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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2025

Unberechenbarer Road-Trip

Killer Potential
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Wer ungewöhnliche und überraschende Thriller mag, sollte sich „Killer Potential“von Hannah Deitch unbedingt ansehen. Die Geschichte ist zwar total verrückt, gerade deshalb aber auch überaus fesselnd. Einzig ...

Wer ungewöhnliche und überraschende Thriller mag, sollte sich „Killer Potential“von Hannah Deitch unbedingt ansehen. Die Geschichte ist zwar total verrückt, gerade deshalb aber auch überaus fesselnd. Einzig das Ende hat es für mich ein wenig verdorben, da ich den größten Twist der Handlung leider schon sehr früh erraten habe. Außerdem wirkt die Geschichte auf den letzten Seiten eher chaotisch. Bis zum Punkt des besagten Twists fand ich die Geschichte aber absolut großartig. Ein wirklich abgedrehter Flucht-Road-Trip mit Gangster Vibes, wobei die Aufklärung des eigentlichen Mordes zunehmend in den Hintergrund rückt. Der Schreibstil liest sich flüssig und lässt die Szenerien sehr lebendig erscheinen. Auch die Charaktere wirken stimmig, wenn auch ziemlich unsympathisch. Eigentlich könnte man ja mit der zu Unrecht gesuchten Evie Mitleid bekommen, diese war für mich aber eine schwierige Protagonistin voller Grautöne. Es mag auch an der abgedrehten Handlung liegen, aber gut leiden konnte ich in der Geschichte niemanden. Bei einem Thriller ist dies aber ja auch nicht unbedingt notwendig und so überwiegt letztlich der Unterhaltungswert. Insgesamt vergebe ich für das rasante Leseerlebnis gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung mit Einschränkung.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Sommerliche Zeitreise quer durch Italien zum Wohlfühlen

Amore in italiano
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„Amore in italiano“ der Autorin Tabea Koenig ist ein richtiger Wohlfühlroman und passt perfekt für eine entspannte Lektüre. Die Handlung spielt in unterschiedlichen Zeitebenen, hauptsächlich aber in 1955 ...

„Amore in italiano“ der Autorin Tabea Koenig ist ein richtiger Wohlfühlroman und passt perfekt für eine entspannte Lektüre. Die Handlung spielt in unterschiedlichen Zeitebenen, hauptsächlich aber in 1955 und 1999. Auch wenn sich zwischen den Seiten die Geschichte einer großen Liebe versteckt, handelt es sich nicht um einen klassischen Liebesroman. Stärker im Mittelpunkt steht stattdessen der Roadtrip durch Italien, aber auch Eltern-Kind-Beziehungen werden beleuchtet. Trotz der teils ernsten Untertöne versprüht die Erzählung aber viel Leichtigkeit und Dolce Vita. Hin und wieder gab es für mich zwar kleine logische Unstimmigkeiten, letztlich kann man über diese aber hinwegsehen, denn die grundsätzliche Atmosphäre des Romans ist toll. Dies liegt unter anderem am Schreibstil, welcher sich flüssig und angenehm liest. So konnte ich mich ganz und gar in dieser interessanten Familiengeschichte treiben lassen. Wer also auf der Suche nach einer locker-leichten Lektüre für den Sommer ist, dem kann ich „Amore in italiano“ nur ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Großartige Fortsetzung einer außergewöhnlichen Reihe

Season for Scandal
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Mit ihrem neuen Roman „Season for Scandal“ konnte mich Laura Wood mindestens so sehr begeistern wie bereits in „Agency for Scandal“ Das Setting bleibt gleich, die Heldin ist aber eine neue Figur und so ...

Mit ihrem neuen Roman „Season for Scandal“ konnte mich Laura Wood mindestens so sehr begeistern wie bereits in „Agency for Scandal“ Das Setting bleibt gleich, die Heldin ist aber eine neue Figur und so können wir uns auch diesmal neben jeder Menge Action und Female Empowerment über eine wundervolle Liebesgeschichte freuen. Zum Glück gibt es ein Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Charakteren aus dem Finkennest. Die Geschichte liest sich absolut fesselnd und punktet erneut durch viel Gefühl und einer perfekten Mischung aus historischer Authentizität und feministischen Gedanken. Marigold war mir von Beginn an sympathisch, äußerlich entspricht sie nicht dem klassischen Körpertyp was ich sehr mochte, aber auch ihre Schlagfertigkeit und ihre Liebe zum Gärtnern trafen bei mir genau ins Herz. Der neue Fall führt die Finken diesmal sogar bis nach Paris, was ebenfalls für Abwechslung sorgte. Und auch wenn ich einen wichtigen Zusammenhang schon recht früh so vermutet hatte, las sich die Geschichte für mich amüsant und kurzweilig. An keiner Stelle kam Langeweile auf und die Seiten flogen nur so dahin. Schon jetzt freue ich mich sehr auf den 3. Band, welcher noch in diesem Jahr erscheinen soll. Natürlich vergebe ich für das einmalige Leseerlebnis volle 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Fantasievolles und wunderbar positives Kinderbuch

Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche
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„Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche“ der Autorin Fabiola Turan ist wirklich ein großes Lesevergnügen für alle die gerne in fantastische Welten abtauchen. Toll finde ich es auch, dass es sich ...

„Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche“ der Autorin Fabiola Turan ist wirklich ein großes Lesevergnügen für alle die gerne in fantastische Welten abtauchen. Toll finde ich es auch, dass es sich um einen abgeschlossener Einzelband handelt. Gerade deshalb ist die Geschichte unglaublich dicht und spannungsgeladen. Klar geht manche Entwicklung, wie zum Beispiel Artemis Eingewöhnung auf der Dreamcatcher, erstaunlich schnell, dies ist fürs Voranschreiten der Handlung aber einfach notwendig. Auch was die Komplexität betrifft sollte man an die eigentliche Zielgruppe denken. Auch für Erwachsene ist „Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche“ zwar eine reizvolle Lektüre. Letztlich wurde das Buch aber für Kinder ab 10 Jahren geschrieben und für diese ist die gewählte Komplexität mit den manchmal eher einfachen Lösungen, genau richtig. Besonders heraus sticht für mich aber sowieso die positive Atmosphäre zusammen mit der wertvollen Botschaft sich selbst und den eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Auch Artemis Eltern waren mir sehr sympathisch und geben ein gelungenes Beispiel für eine vertrauensvolle Eltern-Kind-Beziehung. Insgesamt bin ich von „Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche“ voll und ganz begeistert und empfehle das Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Eigenwillig aber sehr spannungsgeladen

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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„Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins“ von Simon Mason ist für alle Krimifans einen Blick wert. Es handelt sich um den ersten Band einer Reihe und schon in diesem Band lernen wir die Ermittler ...

„Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins“ von Simon Mason ist für alle Krimifans einen Blick wert. Es handelt sich um den ersten Band einer Reihe und schon in diesem Band lernen wir die Ermittler DI Ryan Wilkins und DI Ray Wilkins sehr gut kennen. Die Namensähnlichkeit der Beiden ist vom Autor so gewollt und im Buch wird auch immer wieder damit gespielt. Hin und wieder musste ich mich konzentrieren, meistens konnte ich Ryan und Ray aber gut auseinander halten, auch deshalb weil beide in ihrer Persönlichkeit sehr konträr zueinander gezeichnet sind. Eigentlich mag ich eigenwillige Ermittler mit Persönlichkeit und eigener Geschichte sehr. Hier wirkt es aber hin und wieder etwas überladen und in manchen Details sind die Charakteristika regelrecht überzeichnet. Es ist auf jeden Fall kaum vorstellbar dass ein Polizist wie Ryan mit solchen Aggressionsproblemen und auch seinem sonstigen Verhalten im Dienst tragbar wäre bzw. es überhaupt so weit gebracht hätte. Seine Rolle als Alleinerziehender Vater fand ich hingegen erfrischend und trotz chaotischer Organisation geht er sehr liebevoll mit seinem Sohn um. Ray war mir persönlich sympathischer und auch etwas authentischer. Aber auch er bringt eigene Themen mit. Bei all dem persönlichen Ballast der Beiden ist es kaum zu glauben, dass auch der Fall eine große Rolle in der Handlung einnimmt. Auch wenn ich mit der Figurenzeichnungen hin und wieder haderte, in Bezug auf den Fall gibt es für mich absolut nichts zu meckern. Höchstspannend, wendungsreich und mit gesellschaftlich klugen Betrachtungen gespickt, konnte ich bis zuletzt mitfiebern und wurde von der Auflösung vollkommen überrascht. Auch der Schreibstil machte es mir leicht in die Geschichte mühelos eintauchen zu können. Oxford als Setting ist wirklich sehr präsent, aber auch die Gepflogenheiten eines Colleges werden eindrücklich vermittelt. Alles in allem war „Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins“ ein spannendes Leseerlebnis und so werde ich mir auch die weiteren Bände gerne anschauen.

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