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Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannender Auftakt einer Dystopie-Reihe

Dustlands - Die Entführung
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Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 2 (13. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421425
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 15 Jahre
Originaltitel: Blood Red Road

Spannender ...

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 2 (13. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421425
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 15 Jahre
Originaltitel: Blood Red Road

Spannender Auftakt einer Dystopie-Reihe

Inhalt:

Saba lebt mit ihrem Zwillingsbruder, ihrer kleinen Schwester Emmi und ihrem Vater in der Einöde am Silverlake. Es hat schon ewig nicht mehr geregnet, der See ist ausgetrocknet. Das Leben wird immer beschwerlicher. Doch das spielt keine Rolle mehr, als eines Tages bewaffnete Reiter kommen, Lugh entführen und den Vater der Kinder töten. Für Saba ist klar, sie muss ihren heiß geliebten Bruder finden und befreien.

Meine Meinung:
Wir lesen die Geschichte aus der Sicht der 18-jährigen Ich-Erzählerin Saba. Sie ist fernab jeglicher Zivilisation aufgewachsen und spricht entsprechend umgangssprachlich.

Ich zieh Pas dicken Winterkittel raus und werf ihn Emmi zu. (S. 44)

Ich kann einerseits verstehen, warum die Autorin uns dies antut, andererseits hat es mir das Lesen wirklich vergällt, da eben das ganze Buch so geschrieben ist, weil Saba ja die Geschichte erzählt. Dazu kommt, dass die wörtliche Rede nicht durch Anführungszeichen gekennzeichnet ist. Dies stört mich normalerweise nicht, doch bei diesem Buch hier ist teilweise nicht ersichtlich, wo die wörtliche Rede endet und Sabas Erzählung wieder weitergeht. Das ist verwirrend.

Ansonsten habe ich überhaupt nichts zu meckern. Die Geschichte ist toll und facettenreich. Spannung findet sich von Anfang an mit mehreren Spitzen und einem absoluten Höhepunkt kurz vor Schluss. Auch die Gefühle kommen nicht zu kurz, sei es Geschwisterliebe, romantische Liebe, Wut, Hass oder Verzweiflung. Alles wird authentisch dargestellt und berührt einen als Leser zutiefst.

Die Protagonisten sind interessant aufgebaut, haben Ecken und Kanten und entwickeln sich weiter. So kann Saba anfangs ihre kleine Schwester überhaupt nicht leiden. Klar, sie nervt schon ein bisschen, weil sie nie macht, was man ihr sagt. Auf der anderen Seite hat sie zuweilen aber auch mehr Durchblick bzw. Intuition als die Großen. Und Saba lernt mit der Zeit, dies zu akzeptieren und Emmi zu lieben.

Auch die übrigen Figuren haben mir gut gefallen. Hier gibt es wirklich allerlei Charaktere, einer skurriler als der andere, viele davon recht undurchsichtig und geheimnisvoll, sodass man immer rätseln und eigene Vermutungen anstellen kann.

„Die Entführung“ ist der 1. Band der Reihe. Die Handlung ist mehr oder weniger abgeschlossen, aber natürlich gibt es noch lose Fäden, die in den Folgebänden weitergeführt werden können.

Die Reihe:
1. Die Entführung
2. Der Herzstein
3. Der Blutmond

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sehr spannend!

Der Totschläger (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 5)
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Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (16. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3548285764
Originaltitel: One by one
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Sehr spannend!

Inhalt:
Hunter ...

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (16. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3548285764
Originaltitel: One by one
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Sehr spannend!

Inhalt:

Hunter und Garcia müssen live mit ansehen, wie ein Mann zu Tode gefoltert wird, und können nichts dagegen tun. Der Killer ist hochintelligent und den Detectives immer einen Schritt voraus. Schon bald holt er sich sein nächstes Opfer. Dabei wird der Fall immer persönlicher für die Polizisten …


Meine Meinung:
Auch wenn dies schon der 5. Teil der Reihe um die Detectives Robert Hunter und Carlos Garcia vom Morddezernat I des Los Angeles Police Department ist, braucht man dafür keine Vorkenntnisse. Der Fall ist abgeschlossen, die wichtigsten Informationen zu den bereits bekannten Personen werden hier noch mal eingeflochten.

Die detaillierten Beschreibungen verschiedener Todesarten sind definitiv nur etwas für hartgesottene Thrillerleser und Menschen mit robustem Magen. Dabei sind die Morde, die Carter sich immer wieder ausdenkt, so was von speziell und grausam. Schon allein dadurch entsteht natürlich jede Menge Spannung. Aber Carter versteht es auch, durch den Handlungsaufbau für weitere Spannung zu sorgen. Hin und wieder ein kleiner Cliffhanger, der dafür sorgt, dass man unbedingt weiterlesen will, und schon fällt es wirklich schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Außerdem greift Chris Carter hier auch ein Thema auf, das uns alle angeht: die Verrohung unserer Gesellschaft. Mittels Internet sind wir alle schön anonym und nehmen uns Sachen raus, die wir von Angesicht zu Angesicht nicht wagen und vielleicht noch nicht mal für richtig halten würden.

