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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2026

Drei Geschichten in einem Buch

What about the bodies
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„What about the bodies“ des Autoren Ken Jaworowski ist auf mehrfache Weise ungewöhnlich. Der Humor ist düster und die armen Protagonisten müssen ganz schön viel mitmachen. Insgesamt gibt es drei Erzählstränge ...

„What about the bodies“ des Autoren Ken Jaworowski ist auf mehrfache Weise ungewöhnlich. Der Humor ist düster und die armen Protagonisten müssen ganz schön viel mitmachen. Insgesamt gibt es drei Erzählstränge und bis auf kurze Berührungspunkte stehen diese jeweils für sich. Dieser Stil ist auf jeden Fall ungewöhnlich, auch wenn mir ein engerer Zusammenhang besser gefallen hätte. Auch mit der Logik und Glaubhaftigkeit nimmt es der Autor nicht so genau. Allerdings hat der Roman zum Glück auch deutliche Stärken. Zunächst einmal ist der Schreibstil richtig klasse. Sehr angenehm zu lesen, durchgehend packend und zudem auch noch witzig. Außerdem werden da ganz nebenbei sehr kluge, menschlich berührende Geschichten erzählt. Mit so viel Tiefgang und Emotion, habe ich gar nicht gerechnet. Und auch wenn die Handlung speziell ist und es sich nicht um einen klassischen Krimi handelt war die Spannung durchgehend hoch. Abgedrehte Wendungen sorgen natürlich für Überraschungen und dadurch kommt an keiner Stelle Langeweile auf. Der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall hoch und wer düster-sarkastische Geschichten mit besonderen Charakteren mag ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Ein unfassbarer Betrug sorgt für Lebensgefahr

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Zunächst einmal beruht die Handlung von „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ auf realen Ereignissen, was ich immer spannend finde. Autorin Uli Aechtner hat den unglaublichen Betrug rund um das erfundene ...

Zunächst einmal beruht die Handlung von „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ auf realen Ereignissen, was ich immer spannend finde. Autorin Uli Aechtner hat den unglaublichen Betrug rund um das erfundene Land Poyais gut recherchiert und in eine spannende Geschichte gepackt. Zudem gibt es für alle militärisch Interessierten detaillierte Hintergründe zum Befreiungskrieg und weiteren kriegerischen Auseinandersetzungen. Diese Kapitel haben allerdings wenig Bezug zur eigentlichen Geschichte und konnten mich persönlich auch überhaupt nicht mitreißen. Umso spannender sind dafür die Erlebnisse der Siedler, welche statt des versprochenen Landes nur Urwald und raue Natur vorfinden. Der anschließende Überlebenskampf, aber auch die vorhergehende Reise, wird packend und authentisch geschildert. Was den Schreibstil betrifft bin ich etwas zwiegespalten. Die Kapitel aus Soldatensicht im Krieg lasen sich für mich langweilig und zäh und ich war jedes Mal froh wieder zum anderen Erzählstrang wechseln zu können. Außerdem kommen in der Handlung immer wieder unglaubwürdige Zufälle vor, welche mich im Handlungsverlauf immer mehr störten. Auch aus diesem Grund muss ich leider einen Stern abziehen. Wer aber historische Romane, mit hohem Abenteuerfaktor mag, wird mit „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ jede Menge Spaß haben. Und auch historisch kann man doch einiges Neues lernen.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Bestärkend und informativ

Ferri
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„Ferri Mutig ist, wer Hilfe holt!“ von von Gertraud Mesner und Beate Welsch ist ein Bilderbuch, welches sich sehr direkt mit dem Thema Mobbing beschäftigt. Die Geschichte wirkte eindringlich und sehr authentisch ...

