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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2025

Warmherzig

Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei
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Nehmen wir mal an, es gäbe eine Konditorei, die erst gegen Mitternacht
öffnet und in der ich ein bestimmtes Gebäck bekäme.
Ein Gebäck, mit dem ich, bevor ich endgültig ins Jenseits gehe, noch
einen meiner ...

Nehmen wir mal an, es gäbe eine Konditorei, die erst gegen Mitternacht
öffnet und in der ich ein bestimmtes Gebäck bekäme.
Ein Gebäck, mit dem ich, bevor ich endgültig ins Jenseits gehe, noch
einen meiner liebsten eine Freude machen kann.
Die junge Yeonhwa hat diese Chance. Sie erbt nach dem Tod ihrer
Großmutter eine kleine Konditorei. Das Testament besagt allerdings,
dass sie die Konditorei einen Monat lang führen muss. Pünktlich um 22 Uhr bis Mitternacht.
Yeonhwa ist gewillt, den letzten Wunsch ihrer geliebten Großmutter zu erfüllen,
und erlebt schon mit ihrem ersten Gast eine unglaubliche Reise. 
Eine märchenhafte und warmherzige Geschichte, die bezaubert.
Feinfühlig geschrieben, wird man in eine recht unbekannte Welt entführt.
Es geht um den Verlust eines geliebten Menschen, um Trost und Hoffnung.
Ein poetischer und sehr sensibler Roman über Trauerbewältigung.
Das macht die Autorin mit einem wunderbaren, leichten Schreibstil.
Mit sehr sensiblen Charakteren.
Melancholisch, bewegend, aber nie kitschig.
Das Buch ist innen wie außen wunderschön gestaltet
und enthält auch landestypische Rezepte.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Böse, Bissig, Wunderbar

Ein kleines Lied über das Sterben
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Tom Mangold ist ziemlich weit unten in seinem Leben angekommen.
Ehemals ein gefeierter Mordermittler, fungiert er nun als Hundefänger.
Haust in einer Laubenkolonie und steht ständig auf Koks.
Erst als ...

Tom Mangold ist ziemlich weit unten in seinem Leben angekommen.
Ehemals ein gefeierter Mordermittler, fungiert er nun als Hundefänger.
Haust in einer Laubenkolonie und steht ständig auf Koks.
Erst als er einer wunderschönen Frau begegnet, ändert sich was in
seinem Leben. Denn die Frau umgibt ein Geheimnis, das ihn in
einen Sog aus brutalem Mord und zerstörerischer Leidenschaft zieht.

In meinen Augen ist das hier mehr als ein kleines Lied.
Ein ganzer Strauß an Liedern schallt einem entgegen.
Kaum angefangen zu lesen, ist man schon mittendrin im Geschehen.
Einfach reingeschmissen in die Welt der süßen Knef.
Einige Kapitel werden aus Sicht des Hundes namens Knef erzählt.
Das tut der Geschichte gut.
Denn die ist geprägt von purer Gewalt und Kannibalismus.
Auf der anderen Seite gibt es einen wunderbaren Wortwitz.
Skurril, temporeich und gespickt mit tollen Dialogen.
Man hat das Gefühl, dabei zu sein. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren.
Die Spannung kommt auch nicht zu kurz.
Ein Krimi, wie ich ihn noch nie gelesen habe.
Mit einem sehr tiefen Blick in die Abgründe der Menschheit.
Also nichts für schwache Nerven.
Trotzdem ein großartiger Lesespaß.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Einfach umwerfend

Peggy Guggenheim
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Dieses wunderbare Buch beschreibt das außergewöhnliche Leben der Marguerite (Peggy) Guggenheim. Erzählt wird in mehreren Abschnitten und umspannt ihr ganzes Leben.
Peggy hatte zwei große Leidenschaften. ...

