Tunesische Küche überzeugt vegan
Tunesisch veganDurch das Kochbuch „Tunesisch vegan“ von Malek M'hiri hatte ich meinen ersten Kontakt mit der tunesischen Küche. Viele der Grundzutaten wie etwa Couscous, waren mir zwar nicht fremd, aber das Buch präsentiert ...
Durch das Kochbuch „Tunesisch vegan“ von Malek M'hiri hatte ich meinen ersten Kontakt mit der tunesischen Küche. Viele der Grundzutaten wie etwa Couscous, waren mir zwar nicht fremd, aber das Buch präsentiert in diesem Fall authentische Zubereitungsweisen und gibt interessante Einblicke in den tunesischen Alltag. Viele Gerichte sind von sich aus vegan, einige Klassiker hat der Autor allerdings veganisiert. Dabei kommt er aber ohne hochverarbeitete Ersatzprodukte aus und setzt auf den vollen Geschmack von Gemüse und Gewürzen. Viele Rezepte werde ich allerdings erst im Sommer ausprobieren, um Gemüse wie Tomaten und Paprika saisonal einsetzen zu können. Die bisher nach gekochten Rezepte konnten uns aber durchaus überzeugen. Ein großer Minuspunkt ist für mich allerdings die Gestaltung des Buchs. Ehrlich gesagt wirkt es etwas unfertig, es gibt immer wieder leere Seite an deren Stelle eigentlich ein Rezeptfoto zu erwarten wäre. Insgesamt gibt es nur wenige Fotos von fertigen Gerichten. Entweder fehlen diese ganz, oder es sind nur die unverarbeiteten Zutaten abgebildet. Auch Nährwertangaben und Zubereitungszeiten fehlen. Dafür gibt es zu Beginn einige politisch aufgeladene Statements des Autors, welche ich richtig unangenehm fand. Im Gegensatz dazu, klingt er in den kurzen Texten, welche jedes Rezept erklären und einordnen, aber sehr sympathisch. Wer eine authentische (vegane) tunesische Küche kennenlernen möchte, findet durch dieses Buch einen ersten Einstieg. Aufgrund der Aufmachung kann ich allerdings nur 3 1/2 Sterne vergeben. Hoffentlich werden die fehlenden Rezeptfotos in späteren Auflagen noch ergänzt. So gibt es von mir aber nur eine sehr eingeschränkte Empfehlung.