Cover-Bild Verdeckte Spuren
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ars vivendi
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Detektive
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 26.03.2025
  • ISBN: 9783747206560
Jochen Brunow

Verdeckte Spuren

Kriminalroman

Zwischen dem Haifischbecken Berlin und der vermeintlichen Idylle Sardiniens: »Brunow erzählt gekonnt davon, dass es in unserer Welt keine unschuldigen Gegenden mehr gibt.« Thomas Wörtche

Ex-Polizist Gerhard Beckmann taucht ein in die sardische Kulturlandschaft und kämpft mit den Gespenstern der Vergangenheit
Die Chinesin von Jochen Brunow : Im Herbst 2024 monatelang auf der Krimibestenliste von DLF Kultur
Ex-Polizist Gerhard Beckmann lebt auf Sardinien mit den quälenden Gedanken an seine tote Frau. Eines Tages trifft er sich mit dem Journalisten David Richter, der eigens aus Berlin angereist ist und Genaueres über Beckmanns vorzeitige Pensionierung erfahren will. Waren dessen Ermittlungen zu Korruption am Flughafen BER zu brisant geworden?
Der Besuch des Journalisten scheint schlafende Hunde zu wecken, denn Beckmann wird in seinem Refugium auf der Insel überfallen, und schon bald geht es um Leben und Tod …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2025

Ein aktueller Krimi mit tollen Schauplätzen

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Das Cover des Buches finde ich sehr interessant gestaltet, der Hintergrund hat mich neugierig gemacht und der Titel passt sehr gut zur Handlung.

In dem Krimi geht es um den Ex-Polizisten Gerhard Beckmann, ...

Das Cover des Buches finde ich sehr interessant gestaltet, der Hintergrund hat mich neugierig gemacht und der Titel passt sehr gut zur Handlung.

In dem Krimi geht es um den Ex-Polizisten Gerhard Beckmann, dieser wurde frühzeitig aus dem Dienst entlassen. Mittlerweile lebt er auf Sardinien. Er sucht die Einsamkeit und die Ruhe, nach dem Tod seiner Frau und einem Alkoholabsturz. Sein letzter Fall als Polizist hatte mit dem BER zu tun. Der Journalist David Richter wird auf den Fall aufmerksam und stellt Nachforschungen an, auch trifft er sich mit Beckmann. Gemeinsam nehmen sie die Ermittlungen wieder auf und Beckmanns aufgebautes Leben gerät erneut ins Wanken. Holen ihn die Geister der Vergangenheit ein? Und kann er den Fall vielleicht doch noch abschließen?

Das Buch hat mir gut gefallen, der Krimi wurde langsam aufgebaut und spielte abwechselnd in Berlin und auf Sardinien. Beckmann war ein facettenreicher Charakter, der Fall war spannend und hatte einige überraschende Wendungen. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Recherche auf eigene Gefahr

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„Verdeckte Spuren“ ist ein kriminalistischer Roman von Jochen Brunow.

Der Journalist David Richter möchte über den pensionierten Ex-Polizisten Gerhard Beckmann genaueres über seine Vergangenheit erfahren ...

„Verdeckte Spuren“ ist ein kriminalistischer Roman von Jochen Brunow.

Der Journalist David Richter möchte über den pensionierten Ex-Polizisten Gerhard Beckmann genaueres über seine Vergangenheit erfahren und ihn als mögliche Informationsquelle nutzen, um Informationen über die Korruptionen über den Bau von Flughafen BER zu erhalten. Doch jemand scheint ihm auf der Spur zu sein und möchte nicht, dass irgendjemand in diesem Fall ermittelt.