Dieses wunderbare Buch beschreibt das außergewöhnliche Leben der Marguerite (Peggy) Guggenheim. Erzählt wird in mehreren Abschnitten und umspannt ihr ganzes Leben.
Peggy hatte zwei große Leidenschaften. Kunst und Männer.
Das wird hier so wunderbar beschrieben. Wie Peggy allen Widerständen zum Trotz ihren Traum erfüllt.
Man spürt förmlich die Kraft, die Peggy ausstrahlt. Ihre Leidenschaft, ihren Willen, sich gegen eine Männerwelt und sogar auch gegen die eigene Familie zu behaupten. Der unbedingte Wille zur Unabhängigkeit und der Auffassung, dass Kunst für jeden da war und nicht nur für einen kleinen, abgeschlossenen Kunstzirkel.
Die Leidenschaft zur Kunst und die Anfänge ihrer Sammlerleidenschaft sind so mitreißend beschrieben. Alle Facetten ihrer komplexen Persönlichkeit, ihre vielen Talente, die als Sammlerin und Galeristin von zeitgenössischer Kunst Furore machte. Fernab aller Klischees vermittelt die Autorin überraschende und faszinierende Einblicke in Peggys Persönlichkeit und künstlerische Auffassung. Peggy tut auch viel Gutes. Viele Freunde werden von ihr monatlich finanziell unterstützt. Auch in schlechten Zeiten denkt sie ganz zuletzt an sich.
Durch ihre finanziellen Zuwendungen gelingt zahlreichen Künstlern die Flucht aus Europa.
Peggy Guggenheim war eine schillernde Frau, die sich um keine bestehenden Normen kümmerte. Ihr Interesse galt hauptsächlich der Person des Künstlers und seinem Kunstwerk. Aufgrund der Missachtung jeglicher Konventionen galt sie als Rebellin. Eine Biografie, spannend
Ein sehr gut recherchiertes und auch spannendes Buch über eine kämpferische und starke Frau, die ihren Weg gegangen ist.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Nette Unterhaltung

Apfelzeit am Deich
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Sehr authentisch und bildhaft schildert die Autorin das Leben
von drei Generationen.
Der Leser wird richtig in die Geschichte hereingezogen.
Schon nach ein paar Zeilen wird man ein Teil dieser großen Familie.
Lebt ...

Sehr authentisch und bildhaft schildert die Autorin das Leben
von drei Generationen.
Der Leser wird richtig in die Geschichte hereingezogen.
Schon nach ein paar Zeilen wird man ein Teil dieser großen Familie.
Lebt und hofft mit ihnen. Möchte gar nicht mehr aufhören, zu lesen.
Ein mitreißender Roman, der eine Sogwirkung
erzeugt, die sich durch das ganze Buch zieht.
Die Mischung zwischen klugen Lebensweisheiten,
ernsten Themen und etwas Romantik machen dieses Buch wohltuend.
Dazu kommen noch die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen.
Das gibt dem Leser das Gefühl, direkt vor Ort zu sein.
Überhaupt hat die Autorin die Gabe, den Leser so richtig in den Roman einzubinden.
Das liegt nicht nur an der fließenden Schreibweise.
Die Figuren sprühen vor Leben und Energie und zeigen die Stärke,
die in jedem Einzelnen stecken kann.
Ein schöner Ausflug ins Alte Land!

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Ein gelungenes Debüt

Was du siehst
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Eine kleine, große Welt, so farbenfroh sie nur sein kann
so ist dieser wunderschöne Roman.
Die Autorin hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Mal kraftvoll und intensiv, aber auch wieder sehr einfühlsam ...

Eine kleine, große Welt, so farbenfroh sie nur sein kann
so ist dieser wunderschöne Roman.
Die Autorin hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Mal kraftvoll und intensiv, aber auch wieder sehr einfühlsam und zart
beschreibt sie die vielen Farben des Glücks, und was passieren kann, wenn das Warten endlich ein Ende hat.
Die feine und klare Sprache erzeugt einen Ton, der unter die Haut geht.
Ein wunderbarer Roman, einfühlsam und intensiv, aber auch voller Energie.
Melancholisch, bewegend, aber nie kitschig.

Laura Maaß schafft es problemlos, ein schwieriges Thema
auf fast schon poetische Art wiederzugeben.
Die Charaktere sind so echt und intensiv, dass man sich mit ihnen sehr
verbunden fühlt.
Der Leser lernt eine Welt kennen, die ihm sonst eher verschlossen bleibt.
So ist das Leben, und deshalb finde ich dieses Buch einfach wunderbar.
Für mich ein Lesehighlight von einer Autorin, die man sich merken sollte.

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