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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2025

Moderne trifft auf Wirtshausküche

Einfach herzhaft & süß
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In seinem Kochbuch „Einfach herzhaft & süß“ teilt Dominik Süss mit uns seine liebsten Rezepte. Einerseits handelt es sich dabei um traditionelle Rezepte welche auch heute noch im Gasthof Süss der Familie ...

In seinem Kochbuch „Einfach herzhaft & süß“ teilt Dominik Süss mit uns seine liebsten Rezepte. Einerseits handelt es sich dabei um traditionelle Rezepte welche auch heute noch im Gasthof Süss der Familie gekocht werden. Einige Gerichte sind von Jungkoch Dominik Süss aber auch überarbeitete und wieder andere sind moderner und inspiriert von anderen Stationen seiner Kochkarierre. Prinzipiell mag ich das Buch. Alle nach gekochten Gerichte waren bisher total lecker und funktionieren. Auch die Gestaltung sagt mir sehr zu. Jedes Rezept (bis auf einige Grundlagen) hat eine eigene Doppelseite mit Foto. Der Tonfall des Autors ist locker und jugendlich und die persönlichen Anekdoten passen sich gut ein. Hin und wieder ist es zwar etwas hochgegriffen, was nicht alles das weltbeste Rezept sein soll, aber darüber kann ich gut hinweglesen. Meiner Meinung nach ist das Kochbuch aber überhaupt nicht für Küchenneulinge geeignet. Die Zubereitungsschritte sind kurz gehalten und es wird durchgehend viel Kochwissen vorausgesetzt. Wer wie ich regelmäßig kocht hat hier keine Schwierigkeiten, für Anfänger fehlen mir aber zum Beispiel wichtige Temperaturangaben und Garzeiten. Und auch eine ungefähre Zubereitungszeit habe ich sehr vermisst. Meinem Eindruck nach braucht man oft doch etwas länger und so ist „Einfach herzhaft & süß“ kein Buch für die schnelle Alltagsküche und auch das "einfach" aus dem Titel passt finde ich nicht wirklich. Dabei müssen sich die Gerichte wirklich nicht verstecken und gerade die traditionelle Linie ist für mich etwas besonderes. Da etwas andere Erwartungen geweckt werden, gibt es von mir einen Stern abgezogen, abgesehen davon mag ich das Buch aber sehr und werde es regelmäßig nutzen.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Humorvolles Jugendbuch am Puls der Zeit

People Pleaser
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„People Pleaser Eine für alle und alle für sich“ ist bereits der zweite Roman der Autorin Anna Dimitrova und wer bereits „Kanak Kids“ gelesen hat, weiß auf was er sich freuen kann. Gewohnt humorvoll kommt ...

„People Pleaser Eine für alle und alle für sich“ ist bereits der zweite Roman der Autorin Anna Dimitrova und wer bereits „Kanak Kids“ gelesen hat, weiß auf was er sich freuen kann. Gewohnt humorvoll kommt auch diese Geschichte daher und so macht die Lektüre trotz vieler ernster Themen richtig Spaß. Diesmal steht Nina im Mittelpunkt der Geschichte, welche wirklich der Inbegriff eines People Pleasers ist, wobei die Autorin manches auch bewusst überzeichnet. Trotzdem trifft sie finde ich genau den Punkt und schafft eine Identifikationsmöglichkeit für viele von uns. Aber auch weitere wichtige Themen wie psychische Erkrankungen, Prüfungsangst oder bedenkliche Beziehungsmuster werden von unterschiedlichen Figuren aufgegriffen und reflektiert. Und bei all dem herrscht stets ein leichter und lustiger Ton vor, wobei sich die Dialoge in Jugendsprache perfekt einfügen. Lediglich das Ende war für mich eine Spur zu "Happy" um noch glaubwürdig zu wirken. Letztlich passt dies aber ins Genre und zu dieser sowieso überraschend verrückten Geschichte. Sternabzug gibt es dafür von mir deshalb auch nicht. Und so vergebe ich insgesamt gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Facetten der Trauer

Endlosschleifentage
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Ich bin mittlerweile großer Fan von Autor Fabian Neidhardt und finde auch in seinem neuen Roman „Endlosschleifentage“ hat er sich wieder gesteigert. Das Kernthema der Geschichte ist auf jeden Fall "Trauer" ...

