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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2025

Humorvolles Jugendbuch am Puls der Zeit

People Pleaser
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„People Pleaser Eine für alle und alle für sich“ ist bereits der zweite Roman der Autorin Anna Dimitrova und wer bereits „Kanak Kids“ gelesen hat, weiß auf was er sich freuen kann. Gewohnt humorvoll kommt ...

„People Pleaser Eine für alle und alle für sich“ ist bereits der zweite Roman der Autorin Anna Dimitrova und wer bereits „Kanak Kids“ gelesen hat, weiß auf was er sich freuen kann. Gewohnt humorvoll kommt auch diese Geschichte daher und so macht die Lektüre trotz vieler ernster Themen richtig Spaß. Diesmal steht Nina im Mittelpunkt der Geschichte, welche wirklich der Inbegriff eines People Pleasers ist, wobei die Autorin manches auch bewusst überzeichnet. Trotzdem trifft sie finde ich genau den Punkt und schafft eine Identifikationsmöglichkeit für viele von uns. Aber auch weitere wichtige Themen wie psychische Erkrankungen, Prüfungsangst oder bedenkliche Beziehungsmuster werden von unterschiedlichen Figuren aufgegriffen und reflektiert. Und bei all dem herrscht stets ein leichter und lustiger Ton vor, wobei sich die Dialoge in Jugendsprache perfekt einfügen. Lediglich das Ende war für mich eine Spur zu "Happy" um noch glaubwürdig zu wirken. Letztlich passt dies aber ins Genre und zu dieser sowieso überraschend verrückten Geschichte. Sternabzug gibt es dafür von mir deshalb auch nicht. Und so vergebe ich insgesamt gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Facetten der Trauer

Endlosschleifentage
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Ich bin mittlerweile großer Fan von Autor Fabian Neidhardt und finde auch in seinem neuen Roman „Endlosschleifentage“ hat er sich wieder gesteigert. Das Kernthema der Geschichte ist auf jeden Fall "Trauer" ...

Ich bin mittlerweile großer Fan von Autor Fabian Neidhardt und finde auch in seinem neuen Roman „Endlosschleifentage“ hat er sich wieder gesteigert. Das Kernthema der Geschichte ist auf jeden Fall "Trauer" aber auch unterschiedliche Freundschaften und Beziehungen werden beleuchtet. Das Buch ist von Beginn an intensiv und rüttelt emotional immer wieder auf. Denn David verliert seine Ehefrau und Kinga gleichzeitig ihre beste Freundin. Beide gehen höchst unterschiedlich mit diesem Verlust um und gerade diese verschiedenen Facetten von möglicher Trauer mochte ich sehr. Geschickt stellt uns der Autor selbst die Frage was für Vorstellungen haben wir vom "richtigen" trauern und was passiert wenn Menschen ganz anderes damit umgehen. Neben inhaltlicher Tiefe überzeugt der Roman aber auch durch authentische Figuren und sensible Charakterzeichnungen. Marie etwa entwickelte sich über die Zeit hinweg zu meiner Lieblingsfigur, trotz ihrer gelegentlich schroffen Art. Gerade auch die Szenen auf dem Friedhof machen die Erzählung zu etwas besonderem und sorgen für eine eindrucksvolle Atmosphäre. Aber auch der Schreibstil begeisterte mich und zog mich mit Leichtigkeit voll und ganz in die Geschichte. Alles in allem ist „Endlosschleifentage“ sicher keine reine Wohlfühllektüre, aber durch das Thema letztlich für uns alle relevant. Für die wirklich perfekte Umsetzung, auch wenn mich das Ende dann doch etwas überrascht hat, vergebe ich gerne 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Rasante Reimgeschichte mit kreativer Streitschlichtung

Hase, Hund, Birnen – UND?
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„Hase, Hund, Birnen – UND?“ von Melanie Laibl und Hemma Bergner ist ein buntes und witziges Bilderbuch für alle ab 3 Jahren. In der Geschichte liefern sich Spitz Ludovic und Hase Schnifis ein wildes Wettrennen ...

