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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2026

Sehr gelungen - Entspannter Urlaub trotz vielfältiger Emotionen

Ups, wir fahren in den Urlaub
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Jedes Buch welches wir bereits aus der Ups-Reihe kennen lernen konnten hat uns super gefallen und da schließt sich „Ups, wir fahren in den Urlaub“ von Katharina Spangler nahtlos an. In der Geschichte begleiten ...

Jedes Buch welches wir bereits aus der Ups-Reihe kennen lernen konnten hat uns super gefallen und da schließt sich „Ups, wir fahren in den Urlaub“ von Katharina Spangler nahtlos an. In der Geschichte begleiten wir diesmal Anton und seine Eltern auf einen aufregenden Urlaub nach Italien. Bei einer solchen Reise treten viele unterschiedliche Gefühle auf und eben nicht nur positive. Sensible und empathisch zeigt Katharina Spangler Kindern und Vorlesenden Wege auf damit umzugehen. Der große Pluspunkt sind aber doch die ausführlichen Erklärungen und Gesprächsimpulse für uns Große. Egal ob vor einem Urlaub oder währenddessen, das Buch bietet eine wunderbare Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen und auch deshalb eine entspanntere gemeinsame Zeit zu gewinnen. Das hat mir wirklich gut gefallen. Einzig von den versprochenen Tipps für lange Autofahrten hatte ich mir etwas mehr versprochen. Viel neue Ideen gibt es leider nicht und insgesamt sind diese auch eher für ältere Kinder und nicht für Kleinkinder geeignet. Abgesehen davon erfüllt das Buch aber voll und ganz meine Erwartungen, weshalb ich trotzdem volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung vergebe!

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Authentische und emotionale Aufarbeitung deutscher Geschichte

Die Schatten der Schuld
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„Die Schatten der Schuld“ des Autoren Michael Jensen ist ein umfassend und gründlich, recherchierter historischer Roman. Gerade weil er so einen wichtigen Aspekt der deutschen Geschichte behandelt, kann ...

„Die Schatten der Schuld“ des Autoren Michael Jensen ist ein umfassend und gründlich, recherchierter historischer Roman. Gerade weil er so einen wichtigen Aspekt der deutschen Geschichte behandelt, kann ich das Buch wirklich allen Menschen weiterempfehlen. Abgesehen davon ist es aber auch einfach richtig gut geschrieben. Die hohe Dynamik ist richtig spannend und sorgt für ordentlich Tempo. Unterschiedliche Perspektiven halten die Handlung interessant. Auch die Kapitellänge und der Schreibstil sind gut gewählt und auch deshalb flog ich nur so durch die Seiten. Auch der Krimieinschlag gefiel mir richtig gut. Über die Handlung möchte ich nicht zu viel verraten um nicht zu Spoilern. Deshalb nur so viel, historisch lernt man hier einiges. Statt trockener Fakten, gibt es aber bewegende Schicksale sehr authentischer Charaktere. Und letztlich gefällt mir auch die Botschaft am Ende der Geschichte sehr. Trotz einer gewissen Schwere zieht der Roman aber nicht runter und macht in gewisser Weise auch Hoffnung für die Erinnerungskultur zukünftiger Generationen. Denn eins steht fest, vergangenes Unrecht darf auf keinen Fall totgeschwiegen werden. Ich hoffe dieser tolle Roman erreicht noch ganz viele Leser:innen und trägt dadurch dazu bei. Natürlich vergebe ich insgesamt gerne volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Schafsinnig bis zuletzt

Widdersehen
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Für mich war „Widdersehen“ der erste Einblick in die ermittelnde Schafsherde von Leonie Swann. Obwohl es bereits der dritte Teil ist, fiel mir der Quereinstieg aber nicht schwer. Zunächst einmal musste ...

Für mich war „Widdersehen“ der erste Einblick in die ermittelnde Schafsherde von Leonie Swann. Obwohl es bereits der dritte Teil ist, fiel mir der Quereinstieg aber nicht schwer. Zunächst einmal musste ich mich gedanklich auf diese besondere Erzähl- und Denkweise aus Sicht der Schafe einstellen. Ist man aber erstmal drin, dann läuft es. Die Geschehnisse sind auf jeden Fall interessant, aber auch amüsant und kurzweilig. Ehrlich gesagt kommt den Schafen zwar recht oft ein glücklicher Zufall zugute, aber das sei der Autorin verziehen. Dennoch kann man miträtseln und der "Fall" ist in sich logisch. Ehrlich gesagt habe ich schon einige Krimis mit schlechteren menschlichen Ermittlern gelesen. Für Fans der Reihe ist „Widdersehen“na sicherlich ein absolutes Must-Read, aber auch für Neueinsteiger kann ich das Buch empfehlen. Es ist irgendwie eine Mischung aus Cosy Crime und blutig gefährlichen Verwicklungen und allein durch die Perspektive besonders. Gerne vergebe ich für dieses faszinierende Gesamtwerk volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Drei Geschichten in einem Buch

What about the bodies
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„What about the bodies“ des Autoren Ken Jaworowski ist auf mehrfache Weise ungewöhnlich. Der Humor ist düster und die armen Protagonisten müssen ganz schön viel mitmachen. Insgesamt gibt es drei Erzählstränge ...

„What about the bodies“ des Autoren Ken Jaworowski ist auf mehrfache Weise ungewöhnlich. Der Humor ist düster und die armen Protagonisten müssen ganz schön viel mitmachen. Insgesamt gibt es drei Erzählstränge und bis auf kurze Berührungspunkte stehen diese jeweils für sich. Dieser Stil ist auf jeden Fall ungewöhnlich, auch wenn mir ein engerer Zusammenhang besser gefallen hätte. Auch mit der Logik und Glaubhaftigkeit nimmt es der Autor nicht so genau. Allerdings hat der Roman zum Glück auch deutliche Stärken. Zunächst einmal ist der Schreibstil richtig klasse. Sehr angenehm zu lesen, durchgehend packend und zudem auch noch witzig. Außerdem werden da ganz nebenbei sehr kluge, menschlich berührende Geschichten erzählt. Mit so viel Tiefgang und Emotion, habe ich gar nicht gerechnet. Und auch wenn die Handlung speziell ist und es sich nicht um einen klassischen Krimi handelt war die Spannung durchgehend hoch. Abgedrehte Wendungen sorgen natürlich für Überraschungen und dadurch kommt an keiner Stelle Langeweile auf. Der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall hoch und wer düster-sarkastische Geschichten mit besonderen Charakteren mag ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Ein unfassbarer Betrug sorgt für Lebensgefahr

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Zunächst einmal beruht die Handlung von „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ auf realen Ereignissen, was ich immer spannend finde. Autorin Uli Aechtner hat den unglaublichen Betrug rund um das erfundene ...

Zunächst einmal beruht die Handlung von „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ auf realen Ereignissen, was ich immer spannend finde. Autorin Uli Aechtner hat den unglaublichen Betrug rund um das erfundene Land Poyais gut recherchiert und in eine spannende Geschichte gepackt. Zudem gibt es für alle militärisch Interessierten detaillierte Hintergründe zum Befreiungskrieg und weiteren kriegerischen Auseinandersetzungen. Diese Kapitel haben allerdings wenig Bezug zur eigentlichen Geschichte und konnten mich persönlich auch überhaupt nicht mitreißen. Umso spannender sind dafür die Erlebnisse der Siedler, welche statt des versprochenen Landes nur Urwald und raue Natur vorfinden. Der anschließende Überlebenskampf, aber auch die vorhergehende Reise, wird packend und authentisch geschildert. Was den Schreibstil betrifft bin ich etwas zwiegespalten. Die Kapitel aus Soldatensicht im Krieg lasen sich für mich langweilig und zäh und ich war jedes Mal froh wieder zum anderen Erzählstrang wechseln zu können. Außerdem kommen in der Handlung immer wieder unglaubwürdige Zufälle vor, welche mich im Handlungsverlauf immer mehr störten. Auch aus diesem Grund muss ich leider einen Stern abziehen. Wer aber historische Romane, mit hohem Abenteuerfaktor mag, wird mit „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ jede Menge Spaß haben. Und auch historisch kann man doch einiges Neues lernen.

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