Zunächst fällt der sehr ausschweifende, beschreibende Schreibstil des Autors auf. Immer wieder gibt es lange Passagen, die die Umgebung und Gegebenheiten beschreiben. Es vermittelt eine Art Ruhe vor dem Sturm und eine erzählerische Atmosphäre, die man eher von Roman kennt, als von typischen Kriminalromanen. Auch gibt es keine typische Ermittlungsarbeit, sondern ist ein zusammentragen von Informationen, da sich ja vieles in der Vergangenheit abgespielt hat. Zudem gibt es auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, die ein sehr rundes Bild vom Polizisten Beckmann zeichnen und vieles erklären. Trotz kleinerer Höhepunkte bleibt die Spannung zunächst sehr niedrig, wobei die neuen Erkenntnisse spannend sind aber nicht viel Aktion in die Handlung bringen. Die kommt dann explosionsartig im letzten Drittel im Buch und sorgt für sehr viel Wirbel in Berlin.

Insgesamt ist die Handlung gut konstruiert und die Charaktere wirklich gut durchdacht. Das Ende ist interessant und lässt Spielraum für die eigene Vorstellungskraft. Auch wenn der Fall abgeschlossen wurde, kann die Vergangenheit nicht rückgängig gemacht werden und die Wunden und Probleme bleiben erhalten, die Charaktere bleiben auch hier authentisch.

Auch wenn ich etwas anders erwartet und mich auf einen klassischen Krimi eingestellt hatte, hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es konnte mich überzeugen und punktet mit seinen außergewöhnlichen Schreibstil und toller ruhiger, aber düsterer Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Ermittlungen zwischen Berlin und Sardinien

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Ermittlungen zwischen Sardinien und Berlin, gegensätzliche Welten, aber verbunden durch einen wissbegierigen Journalisten und einem Mann, der seine Vergangenheit am liebsten begraben würde, da sie ihm ...

Ermittlungen zwischen Sardinien und Berlin, gegensätzliche Welten, aber verbunden durch einen wissbegierigen Journalisten und einem Mann, der seine Vergangenheit am liebsten begraben würde, da sie ihm so viel Schmerzen bereitet hat, aber denn viele Unklarheiten und Geheimnisse mit sich bringt.

Am Anfang musste ich mich etwas zurechtfinden, da die Personen schon so vertraut vorgestellt wurden, als wäre es eine Fortsetzung, aber das hat sich zum Glück nach ein paar Kapiteln gelegt. Der Schreibstil des Autors ist sehr detailliert, vor allem bei der Beschreibung der Szenerie und der Umgebung, wodurch man sich alles sehr gut bildlich vorstellen konnte. Da die Kapitel meist kürzer sind, kann man auch gut zwischendurch eines lesen, wenn man mal nicht so viel Zeit hat und der Wechsel zwischen Richter in Berlin und Beckmann auf Sardinien brachte Abwechslung und sorgte dafür, dass es nie langweilig wurde.

Alles in allem ein interessanter Krimi mit einigen Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Vorallem hat mir gut gefallen, dass das Buch auch zeigt, dass auch weiterhin Probleme und Sorgen bestehen anstatt alles Sorgenfrei zu beenden

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Spannend und aktuell

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Jochen Brunow legt mit "Verdeckte Spuren" seinen (wenn ich richtig informiert bin) zweiten Kriminalroman vor, der mir sehr gefallen hat.

Brunows Held Gerhard Beckman ist ein Ex-Polizist, der seinerzeit ...

Jochen Brunow legt mit "Verdeckte Spuren" seinen (wenn ich richtig informiert bin) zweiten Kriminalroman vor, der mir sehr gefallen hat.

Brunows Held Gerhard Beckman ist ein Ex-Polizist, der seinerzeit vor allem in Korruptionsfällen ermittelt hat. Nach dem Tod seiner Frau und seiner frühzeitigen und erzwungenen Pensionierung aufgrund seines Alkoholismus lebt er nun vor allem auf Sardinien. Als er einem jungen Journalisten Fragen zu seiner aktiven Polizistenarbeit in Berlin beantwortet, ahnt er nicht, dass damit eine Lawine losgetreten wird, die ihn unter anderem zurück nach Berlin, aber auch in seine eigene Vergangenheit führen wird.

