Profilbild von Lisa_V

Lisa_V

Lesejury Star
offline

Lisa_V ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lisa_V über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2023

Weniger überzeugend als erwartet, dennoch ein solider Thriller

Twelve Secrets -
0

Ein wenig enttäuscht bin ich nach der Lektüre von „Twelve Secrets - Niemand sagt die Wahrheit“ von Robert Gold leider schon. Irgendwie hatte ich mir hier mehr Hochspannung versprochen. Gerade inhaltlich ...

Ein wenig enttäuscht bin ich nach der Lektüre von „Twelve Secrets - Niemand sagt die Wahrheit“ von Robert Gold leider schon. Irgendwie hatte ich mir hier mehr Hochspannung versprochen. Gerade inhaltlich konnte mich das Buch aber letztendlich nicht überzeugen. Dabei liest sich der Schreibstil flüssig und an sich kam ich auch flott durchs Buch. Die Ich-Erzählweise des Hauptprotagonisten und auch die Weiteren immer wieder wechselnden Perspektiven, waren für mich klare Pluspunkte. Knackpunkt ist für mich allerdings die Story, denn diese erschien mir gerade zum Ende hin zu gewollt konstruiert, stellenweise sehr durchschaubar und insgesamt konnte mich die Spannung nicht erreichen. Darüber hinaus fand ich es irritierend auf welche Weise der Autor sexualisierte Gewalt (ausschließlich an Frauen) eingebaut hat. Einige der Szenen bringen die Handlung in keiner Weise voran und dienen nur dazu ein negatives Frauenbild zu erzeugen. Hier hätte ich mir mehr Feingefühl, von Seiten des Autors gewünscht - zumal die Übergriffe nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun haben. Allgemein ist der Thriller nichts für schwache Nerven, mit blutigen Details wird nicht gespart. Insgesamt empfand ich das Leseerlebnis als durchwachsen und kann leider nicht mehr als 3 Sterne vergeben. Für mich keine Reihe welche ich weiter verfolgen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2023

Neuer amüsanter Band der Kult-Krimireihe

Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt (Die Mordclub-Serie 4)
0

Für Fans ist der nun schon vierte Band „Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt“ von Autor Richard Osman auf jeden Fall ein Must-Read. Neulinge sollten hingegen lieber mit dem ersten ...

Für Fans ist der nun schon vierte Band „Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt“ von Autor Richard Osman auf jeden Fall ein Must-Read. Neulinge sollten hingegen lieber mit dem ersten Band beginnen. Denn diesmal nahmen die persönlichen Dramen und Lebensereignisse der Renter:innentruppe schon ziemlichen Raum ein und um alle Zusammenhänge voll zu verstehen braucht man finde ich Vorwissen. Neben den persönlichen Entwicklungen, welche diesmal sogar ein anspruchsvolles Thema mit sich brachten, gibt es aber natürlich auch wieder einen Fall aufzuklären. Den ein Jahr ohne Morde wäre nun wirklich undenkbar! Stilistisch gibt es keine großen Überraschungen. Der Autor bleibt seinem gewohnten Humor treu und arbeitet auch weiterhin mit zahlreichen Perspektiven. Hochspannung kam zwar nicht auf, aber auch dieser Fall, lud zum Miträtseln ein, wobei ein Teil der Auflösung für mich recht deutlich zu erraten war. Dennoch sind die Verwicklungen in sich stimmig. Insgesamt ist das Buch finde ich wunderbare Cosy Crime, perfekt für alle Krimifans, welche Wert auf detaillierte Figurenentwicklung und humorvolle Dialoge legen. In Abstufung zu den vorherigen Bänden, bei welchen mir der Ermittlungsanteil etwas besser gefiel, gibt es von mir 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2023

Überzeugender Erziehungsratgeber, mit einem durchdachten Konzept und stimmigen Methoden zur praktischen Umsetzung

Good Inside - Das Gute sehen
0

Mit ihrem Ratgeber „Good Inside - Das Gute sehen“ überzeugte mich Autorin Dr. Becky Kennedy vor allem durch ihre tolle Verknüpfung von Theorie und Praxis. Zunächst einmal ist ihr Ansatz (welcher als theoretischen ...

Mit ihrem Ratgeber „Good Inside - Das Gute sehen“ überzeugte mich Autorin Dr. Becky Kennedy vor allem durch ihre tolle Verknüpfung von Theorie und Praxis. Zunächst einmal ist ihr Ansatz (welcher als theoretischen Hintergrund eine Mischung aus Bindungstheorie und dem System der Inneren Familie vereint) finde ich gut nachzuvollziehen und fühlt sich letztendlich richtig an. Immer das grundlegend Gute zu sehen bedeutet aber keinesfalls ständig nachzugeben oder eine Erziehung ohne Regeln. Dr. Becky Kennedy zeigt vielmehr, dass sich klare Grenzen und eine emphatische Hinwendung zum Kind sehr wohl miteinander vereinen lassen. In ihrem Erziehungskonzept baut sie dabei auf anhaltende Verbundenheit und weniger auf kurzfristige Maßnahmen zur Verhaltensänderung. Im Mittelpunkt steht immer die Frage was hinter jeweiligen problematischen Verhaltensweisen steckt und was dem Kind fehlt. Die Autorin wendet sich nicht nur sehr konkreten Problemstellungen zu, sondern erklärt darüber hinaus wie eine dauerhafte sichere Eltern-Kind-Bindung aufgebaut werden kann. Wunderbar wohlwollend und gar nicht vorwurfsvoll macht sie dabei von Anfang an klar, das wir alle Fehler machen und es aber nie zu spät für Wiedergutmachung und eine Veränderung zum Positiven ist. Somit spricht der Ratgeber alle Eltern, unabhängig vom Alter ihrer Kinder an. Der Schreibstil ist finde ich soweit gut verständlich, ein wenig neigt die Autorin zu Wiederholungen, wodurch sie aber auch ihr Konzept verdeutlicht. Am Ende der Lektüre, fühle ich mich nun gestärkt Einiges selbst umzusetzen und kann „Good Inside - Das Gute sehen“ für Alle die empathisch, liebevoll, aber auch mit klaren Grenzen erziehen wollen, nur weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2023

