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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

Diese Geschichte geht am Ende für mich leider nicht auf

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Von der ersten Seite an hatte ich gewisse Schwierigkeiten mit „Die Reise ans Ende der Geschichte“ des Autoren Kristof Magnusson. Der langatmige, detailreiche und überaus abschweifende Schreibstil sorgte ...

Von der ersten Seite an hatte ich gewisse Schwierigkeiten mit „Die Reise ans Ende der Geschichte“ des Autoren Kristof Magnusson. Der langatmige, detailreiche und überaus abschweifende Schreibstil sorgte nämlich für einen gebremsten Lesefluss. Zum Glück konnte mich die Geschichte zumindest inhaltlich ansprechen. Gelungen ist auf jeden Fall die historische Atmosphäre, sowie politische und kulturelle Details. Abgesehen davon ist die Handlung ziemlich hanebüchen und reichlich übertrieben. Genau dieser Ausrichtung, schließt sich auch die Charakterzeichnung an. Sehr plakativ und oft ziemlich klischeehaft. Aber gut, das Buch möchte ja unterhalten und sorgt eben so für einen speziellen Humor. Gerade durch die skurrilen Situationen, ist die Lektüre dann auch stellenweise ziemlich witzig. Allerdings verliert sich der Autor immer wieder in Belanglosigkeiten und legt auch keinen übermäßigen Wert auf Logik, oder einen roten Faden. Und mit seinem absurden und enttäuschend offenem Ende, verliert der gesamte Roman im Nachhinein. Schade, gerade der Mittelteil hat mir gut gefallen, danach wird es aber nicht nur absurd, sondern auch unglaubwürdig was die innere Logik der Charaktere und Geschichte betrifft. Und letztlich bleibt einfach sehr viel am Ende ungeklärt. Für mich war „Die Reise ans Ende der Geschichte“ leider kein Highlight. Deshalb gibt es von mir auch nur 3 Sterne und leider keine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Geht unter die Haut

Letzter Akt
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Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber „Letzter Akt“ des Autoren Andreas Schäfer hat mich auf seine ganz eigene Art total gefangen genommen. Die Erzählung ist finde ich sehr intensiv und fängt besonders ...

Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber „Letzter Akt“ des Autoren Andreas Schäfer hat mich auf seine ganz eigene Art total gefangen genommen. Die Erzählung ist finde ich sehr intensiv und fängt besonders gut "das menschliche" Wesen ein. Auf nur wenigen Seiten wird fast eine ganze Lebensgeschichte erzählt und der Aufbau der Handlung ist dabei besonders interessant. Verankert in der Gegenwart gibt es immer nur kurze Rückblicke in die Vergangenheit. Zudem verbirgt sich zwischen den Seiten eine berührende und überaus authentische Liebesgeschichte, welche mich voll in ihren Bann zog. Der Schreibstil ist durchaus gewählt, feinsinnig aber trotzdem absolut flüssig lesbar. Wer also Romane mit nicht mehr ganz jungen Charakteren mag und auch an biografisch umwobenen Liebesgeschichten interessiert ist, ist hier genau richtig. Ich persönlich bin wirklich begeistert und vergebe deshalb gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Aufwühlend und ziemlich gehaltvoll

Tief
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In „Tief“ der Autorin Rebekka Moser geht es emotional, aber auch gesellschaftlich in die Tiefe. Der Thriller ist in mehrfacher Hinsicht nichts für schwache Nerven, sowohl was gewaltvolle Details betrifft, ...

In „Tief“ der Autorin Rebekka Moser geht es emotional, aber auch gesellschaftlich in die Tiefe. Der Thriller ist in mehrfacher Hinsicht nichts für schwache Nerven, sowohl was gewaltvolle Details betrifft, aber auch in Bezug auf den scharfen Blick zu Themen wie Einwanderung, Vorurteile und Extremismus. Ich muss zugeben, hin und wieder war mir die Handlung tatsächlich etwas zu überladen, den nicht jedes aktuelle politische Themen hätte meiner Meinung nach eingebaut werden müssen. Versteht mich nicht falsch, ich finde es großartig wie engagiert Autorin Rebekka Moser sich auch schwierigen Themen zuwendet. Etwas mehr Fokus hätte meiner Meinung nach nur für eine noch intensivere Geschichte gesorgt. Alles aber meckern auf hohem Niveau. Die Spannung ist wirklich durchgehend hoch und die Twists absolut unvorhersehbar. Auch der Schreibstil gefiel mir richtig gut und zieht die Leser:innen regelrecht mitten in die Geschehnisse. Ein etwas grummeliger aber doch liebenswerter Kommissar und authentische Polizeiarbeit runden das Leseerlebnis zudem ab. „Tief“ war mein erstes Buch der Reihe und wird bestimmt nicht das Letzte bleiben. Insgesamt vergebe ich gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Weniger Bewertung, mehr Fokus auf den eigenen Teller

