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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2025

Saisonal leider nicht mit Deutschland kompatibel

Hauptsache Salat
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„Hauptsache Salat“ ist ein Kochbuch der italienischen Autorin Valentina Raffaelli Wie der Titel schon verrät geht es um Salate, welche abwechslungsreich und nahrhaft als Hauptgericht ihren Auftritt bekommen. ...

„Hauptsache Salat“ ist ein Kochbuch der italienischen Autorin Valentina Raffaelli Wie der Titel schon verrät geht es um Salate, welche abwechslungsreich und nahrhaft als Hauptgericht ihren Auftritt bekommen. Die 75 Rezepte sind überwiegend vegetarisch, was mir gut gefällt. Ein wichtiges Credo der Autorin ist die Verwendung saisonaler Gemüse, auch deshalb sind die Salate nach Jahreszeiten sortiert. Allerdings merkt man dem Buch deutlich seine Herkunft an, was ich in dieser Form auch das erste Mal als Problem erlebe. Denn was in Italien wohl im Frühling schon Saison hat, ist in Deutschland erst im (Früh)sommer zu ernten. Wenn man also dem Anspruch nach Saisonalität folgen will, hat man es schwer. Viele italienische Spezialitäten und bestimmte Sorten findet man hier auch überhaupt nicht. Ein weiterer Minuspunkt sind für mich deshalb die ausgefallenen Zutaten welche teils gar nicht oder nur schwer zu bekommen sind. Selbst bei den Dressings verwendet Valentina Raffaelli Außergewöhnliches, was sich nicht in meinem gut bestückten Gewürzschrank befand. Letztlich habe ich jetzt im Mai genau ein Rezept zum Ausprobieren gefunden und musste dieses trotzdem noch abwandeln. Geschmacklich hat es leider auch nicht voll überzeugt. Neben den eigentlichen Salaten, gibt es auch einige Rezepte, für eingelegte Salatzutaten. Insgesamt ist „Hauptsache Salat“ für Italien ein inspirierendes und außergewöhnliches Kochbuch. Für Deutschland ist es meiner Meinung nach aber überhaupt nicht geeignet, zumindest wenn man die Zutaten eben nicht aus aller Welt im Supermarkt zusammen suchen möchte.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Strange Geschichte

Stars
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„Stars“ der Autorin Katja Kullmann bewegt sich wirklich ganz außerhalb der gewohnten Bahnen und ist erzählerisch auch deshalb etwas besonders. So richtig konnte ich den Schreibstil der Autorin bis zuletzt ...

„Stars“ der Autorin Katja Kullmann bewegt sich wirklich ganz außerhalb der gewohnten Bahnen und ist erzählerisch auch deshalb etwas besonders. So richtig konnte ich den Schreibstil der Autorin bis zuletzt nicht fassen, auch deshalb weil er sich im Handlungsverlauf ändert. Detailreich und nuanciert ist er auf jeden Fall, wenn auch etwas anstrengend zu lesen. Und auch Carla ist keine gewöhnliche Protagonistin sondern eine wirklich abgedrehte Figur. Sie verhält sich einfach nie so wie erwartet, ist einerseits antriebslos und dann aber auch so berechnend und straight, dass man nur staunen kann. Inhaltlich dreht sich die Geschichte hauptsächlich um Astrologie bzw. Carlas angestrebte Karriere als Star-Astrologin. Insgesamt ist mir die Botschaft der Autorin diesbezüglich doch etwas zu subtil und stellenweise nervte mich der Roman auch etwas, dass Ende ist dann aber erfrischend humorvoll, wenn auch ziemlich offen. Dieser Roman ist für alle interessant, die unkonventionelle und leicht verrückte Geschichten mögen. Hochstaplerinnenroman trifft es zwar nicht ganz so gut, aber auch in andere Genres lässt sich das Werk nur schwer einordnen.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Temporeich und voller Geheimnisse

The Island - Auf der Flucht
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Ehrlich gesagt hatte ich gehofft das es in „The Island - Auf der Flucht“ der Autorin Nicola Martin mehr um die Flucht von Protagonistin Lola bzw. die Gründe dafür geht. Aber die hauptsächliche Handlung ...

Ehrlich gesagt hatte ich gehofft das es in „The Island - Auf der Flucht“ der Autorin Nicola Martin mehr um die Flucht von Protagonistin Lola bzw. die Gründe dafür geht. Aber die hauptsächliche Handlung dreht sich tatsächlich um die aktuellen Geschehnisse auf Keeper Island. Auch dieser Handlungsstrang ist spannungsgeladen, allerdings habe ich dieses doch recht klassische Szenario doch schon häufiger im Genre gelesen. So konnte mich zwar nicht jede Wendung überraschen, spannend und fesselnd war die Lektüre trotzdem. Lola war mir sogar ziemlich sympathisch, was auch half um mich voll und ganz in die Geschichte zu stürzen. Geheimnisse lauern hier hinter jeder Ecke und doch klingt das tropische Urlaubsparadies doch irgendwie verlockend. Die Autorin schreibt aber auch wirklich anschaulich, auch deshalb gefiel mir ihr Stil super. Und so flog ich letztlich nur so durch die Seiten. Insgesamt ist „The Island - Auf der Flucht“ für Crime-Fans durchaus einen Blick wert. Ohne größere Unstimmigkeiten entführt die Handlung in ein malerisches und gleichzeitig erschreckendes Setting. Zwar fehlt inhaltlich ein wenig ein besonderes Alleinstellungsmerkmal, dennoch vergebe ich für die gelungene Erzählweise gute 4 1/2 Sterne, welche ich auf 5 aufrunde.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Außergewöhnlich und doch bodenständig

Natürlich Maria
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Für Fans der Köchin Maria Groß ist ihr Kochbuch „Natürlich Maria“ auf jeden Fall ein Muss. Auch deshalb weil man darin die sympathische Köchin und ihr Restaurant Bachstelze noch besser kennen lernt. Auf ...