Jochen Brunows Roman hat mir alles in allem sehr gut gefallen. Die Gegensätze zwischen Sardinien und Berlin könnten kaum größer sein, aber die Kontraste bilden einen faszinierenden Rahmen, in den die Handlung eingebunden wurde. Brunow gelingt es, beide Welten zum Leben zu erwecken und seinen Leser*innen Bilder in den Kopf zu projizieren, die zumindest bei mir dazu führten, dass ich am liebsten sofort sowohl nach Sardinien als auch nach Berlin gereist wäre. Man merkt dem Roman an, dass Brunow seine Zeit an beiden Orten verbringt und weiß, wovon er schreibt.

Im Vordergrund stehen aber die Ereignisse an sich. Kurz nach dem Interview wird Beckmann überfallen, seine Haushälterin wird schwer verletzt. Beckmann sieht einen Zusammenhang zu seinem letzten - nicht abgeschlossenen, weil abgewürgten - Fall und beginnt zu ermitteln. Ihm zur Seite stehen vor allem ein sardischer Kommissar, der bereits erwähnte junge Journalist nebst Mentor und sein ehemaliger Untergebener/Kollege. Mit letzterem hatte Beckmann kurz vor seiner Pensionierung noch einige Dokumente, die sie im Zuge eines Korruptionsfalles rund um den BER sichern konnten, versteckt. Diese gewinnen nun an Bedeutung.

Die Frage aller Fragen ist natürlich: Hätte Beckmann - oder sein Kollege Schäfer - überhaupt den Fall noch einmal aufgerollt, hätte es den Überfall nicht gegeben? Ich glaube nicht - zumindest hat nichts darauf hingedeutet -, insofern ist der Überfall keine besonders schlaue Tat gewesen. Überhaupt gibt es in dem Roman immer mal wieder Momente, die etwas konstruiert wirken.

Allerdings wurde ich alles in allem gut unterhalten. Es war spannend, gemeinsam mit Beckmann und seinen Helfern herauszufinden, was genau in den sichergestellten Dokumenten zu finden ist. Besonders gut gefallen hat mir, dass Jochen Brunow es schafft, das scheinbar Offensichtliche nach und nach aufzudröseln, wodurch der Fall eine völlig neue Wendung bekommt.

Brunow präsentiert aber nicht nur einen interessanten und aktuell anmutenden Fall sowie die eingangs erwähnten tollen Beschreibungen Sardiniens und Berlins. Auch seine Charaktere sind sorgsam angelegt. So ergibt sich ein stimmiges Bild und ich konnte streckenweise mitfiebern, weil mir die Charaktere dank Brunows guter Arbeit nicht egal waren.

Auch das Tempo war im Verlauf des Krimis gut gewählt. Mir hat gefallen, wie unaufgeregt Brunow die Ereignisse erzählt und wie gut er Spannungsspitzen platziert hat.

Jochen Brunow hat einen spannenden Kriminalroman abgeliefert, dessen Setting reizvoll und die behandelten Themen sehr aktuell sind. Die Charaktere sind sauber ausgearbeitet, so dass man mit ihnen mitfiebern kann. Mich hat der Roman sehr gut unterhalten!

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Schlafende Hunde

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Ex-Polizist Gerhard Beckmann hat noch immer mit dem Tod seiner Frau zu kämpfen und vergräbt sich in seiner zweiten Heimat Sardinien. Als ein Berliner Journalist sich bei ihm wegen eines Artikels zu seinem ...

Ex-Polizist Gerhard Beckmann hat noch immer mit dem Tod seiner Frau zu kämpfen und vergräbt sich in seiner zweiten Heimat Sardinien. Als ein Berliner Journalist sich bei ihm wegen eines Artikels zu seinem letzten Fall meldet wird Beckmann von den Erinnerungen überrollt, allerdings kommen plötzlich Verbindungen zu Tage, die den Tod seiner Frau in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen.

