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Veröffentlicht am 14.03.2020

Das Bamberger - Duo

Der Franken-Bulle
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Klappentext:

Klappe und Action! Der Showdown der neuesten Folge des »Franken-Bullen« wird dramatischer als geplant.
Denn die Waffe des Fernsehkommissars ist echt – und die berühmte Krimiautorin Barbara ...

Klappentext:

Klappe und Action! Der Showdown der neuesten Folge des »Franken-Bullen« wird dramatischer als geplant.
Denn die Waffe des Fernsehkommissars ist echt – und die berühmte Krimiautorin Barbara Schauer,
die das Opfer spielen sollte, tot. Kommissar Horst Müller und seine Kollegin Paulina Kowalska tauchen
in die bunte Welt des Schauspiels ein und müssen feststellen,
dass sich hinter den glitzernden Kulissen menschliche Abgründe auftun.



Fazit:

Harry Luck hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Der knorrige Horst Müller und seine charmante Kollegin Paulina Kowalska sind wirklich ein köstliches Gespann.
Mit ausgeprägten Humor und großen Sprachwitz wird hier ermittelt. Mit viel Situationskomik begeben
sich die beiden auf Tätersuche. Der Krimi im Krimi gibt dem Fall noch das gewisse Extra.
Der Spannungsbogen ist gekonnt gesetzt, auch wenn es hier weder übermäßig blutig noch dramatisch zu geht.
Ich habe ich mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt, habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.
Ein gelungener Krimi mit viel Lokalkolorit und sehr unterhaltsamen Charakteren.

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Veröffentlicht am 12.03.2020

Einfühlsam und wunderschön

Dankbarkeiten
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Es geht um das Bewusstsein, dass ein Leben immer von anderen abhängig ist und sein wird.
Dass es Versäumnisse geben kann, die unkorrigierbar bleiben.
So wie im Leben der alt gewordenen Michka, die als ...

Es geht um das Bewusstsein, dass ein Leben immer von anderen abhängig ist und sein wird.
Dass es Versäumnisse geben kann, die unkorrigierbar bleiben.
So wie im Leben der alt gewordenen Michka, die als Kind einst von einer Familie aufgenommen wurde, die in den Wirren des tobenden Krieges von ihrer Mutter verlassen wurde. Einer Jüdin die auf der Flucht war.
Jetzt wohnt Michka in einem Seniorenheim und zunehmend quält sie der Gedanke sich bei ihren Rettern nie bedankt zu haben. Dazu kommt das sie so langsam ihre Worte verliert. Sie, die früher mal so viel mit Worten gearbeitet hat. Immer ist sie auf der Suche nach Wörtern, ersetzt sie durch ähnlich klingende.

Die Autorin beschreibt dieses Schreckliche so behutsam und schön.
Mit Sätzen wie:

Alt werden heißt verlieren lernen.
Das verlieren, was einem geschenkt wurde, wofür man gekämpft hat,
und wo von man geglaubt hat, man würde es für immer behalten.
Sich neu anpassen.
Sich neu organisieren.
Ohne zurechtzukommen.
Darüber hinweggehen.
Nichts mehr zu verlieren haben.
Was bleibt, wenn die Sprache nicht mehr da ist?

Michka hat Angst das alles zu verlieren, ohne sich vorher noch richtig bedankt zu haben.
Es gibt dann auch noch Marie, die schon in der Wohnung für sie sorgte. Michka hat sich viel um Marie gekümmert. Sie war wie eine Mutter für sie, weil ihre eigene Mutter kaum da oder einfach überfordert war.
Und Jérôme, der Logopäde, der Michka zweimal pro Woche besucht und mit Übungen versucht gegen Michkas Vergessen anzukämpfen. Und wie Michka kämpft.
Wort für Wort versucht sie Sätze zu formen, die bisweilen unfreiwilligen Witz entfalten.
Michka hat aber auch zunehmende Ängste alles immer mehr im Vergessen zu verlieren.
Nachts hat sie die schlimmsten Alpträume, die sie nicht zur Ruhe kommen und schlafen lassen.
Aber Michka verstummt nicht. Im Gegenteil. Mit ihren letzten klaren Gedanken ist sie bis zuletzt um das Leben anderer bemüht. Auch, wenn ihr das Formulieren immer schwerer fällt.

In dieser Dreiecksgeschichte wird deutlich was Dankbarkeit bedeutet, wie unterschiedlich sie sein kann.
Dankbarkeit kann am Lebensende eine Herzensangelegenheit sein und sie kann auch bestehende Beziehungen festigen und vertiefen.
Das alles wird in einer wunderschönen Sprache erzählt. Mit wundervollen Charakteren.
Es ist ein sehr einfühlsamer Roman über das Alt werden.
Mit der Message das im Grunde genommen für nichts zu spät ist und schon gar nicht die Hoffnung.
Eine Lesehighlight!

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Veröffentlicht am 06.03.2020

Gruseliges aus Fredenbüll

Friedhof der Krustentiere
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Klappentext:

Heringshappen & Horrornächte: Die Angst geht um in Fredenbüll!

Ein Herbststurm fegt durch Fredenbüll und weht nichts Gutes in den nordfriesischen Küstenort:

Schimmelreiter Hauke Schröder ...