Ein bisschen gestört hat mich nur, dass man als Leser eigentlich nicht auf den Täter kommen kann, denn die dazu notwendigen Fakten werden erst geliefert, als Hunter dahinter kommt, wer hier so ein morbides Spiel mit ihm treibt.

Fazit:
„Der Totschläger“ ist super spannend geschrieben. Wie immer bei Chris Carter nehmen die Beschreibungen der abartigen Morde viel Raum ein und lassen einen schaudern und den Atem anhalten. Für Menschen mit schwachem Magen ist das nichts. Thrillerleser, die es gerne blutig mögen, sind hier goldrichtig.

Die Reihe:
1. Der Kruzifix-Killer
2. Der Vollstrecker
3. Der Knochenbrecher
4. Totenkünstler
5. Der Totschläger
6. Die stille Bestie
7. I am Death. Der Totmacher

★★★★★

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbar melancholisch und humorvoll

Wenn die Wale an Land gehen
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Taschenbuch: 253 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (19. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746631219

Wunderbar melancholisch und humorvoll

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ...

Taschenbuch: 253 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (19. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3746631219

Wunderbar melancholisch und humorvoll

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das war und ist Amerika für viele, so auch für die Bürger der ehemaligen DDR. Roswitha ist 50, als sie nach New York reist. Gerade frisch geschieden, ist sie auf der Suche nach Mick, ihrer Jugendliebe. Sie waren in den 1980er Jahren in Leipzig in derselben Studentenclique. Mit Hilfe der Kunst, sei es Musik, Theater, Fotografie oder Film, lehnten sich die Freunde gegen die normierte Gesellschaft auf, bis sie ins Visier der Stasi gerieten. Vor allem Mick war schon immer der rebellische Typ, er wollte sich nicht dem System unterordnen, sondern das Land verlassen, in die USA gehen, was er schließlich auch tat. Roswitha blieb. Seit über 20 Jahren haben sie sich nicht mehr gesehen, und so hat Roswitha nur eine Jahre alte Adresse von ihm und ihre Suche dauert etwas. Dabei lernt sie aber einige Freunde von Mick kennen, die sich ihrer annehmen.

In Rückblicken erzählt Kathrin Aehnlich vom Leben der Studenten in der DDR in den 1980er Jahren, kurz vor dem Fall der Mauer, von der verordneten Langeweile und der langweiligen Planbarkeit des Lebens. Sehr geschickt verwebt sie dabei die Ereignisse der Vergangenheit in der DDR mit denen der Gegenwart in New York. Immer wieder gibt es Parallelen.

Mit leisen Worten und einer guten Portion Humor lässt die Autorin uns Leser tief in das Leben der Protagonisten eintauchen. Es schwingt viel Melancholie mit, aber auch ein starker Wille der Hauptfiguren wird deutlich. Durch den ganzen Roman zieht sich die Musik als verbindendes Element. Schon für die damaligen Studenten war sie ein Mittel der sanften Auflehnung. Für Roswitha spielt die Musik auch heute noch eine große Rolle. Immer wieder unterlegt sie ihre momentane Situation mit einer Liedzeile oder einem Musiktitel.

Sie überlegte, wie sie ihre Frage nach Mick formulieren könnte. Vielleicht mithilfe der Bee Gees? „Have you seen my friend Mrs. Jones?“ (S. 112)

Roswitha suchte nach einem passenden Soundtrack für ihren Abschied. Ihr fiel nur Reinhard Mey ein: „Gute Nacht, Freunde, es wird Zeit für mich zu gehn, was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Stehn.“ (S. 248)

Dabei handelt es sich in der Regel um ältere Musiktitel, die der heutigen Jugend vielleicht nicht mehr geläufig sind. Wenn man aber, so wie ich, in einem ähnlichen Alter wie Roswitha ist, kann man sich mit einer gewissen nostalgischen Wehmut an früher erinnern.

★★★★★

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kein Thriller wie versprochen, aber trotzdem fesselnd

Cry Baby - Scharfe Schnitte
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Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (21.05.2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596032020
Originaltitel: Sharp Objects

Kein Thriller wie versprochen, aber trotzdem fesselnd

Inhalt:
Camille ...

Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (21.05.2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596032020
Originaltitel: Sharp Objects

Kein Thriller wie versprochen, aber trotzdem fesselnd

Inhalt:

Camille Preaker ist Reporterin bei einer Chicagoer Zeitung. Als in ihrer Heimatstadt Wind Gap in Missouri ein Kind ermordet aufgefunden und ein weiteres vermisst wird, bekommt sie den Auftrag, darüber zu schreiben. Für Camille bedeutet das eine schmerzhafte Auseinandersetzung mit ihrer Mutter, zu der sie nie ein gutes Verhältnis hatte.