Für Fans der Köchin Maria Groß ist ihr Kochbuch „Natürlich Maria“ auf jeden Fall ein Muss. Auch deshalb weil man darin die sympathische Köchin und ihr Restaurant Bachstelze noch besser kennen lernt. Auf jeden Fall ist sie der Star des Buches, was man auch an den zahlreichen doppelseitigen Porträts von ihr sieht. Ich persönlich hätte lieber einige Rezepte mehr im Buch gesehen, anstatt der malerischen Fotos. Aber gut, wendet man sich den 64 Rezepten zu, findet sich neben einigen Klassikern erfreulich viel Ungewöhnliches, so dass auch geübte Köch:innen Neues entdecken können. Die Gerichte sind dabei immer für 2 Personen ausgelegt und überwiegend vegetarisch. Auch wenn Maria ihre Zutaten nicht konsequent regional wählt, ist doch alles einfach zu besorgen. Gut gefällt mir auch, dass die meisten Gerichte mit wenigen Zutaten auskommen und auch unkompliziert zuzubereiten sind. Neben Regionalität, wirbt Maria in den begleitenden Texten sehr für Saisonalität. Deshalb hätte in meinen Augen eine jahreszeitliche Kapiteleinteilung mehr Sinn gemacht. Nicht mal eine Kennzeichnung bei den Rezepten gibt es. Ansonsten gefällt mir die hochwertige Gestaltung aber gut. Modern, übersichtlich und mit ansprechenden Fotos zu allen Rezepten. Besonders mochte ich die Auswahl in den Kapiteln „Unkomplizierte Wohlfühlrezepte“ und „Grundrezepte & Vorratshaltung“. Insgesamt lohnt sich das Buch denke ich hauptsächlich für Paare die gerne kochen und Neues ausprobieren. In unserer alltäglichen Familienküche, ist Vieles aus dem Buch nicht Kinder geeignet, was aber letztlich auch nicht versprochen wird. Auch wenn das Buch zurzeit nicht 100%ig in unseren Alltag passt, kann ich es allen ambitionierten Hobbyköch:innen doch empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Wassermanagement im Großen und Kleinen

Mit allen Wassern gewachsen
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Das informative Sachbuch „Mit allen Wassern gewachsen„ der Autorin Sigrid Drage könnte inhaltlich gar nicht aktueller und wichtiger sein. Denn in Zeiten des Klimawandels mitsamt Hitze, Dürre und Starkregen ...

Das informative Sachbuch „Mit allen Wassern gewachsen„ der Autorin Sigrid Drage könnte inhaltlich gar nicht aktueller und wichtiger sein. Denn in Zeiten des Klimawandels mitsamt Hitze, Dürre und Starkregen stellen sich für unsere Gärten und Landschaften ganz neue Herausforderungen. Einen verschwenderischen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser können wir uns alle nicht mehr leisten. Wie aber machen wir unsere Gärten, Landwirtschaften und Kulturlandschaften klimafit? Sigrid Drage betrachtet in ihrem Buch den Wasserkreislauf im Gesamten und stellt Prinzipien aus der Permakultur vor. Grob könnte man sagen geht es einerseits darum Wasser zu sparen, etwa durch kluges Gießen, Mulch oder gepflanzten Windschutz, ein weiteres großes Feld ist es möglichst viel Regenwasser zu sammeln und zu speichern. Am meisten überrascht haben mich aber die Ansätze, wie man das eigene Grundstück nach und nach wieder hydriert, so dass der Boden selbst effektiv Wasser speichert. Insgesamt hat alles Hand und Fuß, die Autorin spricht viel auch aus eigener Erfahrung, lässt aber auch Menschen mit Expertise zu Wort kommen. Viele der Ideen sind große und umfassende Projekte, welche sich am unkompliziertesten bei einem Neubau, oder einer Neugestaltung umsetzen lassen. Außerdem geht einiges doch nur auf sehr großen (landwirtschaftlichen) Grundstücken und ist in kleinen Nutzgärten nur bedingt anwendbar. Einige Tipps mehr konkret für kleine bestehende Gärten, hätte ich mir gewünscht. Trotzdem kann aber denke ich Jede:r etwas aus dem Buch herausziehen. Schön ist es außerdem das oft sehr detailliert aufgeführt wird, welche Schritte fürs jeweilige Projekt zu gehen sind. Auch deshalb habe ich die Lektüre als sehr praxisnah erlebt. Der Schreibstil ist sachlich, liest sich flüssig und auch die zahlreichen Bilder sorgen dafür, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Alles in allem konnte mich das Konzept von „Mit allen Wassern gewachsen„ überzeugen. Ein wichtiges Sachbuch, welches ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Denn auch ohne eigenen Garten lernt man hier zukunftsfähige Landschaftskonzepte kennen, welche uns Allen zugute kommen.

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