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Veröffentlicht am 29.11.2020

Die Würze des Lebens

Bergsalz
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Die Autorin hat einen sehr sozialen Roman geschrieben.
Sie geht der Frage nach wie wir Leben und was wir erleben. Vom Verlassensein ist die Rede und vom Zusammenhalt.
Von der Freude, Großzügigkeit, der ...

Die Autorin hat einen sehr sozialen Roman geschrieben.
Sie geht der Frage nach wie wir Leben und was wir erleben. Vom Verlassensein ist die Rede und vom Zusammenhalt.
Von der Freude, Großzügigkeit, der Liebe und auch von Schmerz und Leid durch Krieg oder Vertreibung.
Die Würze des Lebens ist, das was alles zusammenhält. Wie hier im Roman das Bergsalz.

Es ist schön zu lesen wie dieses Salz Franzi und ihre alteingesessenen Dorffreundinnen mit den neuen Dorfbewohnern verbindet. Syrische Flüchtlinge, die alles verloren haben. Eine von ihnen, Esme, beginnt mit Franzi zu kochen.
Franzi freundet sich mit Esme an und die beiden probieren verschiedene Rezepte aus.
Entdecken einige Gemeinsamkeiten.
Das ganze Dorf wird aus dem Dornröschenschlaf geweckt.
Die Menschen entdecken nicht nur  das das Fremde auch gute Seiten hat. Sie haben auch den Ehrgeiz das Dorf wiederzubeleben.
Franzi schafft es sogar das Sabina, die aus der Enge des dörflichen Lebens in die Welt und bis in Kriegsgebiete flüchtete in ihre Pläne mit einzubinden.

Das alles wird in zwei Zeitebenen erzählt.
In Rückblenden geht es in das mittelalterliche Allgäu in die Zeit der Bundschuh-Bewegung. Um aufständische Bauern die in den Jahren 1493 bis 1517 gegen
Ungerechtigkeiten aufbegehrten.
Der Kreis schließt sich mit Sabina.
Sie beginnt in einem Einödhof ein neues Familien-Leben.
Die Schreibweise ist gut, geht manchmal sogar ins Poetische.
Die Charaktere und Ihre Entwicklungen sind wunderbar beschrieben und man kann sich sehr gut mit ihnen Identifizieren.
Der ganze Roman ist so positiv und sehr inspirierend.
Leider wird vieles nur kurz angerissen.
Die Botschaft aber ganz klar.
Hoffnung und Glaube kann Berge versetzen.
So ist das Leben und deshalb gefällt mir dieses Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2020

Mitreißend und hoffnungsvoll

Wenn du mich heute wieder fragen würdest
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In einer kleinen Vorstadt wohnen zwei Familien. Lena Gleesons freut sich sehr
als die Stanhopes ins Nachbarhaus einziehen. Sie fühlt sich tagsüber alleine
mit ihrem Baby und hätte sehr gerne eine Freundin.
Anne ...

In einer kleinen Vorstadt wohnen zwei Familien. Lena Gleesons freut sich sehr
als die Stanhopes ins Nachbarhaus einziehen. Sie fühlt sich tagsüber alleine
mit ihrem Baby und hätte sehr gerne eine Freundin.
Anne Stanhope aber bleibt sehr kühl und distanziert. Verweigert jeden Kontakt.
Erste ihre Kinder, Kate und Peter, beginnen eine Freundschaft.
Als eine Katastrophe passiert wird die allerdings auf die Probe gestellt.
Peter plagen sein Leben lang Schuldgefühle. Eine Geschichte über eine lebenslange
Freundschaft und Liebe.
Ein wunderbar geschriebener Roman. Sehr flüssig in der Schreibweise, die im Laufe der
Geschichte an Tempo zulegt. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Ein Roman mit großen Themen. Praktisch alles kommt vor.
Vernachlässigung, Gewalt, Krankheit, Untreue, Schuldgefühle aber am Ende auch Vergebung.
Das alles hält diese Geschichte mühelos aus, weil die Charaktere so vielschichtig sind
und spielend ineinander greifen. Sie lassen es zu, das man immer tiefer eintaucht bis
es zu einer Katastrophe kommt.
Ein kleiner Moment der für beide Familien einfach alles ändert.
Das auch nach so einem schlimmen, traumatischen Erlebnis das Leben weiter gehen muss
und wie sich alle so nach und nach daraus befreien können wird hier wunderbar erzählt.
Man kann der Vergangenheit nicht entliehen aber man kann versuchen mit ihr zu leben
und das beste daraus machen.
Die Autorin hat hier ein fesselndes und auch ungewöhnliches Buch geschrieben.
Es ist zeitweilig sehr brutal und dann wieder fast lieblich mit ganz viel Hoffnung.
Die Geschichte entwickelt eine Explosivkraft und verlangt dem Leser einiges ab.
Sensibel und bewegend erzählt.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2020

Hält was es verspricht

Super fresh
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Gestaltung:

Optisch ist dieses Buch ein Hingucker.

Eine schöne Aufmachung mit tollen, appetitanregenden Fotos.
Das Buch selber ist sehr gut zu händeln und praktisch in der Aufteilung.

Vorne im Buch ...

Gestaltung:

Optisch ist dieses Buch ein Hingucker.

Eine schöne Aufmachung mit tollen, appetitanregenden Fotos.
Das Buch selber ist sehr gut zu händeln und praktisch in der Aufteilung.

Vorne im Buch ist eine kurze Inhaltsangabe, hinten ein sehr umfangreiches
Glossar und einem Register.

Im Glossar werden die wichtigsten Zutaten beschrieben und auch einen evtl.
Ersatz, falls mal etwas nicht im Hause sein sollte.

Zusätzlich gibt es Tabellen über Ofentemperaturen, Zutaten und Gewichte.

Rezepte:

Die Rezepte sind sehr vielseitig und wunderbar erklärt.
Jeweiligen Arbeitsschritte werden ausführlich beschrieben.

Die Liste für die Zutaten ist gut aufgeteilt und übersichtlich.

Kleine Hinweise und Ratschläge geben dem ganzen etwas Persönliches.

Ergebnis:

Die Maßangaben stimmen und man kann sich auf die angebenden Zubereitungs- und Kochzeiten verlassen.

Mein Fazit:

Die von mir getesteten Gerichte sind alle gelungen und haben auch sehr gut geschmeckt.
Z. B.
Im Ofen gebackene Grünkohl-Gnocci mit Balsamico Tomaten.
Da bei uns keiner Grünkohl mag, habe ich Blatt Spinat genommen.
Das Essen war sehr lecker.

Spinat Soufflé-Omelett – ein Traum.

Auch die Nachspeisen wie z.b.
Gegrillte Vanille Pfirsiche mit Mandel-Crunch – ein Gedicht.

Dieses Buch inspiriert zum Experimentieren und es macht einfach Spaß daraus zu kochen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 20.11.2020

Eine liebevoll erzählte Geschichte für kleine und große Tierfreunde.

Ein Buchdackel erzählt
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Ein kleiner Buchdackel öffnet sein Herz und damit auch die Tür zu einem sehr schönen Buchladen. Frei nach Schnauze schildert Claudia Neudörfer die großen und kleinen Problemchen ihrer Dackelhündin Nanni.

Das ...

Ein kleiner Buchdackel öffnet sein Herz und damit auch die Tür zu einem sehr schönen Buchladen. Frei nach Schnauze schildert Claudia Neudörfer die großen und kleinen Problemchen ihrer Dackelhündin Nanni.

Das ist so wunderbar geschrieben und gibt Einblicke in das Leben eines kleinen Hundes. Lustige Anekdoten und Begegnungen werden hier aus der Sicht eines Hundes dargestellt.

Eine liebevoll erzählte Geschichte für kleine und große Tierfreunde.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2020

Ein kleines Dorf namens Elwenfels

Winzerfluch
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Der zweite Band dieser Reihe stellt die Einwohner des Dörfchens Elwenfels vor schwierige Aufgaben. Ausgerechnet als Carlo Herb wieder zurückkehrt, geschieht ein brutaler Mord. Dann das schlimmste überhaupt. ...

Der zweite Band dieser Reihe stellt die Einwohner des Dörfchens Elwenfels vor schwierige Aufgaben. Ausgerechnet als Carlo Herb wieder zurückkehrt, geschieht ein brutaler Mord. Dann das schlimmste überhaupt. Eine einheimische Winzerin wird inhaftiert. Zudem hat sich ein Camp mit Soldaten im Wald breitgemacht. Haben die was mit dem Mord zu tun? Als dann auch noch eine völlig verstörte Fremde auftaucht, eskaliert die Lage.

Nach -Rebenopfer- ist dies der zweite Band der Reihe. Jeder Band kann unabhängig von dem anderen gelesen werden.

Auch dieser Band überzeugt wieder durch Sprachwitz und Situationskomik. Das Cover ist wunderschön und sehr passend. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert. Der Schreibstil ist wunderbar und macht dieses Buch zu einem richtigen Leseerlebnis. Der Pfälzer Dialekt gibt dem ganzen eine besondere Dynamik. Diese so authentischen Charaktere ziehen einen so richtig in den Bann. Lebensfroh, bodenständig und gewitzt gehen sie auf Mördersuche. Alles wird sehr bildhaft in Szene gesetzt. Die Mischung zwischen Spannung und etwas Fantasie/Mystik ist gelungen. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren. Man kann einfach nicht genug bekommen von diesen schrulligen und schrägen Typen. Auch, wenn die Spannung dieses Mal ein wenig zu kurz kommt, ist es ein Krimi, der süchtig macht.

Bitte mehr davon!

Erwähnenswert ist auch wieder eine schöne Skizze von Elwenfels vorne im Buch. Hinten im Buch gibt es ein Glossar für ethnolinguistisch interessierte Leser/innen.

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