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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2020

Es war einmal...

Es war einmal in Italien
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Dieses Buch war das erste des Autors, das ich auch wirklich gelesen habe und welches nicht auf dem SuB verstaubt. Nach dieser Lektüre werde ich die weiteren Bücher, die ich von ihm besitze aber definitiv ...

Dieses Buch war das erste des Autors, das ich auch wirklich gelesen habe und welches nicht auf dem SuB verstaubt. Nach dieser Lektüre werde ich die weiteren Bücher, die ich von ihm besitze aber definitiv hervorholen und lesen.
Die Story hat mir sehr gut gefallen, der Autor hat die historischen Hintergründe (wenn auch in einigen Aspeketen ein wenig zurechtgebogen) sehr angenehm mit einer spannenden und mitreißenden Handlung verwoben. Der Schreibstil und die Sprache waren sehr angenehm und haben mein Kopfkino gleich auf der ersten Seite ins Laufen bringen können.
Die Charaktere waren authentisch und facettenreich gestaltet, ich habe einige mehr in mein Herz geschlossen als andere, mitgefiebert habe ich jedoch mit allen. Die verschiedenen Handlungsstränge des Buches treffen im Laufe der Geschichte aufeinander und ergänzen sich auf perfekte Weise.
Dieses Buch konnte in mir viele Emotionen wecken, es klingt auch nach dem Lesen einige Zeit nach.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 27.10.2020

Im nächsten Leben...

Im nächsten Leben wird alles besser
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Klappentext:
Im beschaulichen Leben von Arnold Kahl bricht urplötzlich eine neue Zeitrechnung an: Über Nacht wird der 53-jährige ins Jahr 2045 katapultiert. Ist das ein Alptraum? Oder eine physikalische ...

Klappentext:
Im beschaulichen Leben von Arnold Kahl bricht urplötzlich eine neue Zeitrechnung an: Über Nacht wird der 53-jährige ins Jahr 2045 katapultiert. Ist das ein Alptraum? Oder eine physikalische Anomalie? Arnold weiß nur: Ab sofort ist er ein alter Sack, der die Welt nicht mehr versteht. Künstliche Intelligenz steuert sämtliche Lebensbereiche, humanoide Serviceroboter erledigen die Arbeit. Wer sich die reale Welt nicht mehr leisten kann, der zieht nach Times Beach, einem virtuellen Freizeitpark. Arnolds persönlicher Assistent heißt Gustav. Der charmante Uralt-Roboter hilft bei der Rekonstruktion von Arnolds Leben, das sich als ein Desaster entpuppt. Arnold hat es gründlich verbockt. Seine Ehe und Familie sind Geschichte, sein Leben ein Jammertal. Er wünschte, er könnte die letzten 25 Jahre zurückdrehen – aber wie?

Meinung:
Das Cover allein lässt wenig Rückschlüsse auf den Inhalt des Buches zu - der Klappentext macht jedoch neugierig. Ich habe mich auf ein überraschendes Buch gefreut, welches mich an einigen Stellen sicher zum Nachdenken anregen kann... und wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil des Autors ist sehr unterhaltsam und eingängig. Die Sprache gut verständlich und zu den Charakteren passend. Der Humor des Buches hat mich gut abeholt und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
Die Charakterdarstellungen und -entwicklungen haben mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn ich mir einige Charaktere facettenreicher gewünscht hätte.
Die Handlung ist kurzweilig und konnte mich gut mitnehmen.
Insgesamt eine humorvolle Lektüre, die mich hier und da auch nachdenklich gemacht hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2020

Das Erbe der Päpstin

Das Erbe der Päpstin
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"Das Erbe der Päpstin" ist eine freie Weitererzählung des Bestsellers "die Päpstin" von Donna W. Cross. Dieses Buch habe ich schon mehrfach und immer wieder gern gelesen, weswegen mich diese Weiterführung ...

"Das Erbe der Päpstin" ist eine freie Weitererzählung des Bestsellers "die Päpstin" von Donna W. Cross. Dieses Buch habe ich schon mehrfach und immer wieder gern gelesen, weswegen mich diese Weiterführung der Geschichte sehr interessiert hat. Klar ist, dass man die Inspiration für "Das Erbe der Päpstin" nicht mit dem hier vorliegenden Roman vergleichen kann - eine gelungene Anlehnung an die Story von Donna W. Cross hat Helga Glaesener aber allemal geschaffen.
Die Story ist historisch nicht immer korrekt, was die Autorin im Nachwort erklärt. Beim Lesen war dieser Faktor für mich jedoch nicht sehr von Belang - ich habe nicht den Anspruch an historische Romane zu 100% korrekt zu sein, was den zeitlichen Ablauf und handelnde Charaktere angeht. Eine Einordnung zum Ende des Buches war jedoch angenehm und angebracht.
Die Handlung des Buches war für mich spannend und nicht immer vorhersehbar. Leider häufen sich gerade in der zweiten Hälfte des Buches viele Zufälle und "unvorhersehbare" Wendungen, so dass die Handlung zu Weilen zu unrealistisch schien. Das hat meiner Lesefreude einen kleinen Dämpfer verpasst.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und bildhaft, ich konnte mir die Szenen gut vor meinem inneren Auge vorstellen. Die Sprache ist jedoch moderner, als es der geschichtliche Kontext erlaubt - hilft aber dem Lesefluss. Als LeserIn erfährt man viel über die Gedanken und Pläne der Charaktere. Meist wird die Handlung aus Freyas Sicht erzählt, in einigen Kapiteln ändern sich jedoch die Perspektiven, was nicht immer ganz deutlich wird und mich auf den ersten Seiten immer stark verwirrt hat.
Die Charaktere sind insgesamt realistisch aber wenig facettenreich gestaltet. Einzing Freya als Protagonistin scheint mehrere Facetten zu haben und vielschichtig gestaltet zu sein. Nebencharaktere sind hingegen eher in einem Extrem dargestellt und somit monoton. Insgesamt konnte ich mir aber zu allen Charakteren ein gutes Bild machen, auch wenn es ein recht einfarbiges war.
Insgesamt habe ich dieses Buch sehr zügig und mit großem Interesse gelesen. Der angenehme Schreibstil und eine mitreißende Protagonistin laden zum Eintauchen in die Welt des 9. Jahrhunderts ein. Es gibt jedoch einige unwahrscheinliche und übertriebene Wendungen, die vor allem den zweiten Teil des Buches überzogen wirken lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2020

