der Klappentext einbringt im restlichen Buch weniger ausgeprägt erlebt habe. Das fand ich etwas schade. Dennoch war der Stil angenehm zu lesen. Die Story dreht sich um die Obsession von Protagonistin Sylvie mit ihrer Therapeutin. Von Beginn an scheint dieses Ungleichgewicht merkwürdig an. Sylvie selbst ist eine Person, die nicht gut in ihrem Leben angekommen ist. Durch viele skizzierte Therapiesitzungen werden vergangene, missbräuchliche Erfahrungen beschrieben. Spannend fand ich, dass die Obsession der Therapeutin kommuniziert wird, diese das sehr entspannt nimmt und mit Übertragung argumentiert, Durch diese Einordnung entstand für mich keine sonderliche Dynamik in dieser Beziehung, Sylvies Empfindungen liefen in luftleeren Raum. Interessanter fand ich dafür die Entwicklung der Freundschaft zu Chloe, wenngleich viele vage Stellen in den Beschreibungen zu finden sind.
Insgesamt hat mich dieses Buch eher verwundert als begeistert. Die eigenliche Handlung kann dem Teaser des Klappentextes nicht ganz gerecht werden. Dennoch ist die ruhige und durchaus besonnene Handlung gut zu verfolgen - ich hätte mir mehr Charakterentwicklung gewünscht, denn Weiterentwicklung sieht man bei Sylvie eher nicht.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

The Ordeals

The Ordeals
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"The Ordeals" von Rachel Greenlaw ist in der Hörbuchfassung von Sarah Dorsel gesprochen. Es handelt sich hier um den ersten Band der Killmarth Academy- Reihe. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren ...

"The Ordeals" von Rachel Greenlaw ist in der Hörbuchfassung von Sarah Dorsel gesprochen. Es handelt sich hier um den ersten Band der Killmarth Academy- Reihe. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören, Betonungen kamen gut heraus und auch verschiedene Charaktere waren durch eine gute modulierte Stimmführung erkennbar.
"The Ordeals" hat mich schon beim Lesen des Klappentextes neugierig gemacht. Das Setting einer Elite-Akademie für Magiebegabte und vor allem auch die magische Welt an sich gefällt mir gut. Ich bin also mit relativ hohen Erwartungen in das Buch gestartet und meine Erwartungen konnten voll und ganz erfüllt werden.
Sophia ist mir von Beginn an eine sympathische Protagonistin gewesen, die ich gern begleitet habe. Sie ist für mich ein gutes Beispiel für einen Strong-Female-Character. Sie hat sich über die Handlung hinweg gut und adäquat entwickelt, ist ihren Prinzipien dabei treu geblieben und konnte für sich einstehen. Die Beziehung zu ihrem Onkel, der sie jahrelang gequält hat und ihr vieles verheimlichte ist eher ambivalent, kann zum Schluss einigermaßen aufgearbeitet werden, bleibt aber eine klitzekleine inhaltlich Schwäche in der Story - ebenso wie Ereignisse um die leiblichen Eltern.
Die Beziehung zu Botaniker Alden Locke hat mich hingegen voll und ganz abholen können: Die romantischen Elemente waren passig in die Handlung eingebaut, die Beziehung beruht auf Augenhöhe und vor allem können beide miteinander kommunizieren.
Die grundständige Handlung habe ich gern verfolgt, sie war spannend, nur selten vorhersehbar und hatte mit dem konstruierten Magiesystem einige Elemente, die mich überraschen konnten. Ich habe das Hörbuch daher binnen eines Tages durchgehört und freue mich auf den zweiten Band der Killmarth Academy- Reihe!

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Her First Hunt

Royal Clair Club 1: Her First Hunt
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Dieses Buch hat mich sehr zwiegespalten zurückgelassen... Tatsächlich war ich hauptsächlich schön froh, dass ich das Buch beendet hatte - vor allem der Schreibstil und die derbe, eher schon ordinäre, Sprache, ...

Dieses Buch hat mich sehr zwiegespalten zurückgelassen... Tatsächlich war ich hauptsächlich schön froh, dass ich das Buch beendet hatte - vor allem der Schreibstil und die derbe, eher schon ordinäre, Sprache, die für mich oft nicht zur Situation oder dem Setting gepasst hat, hat mir eine schwere Zeit mit dem Buch beschafft. Das ist vermutlich auch der Hauptkritikpunkt, den ich an diesem Buch habe, denn die grundsätzliche Story fand ich spannend, auch der Einbezug der übernatürlichen Wesen hat mir gefallen. Das Setting ist ebenfalls gut gewählt und gibt viel Raum für Dunkles und Geheimnisvolles.

Das Buch ist mit etwa 700 Seiten eher umfangreich und auch inhaltlich passiert viel. Protagonistin Inez ist ein starker Charakter, sie kämpft vor allem auch mit ihren ambivalenten Gefühlen gegenüber Antagonist Calix. Die Spannung zwischen den beiden ist gut dargestellt, passig zu DR düster und von sehr viel Gewalt geprägt. Die Anziehung zwischen den Beiden und auch die Entwicklung der Beziehung konnte ich nicht nachvollziehen und neben äußerlicher Anziehung und Spice wurden auch nur wenige weitere Details geschildert, tiefergehende Gespräche gibt es nicht, dennoch kommen beide nicht voneinander los. Die Spice-Szenen sind durchaus passig zum Genre, ich gebe zu, ich habe allerdings einige überblättert, da repetitiv...

Inhaltlich hätte mir zum Ende des Buches dann doch etwas mehr Auflösung der Grundstory gewünscht. Ich habe das Gefühl, dass ich nach 700 Seiten nicht wirklich viel schlauer bin und es sind mir persönlich noch zu viele Fragen offen, denn es wurden viele Schauplätze geöffnet um die grundständige Frage um die Geschehnisse anm College und den Spielen zu lüften. Grundlegende Kernelemente wurden dann leider nicht aufgeklärt, Hinweise wurden erhalten aber nicht angesehen, vieles wurde angedeutet aber nicht weiter verfolgt... Das ist mir zu viel Cliffhanger zum zweiten Teil, denn dadurch wird der erste Teil inhaltlich etwas schwach.

Grundsätzlich bin ich vermutlich nicht die richtige Zielperson für das Buch. Mir haben Charakterentiwcklung und Nachvollziehbarkeit, darüber hinaus eine grundständige inhaltliche Entwicklung gefehlt. Aber vor allem hat mich die Sprache in keinster Weise abholen können, sie wirkte teils sogar ungöaubwürdig und unpassend.

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