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Veröffentlicht am 03.02.2018

Eine Kleinstadt und Ihre Bewohner

Lied der Weite
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Eine Kleinstadt namens Holt in Colorado und ihre Einwohner.
Jeder hat sein Päckchen zu tragen.
Da ist z.b. die 17-jährige Victoria. Sie ist schwanger und wurde von Ihrer Mutter vor die Tür gesetzt oder ...

Eine Kleinstadt namens Holt in Colorado und ihre Einwohner.
Jeder hat sein Päckchen zu tragen.
Da ist z.b. die 17-jährige Victoria. Sie ist schwanger und wurde von Ihrer Mutter vor die Tür gesetzt oder die beiden Brüder, Ike und Bobby, die von Ihrer Mutter verlassen werden.

Kent Haruf gelingt es mühelos unsere Gefühle zu wecken. Er lässt den Leser einzelne Stimmungsebenen nachempfinden und bindet ihn als Protagonist in seine Geschichten ein.
Eine Kleinstadt und Ihre fiktiven Bewohner. Einfühlsam und intensiv werden die großen oder auch kleinen Probleme der Einwohner geschildert. Es geht um den Zusammenhalt und um die Zukunft jedes einzelnen. Der Autor hat eine wunderbare Art zu schreiben und die Charaktere sind sehr lebensecht gestaltet. Seine Worte haben eine Kraft und entwickeln einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Mit einfachen Worten fängt er eine Bildgewaltige Kulisse ein. Vor dieser Kulisse erleben wir eine Geschichte über Freundschaft und Liebe, aber auch ein Gleichnis von Unzulänglichkeiten und Verrat. Die Charaktere sprühen vor Leben und Energie und zeigen die Stärke, die in jedem einzelnen stecken kann.
Einfache nur großartig.
Eine unbedingte Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 28.01.2018

Ein warmherziger, großartiger Familienroman

All die Jahre
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cAll die Jahre
von J. Courtney Sullivan
erschienen im Februar 2018
im Deuticke Verlag

Als junge Frauen sind die Schwestern Nora und Theresa Flynn
von Irland nach Amerika ausgewandert.
Nora soll sich dort ...

cAll die Jahre
von J. Courtney Sullivan
erschienen im Februar 2018
im Deuticke Verlag

Als junge Frauen sind die Schwestern Nora und Theresa Flynn
von Irland nach Amerika ausgewandert.
Nora soll sich dort mit ihrem Verlobten Charlie treffen.
Theresa reist mit, damit sie eine Ausbildung beginnen kann.
Das Leben in Amerika verläuft allerdings ganz anders
als sie sich das jemals vorgestellt haben.
Theresa wird schwanger, Nora trifft eine sehr folgenreiche
Entscheidung. 50 Jahre später, Nora hat vier Kinder.
John, Bridget, Brian und Patrick, ihren Ältesten, der Nora beständig Sorgen
bereitet und trotzdem ihr Liebling ist.
Theresa lebt als Nonne in einem Kloster, als Patricks Tod
die Schwestern nach Jahrzehnten des Schweigens wieder zusammenführt,
sie zwingt, sich mit dem auseinanderzusetzen, was ihr Leben für immer
verändert hat.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und springt immer wieder zurück
in die Vergangenheit.
Die Charaktere sind sehr lebensecht und liebevoll gezeichnet.
Die Autorin hat einen wunderbaren leichten Schreibstil,
der das Lesen zum Erlebnis macht.
Eine Geschichte die einen in den Bann nimmt.
Es geht um die Frage, ob viele kleine Entscheidungen ein ganzes
Menschenleben ausmachen können. Entscheidungen können einen ein
ganzes Leben lang verfolgen. Ein Familienroman der sehr einfühlsam und
intensiv ist. Dieses Buch macht Mut und bringt Hoffnung,
das es im Leben immer weiter geht.
Jeder kann hier ein kleines Stück Hoffnung in sein eigenes Leben mitnehmen.
Nicht nur deshalb ist dieses Buch einfach schön.
Ein warmherziger, großartiger Familienroman der einen in den Bann zieht.
Eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 16.01.2018

Ein wunderbares Buch

Die amerikanische Prinzessin
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Die amerikanische Prinzessin
von Annejet van der Zijl
erschienen im Februar 2018 im
Theiss Verlag

Dieses wunderbare Buch beschreibt das außergewöhnliche
Leben der Allene Tew. Die Autorin hat dafür 4 Jahre ...