Nach "Die Chinesin" begleitet der Leser Beckmann hier durch sein zweites Abenteuer. Während es für die Geschichte nicht unbedingt notwendig ist das erste Buch zu kennen, ist es bezogen auf den Schreibstil des Autoren aber vielleicht ganz gut, weiß man so doch worauf man sich einlässt. Jochen Brunow schreibt sehr bildhaft und opulent, seine Kriminalstory ist eingebettet in absolut faszinierende Landschaftsbeschreibungen, die so detailreich sind, dass man fast meinen könnte man würde einen Reisebericht lesen und keinen Krimi. Natürlich nimmt das Tempo aus dem Geschehen, Spannung entwickelt sich eher moderat, mit einigen wohldosierten Knalleffekten, das muss man mögen. Neben den wunderschönen Landschaftsbeschreibungen nimmt auch Beckmanns Privatleben viel Raum in der Geschichte ein, besonders in diesem Fall wieder, geht es doch um seinen letzten Fall als Ermittler der Berliner Polizei und um den Selbstmord seiner Ehefrau, der ihn und die Beziehung zu seiner Tochter sehr belastet. Bedingt durch die Bezugnahme auf Beckmanns Vergangenheit spielt die Geschichte diesesmal auch nicht ausschließlich auf Sardinien, sondern Pendelt zwischen der Insel und Beckmanns früherem Wohnort Berlin.

Der Autor baut einen Kriminalfall rund um Korruption am Berliner Flughafen BER, und bringt das Geschehen so glaubhaft nah an die Realität. Bei anderen Aspekten geht diese Nähe aber für mich dann wieder etwas verloren, etwa bei der Wahl des Unbekannten, der Beckmann in seinem Haus überfällt, oder auch, wenn er Figuren Dinge tun lässt, die überhaupt nicht zu ihnen passen. Natürlich lese ich hier einen fiktiven Kriminalfall, Aufgabe des Autors ist es, mir das Geschehen glaubhaft zu verkaufen und das ist hier leider nicht immer gelungen. In einem amerikanischen Krimi würde ich solche Kritik wahrscheinlich eher nicht anbringen, einfach, weil man es hier gewöhnt ist, das alles nach dem Motto höher, schneller, weiter läuft und quasi an jeder Ecke eine Bombe explodiert und die Beteiligten ohne Kratzer aus der Rauchwolke hervortreten. Hier wird mir aber von Beginn an eher eine Story in Tatortmanier angekündigt und da gelten halt gewisse Regeln.

Da ich, wie schon erwähnt, bereits ein Buch des Autors gelesen hatte, konnte ich mich gut in die Geschichte einfinden. Es war spannend etwas mehr zu Beckmanns Hintergründen zu erfahren, der ja eher ein ruhiger, zurückhaltender Charakter ist. Der Kriminalfall an sich wurde gut und plausibel mit Beckmanns Figur in Verbindung gebracht, allerdings waren mir das Drumherum, die internen Hintergründe und Zusammenhänge dann manchmal etwas zu konstruiert. Es gab eine vielzahl von Figuren und Nebenschauplätzen, die zwar interessant waren, aber die Story leider oft ausbremsen, auch weil man immer rätselt, ob es was zu bedeuten hat. Der Autor erzählt all das wirklich gekonnt, für einen reinen Krimi aber eben einfach zu umfangreich.

Im Grunde folgt hier wieder die selbe Kritik wie auch schon beim ersten Buch, die Geschichte ist viel mehr ein schöner Roman mit Krimihandlung, als ein durchweg spannender Krimi. Wer diese Konstellation mag, dem werden die Bücher von Jochen Brunow sehr gut gefallen. Wer mehr Wert auf Spannung und Action legt, könnte eher enttäuscht sein. In der Gesamtheit habe ich das Buch wieder gern gelesen, ich finde es sogar noch etwas besser als seinen Vorgänger. Unterm Strich gibt es aber eben auch einige Punkte, mit denen ich hadere. Hier muss man sich als Leser wohl einfach selbst ein Bild machen.

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