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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.12.2020

Berührender Roman

All die ungelebten Leben
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Die Geschichte des Romans „All die ungelebten Leben“ der Autorin Michaela Abresch ist mit Sicherheit keine leichte Kost. Es geht darin zunächst vor allem um die sterbenskranke Jane, welche die ihr liebsten ...

Die Geschichte des Romans „All die ungelebten Leben“ der Autorin Michaela Abresch ist mit Sicherheit keine leichte Kost. Es geht darin zunächst vor allem um die sterbenskranke Jane, welche die ihr liebsten Menschen in ihren letzten Lebenswochen um sich versammelt und damit so manches Geheimnis aufrührt. Dabei taucht man als Leser*in nach und nach immer tiefer in die Familiengeschichte und deren jahrelange Entwicklung ein. Der Autorin gelingt es von Beginn an, Gefühle und Stimmungen sehr gut zu transportieren und auch schwierige Themen wie zum Beispiel der Wunsch nach Sterbefasten, in die Erzählung einzubauen. Die Protagonisten erscheinen einem dabei unglaublich realistisch und man könnte sich gut vorstellen Jane, oder ihre Schwestern Mascha und Selma, irgendwo in einem Café zu treffen. Besonders gut gefiel mir der Schreibstil, welcher sich äußerst angenehm lesen lässt. Etwas Mut braucht es schon sich auf dieses emotionale Buch voll und ganz einzulassen, aber es lohnt sich!

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Veröffentlicht am 17.12.2020

Romantik in den Rocky Mountains

Die große Liebe fängt man mit dem Lasso
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Durch die Geschichte von Kirsten Harder bekommt man als Leser*in ganz schnell Lust selbst an einer Reittour durch die malerische Landschaft der Rocky Mountains in Utah teilzunehmen. Zu schön klingen die ...

Durch die Geschichte von Kirsten Harder bekommt man als Leser*in ganz schnell Lust selbst an einer Reittour durch die malerische Landschaft der Rocky Mountains in Utah teilzunehmen. Zu schön klingen die Natur- und Landschaftsbeschreibungen im Buch „Die große Liebe fängt man mit dem Lasso“. Beim Lesen kann man zumindest gedanklich vereisen und so manches Abenteuer erleben. Die Liebesgeschichte zwischen Cody (waschechter Cowboy) und Tina (deutsche Architektin) beginnt langsam, wird dann aber gerade zum Ende hin herrlich kitschig, super romantisch, mit garantiertem Happy End. Das Buch war für mich eine locker leichte Lektüre, mit ordentlich Humor und Witz, die sich schnell und angenehm liest. Empfehlen kann ich es allen Fans von Liebesromanen, die Lesestoff zum Entspannen suchen.

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Veröffentlicht am 16.12.2020

Anspruchsvoller Hörgenuss

Annette, ein Heldinnenepos
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Im Hörbuch „Annette, ein Heldinnenepos“ erzählt die Autorin Anne Weber die außergewöhnliche Lebensgeschichte der Französin Anne Beaumanoir. Und ein Epos ist ihr damit wahrlich gelungen. Die Sprache ist ...

Im Hörbuch „Annette, ein Heldinnenepos“ erzählt die Autorin Anne Weber die außergewöhnliche Lebensgeschichte der Französin Anne Beaumanoir. Und ein Epos ist ihr damit wahrlich gelungen. Die Sprache ist dichterisch, sprüht aber auch vor Witz und schreckt auch nicht davor zurück, die Zuhörer*innen direkt anzusprechen. Die Erzählung ist allerdings stellenweise ziemlich kompliziert und so ist es nicht immer einfach alle Zusammenhänge zu erfassen. Hier ist konzentriertes Zuhören gefragt. Trotzdem war es für mich sehr spannend so viel über das Leben und Wirken einer beeindruckenden Frau zu erfahren, welche sich sowohl in der kommunistischen Résistance als auch in der algerischen Unabhängigkeitsbewegung engagierte. Meiner Meinung nach wurde das Buch zurecht mit dem deutschen Buchpreis 2020 ausgezeichnet und ist ein Muss für alle Buchbegeisterten! Aufgrund der etwas anspruchsvolleren Sprache, welche volle Konzentration erfordert, vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle das Hörbuch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 15.12.2020

Witzig, traurig und etwas ganz Besonderes

Bären füttern verboten
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„Bären füttern verboten“ von Rachel Elliott ist ein außergewöhnlicher Roman, welcher sich vor allem durch individuelle und höchst spezielle Charaktere auszeichnet. Hier gibt es nicht nur den/die Hauptprotagonist/innen ...

„Bären füttern verboten“ von Rachel Elliott ist ein außergewöhnlicher Roman, welcher sich vor allem durch individuelle und höchst spezielle Charaktere auszeichnet. Hier gibt es nicht nur den/die Hauptprotagonist/innen sondern jede Menge interessanter Lebensgeschichten, die aber doch irgendwie alle miteinander in Berührung kommen. Spannend ist dabei die regelmäßig wechselnde Perspektive, denn hier kommen nicht nur gewöhnliche Menschen sondern auch ein Hund und Verstorbene zu Wort. Und so schafft es die Autorin ganz spielend schwierige Themen wie Trauer und Schuld in ihre Geschichte einzuarbeiten, ohne dabei eine zu große Schwere zu erzeugen. Ihr Schreibstil liest sich angenehm und leicht und die Seiten fliegen nur so dahin. Einziger Minuspunkt waren für mich die fehlenden Anführungszeichen, bei wörtlicher Rede. Ansonsten kann ich diesen großartigen Roman von ganzem Herzen weiterempfehlen und hoffe sehr das er noch viele weitere Leser*innen begeistern kann.

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Veröffentlicht am 12.12.2020

Eine Hommage an die Stille

Stille ist
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Im Buch „Stille ist“ hat Manu Theobald 25 einzigartige Texte von unterschiedlichsten Menschen rund um das Thema Stille gesammelt. Die Bandbreite der Autoren ist dabei enorm, denn vom Astronauten, über ...

Im Buch „Stille ist“ hat Manu Theobald 25 einzigartige Texte von unterschiedlichsten Menschen rund um das Thema Stille gesammelt. Die Bandbreite der Autoren ist dabei enorm, denn vom Astronauten, über Wissenschaftler, einem Koch, verschiedenen Musikern und Therapeuten sind viele unterschiedliche Stimmen vorhanden. Das faszinierende an den Texten war für mich, obwohl sie eigentlich alle das gleiche Thema, nämlich „Stille“ eint, sind sie doch so unterschiedlich. Jeder findet für sich doch eine etwas andere Definition dafür. Jeder Text bietet darüber hinaus Einblicke in interessante Berufsfelder und Impulse für das eigene Leben. Ein überraschend vielseitiges und einprägsames Buch, was mir einen ganz neuen Blick eröffnete. Und so merkt man als Leser*in selbst, wie man durch die Lektüre immer ruhiger und ruhiger wird.

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