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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2026

Guter Ansatz, doch es ging mir zu schnell

Nightweaver
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Mit „Nightweaver“ liefert die Autorin eine wirklich spannende Grundidee, die mich sofort gepackt hat. Die Ausgangssituation hatte großes Potenzial, doch leider hat die Geschichte für mich schnell gestockt.
Wenn ...

Mit „Nightweaver“ liefert die Autorin eine wirklich spannende Grundidee, die mich sofort gepackt hat. Die Ausgangssituation hatte großes Potenzial, doch leider hat die Geschichte für mich schnell gestockt.
Wenn man sich vorstellt, die eigenen Eltern hätten einem das gesamte Weltbild erklärt, man hat es selbst erlebt – ohne Zweifel, ohne Alternativen – und dann taucht der vermeintliche Feind auf und behauptet, alles sei ganz anders. Dann erwarte ich innere Konflikte, Widerstand, Wut, Verwirrung. Doch genau hier lag für mich das Problem: Es ging mir schlicht zu schnell.
Die Enthüllungen, die eigentlich alles erschüttern müssten, werden erstaunlich rasch akzeptiert. Kaum jemand scheint ernsthaft zu zweifeln oder sich zu wehren. Diese schnelle Anpassung an die neue „Wahrheit“ wirkte auf mich unrealistisch und nahm der Geschichte viel von ihrer emotionalen Wucht. Gerade bei einem so fundamentalen Umbruch hätte ich mir mehr innere Zerrissenheit und echte Auseinandersetzung gewünscht.
Aster als Protagonistin hat mir grundsätzlich gut gefallen. Sie bringt Stärke mit, ist entschlossen und eigentlich nicht naiv. Will hingegen fungiert als ihr klarer Gegenpol – ruhiger, kontrollierter, anders geprägt. Ihre Dynamik hatte definitiv ihren Reiz und einige Szenen zwischen ihnen waren wirklich gelungen. Trotzdem habe ich ihnen ihre Entwicklung nicht vollständig abgekauft. Die Beziehung wirkte für mich eher konstruiert als organisch gewachsen, und dieses Gefühl zog sich leider durch das gesamte Buch.
Besonders irritiert hat mich zudem, wie schnell sich Asters Familie mit den neuen Gegebenheiten abfindet. In den ersten Kapiteln werden sie als kämpferisch, stolz und unbeugsam dargestellt. Umso befremdlicher war es, wie rasch diese Haltung scheinbar aufgegeben wird. Das passte für mich nicht zu dem zuvor erstellten Charakterbild.
Fazit: Insgesamt bleibt es für mich eine gute Idee mit spannenden Ansätzen, die jedoch zu wenig Raum zur Entfaltung bekommen hat. Mehr Tiefe, mehr Widerstand, mehr emotionale Konsequenzen – das hätte „Nightweaver“ deutlich stärker gemacht. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 16.02.2026

Wer braucht Schlaf, wenn man so eine Story haben kann?

Dire Bound
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„Dire Bound“ hat mich nicht einfach nur unterhalten – es hat mich emotional durch den Fleischwolf gedreht, mir das Herz gebrochen, es wieder zusammengesetzt und am Ende eine Krone daraufgesetzt. Und ich ...

„Dire Bound“ hat mich nicht einfach nur unterhalten – es hat mich emotional durch den Fleischwolf gedreht, mir das Herz gebrochen, es wieder zusammengesetzt und am Ende eine Krone daraufgesetzt. Und ich habe jede einzelne Sekunde geliebt.
Ohne zu spoilern: Wer auf starke Heldinnen steht, die nicht nur überleben, sondern wachsen, kämpfen, zweifeln und am Ende in ihre Macht hineinwachsen – hier bekommt ihr genau das. Unsere Protagonistin Meryn startet schon beeindruckend, aber was sie im Laufe der Geschichte durchmacht? Schmerz, Verrat, Verantwortung, Machtspiele – und trotzdem bleibt sie sich treu. Nicht perfekt. Nicht unfehlbar. Sondern menschlich. Und genau das macht sie so großartig!
Die Dynamiken zwischen den Figuren? Pures Chaos im besten Sinne.
Romantische Spannung, die knistert und brennt🔥. Wortgefechte, bei denen man grinst. Enthüllungen, bei denen man das Buch kurz sinken lassen muss, um „Bitte was?!“ in den Raum zu rufen. Manche Charaktere habe ich angehimmelt. Manche wollte ich schütteln. Und bei mindestens einer Person hatte ich dauerhaft das Bedürfnis, misstrauisch die Augen zu verengen – völlig zurecht, wie sich zeigte.
Was ich besonders liebe: Die Geschichte ruht sich nicht auf Tropes aus. Sie spielt mit Erwartungen. Man glaubt zu wissen, wohin es geht – und plötzlich biegt die Handlung scharf ab. Einige Vermutungen bestätigen sich, andere explodieren spektakulär. Und gerade wenn man denkt, man hat den Überblick, wird nochmal eine Schippe Drama, Politik und Herzschmerz draufgelegt.
Die Welt wirkt dabei lebendig und rau. Macht ist hier nichts Glitzerndes, sondern etwas, das Konsequenzen hat. Entscheidungen tun weh. Loyalitäten werden geprüft. Und nicht jede Figur ist das, was sie vorgibt zu sein.
Emotional besonders stark fand ich die Themen Vertrauen, Kontrolle und Akzeptanz. Es geht nicht nur um Liebe oder Intrigen – es geht darum, wer man wird, wenn alles um einen herum zusammenbricht. Und die Antwort darauf ist hier einfach episch.