Klappentext:

Heringshappen & Horrornächte: Die Angst geht um in Fredenbüll!

Ein Herbststurm fegt durch Fredenbüll und weht nichts Gutes in den nordfriesischen Küstenort:

Schimmelreiter Hauke Schröder findet Tante Telse tot im Ford Mustang, eine Einbruchserie verunsichert die Dorfbewohner, und auf der gegenüber liegenden Hallig Westeroog gehen unheimliche Dinge vor sich. Dort versetzt eine gruselige Gestalt die wenigen Gäste des Hallig-Hotels, in dem Polizistentochter Tadje gerade ihr Praktikum absolviert, in Angst und Schrecken. Als aus der Hotelküche das größte Messer verschwindet und die Telefonverbindung abreißt, wird die Lage mehr als brenzlig. Dorfpolizist Thies Detlefsen und ganz Fredenbüll durchleben eine wahre Horrornacht.

Fazit:

Ich habe mich sehr auf diesen 8. Küsten Krimi gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Dieses Mal wird es nicht nur spannend, sondern auch richtig gruselig. Eine sehr gelungene Mischung zwischen Friedhof der Kuscheltiere und grauslichschönen Gruselgeschichten. Diese wunderbaren so authentischen Charaktere ziehen einen richtig in den Bann. Der Wortwitz und die Situationskomik ist einfach nur wunderbar. Skurril, Temporeich und gespickt mit köstlich witzigen Dialogen. Man hat das Gefühl dabei zu sein. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren. Die Spannung kommt auch nicht zu kurz. Kurzum, ein richtig guter Küsten-Krimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit. Dieses Buch hat mir wunderbare, gruselige Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 03.03.2020

Ein wunderschöner, warmherziger Roman mit südländischem Flair, voller Humor und Lebensfreude.

Dolce Vesuvio. Ein Italien-Roman.
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Klappentext:

Wer braucht schon die Gegenwart, wenn die Vergangenheit voller Wunder steckt?
Carlotta vergöttert Vulkane, antike Dichter und alles, was tief unter der Erde verborgen liegt.
Doch als sie ...


Klappentext:

Wer braucht schon die Gegenwart, wenn die Vergangenheit voller Wunder steckt?
Carlotta vergöttert Vulkane, antike Dichter und alles, was tief unter der Erde verborgen liegt.
Doch als sie das Angebot erhält, den Sommer bei einer Ausgrabung in Pompeji zu verbringen,
wirbelt das mächtig Staub auf in ihrem Leben. Denn statt auf den erhofften Sensationsfund
trifft sie am Vesuv ausgerechnet ihren Konkurrent Alessandro Mantegna -
und der setzt ein schicksalhaftes Drama in Gang, dem nur Carlotta ein Ende bereiten kann.
Doch dazu muss sie lernen, nicht nur hinter die Fassaden ihrer geliebten Ruinen,
sondern auch in die Herzen der Männer und den Himmel Italiens zu blicken …

Fazit:

Wunderbar leicht geschrieben, mit viel Humor und Amore.
Die Schreibweise ist sehr mitreißend und die Charaktere einfach bezaubernd.
Das italienische Lebensgefühl ist sehr stark und man spürt förmlich die Atmosphäre, die Leichtigkeit.
Die Liebe kommt dabei auch nicht zu kurz.
Das alles in Kombination mit der tragischen Geschichte von Pompeji.
Sehr gelungen ist, das jedes Kapitel, mit einem lateinischen Zitat mit deutscher Übersetzung beginnt.

Ich war sehr schnell drin in der Geschichte und hätte das Buch in einem Rutsch durch Lesen können.
Die Ortsbeschreibungen vermitteln das Gefühl direkt vor Ort zu sein.
Man merkt dem Roman an, dass die Autorin viel Gefühl, Hintergrund Wissen und Liebe in ihre
Geschichte gepackt hat.
Ein wunderschöner, warmherziger Roman mit südländischem Flair, voller Humor und Lebensfreude.

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Veröffentlicht am 01.03.2020

Der Mensch als Ware

In München wartet der Tod
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Der 2. Band dieser Krimi Reihe handelt vom Organhandel und seinen grauenhaften
Methoden. Die Kommissare ermitteln dieses Mal in München.
Ich hatte mich sehr gefreut wieder von diesen doch besonderen Ermittler ...

Der 2. Band dieser Krimi Reihe handelt vom Organhandel und seinen grauenhaften
Methoden. Die Kommissare ermitteln dieses Mal in München.
Ich hatte mich sehr gefreut wieder von diesen doch besonderen Ermittler Paar zu lesen.
Leider blieb vieles hinter meinen Erwartungen.

Das Thema Organhandel wird hier wunderbar wiedergegeben.
Die Profitgier aller Beteiligten führt zu skrupellosen Machenschaften. Ein Menschenleben ist
nichts wert. Das ist alles sehr gut recherchiert.

Die Charaktere aber ermitteln vor sich hin und haben mit sich selbst genug zu tun.
Die Dialoge sind platt und beliebig. Von einem "dynamitgeladenen" Duo konnte ich leider nichts entdecken.
Die Orte sind anschaulich und bildhaft beschrieben. Das reicht aber nicht aus.
Ein Krimi muss nicht blutig sein aber er sollte schon von Anfang bis Ende einen Spannungsbogen haben.

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