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Veröffentlicht am 16.04.2022

Ziemlich spannend

Oxen. Noctis
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Broschiert: 576 Seiten
Verlag: dtv (13. April 2022)
ISBN-13: 978-3423263245
Originaltitel: Gladiator
Übersetzung: Friederike Buchinger
Preis: 16,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ziemlich ...

Broschiert: 576 Seiten
Verlag: dtv (13. April 2022)
ISBN-13: 978-3423263245
Originaltitel: Gladiator
Übersetzung: Friederike Buchinger
Preis: 16,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ziemlich spannend

Inhalt:
Der ehemalige Elitesoldat Niels Oxen ist dabei, sich aus seiner PTBS herauszuarbeiten. Er stellt sich dem Leben und neuen Aufgaben. Als der Ex-PET-Chef Axel Mossmann ihn um Mithilfe bittet, überlegt er nicht lange, sondern macht sich an die Arbeit. Es geht darum, einen Scharfschützen zu fassen, der sieben Kriegsveteranen auf dem Gewissen hat.

Meine Meinung:
Dies ist der 5. Band um den ehemaligen Elitesoldaten Niels Oxen. In den ersten drei Bänden ging es um die Zerschlagung einer Geheimorganisation, des sogenannten Danehof. Diese drei Bände sollte man in Folge lesen. Im 4. und 5. Band geht es aber um andere Gegner, sodass man diese gut ohne Vorkenntnisse genießen kann.

Nachdem ich den 4. Band, „Lupus“, etwas fade fand, konnte mich „Noctis“ nun wieder mehr begeistern. Die Handlung ist komplex aufgebaut und wird spannend erzählt. Zuweilen konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, ob eine Gefahrensituation gemeistert wird oder ob man in den Ermittlungen endlich einen Schritt weiterkommt.

Mir gefiel es gut, wie Oxen sich mittlerweile entwickelt hat. Und auch Margrethe Franck vom PET spielt wieder eine bedeutende Rolle, die sie toll ausfüllt. Neu dazu gekommen ist eine junge Kollegin von der Kripo Kopenhagen, die mich auch sehr beeindruckt hat.

Insgesamt konnte Jens Henrik Jensen mich prima unterhalten und ich freue mich schon auf weitere Erlebnisse mit Oxen.

Die Reihe:
1. Oxen. Das erste Opfer
2. Oxen. Der dunkle Mann
3. Oxen. Gefrorene Flammen
4. Oxen. Lupus
5. Oxen. Noctis

★★★★☆

Veröffentlicht am 16.04.2022

Viel verschenktes Potenzial

Firekeeper's Daughter
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Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: cbj (21. März 2022)
ISBN-13: 978-3570166017
Empfohlenes Alter: ab ca. 14 Jahren
Originaltitel: Firekeeper's Daughter
Übersetzung: Claudia Max
Preis: 20,00 €
auch als ...

Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: cbj (21. März 2022)
ISBN-13: 978-3570166017
Empfohlenes Alter: ab ca. 14 Jahren
Originaltitel: Firekeeper's Daughter
Übersetzung: Claudia Max
Preis: 20,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Viel verschenktes Potenzial

Inhalt:
Die 18-jährige Daunis, halb Native American, halb weiß, wollte eigentlich Medizin studieren. Doch als sie in der Familie gebraucht wird, ändert sie ihre Pläne und bleibt erst mal zu Hause. Ein Lichtblick ist der Neue an der Highschool, der mit Daunis’ Halbbruder Levi in der Eishockeymannschaft spielt, Jamie. Doch Jamie sagt nicht die ganze Wahrheit und bald wird Daunis’ Leben komplett auf den Kopf gestellt. Das FBI ermittelt gegen einen Crystal Meth-Ring und Daunis wird zur Informantin.

Meine Meinung:
Ich hatte große Erwartungen an diesen Debütroman von Angeline Boulley, sprach mich doch der Klappentext absolut an, und in den USA stand das Buch lange Zeit auf den Bestsellerlisten. Aber die Geschmäcker sind wohl verschieden. Mich konnte es nicht überzeugen. Meiner Meinung nach wollte Boulley zu viel und verschenkte dabei viel Potenzial. Einerseits geht es um die Probleme der Natives, die sie früher hatten und heute haben. Auf der anderen Seite gibt es einen Kriminalfall, der aber nicht besonders raffiniert herüberkommt.

