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Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein recht typischer Mittelband, trotzdem fesselnd

Dustlands - Der Herzstein
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Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (20. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421463
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 15 Jahre

Ein recht typischer Mittelband, ...

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (20. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421463
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 15 Jahre

Ein recht typischer Mittelband, trotzdem fesselnd

ACHTUNG: SPOILER ZUM 1. TEIL

Inhalt:
Nachdem Lugh befreit werden konnten, sind er, Saba, Emmi und Tommo nun auf dem Weg nach Westen, wo sie ein neues Leben beginnen wollen. Jack reitet erst mal in die andere Richtung, um Molly die Nachricht von Ikes Tod zu überbringen. Eigentlich wollen sich dann alle im Westen am großen Wasser treffen, doch natürlich kommt es anders. Zwischen Lugh und Saba, die als Zwillinge bisher stets eine starke Liebe verbunden hat, stehen die Erlebnisse der vergangenen Monate, in denen sie getrennt waren. Sie schaffen es nicht, darüber zu sprechen, doch beide leiden darunter. Saba hat immer mehr Visionen, sie schlafwandelt und macht sich heftige Vorwürfe, weil sie Epona getötet hat. Lugh ist eifersüchtig auf Jack. Jack ist scheinbar offensichtlich zum Feind übergelaufen, und DeMalo verfolgt seine eigenen Pläne. Saba ist hin und hergerissen.

Meine Meinung:
Dieser Band war wesentlich angenehmer zu lesen als der erste. Zwar wird der größte Teil (aber nicht alles) wieder von Saba recht umgangssprachlich erzählt, aber wenigstens ist die wörtliche Rede durch Anführungszeichen gekennzeichnet, sodass die Verwirrung des 1. Bandes ausbleibt.

Von der Handlung her ist es ein typischer Mittelteil, die Handlung des Vorgängers wird fortgeführt, aber es plätschert fast ein wenig vor sich hin. Es passiert nicht viel grundlegend Neues.

Am interessantesten fand ich hier die Interaktionen der verschiedenen Figuren. Sie bergen viele Überraschungen und Konflikte, sodass es nie langweilig wird.

Wie sorglos mit manchen Menschenleben umgegangen wird, hat mir allerdings nicht so gut gefallen.

Die Reihe:
1. Die Entführung
2. Der Herzstein
3. Der Blutmond

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Beginnt langsam, dreht dann aber voll auf

Obsidian 2: Onyx. Schattenschimmer
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Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Carlsen (21. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551583321
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Onyx. A Lux Novel
Preis: 19,99€
auch ...

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Carlsen (21. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551583321
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Onyx. A Lux Novel
Preis: 19,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Beginnt langsam, dreht dann aber voll auf

Inhalt:
Seit Daemon Katy geheilt hat, besteht eine besondere Verbindung zwischen den beiden. Deshalb traut Katy ihren Gefühlen für Daemon nicht. Sie fürchtet, dass sie nur auf dieser Lux-Sache beruhen und nicht echt sind. So gibt sie sich lieber mit dem neuen Mitschüler Blake ab, der sie schon bald um ein Date bittet. Doch nicht nur in Katys Liebesleben geht es drunter und drüber – es geschehen auch unerklärliche Dinge in ihrer Umgebung …


Meine Meinung:
Da ich den ersten Band schon vor langer Zeit gelesen habe, fiel es mir etwas schwer, in die Geschichte hineinzukommen. An vieles konnte ich mich nicht mehr erinnern und es gelang mir erst mit der Zeit, mir das Wichtigste wieder zusammenzureimen. Denn die Autorin spart doch ziemlich an Wiederholungen von Details aus dem 1. Teil.

Anfangs passiert auch nicht wirklich viel. Es geht hauptsächlich um Katys Gefühle, denen sie nicht traut. Das fand ich fast schon ein bisschen nervig, denn sogar ein Blinder sieht, wie sehr Katy und Daemon sich zueinander hingezogen fühlen.

Dann aber macht Katy eine rasante Entwicklung durch und plötzlich wird es wahnsinnig spannend. Sie ist mehr als ein Mal in großer Gefahr. Es werden einige neue Charaktere eingeführt, die alle ein wenig undurchsichtig erscheinen. Kann Katy ihnen trauen oder sollte sie sich besser von ihnen fernhalten und Daemon vertrauen? Die Entscheidung ist schwierig und Katys Verhalten gut nachvollziehbar.

Jennifer L. Armentrout hat es wieder einmal verstanden, große Gefühle darzustellen, in die man sich als Leser gerne hineinfallen lässt. Ihre Beschreibungen von Liebesszenen sind einfach gut gelungen und sorgen für Herzklopfen und Bauchkribbeln.

Das Buch endet mit einem ziemlichen Cliffhanger. Es ist total unklar, wie es nun weitergehen wird. Hätte ich nicht schon die Folgebände hier liegen, würde mich das wahrscheinlich wahnsinnig machen.

Fazit:
Eine prima Fortsetzung von „Obsidian. Schattendunkel“ mit viel Gefühl und viel Spannung. Wer den ersten Teil mochte, wird auch den zweiten lieben.:)

Die Lux-Reihe:
1. Obsidian. Schattendunkel
2. Onyx. Schattenschimmer
3. Opal. Schattenglanz
4. Origin. Schattenfunke
5. Opposition. Schattenblitz
Vorgeschichte: Shadows (nicht auf Deutsch)

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannender Auftakt einer Dystopie-Reihe

Dustlands - Die Entführung
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Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 2 (13. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421425
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 15 Jahre
Originaltitel: Blood Red Road

Spannender ...

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 2 (13. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421425
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 15 Jahre
Originaltitel: Blood Red Road

Spannender Auftakt einer Dystopie-Reihe

Inhalt:

Saba lebt mit ihrem Zwillingsbruder, ihrer kleinen Schwester Emmi und ihrem Vater in der Einöde am Silverlake. Es hat schon ewig nicht mehr geregnet, der See ist ausgetrocknet. Das Leben wird immer beschwerlicher. Doch das spielt keine Rolle mehr, als eines Tages bewaffnete Reiter kommen, Lugh entführen und den Vater der Kinder töten. Für Saba ist klar, sie muss ihren heiß geliebten Bruder finden und befreien.

Meine Meinung:
Wir lesen die Geschichte aus der Sicht der 18-jährigen Ich-Erzählerin Saba. Sie ist fernab jeglicher Zivilisation aufgewachsen und spricht entsprechend umgangssprachlich.

Ich zieh Pas dicken Winterkittel raus und werf ihn Emmi zu. (S. 44)

Ich kann einerseits verstehen, warum die Autorin uns dies antut, andererseits hat es mir das Lesen wirklich vergällt, da eben das ganze Buch so geschrieben ist, weil Saba ja die Geschichte erzählt. Dazu kommt, dass die wörtliche Rede nicht durch Anführungszeichen gekennzeichnet ist. Dies stört mich normalerweise nicht, doch bei diesem Buch hier ist teilweise nicht ersichtlich, wo die wörtliche Rede endet und Sabas Erzählung wieder weitergeht. Das ist verwirrend.

Ansonsten habe ich überhaupt nichts zu meckern. Die Geschichte ist toll und facettenreich. Spannung findet sich von Anfang an mit mehreren Spitzen und einem absoluten Höhepunkt kurz vor Schluss. Auch die Gefühle kommen nicht zu kurz, sei es Geschwisterliebe, romantische Liebe, Wut, Hass oder Verzweiflung. Alles wird authentisch dargestellt und berührt einen als Leser zutiefst.

Die Protagonisten sind interessant aufgebaut, haben Ecken und Kanten und entwickeln sich weiter. So kann Saba anfangs ihre kleine Schwester überhaupt nicht leiden. Klar, sie nervt schon ein bisschen, weil sie nie macht, was man ihr sagt. Auf der anderen Seite hat sie zuweilen aber auch mehr Durchblick bzw. Intuition als die Großen. Und Saba lernt mit der Zeit, dies zu akzeptieren und Emmi zu lieben.

Auch die übrigen Figuren haben mir gut gefallen. Hier gibt es wirklich allerlei Charaktere, einer skurriler als der andere, viele davon recht undurchsichtig und geheimnisvoll, sodass man immer rätseln und eigene Vermutungen anstellen kann.

„Die Entführung“ ist der 1. Band der Reihe. Die Handlung ist mehr oder weniger abgeschlossen, aber natürlich gibt es noch lose Fäden, die in den Folgebänden weitergeführt werden können.

Die Reihe:
1. Die Entführung
2. Der Herzstein
3. Der Blutmond

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sehr spannend!

Der Totschläger (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 5)
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Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (16. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3548285764
Originaltitel: One by one
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Sehr spannend!

Inhalt:
Hunter ...

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (16. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3548285764
Originaltitel: One by one
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Sehr spannend!

Inhalt:

Hunter und Garcia müssen live mit ansehen, wie ein Mann zu Tode gefoltert wird, und können nichts dagegen tun. Der Killer ist hochintelligent und den Detectives immer einen Schritt voraus. Schon bald holt er sich sein nächstes Opfer. Dabei wird der Fall immer persönlicher für die Polizisten …


Meine Meinung:
Auch wenn dies schon der 5. Teil der Reihe um die Detectives Robert Hunter und Carlos Garcia vom Morddezernat I des Los Angeles Police Department ist, braucht man dafür keine Vorkenntnisse. Der Fall ist abgeschlossen, die wichtigsten Informationen zu den bereits bekannten Personen werden hier noch mal eingeflochten.

Die detaillierten Beschreibungen verschiedener Todesarten sind definitiv nur etwas für hartgesottene Thrillerleser und Menschen mit robustem Magen. Dabei sind die Morde, die Carter sich immer wieder ausdenkt, so was von speziell und grausam. Schon allein dadurch entsteht natürlich jede Menge Spannung. Aber Carter versteht es auch, durch den Handlungsaufbau für weitere Spannung zu sorgen. Hin und wieder ein kleiner Cliffhanger, der dafür sorgt, dass man unbedingt weiterlesen will, und schon fällt es wirklich schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Außerdem greift Chris Carter hier auch ein Thema auf, das uns alle angeht: die Verrohung unserer Gesellschaft. Mittels Internet sind wir alle schön anonym und nehmen uns Sachen raus, die wir von Angesicht zu Angesicht nicht wagen und vielleicht noch nicht mal für richtig halten würden.

Ein bisschen gestört hat mich nur, dass man als Leser eigentlich nicht auf den Täter kommen kann, denn die dazu notwendigen Fakten werden erst geliefert, als Hunter dahinter kommt, wer hier so ein morbides Spiel mit ihm treibt.

Fazit:
„Der Totschläger“ ist super spannend geschrieben. Wie immer bei Chris Carter nehmen die Beschreibungen der abartigen Morde viel Raum ein und lassen einen schaudern und den Atem anhalten. Für Menschen mit schwachem Magen ist das nichts. Thrillerleser, die es gerne blutig mögen, sind hier goldrichtig.

Die Reihe:
1. Der Kruzifix-Killer
2. Der Vollstrecker
3. Der Knochenbrecher
4. Totenkünstler
5. Der Totschläger
6. Die stille Bestie
7. I am Death. Der Totmacher

★★★★★

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbar melancholisch und humorvoll

Wenn die Wale an Land gehen
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Taschenbuch: 253 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (19. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746631219

Wunderbar melancholisch und humorvoll

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ...

Taschenbuch: 253 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (19. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746631219

Wunderbar melancholisch und humorvoll

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das war und ist Amerika für viele, so auch für die Bürger der ehemaligen DDR. Roswitha ist 50, als sie nach New York reist. Gerade frisch geschieden, ist sie auf der Suche nach Mick, ihrer Jugendliebe. Sie waren in den 1980er Jahren in Leipzig in derselben Studentenclique. Mit Hilfe der Kunst, sei es Musik, Theater, Fotografie oder Film, lehnten sich die Freunde gegen die normierte Gesellschaft auf, bis sie ins Visier der Stasi gerieten. Vor allem Mick war schon immer der rebellische Typ, er wollte sich nicht dem System unterordnen, sondern das Land verlassen, in die USA gehen, was er schließlich auch tat. Roswitha blieb. Seit über 20 Jahren haben sie sich nicht mehr gesehen, und so hat Roswitha nur eine Jahre alte Adresse von ihm und ihre Suche dauert etwas. Dabei lernt sie aber einige Freunde von Mick kennen, die sich ihrer annehmen.

In Rückblicken erzählt Kathrin Aehnlich vom Leben der Studenten in der DDR in den 1980er Jahren, kurz vor dem Fall der Mauer, von der verordneten Langeweile und der langweiligen Planbarkeit des Lebens. Sehr geschickt verwebt sie dabei die Ereignisse der Vergangenheit in der DDR mit denen der Gegenwart in New York. Immer wieder gibt es Parallelen.

Mit leisen Worten und einer guten Portion Humor lässt die Autorin uns Leser tief in das Leben der Protagonisten eintauchen. Es schwingt viel Melancholie mit, aber auch ein starker Wille der Hauptfiguren wird deutlich. Durch den ganzen Roman zieht sich die Musik als verbindendes Element. Schon für die damaligen Studenten war sie ein Mittel der sanften Auflehnung. Für Roswitha spielt die Musik auch heute noch eine große Rolle. Immer wieder unterlegt sie ihre momentane Situation mit einer Liedzeile oder einem Musiktitel.

Sie überlegte, wie sie ihre Frage nach Mick formulieren könnte. Vielleicht mithilfe der Bee Gees? „Have you seen my friend Mrs. Jones?“ (S. 112)

Roswitha suchte nach einem passenden Soundtrack für ihren Abschied. Ihr fiel nur Reinhard Mey ein: „Gute Nacht, Freunde, es wird Zeit für mich zu gehn, was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Stehn.“ (S. 248)

Dabei handelt es sich in der Regel um ältere Musiktitel, die der heutigen Jugend vielleicht nicht mehr geläufig sind. Wenn man aber, so wie ich, in einem ähnlichen Alter wie Roswitha ist, kann man sich mit einer gewissen nostalgischen Wehmut an früher erinnern.

★★★★★