Was tun, wenn einem niemand glaubt?
Ein dunkler AbgrundTess ist Mutter einer dreijährigen Tochter, Poppy. Von deren Vater Jason hat sie sich vor einem Jahr einvernehmlich - so glaubte sie zumindest bisher - getrennt. Nach einem Wochenende bei ihrem Vater und ...
Tess ist Mutter einer dreijährigen Tochter, Poppy. Von deren Vater Jason hat sie sich vor einem Jahr einvernehmlich - so glaubte sie zumindest bisher - getrennt. Nach einem Wochenende bei ihrem Vater und dessen neuer Frau (Emily) kommt Poppy jedoch irgendwie verändert zurück. Und dann findet Tess zwischen ihren Sachen auch noch eine Zeichnung einer Frau, die von einem Turm fällt. Ihr ist sofort klar, dass Poppy etwas Schreckliches mitbekommen hat.
Auf einmal erscheinen Tess alle Menschen (vor allem die Männer) in ihrem Umfeld verdächtig. Allen voran Poppys Vater Jason, Emilys Bruder Ben, der Mann einer Freundin, ihr eigener Freund Aidan, ihr etwas zu aufdringlicher Nachbar ... Aber was genau passiert ist, weiß sie nicht. Poppy verhält sich immer auffälliger, macht ins Bett, wird anhänglich, aggressiv etc. Sie wendet sich in ihrer Verzweiflung an die Polizei, Kinderpsychiater, Ärzte - aber niemand nimmt sie ernst. Also beginnt Tess, auf eigene Faust nachzuforschen. Von ihrem Umfeld wird sie als immer "verrückter" wahrgenommen, dabei will sie doch nur ihre Tochter beschützen!
Ich fand das Buch super spannend geschrieben, bis ganz zum Schluss hätte es jeder sein können. Tess handelt oft mutig, aber auch leichtsinnig - trotzdem konnte ich mich gut in sie hineinversetzen. Was soll man auch tun, wenn man absolut sicher ist, dass etwas Schlimmes passiert ist, man weiß aber weder, wer Täter, noch wer Opfer ist? Man wird für hysterisch gehalten, eine überbesorgte Mutter, während die Gefahr immer näher kommt! Plötzlich wirkt jeder verdächtig, hat etwas zu verbergen - obwohl ich selbst keine Kinder habe, hat mich die Geschichte echt gepackt!