Ich bin mittlerweile großer Fan von Autor Fabian Neidhardt und finde auch in seinem neuen Roman „Endlosschleifentage“ hat er sich wieder gesteigert. Das Kernthema der Geschichte ist auf jeden Fall "Trauer" aber auch unterschiedliche Freundschaften und Beziehungen werden beleuchtet. Das Buch ist von Beginn an intensiv und rüttelt emotional immer wieder auf. Denn David verliert seine Ehefrau und Kinga gleichzeitig ihre beste Freundin. Beide gehen höchst unterschiedlich mit diesem Verlust um und gerade diese verschiedenen Facetten von möglicher Trauer mochte ich sehr. Geschickt stellt uns der Autor selbst die Frage was für Vorstellungen haben wir vom "richtigen" trauern und was passiert wenn Menschen ganz anderes damit umgehen. Neben inhaltlicher Tiefe überzeugt der Roman aber auch durch authentische Figuren und sensible Charakterzeichnungen. Marie etwa entwickelte sich über die Zeit hinweg zu meiner Lieblingsfigur, trotz ihrer gelegentlich schroffen Art. Gerade auch die Szenen auf dem Friedhof machen die Erzählung zu etwas besonderem und sorgen für eine eindrucksvolle Atmosphäre. Aber auch der Schreibstil begeisterte mich und zog mich mit Leichtigkeit voll und ganz in die Geschichte. Alles in allem ist „Endlosschleifentage“ sicher keine reine Wohlfühllektüre, aber durch das Thema letztlich für uns alle relevant. Für die wirklich perfekte Umsetzung, auch wenn mich das Ende dann doch etwas überrascht hat, vergebe ich gerne 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Rasante Reimgeschichte mit kreativer Streitschlichtung

Hase, Hund, Birnen – UND?
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„Hase, Hund, Birnen – UND?“ von Melanie Laibl und Hemma Bergner ist ein buntes und witziges Bilderbuch für alle ab 3 Jahren. In der Geschichte liefern sich Spitz Ludovic und Hase Schnifis ein wildes Wettrennen ...

„Hase, Hund, Birnen – UND?“ von Melanie Laibl und Hemma Bergner ist ein buntes und witziges Bilderbuch für alle ab 3 Jahren. In der Geschichte liefern sich Spitz Ludovic und Hase Schnifis ein wildes Wettrennen um den Birnbaum. Jeder möchte Sieger sein und so necken sich die Beiden immer mehr bis der Birnbaum schließlich einschreitet. Zum Ende hin gibt es dann eine schöne Versöhnung. Die Geschichte liest sich aufgrund der Reime sehr lustig und auch die Handlung gefiel uns gut. Allerdings ist mancher Begriff (z.B. belämmert, bedüsselt oder Bommeltier) für Kinder diesen Alters doch erklärungsbedürftig und somit zu sehr "Erwachsensprache". Toll sind hingegen die Illustrationen und auch das extra dicke und hochwertige Papier spricht sehr für das Buch. Auch das Format ist perfekt für kleine Kinderhände und so wird uns dieses tolle Buch hoffentlich noch lange Freude bereiten.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Eifersucht, Freundschaft und gefährliche Mutproben

Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen
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Gleich vorweg muss ich sagen das ich „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ von Herman van de Wijdeven nicht als Kinderbuch sondern eher als Jugendroman einordnen würde. Thematisch ...

Gleich vorweg muss ich sagen das ich „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ von Herman van de Wijdeven nicht als Kinderbuch sondern eher als Jugendroman einordnen würde. Thematisch ist mir die Geschichte für eine Altersempfehlung von 11 Jahren definitiv zu krass und jüngere Leser:innen sollten das Buch lieber zusammen mit Erwachsenen lesen. Dies empfiehlt sich auch deshalb da die Geschichte zahlreiche Gesprächanlässe etwa über echte Freundschaften, eigene Grenzen und die Einschätzung von Gefahren bietet. Sprachlich passt die Erzählung zu ihrem jüngeren Klientel, aber auch als Erwachsener kann man das Buch finde ich gut lesen. Da es mehrere zeitlich verschiedene Erzählstränge gibt, erfordert das Lesen sogar etwas Konzentration. Bent war mir durchgehend sehr sympathisch, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass er mehr auf sein Bauchgefühl hört. Seine verzweifelter Wunsch die Freundschaft zu halten und einfach alles dafür zu tun ist andererseits aber auch total nachvollziehbar. Weniger gut leiden konnte ich hingegen die beiden anderen Jungs. Vor allem Juri ist finde ich richtig gemein und auch ziemlich manipulativ. Ich hoffe mein Kind wird mit einem solchen Menschen niemals befreundet sein. An sich hat der Autor Juri aber nicht unbedingt als negative Figur angelegt vermute ich, was mir zu denken gibt. Alles in allem ist „Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ auf jeden Fall ein besonderes und tiefgründiges Jugendbuch welches harte Themen nicht scheut und anregt über Freundschaften nachzudenken. Für die wirklich eindrückliche Geschichte vergebe ich 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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