Die erste Hälfte des Romans konnte mich leider überhaupt nicht fesseln. Hier ging es hauptsächlich um Daunis’ Familie und die anderen Communitymitglieder. Die vielen Personen, die zunächst keine große Rolle spielen, aber erwähnt und beschrieben werden, fand ich ein bisschen verwirrend. Auch die vielen indigenen Begriffe förderten meinen Lesefluss nicht gerade. Sie werden zwar im Glossar hinten im Buch erklärt, aber das ewige Blättern war mir bald zu anstrengend und so las ich lieber mit Mut zur Lücke. Das meiste ist eigentlich auch selbsterklärend bzw. aus dem Kontext zu erfassen.

Interessant waren die Ausführungen über die Natives natürlich schon, nur mit dem ausschweifenden und in meinen Augen etwas strukturlosen Schreibstil kam ich nicht gut klar.

Die zweite Hälfte gestaltete sich dann spannender. Daunis muss einige brenzlige Situationen überstehen, da kann man schon mal mitfiebern. Der Schluss hat mir persönlich gut gefallen, wirkt er doch ziemlich realistisch.

Fazit:
Ein durchaus interessantes Buch, das aber noch viel fesselnder hätte gestaltet werden können.

TRIGGERWARNUNG (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):
GNUGITLAWEGREV, HCUARBSSIMNEGORD

★★★☆☆

Veröffentlicht am 10.04.2022

Hochzeitsplanerin Renate

Man muss sich nur trauen (Die Online-Omi 16)
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Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (31. März 2022)
ISBN-13: 978-3548064789
Preis: 11,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Hochzeitsplanerin Renate

Inhalt:
Renate Bergmann ...

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (31. März 2022)
ISBN-13: 978-3548064789
Preis: 11,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Hochzeitsplanerin Renate

Inhalt:
Renate Bergmann war vier Mal verheiratet, kennt sich also bestens aus mit Hochzeiten. Was liegt da näher, als dass sie sich intensiv um die Hochzeit ihrer besten Freundin Gertrud mit Gunter kümmert. Denn es soll ja nichts schiefgehen am schönsten Tag des Lebens.

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 16. Band mit Deutschlands wohl berühmtester Online-Omi. Ich habe bisher nur einen anderen Band gelesen, empfand dies aber nicht als störend. Was man über Renate und ihre Freunde unbedingt wissen muss, wird hier noch einmal kurz gesagt.

Hinter dem Pseudonym Renate Bergmann verbirgt sich übrigens der Schriftsteller Torsten Rhode, der die Figur der Renate Bergmann zunächst für Twitter erfand. Inzwischen schreibt er auch unter dem Pseudonym Günter Habicht, wobei Günter Habicht eine Figur aus den Renate-Bergmann-Romanen ist, quasi ein Gegenspieler von Renate Bergmann.

Wie gewohnt wird komplett aus Renates Sicht erzählt. An ihre Sprache (sie redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist) habe ich mich mittlerweile gewöhnt und kann mich dadurch ganz gut in die 82-jährige Dame einfühlen. Altersbedingt verliert die Gute öfter mal den Faden beim Erzählen, schweift in die Vergangenheit oder zu einer anderen Szene, findet aber auch immer wieder zurück, sodass schließlich jeder Faden seine Verknüpfung findet. Das ist ein bisschen anstrengend, aber auch zumindest am Anfang ein bisschen witzig. Und vor allem wirkt es authentisch.

Die Handlung ist nicht wirklich spektakulär, aber gerade bei den älteren Semestern und den Leserinnen werden durch die Anekdoten aus der Vergangenheit schöne Erinnerungen geweckt werden.

Gut gefallen hat mir, dass die Leserschaft immer wieder direkt angesprochen wird. So kann man eine schöne Nähe zu der alten Dame entwickeln, die einem leicht ans Herz wachsen kann.