Meine Meinung:
Das Buch wird vom Verlag als Thriller bezeichnet. Das trifft es meines Erachtens nicht ganz. Es gibt hier keine atemberaubende Spannung, keine akute Bedrohung, nichts, was einen schaudern lässt. Und doch vermag die Autorin mit ihrer Geschichte zu fesseln. Sie lässt uns in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele blicken. Das erscheint zuweilen etwas abstrus, doch sicher gibt es irgendwo auch Menschen, die genau so reagieren, wie es hier beschrieben wird.

Camille erzählt in der Ich-Form, trotzdem kam ich diesem Charakter nicht wirklich nahe. Vieles was sie tut, konnte ich nicht akzeptieren. Das Verhältnis zwischen ihr und ihrer Mutter ist hochgradig gestört. Ihre dreizehnjährige Halbschwester und ihren Stiefvater kennt sie so gut wie gar nicht, denn Camille ist früh von zu Hause weggezogen. Der Roman beleuchtet mehr die Verhältnisse innerhalb dieser Familie und innerhalb der Kleinstadt Wind Gap als die Mordfälle an den beiden Mädchen. In gewisser Weise ist das auch logisch, denn Camille tritt hier als relativ normale Reporterin auf, nicht als Quasi-Ermittlerin. Trotzdem war mir das Private dann ein bisschen zu viel für einen sogenannten Thriller.

Leider gibt es recht wenig Verdächtige, sodass man schon bald auf die richtige Spur kommt. Der Roman ist dennoch einigermaßen spannend und leicht zu lesen.

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Prima paranormale Romantasy

Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel
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Prima paranormale Romantasy

Inhalt:
Katy muss mit ihrer Mutter von Florida in ein kleines Kaff nach West-Virginia ziehen, mitten ins Nirgendwo. Die Mutter braucht nach dem Tod ihres Mannes einen Neuanfang ...

Prima paranormale Romantasy

Inhalt:

Katy muss mit ihrer Mutter von Florida in ein kleines Kaff nach West-Virginia ziehen, mitten ins Nirgendwo. Die Mutter braucht nach dem Tod ihres Mannes einen Neuanfang und stürzt sich nun am neuen Wohnort in ihre Arbeit als Krankenschwester. Sie arbeitet viel, ist selten zu Hause und hat somit wenig Zeit für Katy. Diese macht schon bald die Bekanntschaft der neuen Nachbarn, Dee und Daemon, die in ihrem Alter sind. Während Dee ganz nett ist, entpuppt sich Daemon als wahres Ekel. Er macht seinem Namen alle Ehre. Katy freundet sich mit Dee an, was Daemon aber überhaupt nicht passt. Und wenn Katy geahnt hätte, in welche Gefahr sie alle durch ihre Freundschaft geraten werden, hätte sie sich vielleicht von Dee und Daemon ferngehalten…

Meine Meinung:
Der Plot ist weder neuartig noch besonders originell. Die Protagonistin ist ein hübsches siebzehnjähriges Mädchen, das sich selbst nicht für besonders hübsch hält. Sie wurde aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und ist nun auf sich selbst gestellt. Natürlich verliebt sie sich in den Bad Boy des neuen Wohnortes, der einer paranormalen Gruppe angehört, die wiederum mit einer anderen Gruppe verfeindet ist. So oder so ähnlich habe ich das schon zig mal gelesen, zum Beispiel in der Bis(s)-Reihe, in der Touched-Reihe, in „Von der Nacht verzaubert“ usw. Ich finde das nicht schlimm, schließlich ist es wohl ein Szenario, dem die jugendlichen Leserinnen viel abgewinnen können. Aber es ist halt, wie gesagt, grundsätzlich nichts Neues.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Dialoge sind spritzig, Katy und Daemon liefern sich herrliche Wortgefechte, dass es nur so kracht und funkt. Die Erzählweise ist sehr lebendig. Man kann sich die Figuren gut vorstellen, sie sind detailliert beschrieben. Meistens finde ich Beschreibungen von langen Wimpern, Waschbrettbauch usw. ziemlich nervig, doch hier sind sie richtig gut gelungen.

Katy finde ich sehr sympathisch. Sie hat das Herz am rechten Fleck und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Es hat mich nur etwas gestört, dass sie bis zum Schluss leugnet, in Daemon verliebt zu sein. Mir war das schon auf S. 10 klar? Zwischen diesen beiden, die sich zwar die ganze Zeit streiten und angiften, knistert es dermaßen, dass man das einfach nicht ignorieren kann. Leider bringt sich Katy durch ihre Naivität auch immer wieder in Gefahr, was dann meistens für den Leser auch vorhersehbar ist. Doch auf der anderen Seite weiß sie auch durch ungeahnte Handlungen zu überraschen.

Jennifer L. Armentrout versteht es, durch äußerst spannende (Kampf-) Szenen, durch sehr gefühlvolle Beschreibungen und eine gute Prise Humor zu überzeugen. Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht, ich habe den Roman an einem Nachmittag verschlungen.

Die Lux-Reihe:
1. Obsidian. Schattendunkel
2. Onyx. Schattenschimmer
3. Opal. Schattenglanz
4. Origin. Schattenfunke
5. Opposition. Schattenblitz
Vorgeschichte: Shadows (nicht auf Deutsch)

★★★★☆