Kalmann

Kalmann
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Kalmann, der Sheriff von Raufarhöfn, ist ein ganz eigener und beinahe schon abstrakter Protagonist. Die Story wird in der Ich-Perspektive erzählt, als LeserIn muss man sich also auf die Gedankengänge und ...

Kalmann, der Sheriff von Raufarhöfn, ist ein ganz eigener und beinahe schon abstrakter Protagonist. Die Story wird in der Ich-Perspektive erzählt, als LeserIn muss man sich also auf die Gedankengänge und Empfindungen von Kalmann einlassen - was mir zunächst nicht ganz einfach gelang. Mit den Kapiteln habe ich mich jedoch sehr gut an Kalmann gewöhnt und habe seine Perspektive sehr zu schätzen gewusst.
Die Sprache ist ein wenig seltsam - nicht nur, die in meinem Kopf schwer aussprechbaren isländischen Ortschaften, auch der Ausdruck scheint ab und an nicht ganz rund. Dies passt aber hervorragend zum Protagonisten und seiner intellektuellen Entwicklungsverzögerung. Der Schreibstil ist insgesamt sehr flüssig und passt gut zum Setting der Story.
Diese ist nur mäßig spannend, aber dennoch interessant. Kalmann scheint zunächst reinzufällig in einen Vermisstenfall verwickelt - die Ermittlungen nehmen ihren Lauf, Kalmanns Sicht darauf ist eher beobachtend, auch wenn er mittendrin scheint. Spannend für mich als Leserin auf jeden Fall, denn ich wusste nie mehr als Kalmann zu jenem Zeitpunkt auch. Der Fokus des Lesenden wird voll und ganz von Kalmanns Perspektive gelenkt, so dass Nebenschauplätze in diesem Buch eher keine Rolle spielen.
Die Handlung war für mich vor allem im letzten Viertel des Buches spannend, bis dahin etwas zäh. Dennoch habe ich die Lektüre sehr genossen, was alleinig der besonderen Perspektive zuzuschreiben ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2020

Die Brüder Opgard

Ihr Königreich
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Nachdem ist die Bücher um Harry Hole früher geradezu verschlungen habe, war mir klar, dass ich auch dieses Buch des Autors lesen muss. Ich habe mir dabei einen ähnlichen Stil vorgestellt. Jedoch weit gefehlt ...

Nachdem ist die Bücher um Harry Hole früher geradezu verschlungen habe, war mir klar, dass ich auch dieses Buch des Autors lesen muss. Ich habe mir dabei einen ähnlichen Stil vorgestellt. Jedoch weit gefehlt - dieser Krimi ist vom Storytelling her entzerrter und nimmt das Tempo aus der Erzählung. Erst zum Ende verdichten sich die Geschehnisse und die Dinge passieren Schlag auf Schlag. Es ist alles düster und unterschwellig bedrohlich und vor allem: spannend. Auch wenn phasenweise nicht viel passiert ist, ist die Stimmung durchgehend geladen.

Die Opgard-Brüder sind spannende und vielschichte Charaktere, von denen ich auch nach Beendigung des Buches nicht sagen kann, ob ich sie vollständig durchschaut habe. Dieser Krimi ist zugleich ein Familiendrama, vergangenes Erlebtes bestimmt unausweichlich die Handlungen von Roy und Carl. Die Handlung springt dabei immer wieder zwischen früher und heute hin und her, das hat mich zunächst ein wenig verwirrt, da die zeitlichen Sprünge nirgends markiert sind.

Die Charakterdarstellung ist dem Autor sehr gut gelungen, selten habe ich so vielschichtige und undurchschaubare Charaktere erlebebt wie in "Ihr Königkreich". Auch die Nebencharaktere sind anschaulich und gleichsam düster dargestellt - ich konnte mir von allen ein gutes und detailliertes inneres Bild machen. Weiterentwicklungen oder Wendungen konnte ich zumeist nicht in Gänze vorahnen.

Insgesamt konnte mich dieses Buch vollständig fesseln. Dabei habe ich vor allem das reduzierte Tempo in der Erzählung genossen, Erzählerisch ist dieses Buch für mich sehr gut gelungen. Die rasanten Ereignisse im letzten Teil des Buches waren für mich jedoch ein wenig zu dramatisch und beinahe übertrieben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere