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Veröffentlicht am 06.11.2021

Ein sehr gut recherchiertes Buch über eine kämpferische und starke Frau.

Selma Lagerlöf - sie lebte die Freiheit und erfand Nils Holgersson
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Dieses wunderbare Buch beschreibt das außergewöhnliche Leben der
Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf.
* 20. November 1858 in der Provinz Värmland auf Gut Mårbacka
in der heutigen Gemeinde Sunne, Schweden; † ...

Dieses wunderbare Buch beschreibt das außergewöhnliche Leben der
Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf.
* 20. November 1858 in der Provinz Värmland auf Gut Mårbacka
in der heutigen Gemeinde Sunne, Schweden; † 16. März 1940 ebenda.
Sie ist eine der bekanntesten Schriftstellerinnen des Landes;
1909 erhielt sie als erste Frau den Nobelpreis für Literatur und
wurde 1914 als erste Frau in die schwedische Akademie aufgenommen.
Selma Lagerlöf verfasste so wunderbare Werke, die auch über Schweden hinaus
bekannt wurden.

Erzählt wird in 3 Teilen. Die Handlung spannt sich von 1888 bis 1940.
Die Schreibweise ist wunderbar und sehr eindringlich.
Man spürt förmlich die Kraft, die Selma ausstrahlt.
Ihre Leidenschaft, ihren Willen sich gegen eine Männerwelt zu behaupten.
Wie sie sich gegen die gesellschaftlichen Regeln auflehnt und sich
selbst immer dabei treu bleibt.
Selma Lagerlöf schafft das unmögliche, weil sie ihren Glauben an sich selbst
nie verliert.
Zart und poetisch wird ihre Liebe zu Frauen und auch ihrer verloren
geglaubten Heimat Mårbacka beschrieben.
Das bringt die Autorin so wunderbar auf die Seiten.
Das Lebensgefühl dieser Zeit und die Charaktere werden brillant
zum Leben erweckt. Ihre vielen Reisen und die Ortsbeschreibungen lassen
eine längst vergangene Zeit wieder auferstehen.
Geben einen gelungenen Einblick in die Vergangenheit.
Ein sehr gut recherchiertes Buch über eine kämpferische
und starke Frau, die ihren Weg gegangen ist.
Die Quellenangaben am Ende des Buches runden das ganz ab.

Zwei Zitate, die ich unbedingt erwähnen möchte:

- Wer den Regentropfen erklären kann, kann auch das Meer erklären -
- Kurz bevor die Sonne aufgeht, ist die Nacht am dunkelsten -

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Charmanter Cosy-Krimi

Die unhöfliche Tote
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Das Lieblingsgemälde der Queen, das die Yacht Britannia zeigt,
ist verschwunden. Irgendwann in den 1980er Jahren ist es abhandengekommen.
Da muss Rozie, die Privatsekretärin der Queen wieder helfen.
Doch ...

Das Lieblingsgemälde der Queen, das die Yacht Britannia zeigt,
ist verschwunden. Irgendwann in den 1980er Jahren ist es abhandengekommen.
Da muss Rozie, die Privatsekretärin der Queen wieder helfen.
Doch das ist nicht alles. Mitten in die Ermittlungen wird ein Tote
entdeckt. Sie ist im Swimmingpool verblutet und war eine der
verdientesten Angestellten des Hofes.
Da ist es doch klar, dass die Queen diesen besonderen Fall nicht alleine den
Offiziellen überlassen kann.
Sehr bald stößt die Queen auf jahrzehntealte Affären und Intrigen, die den
Buckingham Palast bedrohen könnten.

Auch im 2. Band nimmt uns die Autorin mit zu den Windsors.
Im königlichen Palast geht es hoch her. Die Schreibweise ist wie gewohnt locker und leicht. Es ist einfach herrlich, wenn die Queen
an ihre Kindheit denkt, trotz ihrer alten Knie in einen leeren Kleiderschrank klettert und dabei noch ein sehr interessantes Gespräch belauscht.
Oder der Hinweis, dass der Palast ein wenig einem Schwan gleicht, der anmutig über einen See glitt, dabei aber unter der Wasseroberfläche wie verrückt paddelt, um voranzukommen.
Auch diesem Mal ermittelt die Privatsekretärin Rozie,
während die Queen im Hintergrund gekonnt ihre Fäden zieht.
Es geht nicht nur um eine Tote, sondern auch um ein Lieblingsbild der Queen, das in den 80er Jahren verschwunden ist. Also auch um die Kunst im Hause
Windsor.
Neben einiger Mitglieder der Familie wird dieses Mal auch das Personal in die Ermittlungen mit einbezogen. Das Leben der Bediensteten und die Beschreibungen der Räumlichkeiten geben eine gewisse Nähe und dem Leser das Gefühl mit vor Ort zu sein.
Leider ist der Spannungsbogen ziemlich flach gehalten und das bleibt er bis zum Ende.
Trotz des herrlichen englischen Humors weist der 2. Band doch einige Längen auf.
Ein charmanter Cosy-Krimi mit einem tollen Einblick in das Leben der Queen.

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Veröffentlicht am 30.10.2021

Gelungenes Debüt

Winterland
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Sandstedt, eine kleine Provinzstadt in der dänischen Provinz,
wird von einem Mord erschüttert.
Dänemarks bester Mordermittler Martin Juncker, in die Provinz versetzt,
übernimmt den Fall.
Kopenhagen, dort ...

Sandstedt, eine kleine Provinzstadt in der dänischen Provinz,
wird von einem Mord erschüttert.
Dänemarks bester Mordermittler Martin Juncker, in die Provinz versetzt,
übernimmt den Fall.
Kopenhagen, dort arbeitet seine ehemalige Kollegin Signe Kristiansen.
Als eine Bombe mitten auf dem Weihnachtsmarkt explodiert, übernimmt
Signe den Fall. Sie geht auf Täterjagd, dieses Mal ohne ihren Kollegen
Junckers. Der tut sich sehr schwer mit den Ermittlungen. Die Ehefrau
des Toten ist spurlos verschwunden. Keiner hat was gesehen
und Spuren gibt es auch nicht. Dazu kommt das er sich um seinen Dementen
Vater kümmern muss. Als Signe einen anonymen Tipp bekommt, wird der Fall
in eine Richtung gelenkt, die ihre schlimmsten Vorstellungen
übersteigt.

Winterland ist ein beeindruckendes Krimi-Debüt.
Sehr vielschichtig, hochpolitisch und sehr gesellschaftskritisch.
Die Schreibweise ist sehr fließend.
Alle Hauptcharaktere sind wunderbar gezeichnet und sehr lebensnah.
Man lebt und leidet mit ihnen.
Sie sprühen so vor Leben, dass man das Gefühl hat, sie wahrhaft zu kennen.
Vor allem, wenn das Privatleben der Ermittler mehr
und mehr in den Vordergrund tritt. Dann
spürt man ihre Zerrissenheit zwischen Arbeit und Privatleben.
Dazu erhält dieser Krimi sehr viel Lokalkolorit.
Die Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Überhaupt wird alles sehr detailliert dargestellt.
Mein Kopfkino lief die ganze Zeit auf Hochtouren.
Es gibt viele lose Fäden, die aber alle am Ende wunderbar verknüpft werden.
Man kann diesen Krimi kaum aus der Hand legen.
Ein Buch, das dem Leser eine Gänsehaut verschafft
und in die menschlichen Abgründe zieht. Es geht nicht nur um Mord, sondern
auch um Terrorismus, Integration, Familienbanden und Demenz. Provinz kontra Großstadt.
Ein atmosphärisch dichter und etwas düsterer Krimi.
Von Anfang an spannend mit einem Spannungsbogen der bis zum Ende erhalten bleibt.
Ein Lesehighlight!

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Veröffentlicht am 21.10.2021

Nette Unterhaltung

Das Haus der Düfte
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Paris 1950,
Anouk träumt davon ein eigenes Parfüm zu entwickeln. Das perfekte Näschen
dafür hat sie. Doch das Geschäft mit den Düften liegt fest in der Hand weniger Familien.
Ein Zufall bringt sie nach ...