„Hase, Hund, Birnen – UND?“ von Melanie Laibl und Hemma Bergner ist ein buntes und witziges Bilderbuch für alle ab 3 Jahren. In der Geschichte liefern sich Spitz Ludovic und Hase Schnifis ein wildes Wettrennen um den Birnbaum. Jeder möchte Sieger sein und so necken sich die Beiden immer mehr bis der Birnbaum schließlich einschreitet. Zum Ende hin gibt es dann eine schöne Versöhnung. Die Geschichte liest sich aufgrund der Reime sehr lustig und auch die Handlung gefiel uns gut. Allerdings ist mancher Begriff (z.B. belämmert, bedüsselt oder Bommeltier) für Kinder diesen Alters doch erklärungsbedürftig und somit zu sehr "Erwachsensprache". Toll sind hingegen die Illustrationen und auch das extra dicke und hochwertige Papier spricht sehr für das Buch. Auch das Format ist perfekt für kleine Kinderhände und so wird uns dieses tolle Buch hoffentlich noch lange Freude bereiten.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Eifersucht, Freundschaft und gefährliche Mutproben

Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen
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Gleich vorweg muss ich sagen das ich „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ von Herman van de Wijdeven nicht als Kinderbuch sondern eher als Jugendroman einordnen würde. Thematisch ...

Gleich vorweg muss ich sagen das ich „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ von Herman van de Wijdeven nicht als Kinderbuch sondern eher als Jugendroman einordnen würde. Thematisch ist mir die Geschichte für eine Altersempfehlung von 11 Jahren definitiv zu krass und jüngere Leser:innen sollten das Buch lieber zusammen mit Erwachsenen lesen. Dies empfiehlt sich auch deshalb da die Geschichte zahlreiche Gesprächanlässe etwa über echte Freundschaften, eigene Grenzen und die Einschätzung von Gefahren bietet. Sprachlich passt die Erzählung zu ihrem jüngeren Klientel, aber auch als Erwachsener kann man das Buch finde ich gut lesen. Da es mehrere zeitlich verschiedene Erzählstränge gibt, erfordert das Lesen sogar etwas Konzentration. Bent war mir durchgehend sehr sympathisch, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass er mehr auf sein Bauchgefühl hört. Seine verzweifelter Wunsch die Freundschaft zu halten und einfach alles dafür zu tun ist andererseits aber auch total nachvollziehbar. Weniger gut leiden konnte ich hingegen die beiden anderen Jungs. Vor allem Juri ist finde ich richtig gemein und auch ziemlich manipulativ. Ich hoffe mein Kind wird mit einem solchen Menschen niemals befreundet sein. An sich hat der Autor Juri aber nicht unbedingt als negative Figur angelegt vermute ich, was mir zu denken gibt. Alles in allem ist „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ auf jeden Fall ein besonderes und tiefgründiges Jugendbuch welches harte Themen nicht scheut und anregt über Freundschaften nachzudenken. Für die wirklich eindrückliche Geschichte vergebe ich 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Neue spannende Verwicklungen für die Spurenfinder

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Bereits der erste Teil gefiel mir schon gut, in „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ haben Marc-Uwe Kling und seine Töchter Johanna, Luise und Elisabeth aber finde ich nochmal eine Schippe drauf gelegt. ...

Bereits der erste Teil gefiel mir schon gut, in „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ haben Marc-Uwe Kling und seine Töchter Johanna, Luise und Elisabeth aber finde ich nochmal eine Schippe drauf gelegt. Diesmal verschlägt es Elos und die Zwillinge Ada und Naru nach Iriandria wo der König höchstpersönlich um Hilfe bittet. Bei nur einem Fall bleibt es aber nicht lange und so ermitteln die Spurenfinder bald in unterschiedliche Richtungen. Die Atmosphäre ist dabei durchaus gelöst, humorvoll und weniger übertrieben albern, so gefiel mir der Schreibstil richtig gut. Aber auch die Krimiaspekte erschienen diesmal ausgereifterer und sorgten für ordentlich Spannung. Dies ergänzt sich für mich perfekt mit dem besonderen Charme der erschaffenen Welt. Diese wird vielfach durch tolle Illustrationen veranschaulicht. Die Geschichte hält neben einigen bekannten Gesichtern auch neue Charaktere bereit, was ebenfalls für Abwechslung sorgte. Und da am Ende Elos einziges ungelöstes Rätsel noch offen ist dürfen wir auf einen weiteren Band hoffen, was mich sehr freut. Diese besondere Reihe macht einfach nur Spaß und so kann ich „Die Spurenfinder und das Drachenzepter“ voll und ganz weiterempfehlen! Einsteiger sollten aber am besten zunächst zum ersten Band greifen.

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