Die amerikanische Prinzessin
von Annejet van der Zijl
erschienen im Februar 2018 im
Theiss Verlag

Dieses wunderbare Buch beschreibt das außergewöhnliche
Leben der Allene Tew. Die Autorin hat dafür 4 Jahre lang
recherchiert. Das Ergebnis ist ein ganz besonderes historisches
Dokument. Allene Tew lebte von 1872 bis 1955. Sie war 5 mal verheiratet
und hatte 2 Kinder. Als gutbürgerliches Kind geboren schaffte sie es in
die gehobene Gesellschaft und bis in die adligen Kreise.
Allene hatte sehr viele Verluste in ihrem Leben
zu verkraften. Wohlstand, Ansehen, Mutterglück und die große Liebe
Ihres Lebens. Sie hat es immer wieder geschafft weiterzuleben und auch
neu anzufangen. Es stellt sich hiermit auch die große Frage:
Wie geht man mit Verlusten um?
Es ist eine Lebensgeschichte voller Wendungen und es ist auch ein Teil
der amerikanischen Geschichte. Zwei Weltkriege,
Bankenkrach und Revolutionen musste Allene erleben. Sie hat es geschafft
und ist ihren Weg bis zum bitteren Ende gegangen.
Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil. Das Buch ist spannend,
obwohl der Roman ja nur aus reinen Fakten besteht.
Hervoragend recherchiert und flott geschrieben. In der Mitte des
Buches findet man Fotos, die einen Allene und ihre Familie etwas Näher
bringen. Dem Charme dieses Buches kann man sich kaum entziehen.
Eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 09.01.2018

Dieser Roman ist ein Genuss

Nicht ganz leicht
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Eilzabeth Horn
Nicht ganz leicht
Roman erschienen am 3. Oktober 2017

Dieser Roman verzaubert durch seine Leichtigkeit.
11 Freunde: Nach dem alten Motto „Einer für alle, alle für einen.„
Das Ehepaar Sternberg ...

Eilzabeth Horn
Nicht ganz leicht
Roman erschienen am 3. Oktober 2017

Dieser Roman verzaubert durch seine Leichtigkeit.
11 Freunde: Nach dem alten Motto „Einer für alle, alle für einen.„
Das Ehepaar Sternberg ist sehr verliebt ineinander und die Beziehung
scheint perfekt zu ein. Carl und Clärchen müssen jedoch feststellen
das man an einer Beziehung immer arbeiten muss. Am wichtigsten ist,
das man miteinander redet.
Als ein guter Freund von einer Heiratsschwindlerin betrogen wird,
zeigt sich, was echte Freundschaft wirklich heißt.
Elizabeth Horn hat für jede Lebenslage das richtige Rezept.
Obwohl ich den ersten Roman dieser Reihe nicht gelesen habe,
bin ich wunderbar leicht in dieses Buch gekommen.
Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil.
Gradlinig, verspielt und sehr detailreich.
Auch die Charaktere sind sehr lebensecht gestaltet.
Dieses Buch ist wie ein Sahneschnittchen, man wird süchtig nach mehr.

Veröffentlicht am 26.12.2017

Wenn Wörter töten

Todschreiber
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Todschreiber
von Maren Graf
erschienen am 3.2.2016
im Gmeiner Verlag

Die junge Kriminalkommissarin Lena Baumann steht
vor einem Rätsel. Eine Reihe von Selbstmorden bereiten
ihr Kopfschmerzen. Eigentlich ...

Todschreiber
von Maren Graf
erschienen am 3.2.2016
im Gmeiner Verlag

Die junge Kriminalkommissarin Lena Baumann steht
vor einem Rätsel. Eine Reihe von Selbstmorden bereiten
ihr Kopfschmerzen. Eigentlich scheinen die Fälle
eindeutig zu sein, doch was hat es mit den geheimnisvollen
Briefen auf sich, die die Toten kurz vorher gelesen haben?
War es denn wirklich ein Selbstmord oder hat da jemand
nachgeholfen?

Ein solider und mit einer Leichtigkeit geschriebener Krimi, der seine Spannung langsam aufbaut.
Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil.
Die Orte sind anschaulich und bildhaft beschrieben.
Überhaupt wird alles sehr detailliert dargestellt.
Die Charaktere sind alle sehr lebensnah gezeichnet und voller Überraschungen.
Eine Ermittlung aus einem etwas anderen Blickwinkel.
Es geht um Wörter. Wörter sind mächtige Waffen- sie können heilen, aber auch töten. Es bleibt spannend bis zum Schluss.
Ein sehr gelungenes Krimidebüt.
Ein muss, nicht nur für Krimifans!