„Ferri Mutig ist, wer Hilfe holt!“ von von Gertraud Mesner und Beate Welsch ist ein Bilderbuch, welches sich sehr direkt mit dem Thema Mobbing beschäftigt. Die Geschichte wirkte eindringlich und sehr authentisch auf uns. Ohne allgemeine Antworten geben zu wollen warum überhaupt gemobbt wird, bleibt die Erzählung emotional eng am betroffenen Fisch Ferri. Besonders angesprochen werden auch unbeteiligte Dritte, den deren eingreifen und Unterstützung bringen schlussendlich auch die Wende. Damit Kinder die Thematik auch wirklich verstehen können, würden wir das Buch frühstens ab 4 Jahren empfehlen, aber auch ältere Kinder profitieren auf jeden Fall davon. Das Buch regt zum Gespräch an und durch die hilfreichen Informationen am Ende für Erwachsene, können auch Eltern und andere Bezugspersonen gut auf etwaige Fragen reagieren. Insgesamt kann ich „Ferri Mutig ist, wer Hilfe holt!“ also sehr weiterempfehlen. Allerdings könnte die Geschichte für Mobbingopfer auch zu schwierig sein, letztlich liegt der Hauptteil der Geschichte nämlich auf den Szenen mit sehr direktem Mobbing. Mit dieser kleinen Einschränkung vergeben wir dennoch 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Packender Roman, welcher zum Ende hin etwas abflacht

Du musst mich vergessen
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„Du musst mich vergessen“ von Rosie Walsh könnte man finde ich durchaus als Spannungsroman bezeichnen und gerade diese aufregende Grundstimmung gefiel mir richtig gut. Auch dadurch liest sich die Geschichte ...

„Du musst mich vergessen“ von Rosie Walsh könnte man finde ich durchaus als Spannungsroman bezeichnen und gerade diese aufregende Grundstimmung gefiel mir richtig gut. Auch dadurch liest sich die Geschichte kurzweilig und konnte durchgehend meine Aufmerksamkeit halten. Erzähltechnisch greift die Autorin auf Bewährtes zurück. Zwei Zeitebenen wechseln sich ab, die Perspektive von Protagonistin Carrie bleibt konstant. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und trägt so durch die Geschichte. Beide Erzählstränge konnten mich gleichermaßen fesseln, was keine Selbstverständlichkeit ist. Eigentlich wäre „Du musst mich vergessen“ für mich ein klares 5 Sterne Buch, wenn das Ende mich nicht doch noch etwas verloren hätte. Im Gegensatz zur restlichen Handlung wirkt das Ende auf mich nämlich ziemlich konstruiert und passt damit nicht so recht zu den vorherigen so authentischen Ereignissen. So bleibt es letztlich aber nur bei guten 4 Sterne. Für alle Fans von spannenden Charakter-fokussierten Geschichten, kann ich den Roman aber durchaus empfehlen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Verliert sich thematisch etwas

Einatmen. Ausatmen.
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Insgesamt hat sich „Einatmen. Ausatmen.“ von Maxim Leo wirklich ausgesprochen gut lesen lassen und der Roman hat auf jeden Fall viele tolle Seiten. Was den Humor betrifft, verliert sich der anfangs noch ...

Insgesamt hat sich „Einatmen. Ausatmen.“ von Maxim Leo wirklich ausgesprochen gut lesen lassen und der Roman hat auf jeden Fall viele tolle Seiten. Was den Humor betrifft, verliert sich der anfangs noch bissig satirische Blick allerdings nach dem ersten Drittel. Zunehmend übernehmen ernstere Töne und glaubhafte therapeutische Methode. Gerade diese Tiefe hat mich durchaus positiv überrascht. In der Handlung ergeben sich aber auch immer wieder unnötige Nebenschauplätze, wodurch die Geschichte weniger fokussiert erscheint. Neben vielen erschreckend realistischen Aspekten gibt es immer wieder völlig abgedrehte Szenen und unglaubwürdiges Verhalten. Das Ende hat für mich dann gerade nochmal so die Kurve bekommen, allerdings nimmt für mich die Qualität im Verlauf immer weiter ab. Und so bleibe ich letztlich etwas unzufrieden zurück, auch weil der Plot noch so viel Potenzial gehabt hätte. Da der Unterhaltungswert aber hoch ist, der Schreibstil mühelos lesbar und doch einige kluge Gedanken in diesem Roman stecken, vergebe ich gerade so wohlwollende 4 Sterne.

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