Amüsante Geschichte, mit einem durchdachten Fall und dem typischen Kling-Humor

Der Spurenfinder
0

„Der Spurenfinder“ ist ein gemeinsames Werk von Marc-Uwe Kling und seinen Töchtern Johanna und Luise Kling. Beworben wird das Buch dabei als Fantasy-Krimi-Komödie, was durchaus zutrifft. In meinen Augen ...

„Der Spurenfinder“ ist ein gemeinsames Werk von Marc-Uwe Kling und seinen Töchtern Johanna und Luise Kling. Beworben wird das Buch dabei als Fantasy-Krimi-Komödie, was durchaus zutrifft. In meinen Augen überwiegen aber die Krimielemente und humorvollen Anteile. Klar spielt die Handlung in einer fantastischen Welt, aber auf nur knapp 300 Seiten, kann nun mal kein umfassendes Worldbuilding stattfinden. Dennoch ist der Fantasy-Rahmen finde ich durchaus gelungen, so gibt es doch einige kreative und originelle Details und Figuren, wobei das allgemeine Setting aber an andere Fantasy-Romane mit einer mittelalterlich angehauchten Welt, erinnert. Voll und ganz überzeugen konnte mich dafür der Kriminalfall, denn letztendlich ist der Spurenfinder ein klasse Ermittler. So hat es mir großen Spaß gemacht ihn und seine Kinder bei ihrer Suche nach der Wahrheit zu begleiten. Am Ende gab es dann eine stimmige Auflösung, welche ich in Teilen schon erahnt habe, die aber auch Überraschung bot. All dies ist eingebettet in einen witzigen Grundton, wobei der Humor des Autors (und seiner Figuren) bekannt schnoddrig, aber dennoch niveauvoll ist. Fans seiner vorherigen Werke, werden hier definitiv gut unterhalten. Durch die spannende Genremischung spricht das Buch aber denke ich eine große Zielgruppe an, denn meiner Meinung nach muss man für die Lektüre nicht unbedingt Fantasy oder Krimis mögen. Ich persönlich habe mich auf jeden Fall richtig wohlgefühlt und würde mich über ein Wiederlesen mit dem Spurenfinder freuen, der nächste Fall deutete sich immerhin schon an! Insgesamt vergebe ich für dieses amüsante Leseerlebnis volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.10.2023

Motivationsschub für einen neuen Küchenalltag gefällig?

Deine Küche kann nachhaltig!
0

Vor diesem Buch kannte ich Verena Hirsch und ihren Blog allmydeer ehrlich gesagt nicht. Thematisch hat mich „Deine Küche kann nachhaltig!“ aber neugierig gemacht und so habe ich mich interessiert durchs ...

Vor diesem Buch kannte ich Verena Hirsch und ihren Blog allmydeer ehrlich gesagt nicht. Thematisch hat mich „Deine Küche kann nachhaltig!“ aber neugierig gemacht und so habe ich mich interessiert durchs Buch geschmökert. Insgesamt finde ich ihr Werk gelungen und durchaus durchdacht. Der Fokus liegt eher auf der allgemeinen Wissensvermittlung, wie Lebensmittel ohne großen Aufwand haltbar gemacht und insgesamt weniger häufig in der Tonne landen. Die meist gewählte Methode von Verena ist hierbei der Tiefkühlschrank, prinzipiell mochte ich hier ihre unkomplizierte und zeitsparende Art. Hin und wieder hatte ich allerdings den Eindruck, dass sie sich von anderen Blogger:innen aus dem Bereich Selbstversorgung und Haltbarmachen gezielt abheben will, nämlich durch viel Alltagsnähe und ihrem ständigen Mantra, dass es ja gar nicht kompliziert sein muss. Auf sprachliche Spitzen der Selbstversorgerszene gegenüber, hätte ich persönlich aber verzichten können. Allgemein eignet sich dieses Sachbuch meiner Meinung nach sowieso eher für Neulinge. Denn wer sich schon länger mit einer nachhaltigen Küchenpraxis beschäftigt, findet nicht sehr viel Neues. Trotzdem mochte ich Verenas lockere Art an Altbewährtes zu erinnern und auch die ergänzenden Rezepte sind dabei stimmig und einfach gehalten. Hier sollte man ebenfalls keine herausragenden neuen Kreationen erwarten. Die Gerichte bleiben bodenständig und sind auf das Verwerten von Übriggebliebenem und Vorräten ausgelegt. Insgesamt vergebe ich für das informative und liebevoll gestaltete Sach- und Kochbuch gute 4 Sterne und eine Empfehlung für alle die nach Anregungen für mehr Nachhaltigkeit suchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere