Vater und Sohn
JuniNebelBernard macht sich auf die Suche nach seinem verschwundenen
Vater. Er kehrt zurück an die Küste, an den Ort den er vor
acht Jahren fluchtartig verlassen hat.
Als er auf den Weggefährten und besten Freund ...
Bernard macht sich auf die Suche nach seinem verschwundenen
Vater. Er kehrt zurück an die Küste, an den Ort den er vor
acht Jahren fluchtartig verlassen hat.
Als er auf den Weggefährten und besten Freund seines Vaters trifft,
lernt er einen ganz anderen Menschen kennen.
Er wird mit der Vergangenheit konfrontiert und er gerät in einen Sog,
der ihn in die tiefsten Geheimnisse zieht.
Zitat:
"Das Mosaik, aus dem sich Vaters Leben zusammensetze, begann sich in seiner
festgefügten Ordnung aufzulösen und ein neues erschien."
Die Autorin hat hier eine wunderbare Geschichte über das Vergessen und die schlimmen Folgen des Schweigens geschrieben.
Der Schreibstil ist zeitweilig poetisch und doch völlig klar.
Die Charaktere sind so stark und authentisch, man kann sich so richtig mit ihnen identifizieren.
Bernards Suche nach seinem Vater, das erkennen wie er war und vor allem warum er so war, führt direkt in eine schlimme Zeit. Nichts ist so wie es scheint.
Wunderbar wie hier die einzelnen Mosaiksteinchen auseinander genommen und wieder zu einem neuen Bild zusammengesetzt werden.
Wie sich der Nebel langsam lichtet und der Sohn sich endlich geliebt fühlt. Sich auf sein Leben einlassen kann.
Ein wunderbarer Roman über Vater und Sohn, über die Liebe und was passiert, wenn nicht
geredet wird. Dass man nicht ruhig im jetzt leben kann, wenn man die Vergangenheit nicht kennt.
Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise, der man sich nicht mehr entziehen kann.
Das Buch ist traurig und fröhlich, bitter und süß und einfach nur schön.
Es ist kein leichter Roman aber so ist das Leben. Das wird hier unverfälscht wieder gegeben.
Ein Roman, der nachdenklich macht und sehr lesenswert ist.
Ein mehr als gelungenes Debüt!