Essen und essen lassen
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Warum meinen wir eigentlich andere Körper und das was Menschen essen ständig kommentieren und bewerten zu müssen? Diese und noch mehr spannende Fragen tauchen im Buch „Essen und essen lassen“ der Autorinnen ...

Warum meinen wir eigentlich andere Körper und das was Menschen essen ständig kommentieren und bewerten zu müssen? Diese und noch mehr spannende Fragen tauchen im Buch „Essen und essen lassen“ der Autorinnen Marlene Borchardt und Nora Burgard-Arp auf. Das Sachbuch beschäftigt sich auf eine wirklich interessante Weise mit dem Thema Ernährung und behält dabei hauptsächlich psychologische Effekte im Blick. Die einzelnen Kapiteln, drehen sich zwar um unterschiedliche Bereiche, letztlich geht es aber darum ein Bewusstsein für eigene Glaubenssätze und Bewertungen zu schaffen. Aber auch darum aufzuzeigen wie sich Diskriminierungen gegenseitig verstärken können. Durch Social Media, Fitnesswahn und ständig neuer Trends, ist es sicher nicht einfach ganz bei sich selbst zu bleiben. Nicht für jedes Problem, bieten die Autorinnen dabei eine Lösung. Aber allein durch mehr Selbstreflexion können wir uns und auch unseren Mitmenschen, das Leben deutlich leichter machen. Und auch politisch und gesamtgesellschaftlich sollte sich einiges ändern. Der Schreibstil ist durch die zwei verschiedenen Autorinnen, stellenweise etwas ungewöhnlich, gerade wenn in der Wir-Form geschrieben wird. Insgesamt liest sich der Text aber gut verständlich, keine Selbstverständlichkeit bei diesem komplexen Thema. Ich bin in die Lektüre ehrlich gesagt, ohne besondere Erwartungen gestartet und schließe das Buch nun informierter und durchaus zufrieden ab. Da mich die Umsetzung voll überzeugt hat vergebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Eine zauberhafte Geschichte

Eine Maus namens Merlin
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„Eine Maus namens Merlin“ des Autoren Simon Van Booy ist einfach ein richtig schöner Roman. Durch einen kleinen Anstoß in Form einer gefunden Maus, stellt die Protagonistin ihr Leben einmal auf den Kopf. ...

„Eine Maus namens Merlin“ des Autoren Simon Van Booy ist einfach ein richtig schöner Roman. Durch einen kleinen Anstoß in Form einer gefunden Maus, stellt die Protagonistin ihr Leben einmal auf den Kopf. Der Wandel vollzieht sich innerlich, wie auch äußerlich und gerade ihre neu gewonnenen Kontakte gönnt man Helen Cartwright wirklich von ganzem Herzen. Nicht jedes Detail der Handlung ist ehrlich gesagt hundertprozentig realistisch. Letztlich ist es eine absolut zauberhafte Geschichte, welche zudem einen neuen Blick auf Mäuse eröffnet. Obwohl gewichtige Gefühle wie Einsamkeit und Trauer sehr präsent sind, hat die Geschichte doch etwas Leichtes. Hin und wieder musste ich sogar schmunzeln. Der Schreibstil liest sich angenehm und gefiel mir richtig gut. Insgesamt ist „Eine Maus namens Merlin“ ein erstaunlich rundes Gesamtwerk. Alle die emotionale Romane, mit tierischen Helden und allzu menschlichen Problemen mögen sind hier genau richtig. Ich persönlich habe die Lektüre sehr genossen und vergebe deshalb gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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