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Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine geheimnisvolle Adventsgeschichte

Hinter verzauberten Fenstern
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Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (24. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596812783
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 – 10 Jahre
Preis: 9,99 €

Eine geheimnisvolle ...

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (24. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596812783
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 – 10 Jahre
Preis: 9,99 €

Eine geheimnisvolle Adventsgeschichte

Inhalt:

Julia ist enttäuscht. Sie hat nur einen blöden Pappadventskalender bekommen, ihr kleiner Bruder Olli dagegen einen mit Schokolade. Der Kleine wird von ihrer Mutter sowieso immer bevorzugt und nervt Julia den ganzen Tag. Doch als Julia mit Schmollen fertig ist und ihren Adventskalender genauer betrachtet, kommt sie aus dem Staunen nicht mehr heraus. Hinter den Fenstern des abgebildeten Hauses wohnen wirklich Menschen, und Julia kann sie sogar in ihrer Welt besuchen!

Meine Meinung:
Cornelia Funke ist ja bekannt für ihre wundervoll geschriebenen und fantasievollen Geschichten für Kinder und Jugendliche. Auch mit „Hinter verzauberten Fenstern“ hat sie eine herzerwärmende und spannende Idee zum Leben erweckt.

Julia und ihr Bruder Olli wirken sehr authentisch. Ihre Rivalität um die Gunst der Eltern kennt wahrscheinlich jeder, der Kinder oder Geschwister hat. So kann man sich sehr gut in die neunjährige Julia hineinversetzen.

Als sie das Geheimnis ihres Adventskalenders entdeckt, ist Julia ganz aus dem Häuschen. Und ein Geheimnis ist ja keines, wenn man es anderen verrät. Deshalb will sie es für sich behalten. Leider ist Olli aber sehr neugierig und stürmt immer ohne anzuklopfen in Julias Zimmer, zumal Julia ja auch immer so geheimnisvoll tut in den letzten Tagen. So kommt es, dass die beiden schließlich Seite an Seite das größte Abenteuer ihres Lebens erleben und sich schlussendlich sogar vertragen.

Fazit:
Eine wundervolle Adventsgeschichte, die man aber auch zu jeder anderen Jahreszeit lesen kann. Denn außer dass es äußerlich um einen Adventskalender geht, sind die inneren Themen ganzjährig aktuell. Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen und auch zum selber Lesen für kleine Leute ab ca. 8 Jahren. Ausgeschmückt wird die Geschichte durch hübsche farbige Zeichnungen, wobei mir das „Foto des Unsichtbaren“ am besten gefiel.

★★★★★

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine gelungene Fortsetzung der Reihe um die jungen Geisterjäger

Lockwood & Co. - Die Raunende Maske
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Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: cbj (19. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570159637
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Lockwood & Co. The Hollow Boy
Preis: ...

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: cbj (19. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570159637
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Lockwood & Co. The Hollow Boy
Preis: 18,99 €

Eine gelungene Fortsetzung der Reihe um die jungen Geisterjäger

Inhalt:

Immer mehr Geister machen London des Nachts unsicher. Die drei Geisterjäger der Agentur Lockwood & Co., Lucy Carlyle, George Cubbins und Anthony Lockwood, sind hoffnungslos überarbeitet. Sie brauchen dringend Unterstützung, und so stellt Lockwood die hübsche Holly ein, die den dreien zur Hand gehen soll. Während die Herren sich gerne von Hollys Backkünsten verwöhnen lassen, reagiert Lucy eifersüchtig. Da sind die bissigen Bemerkungen des wispernden Schädels auch nicht gerade hilfreich.

Meine Meinung:
Dies ist der 3. Teil einer Reihe. Man kann ihn eventuell auch ohne Vorkenntnisse lesen. Zumindest das Wichtigste aus den ersten beiden Bänden wird kurz wiederholt. Doch hat man sicher mehr Spaß daran, wenn man die Vorgänger gelesen hat und die Geschichte von Anfang an verfolgen kann.

Wieder einmal konnte mich Jonathan Stroud regelrecht begeistern – im doppeldeutigen Sinne des Wortes. Denn natürlich begegnen dem Leser auch in diesem Buch jede Menge Geister, bei deren Beschreibung der Autor viel Fantasie beweist. Ich bin immer wieder erstaunt und fasziniert, welche Vielfalt von Geistern sich in diesen Büchern tummelt. Und dieses Mal bekommen wir bzw. Lockwood & Co. es sogar mit einem Massenausbruch an geisterhaften Phänomenen zu tun. Unsere Helden finden sich mehr als ein Mal in einer äußerst brenzligen und potentiell tödlichen Situation wieder – nicht zuletzt dank Lucys Extratouren. Ihre besondere Gabe entwickelt sich immer weiter, und sie möchte sie natürlich gerne anwenden. Allerdings kollidiert das in der Regel mit Lockwoods Anweisungen. Nur durch den absoluten Zusammenhalt der Freunde gelingt es ihnen immer wieder, mehr oder weniger heil aus dem Schlamassel zu kommen.

