Vierzig Gefangene
Ich, die ich Männer nicht kannteDas Setting dieses Buches ist wahrlich dystopisch und auch durch die Erzählperspektive ziemlich speziell: Die Erzählerin lebt ihr gesamtes Leben, an das sie sich erinnern kann auf einem Planten mit anderen ...
Das Setting dieses Buches ist wahrlich dystopisch und auch durch die Erzählperspektive ziemlich speziell: Die Erzählerin lebt ihr gesamtes Leben, an das sie sich erinnern kann auf einem Planten mit anderen Frauen, zunächst eingesperrt in einem Käfig. Die Geschichte wird rückblickend erzählt, die Erzählerin schaut auf ihr Leben zurück und berichtet von ihren Erlebnissen.
Die Story bleibt ruhig, die Handlung zieht sich gemächlich, ohne nennenswerte Spannungsspitzen. Das passt zum Gesamtbild, hatte für mich dadurch aber auch einige Längen und Wiederholungen.
Autorin Jacqueline Harpman schrieb dieses Buch bereits 1995 und unter dieser Gegebenheit sollte es auch gelesen werden: Es finden sich viele analytische und gesellschaftskritische Elemente. Es geht vor allem auch um eine Auseinandersetzung mit dem Sinn und Zweck der Gesellschaft, auf einer übergeordneten Ebene auch um den Sinn des Lebens und der Frage nach Freiheit. Hier stößt Harpman viele Fragen an und lässt den Großteil davon unbeantwortet.
Insgesamt ist "Ich, die ich Männer nicht kannte" ein sehr leiser und nachdenklicher Roman, der existenzielle Fragen in dystopischen Setting aufwirft.