★★★★☆

Veröffentlicht am 08.04.2022

Klasse wie immer

BRENNWEITE
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Broschiert: 352 Seiten
Verlag: btb Verlag (21. März 2022)
ISBN-13: 978-3442759187
Preis: 17,00 €
auch als E-Book erhältlich

Klasse wie immer

Inhalt:
Eigentlich wollte Bronski mit seiner Kollegin und ...

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: btb Verlag (21. März 2022)
ISBN-13: 978-3442759187
Preis: 17,00 €
auch als E-Book erhältlich

Klasse wie immer

Inhalt:
Eigentlich wollte Bronski mit seiner Kollegin und Freundin Svenja Spielmann in Tirol Urlaub machen. Doch dann läuft ihnen eine haarsträubende Geschichte über den Weg und die beiden können einfach nicht anders, als sich reinzuhängen und dem angeblichen Wunder auf den Grund zu gehen. Wenn sie allerdings gewusst hätten, was auf sie zukommt, hätten sie die Finger davon gelassen - oder vielleicht auch trotzdem nicht …

Meine Meinung:
Dies ist der 3. Teil der Reihe um den Pressefotografen David Bronski. Man muss die ersten beiden nicht unbedingt kennen, es erleichtert das Verständnis der Personen aber auf jeden Fall. Und außerdem sind auch die Vorgängerbände absolut lesenswert.

Die Erzählung wechselt zwischen Bronskis Ich-Perspektive und reinen Dialog-Kapiteln zwischen verschiedenen Personen. Ich finde beides klasse. Bei Ersterem ist man ganz nah am Protagonisten dran und erlebt alles hautnah mit, Kurze Andeutungen des zukünftigen Geschehens lassen einem die Haare zu Berge stehen. Die Dialoge sind sehr dynamisch, knallhart oder auch mal zum Schmunzeln.

Die Handlung beginnt einigermaßen gemächlich, um dann bald rasant an Fahrt aufzunehmen. Immer mehr werden Bronski und Co. persönlich in die Sache verstrickt und finden nicht mehr heraus. Man möchte einfach nur schnell weiterlesen, um das hoch spannende Drama zum Ende zu bringen.

Ich war wieder einmal vollauf begeistert und freue mich schon auf weitere Bände mit Bronski.

Die Reihe:
1. Dunkelkammer
2. Gegenlicht
3. Brennweite

★★★★★

Veröffentlicht am 04.04.2022

Viel DDR-Bashing, wenig Krimi

Im Schatten der Wende
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Broschiert: 368 Seiten
Verlag: dtv(16. Februar 2022)
ISBN-13: 978-3423263184
Preis: 16,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Viel DDR-Bashing, wenig Krimi

Inhalt:
Dreseden um 1989. Der junge ...

Broschiert: 368 Seiten
Verlag: dtv(16. Februar 2022)
ISBN-13: 978-3423263184
Preis: 16,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Viel DDR-Bashing, wenig Krimi

Inhalt:
Dreseden um 1989. Der junge Polizist Tobias Falck steht voll und ganz loyal hinter seinem Dienstherrn. Erst ein Undercover-Einsatz bringt ihn zum Nachdenken, dass manches vielleicht doch nicht so gut läuft. Nach dem Mauerfall wird er beim Kriminaldauerdienst beschäftigt. Hier erweist er viel Gespür für die Verbrechen, doch rennt er bei seinem Vorgesetzten immer wieder gegen eine Wand. Dass eine Kollegin aus der BRD um Ermittlungshilfe bittet, macht den Job nicht einfacher.

Meine Meinung:
Mir wurde dieser Kriminalroman von Frank Goldammer wärmstens empfohlen, entsprach aber leider so gar nicht meinem Geschmack. Zwar kommen das Umdenken des jungen Polizisten Falck und seine jeweiligen Beweggründe gut zum Ausdruck, aber das Ganze wird umrahmt von einer Riesenportion plumpen DDR-Bashings. Der Autor lässt hier kein gutes Haar an diesem Staat und seinen Bürgern.

Demgegenüber tritt die Krimihandlung für meinen Geschmack zu sehr in den Hintergrund. Zwar ist sie recht komplex, es laufen einige Fäden parallel und kreuzen sich irgendwann, wirkliche Spannung kommt aber leider erst gegen Ende auf.

★★★☆☆