Die Kabbeleien im Team und die Konkurrenz mit den anderen Agenturen, allen voran die Truppe von Quill Kipps, geben der Handlung eine ordentliche Portion humorvolle Würze. Auch die Eifersüchteleien zwischen Lucy und Holly fand ich nett zu lesen. So war dieses Buch alles in allem wieder ein rundum gelungenes Lesevergnügen, das ich gerne an junge und jung gebliebene Leser empfehle.

Die Reihe:
1. Die seufzende Wendeltreppe
2. Der wispernde Schädel
3. Die raunende Maske

★★★★★

Herzlichen Dank an cbj und Literaturschock für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mieses Karma, die Zweite

Mieses Karma hoch 2
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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Kindler; Auflage: 2 (30. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3463406237
Preis: 18,99 €

Mieses Karma, die Zweite

Inhalt:
Die junge Schauspielerin Daisy Becker ...

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Kindler; Auflage: 2 (30. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3463406237
Preis: 18,99 €

Mieses Karma, die Zweite

Inhalt:

Die junge Schauspielerin Daisy Becker lebt gern in den Tag hinein und kriegt ihr Leben nicht besonders gut auf die Reihe. Da bekommt sie eine riesige Chance – und vermasselt sie. Sie hätte an der Seite des Weltstars Marc Barton eine Rolle im neuen James Bond-Film übernehmen sollen. Über einige Umwege kommt es schließlich, wie es kommen muss: Daisy und Marc sterben bei einem Autounfall und werden dank ihres miesen Karmas als Ameisen wiedergeboren. Sie müssen sich zusammenraufen, um eine Beziehung zwischen Daisys großer Liebe Jannis und Marcs Ehefrau Nicole zu verhindern. Gar nicht so einfach, wenn man sich gegenseitig nicht ausstehen kann.

Meine Meinung:
Als ich hörte, dass es von „Mieses Karma“ eine Fortsetzung bzw. einen 2. Band geben soll, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss, denn „Mieses Karma“ war mein erstes Buch von David Safier und bis heute mein liebster von seinen humorvollen Romanen. Ich hatte zwar leichte Bedenken, dass ein zweiter Aufguss etwas dünner werden könnte als der erste, aber für ein nettes Lesevergnügen sollte es trotzdem reichen.

In der Tat habe ich es beim Lesen dann auch genau so empfunden. Dadurch dass mir das Konzept der Wiedergeburt schon gut bekannt war, konnte mich der neue Roman leider nicht mehr ganz so sehr überraschen. Witzig war allerdings, dass wir hier zwei Protagonisten haben, die aufeinander angewiesen sind, sich aber überhaupt nicht mögen. Die Sticheleien zwischen den beiden waren herzallerliebst.

Überhaupt hat mir der Humor und Wortwitz auch in diesem Roman wieder sehr gut gefallen. Ich musste einige Male lachen und sehr oft schmunzeln, obwohl es natürlich auch ein paar ziemlich platte Witze gibt.

Für einen richtigen Job war ich irgendwie nicht gemacht. Hatte ich mal ausprobiert. Hatte mir keinen Spaß gemacht. (S. 9)

Das Ende hat mich nicht ganz überzeugt. Hier ging mir die Entwicklung etwas zu schnell und war daher für mich nicht ganz nachvollziehbar. Ein paar Sätze mehr hätten nicht geschadet. Doch als besonders schlimm habe ich das auch nicht empfunden.

Der Roman ist so herzerfrischend locker geschrieben, bietet aber doch auch einigen Stoff zum Nachdenken über das eigene Leben – wenn man will. Ansonsten kann man sich einfach unterhalten lassen, wofür das Buch bestens geeignet ist. Vorkenntnisse sind nicht nötig, im Gegenteil: Wer den 1. Band nicht kennt, hat hier womöglich noch mehr Spaß beim Lesen.

★★★★☆

Ich habe dieses Buch in einer Leserunde auf wasliestdu.de gelesen und bedanke mich ganz herzlich bei Kindler für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Thommie Bayer konnte mich wieder mal überzeugen

Seltene Affären
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Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Piper (1. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492056113
Preis: 18,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Thommie Bayer konnte mich wieder mal überzeugen

Im ...

Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Piper (1. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492056113
Preis: 18,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Thommie Bayer konnte mich wieder mal überzeugen

Im letzten Roman von Thommie Bayer, „Weißer Zug nach Süden“, war die Putzfrau Chiara die Hauptfigur. Sie war u.a. für die Wohnung von Peter Vorden zuständig, den sie aber nie zu Gesicht bekam. Trotzdem entwickelte sich eine Art Kommunikation zwischen den beiden. „Seltene Affären“ ist nun der geniale Gegenband zum „Weißen Zug“ aus der Sicht von Peter Vorden. Zwar wird immer wieder Bezug auf die Ereignisse des Vorgängerbandes genommen, diesmal eben aus der anderen Sicht, aber Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Man kann dieses Buch auch für sich allein lesen und genießen. Allerdings machen die entsprechenden Anspielungen halt auch einen gewissen Reiz aus, und lesenswert ist der „Weiße Zug“ allemal. Wer ihn also noch nicht kennt, sollte ihn nach Möglichkeit zuerst lesen.

