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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2020

Wenn die Liebe nach 20 gemeinsamen Jahren auf die Probe gestellt wird

Liebesbriefe für Fortgeschrittene
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„Liebesbriefe für Fortgeschrittene“ von Emma Martin ist ein wunderschöner und außergewöhnlicher Liebesroman. Besonders schön ist dabei, das die Geschichte sich nicht (nur) um das Kennenlernen von Paulina ...

„Liebesbriefe für Fortgeschrittene“ von Emma Martin ist ein wunderschöner und außergewöhnlicher Liebesroman. Besonders schön ist dabei, das die Geschichte sich nicht (nur) um das Kennenlernen von Paulina und Markus dreht, sondern 20 Jahre später beginnt. Denn nach so einer langen gemeinsamen Zeit, mit Höhen und Tiefen, ist natürlich nicht mehr alles so rosig wie in der ersten Verliebtheitsphase. Doch manchmal braucht es eine Krise um die Liebe wieder wachzurütteln. Der Autorin schafft dabei wunderbar authentische Protagonisten und ihr Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Die Geschichte lässt Leser*innen außerdem immer wieder selbst über die eigene Beziehung nachdenken und hält auch indirekt die ein oder anderen Idee parat. Da ich absolut nichts zu kritisieren habe, kann ich diesen bezaubernden Roman von Herzen weiterempfehlen und bewerte ihn mit 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.11.2020

Gesellschaftskritischer Krimi

Sterbewohl
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Was macht man mit den alten Menschen einer Gesellschaft, wenn es dem Staat finanziell so schlecht geht, das die Renten nicht gezahlt werden können? Man macht ihnen das sterben schmackhaft! Genau mit dieser ...

Was macht man mit den alten Menschen einer Gesellschaft, wenn es dem Staat finanziell so schlecht geht, das die Renten nicht gezahlt werden können? Man macht ihnen das sterben schmackhaft! Genau mit dieser makaberen Frage beschäftigt sich der Krimi „Sterbewohl“ der Autorin Olivia Monti. Die Freunde Nadja, Anna, Max und Fred (alle über 65) werden vom Staat zu einem sogenannten Sterbeseminar geladen und schnell merken sie, das etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Mit ihrer spannenden Geschichte, gelingt es der Autorin erschreckend wirklichkeitsnah und trotzdem dystopisch aufzuzeigen, was eine Gesellschaft dazu bringen könnte, alle Prinzipien des Grundgesetzes klaglos aufzugeben. Immer wieder führt sie dafür auch Beispiele aus dem dritten Reich an und macht den Leser nachdenklich. Der Schreibstil ist zwar eher einfach gehalten, liest sich aber nach der Gewöhnung an die Ich-Erzählweise, leicht und flüssig. „Sterbewohl“ ist vor allem durch sein Thema und das entworfene diktatorische System, kein gewöhnlicher Krimi. Ich empfehle das Buch für alle die offen sind für Neues und sich von der spannenden Geschichte überzeugen lassen wollen.

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Veröffentlicht am 23.11.2020

Interessanter Fall in der Eifel

Sturm über der Eifel
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Der Regionalkrimi „Sturm über der Eifel“ von Katja Kleiber, kann genau wie andere Krimis des Emons Verlags, mit seinen regionalen Bezügen und landschaftlichen Beschreibungen überzeugen. Die Autorin schaffte ...

Der Regionalkrimi „Sturm über der Eifel“ von Katja Kleiber, kann genau wie andere Krimis des Emons Verlags, mit seinen regionalen Bezügen und landschaftlichen Beschreibungen überzeugen. Die Autorin schaffte es von Beginn an Spannung zu erzeugen und ihr Schreibstil liest sich angenehm und flüssig. Besonders gut gefiel mir in der Geschichte die Figur der Ella, die auf eigene Faust nachforscht, vielschichtig und sympathisch ist. Alles Eigenschaften, welche die eigentlichen Ermittler, Kommissarin Tanja und Dorfpolizist Peter, leider nicht mitbringen. Sie wirkt vor allem unnahbar und eingebildet, während er den Leser ständig an seinen Gedanken, jede Frau betreffend die ihm über den Weg läuft, teilhaben lässt. Die Beschreibungen verschiedener Po`s und anderer Körpermerkmale hätte ich, in diesem spannenden Krimi auf jeden Fall nicht gebraucht. Und so kann ich das Buch leider nur mit 3 von 5 Sternen bewerten.

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Veröffentlicht am 20.11.2020

Spannende Ermittlungen mitten im Berlin der 50er Jahre

Der Petticoat-Mörder (Lemke-von Stain-Serie 1)
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Im Krimi „Der Petticoat Mörder“ bekommt der junge Kriminalassistent Fred Lemke, es mit seinem ersten Fall zu tun. Eifrig und voller Idealismus wirft er sich in die Ermittlungen und lernt dadurch schon ...

Im Krimi „Der Petticoat Mörder“ bekommt der junge Kriminalassistent Fred Lemke, es mit seinem ersten Fall zu tun. Eifrig und voller Idealismus wirft er sich in die Ermittlungen und lernt dadurch schon bald menschliche Abgründe kennen. Die Geschichte ist schon von Beginn an spannend, dies steigert sich aber nochmal bis zum Schluss. Dem Autor Leonard Bell ist es dabei wunderbar gelungen die Atmosphäre und Besonderheiten, sowohl von Handlungsort als auch -zeit einzufangen. Auch seine Figuren sind gut dargestellt und besonders die starken Frauen dieser Geschichte, gefielen mir gut. Auch der Ermittler Fred konnte überzeugen, so dass ich gerne mehr von ihm lesen würde. Der nächste Band ist ja zum Glück auch schon in Aussicht. Der Schreibstil liest sich gut und entführte mich als Leserin schnell in eine völlig andere Welt. Täter*in waren für mich nicht leicht erkennbar und so konnte mich das Ende gut überraschen. Für diesen überzeugenden Krimi vergebe ich daher gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.11.2020

Satire par excellence

Das Albtraumschiff
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Im Buch „Das Albtraumschiff – Odyssee eines Drehbuchautors“ nimmt der Autor Christoph Fromm die gesamte deutsche Fernsehbranche ordentlich aufs Korn. Hier kommen neben Drehbuchautor Grohl (der Hauptprotagonist), ...

Im Buch „Das Albtraumschiff – Odyssee eines Drehbuchautors“ nimmt der Autor Christoph Fromm die gesamte deutsche Fernsehbranche ordentlich aufs Korn. Hier kommen neben Drehbuchautor Grohl (der Hauptprotagonist), auch Senderchefs, Produzenten und sonstige Beteiligte nicht gut weg. Die Handlung ist reine Fiktion und wird von Kapitel zu Kapitel immer abstruser. Immer als ich dachte, jetzt kann es nicht mehr verrückter werden, wurde es doch noch getoppt. Bei aller Ironie und Überspitzung bleibt am Ende die Frage, wie viel Wahrheit steckt wohl in der Handlung? Auch der Schreibstil ist anspruchsvoll und erfordert ein wenig Konzentration, darum empfehle ich dieses Werk vor allem Lesern die Satire schätzen und nicht alles zu Ernst nehmen.

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