Paris 1950,
Anouk träumt davon ein eigenes Parfüm zu entwickeln. Das perfekte Näschen
dafür hat sie. Doch das Geschäft mit den Düften liegt fest in der Hand weniger Familien.
Ein Zufall bringt sie nach Grasse und dort bekommt sie die einmalige Chance
dieses Handwerk zu erlernen.
Anouk hat ein großes Talent Gefühle zu Duft zu verwandeln.
Der Geruch von wilden Kräutern und eine alte Erinnerung an einen Augenblick des Glücks
inspirieren Anouk zu neuen einzigartigen Kompositionen.
Ohne es zu wissen, folgt sie damit dem Weg der Florence Girard,
die als arme Lavendelpflückerin begann und eine Duft-Dynastie begründete.
Als sich Anouk verliebt, holt sie die Vergangenheit ein.

Das wunderschöne Cover gibt einen Vorgeschmack auf den Inhalt.
Die Geschichte über die Entstehung des Parfüms anhand zweier fiktiven
Familien.
Erzählt wird auf zwei Zeitebenen.
Die Schreibweise ist gut und die Charaktere vielschichtig.
Das Lebensgefühl wird sehr gut wiedergegeben.

Die Entstehung und die Arbeit eines Parfüms wird sehr genau beschrieben.
Der Rückblick in die Anfangsjahre der beiden rivalisierenden Familien ist mehr als ausführlich.
Sehr viele Handlungsstränge werden gelegt. Alles wird sehr detailverliebt beschrieben.
Das bremst etwas den Lesefluss.
Dazu kommen so viele Zufälle, die der Hauptcharaktere passieren, dass es schon wieder unglaubwürdig ist. Glückliche Fügungen stehen im Vordergrund.
Das macht die Geschichte vorhersehbar und es ist schwer sich mit den Personen zu identifizieren. Sie bleiben einem fremd.
Das ist schade, denn die Autorin hat sehr gut recherchiert.
So bleibt es letztendlich ein netter Roman, mehr aber auch nicht.

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Veröffentlicht am 12.10.2021

Wunderbare Weihnachtsbäckerei

Weihnachten mit Christina
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Gestaltung:

Optisch macht dieses Buch große Lust auf die Weihnachtszeit.

Eine sehr schöne Aufmachung mit wunderschönen Bildern und Fotografien.
Der Buchrücken ist aus Leinen und veredelt mit goldener ...

Gestaltung:

Optisch macht dieses Buch große Lust auf die Weihnachtszeit.

Eine sehr schöne Aufmachung mit wunderschönen Bildern und Fotografien.
Der Buchrücken ist aus Leinen und veredelt mit goldener Einfassung.
Das sieht sehr hochwertig aus.
Innen kommt noch ein Lesebändchen dazu, stabiles Papier und wundervolle Farbaufnahmen.
Außerdem wurde das Buch klimapositiv hergestellt, cradle-to-cradle
gedruckt und plastikfrei, unverpackt.
Besser geht es nicht.

Das Buch selber ist sehr gut zu händeln und sehr praktisch in der Aufteilung.

Vorne im Buch gibt es einen genauen Überblick über den Inhalt des Buches.

Über die Zutaten, Backzubehör, Grundteige, Rezepte für Keksfüllungen.
Aber auch Missgeschicke und deren Problemlösung werden genannt.

Dann folgen die Rezepte:

Weihnachtskekse
Weihnachtsbrote
Gebäck und Kuchen
Süßes und Geschenkideen

Zu jedem Abschnitt gibt es kleine Anekdoten oder Tipps von der Autorin.

Hinten im Buch findet man alle Rezepte noch einmal in alphabetischer Reihenfolge.

Rezepte:

Die Rezepte sind sehr vielseitig und klar gegliedert.

Die Liste für die Zutaten ist gut aufgeteilt und übersichtlich.

Kleine Hinweise und Ratschläge geben dem ganzen etwas Persönliches.

Ergebnis:

Die Maßangaben stimmen und man kann sich auf die angebenden Zubereitungszeiten verlassen.

Die von mir getesteten Rezepte sind alle gelungen und haben auch sehr gut geschmeckt.
Z. B.
Die saftigen Kokosstangen, die Kokosbusserl, die Schokokekse mit Eierlikör Creme und die Christstollen Kugeln.

Fazit:

Ein sehr hübsches und sehr anregendes Buch, das richtig Lust auf die Weihnachtszeit macht.
Ein Buch was ich nicht mehr aus der Hand geben mag.

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