Eine Gesellschaftskritik
Nie, nie, nieAls das Buch in Deutschland erschien, wollte ich es unbedingt lesen. Dann ließ ich mich von einer negativen Kritik beeinflussen und das Buch verschwand von meiner Wunschliste.
Dank einer Wanderbuchreise ...
Als das Buch in Deutschland erschien, wollte ich es unbedingt lesen. Dann ließ ich mich von einer negativen Kritik beeinflussen und das Buch verschwand von meiner Wunschliste.
Dank einer Wanderbuchreise bin ich wieder drauf aufmerksam geworden und was soll ich sagen, ich habe 'NIE NIE NIE' fast in einem Rutsch durchgelesen.
Dabei bin ich mir sicher, dass mich das Buch vor 15 Jahren noch nicht so angesprochen hätte. Im Gegensatz zur Protagonistin hatte ich immer einen Kinderwünsch, so stark, dass bei mir regelmäßig die biologische Uhr tickte. Und ich gehörte zu denjenigen, die fest der Meinung waren, das manch Kinderlose, die sich bewusst dafür entschieden hatten, es später vielleicht bereuen würden. Auch wenn ich es denjenigen nie direkt so gesagt habe.
Interessanterweise kann ich die Einstellung nach drei Kindern besser verstehen. Das klingt jetzt vielleicht hart, hat aber gar nichts mit fehlender Liebe zu tun oder damit, dass ich irgendwas bereue. Es hat eher mit inzwischen wiedergewinnen Freiheiten zu tun, mehr Reifen und dem Verständnis, dass man sich nicht einschränken möchte.
Daher hat die Protagonistin, die gleichzeitig die Erzählerin des Buches ist, mein vollstes Verständnis. Teilweise ist es fast schwer zu ertragen, was sie sich anhören muss und dass sie in ihrem Entschluss, keine Kinder zu wollen, selten ernst genommen wird. Immer sind andere der Meinung, besser zu wissen, was sie später in ihrem Leben brauchen könnte oder vermissen wird.
Den einzigen kritikpunkt, den ich bin nennen möchte, ist, dass das Kinder haben. Hier in diesem Buch ausschließlich als anstrengend und kräftezehrend dargestellt wird. Keine Frage, das ist es sicher auch hin und wieder manchmal öfter, aber eben doch nicht immer. Da fehlen mir ein bisschen. Die Facetten. Was mir auf jeden Fall gut gefällt, ist, dass ich die Protagonisten treu bleibt, dass sie auch klar ist in ihrem Wunsch und dass sie auch ihrem Partner von Anfang an damit konfrontiert hat. Sie hat also immer mit offenen Karten gespielt.
Das Ende ist authentisch und dennoch stört mich etwas daran, auch wenn ich nicht zu sagen vermag, was genau es ist. Insgesamt ist es aber ein sehr gutes Buch, dass ich leicht und schnell lesen lässt.