Ich fand es toll, dass Thommie Bayer Peter Vorden, den ich bisher nur als Wohnungsbesitzer kannte, Leben eingehaucht hat. Er ist Mitbesitzer eines Restaurants in Frankreich, wo er sich von Montag bis Donnerstag aufhält, während er von Freitag bis Sonntag in besagter Wohnung im Südbadischen lebt und für seinen Zwillingsbruder Kurzgeschichten schreibt.

Auch über die Vergangenheit und die große Liebe von Peter Vorden erfahren wir einiges. So spielen neben der gedanklichen Beziehung zu Chiara auch die Beziehungen zu seinem Bruder und dessen Frau Anne eine sehr große Rolle. In Träumen vermischt der Protagonist auch schon mal das Eine mit dem anderen.

Sprachlich ist dieser Roman wieder sehr gut gelungen. Der Autor erzählt mit einer phänomenalen Leichtigkeit, kurz und knackig, und packt so viele Informationen in wenige Seiten, oftmals zwischen den Zeilen, dass ich immer wieder nur staunen kann. Dabei zeichnet er ein dichtes Bild seines Protagonisten, der in vieler Hinsicht immer nur der Zweite ist und im Schatten steht. Dies alles schafft Thommie Bayer mit sorgfältigen, treffsicheren Formulierungen, die das Lesen zu einem wundervollen Vergnügen machen.

Wie man es von Thommie Bayer gewohnt ist, gibt es auch wieder viele Erwähnungen von Musikern und Musiktiteln. Hier hat man es als älteres Semester einfacher, sich einzufühlen.

Fazit:
„Seltene Affären“ ist zwar der Gegenpart zu „Weißer Zug nach Süden“, kann aber ohne Weiteres auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Wer einen feinsinnigen Roman der leisen Töne sucht, der ab und zu auch zu überraschen weiß, ist hier genau richtig.

★★★★★

Herzlichen Dank an den Piper Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar für die Leserunde auf leserunden.de zur Verfügung stellte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Selbstjustiz in New York

Die Unantastbaren
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Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (22. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3100024169
Originaltitel: The Whites
Preis: 24,99 €

Selbstjustiz in New York

Nach „Cash“ ...

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (22. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3100024169
Originaltitel: The Whites
Preis: 24,99 €

Selbstjustiz in New York

Nach „Cash“ ist „Die Unantastbaren“ mein zweiter Roman von Richard Price. Und obwohl er mich nicht wirklich begeistern konnte, konnte ich mich einem gewissen Sog doch nicht entziehen. Richard Price versteht es wie kein Zweiter, das Leben eines New Yorker Cops zu vermitteln. Dicht an der Seite des Protagonisten Billy Graves erleben wir den Alltag zwischen Verbrechen und Familie.


Dabei ist der vorliegende Roman kein Kriminalroman im herkömmlichen Sinn. Ich würde ihn eher als Spannungsroman bezeichnen. Es geht nicht vordergründig darum, ein Verbrechen aufzuklären, sondern über weite Strecken einfach um den authentisch dargestellten Berufsalltag eines Cops der New Yorker Polizei. Daneben haben wir es allerdings auch noch mit einer Bedrohung von Billys Familie zu tun, wobei der Leser mehr weiß als Billy selbst. Dies tut der Spannung jedoch keinen Abbruch – im Gegenteil. Zuzusehen, wie Billy blind im Dunkeln stochert und selbst die Gefahr zu kennen, macht einen als Leser sogar noch nervöser.

Und auch die Jagd auf die „Unantastbaren“ spielt eine Rolle. Die Unantastbaren sind Verbrecher, denen man bisher nichts nachweisen konnte, obwohl man genau weiß, in was sie alles verstrickt sind. Für einen Polizisten muss es ganz schön frustrierend sein, wenn diese Leute immer wieder davonkommen. Kein Wunder, dass der ein oder andere auf die Idee kommt, das Gesetz selbst in die Hand zu nehmen.

Gewöhnungsbedürftig ist der Schreibstil, vor allem die Dialoge. Sie sind nämlich recht umgangssprachlich gehalten, wobei auch die Satzzeichen nicht regelrecht gesetzt werden. Aber das kommt ja auch im realen Dialog vor, dass jemand zum Beispiel eine Aussage wie eine Frage klingen lässt oder umgekehrt.

„Und wo kamen sie her.“
„Jaunting Car.“
„Was ist das.“ (S. 252)


Richard Price schreibt nicht nur Romane, sondern auch Drehbücher. So ist es kaum verwunderlich, dass auch beim Lesen seiner Romane das Kopfkino anspringt und man die Szenen direkt vor sich sieht. Aufgewachsen in der Bronx, weiß Price genau, worüber er schreibt. Deshalb wirkt alles so realistisch.

★★★★☆