Fazit: Für mich ganz klar 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ und ein Lesehighlight, was mich süchtig gemacht hat. Für die Spannung. Für die starken Figuren. Für die emotionalen Treffer mitten ins Herz.
Und für das großartige Gefühl, eine Geschichte gelesen zu haben, die noch lange nachhallt.
Ich brauche Band 2, dringend!

Veröffentlicht am 11.02.2026

Gute Idee – aber wir arbeiten noch dran

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Sobald irgendwo Drachen draufstehen, stehe ich innerlich schon in der ersten Reihe und rufe: „Nehmt mein Geld!“ Natürlich musste also auch A Fire in the Sky bei mir einziehen. Und fairerweise: Die Idee ...

Sobald irgendwo Drachen draufstehen, stehe ich innerlich schon in der ersten Reihe und rufe: „Nehmt mein Geld!“ Natürlich musste also auch A Fire in the Sky bei mir einziehen. Und fairerweise: Die Idee ist stark. Wirklich stark. Schon die Leseprobe hat mich komplett abgeholt. Besonders das Konzept rund um das „Prügelmädchen“ fand ich spannend – ein Begriff, den man kennt, über den man aber selten wirklich etwas liest.
Tamsyn als Figur hat mich schnell berührt. Ihre Loyalität zu ihrer Familie – trotz Folter, trotz Ausbeutung – ist intensiv und glaubwürdig. Wie weit sie für ihre Schwestern und Zieheltern gehen würde, hat der Geschichte echtes emotionales Gewicht gegeben. Das war kein oberflächliches „Ich beschütze euch“, sondern ein schmerzhaftes, konsequentes Festhalten an Liebe.
Und dann wäre da noch Fell. Ich sag’s, wie es ist: Ich war schneller überzeugt, als ich zugeben möchte. Die Dynamik zwischen ihm und Tamsyn? Großartig. Spannend, knisternd, emotional aufgeladen – da hat es einfach gestimmt.

Aber. (Und dieses Aber kommt leider nicht leise.)

Was meine anfängliche Begeisterung zunehmend ausgebremst hat, waren die ständigen Wiederholungen. Die Handlung wurde immer wieder in Nebensätzen neu erklärt – als hätte das Buch Sorge, ich könnte mich nicht mehr erinnern, was drei Seiten zuvor passiert ist. Für LeserInnen, die Bücher über Wochen hinweglesen und zwischendurch komplett vergessen, worum es ging, mag das hilfreich sein. Für mich war es eher… nun ja… anstrengend.
Dazu kamen Wortwiederholungen, die irgendwann unfreiwillig komisch wurden. Ein Beispiel? Die Größe eines gewissen Mannes. Ja, er ist groß. Sehr groß. Unglaublich groß. Größer als groß. Ich habe es verstanden. Wirklich. Aber wenn ich noch einmal „der große Mann“ gelesen hätte, hätte ich ihm vermutlich einen Zollstock geschenkt – einfach aus Prinzip.
Dieses Problem zog sich leider durch mehrere Details. Dinge wurden so oft betont, dass sie eher an Wirkung verloren haben, statt stärker zu werden. Irgendwann habe ich manche Passagen nur noch überflogen – nicht, weil die Story schlecht war, sondern weil sie sich selbst ein wenig im Kreis drehte.

Und trotzdem: Die Grundidee, die Figuren und die emotionale Spannung haben mich genug gepackt, um wissen zu wollen, wie es weitergeht. Das spricht eindeutig für die Geschichte.

Fazit: Ein starker Anfang, tolle Figuren, viel Potenzial – aber die Wiederholungen nehmen dem Ganzen Tempo und Schärfe. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen. Trotz meiner Genervtheit war ich investiert. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen – mit der Hoffnung, dass im nächsten Teil etwas mehr Vertrauen in die Merkfähigkeit der LeserInnen steckt.

Veröffentlicht am 09.02.2026

Arvelle trägt die Story, Tiernon stolpert hinterher

We Who Will Die
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„We Who Will Die“ hat mich insgesamt gut unterhalten – auch wenn ich zwischendurch öfter dachte: „Da wäre noch mehr drin gewesen.“

Der Einstieg hat mich nämlich direkt gepackt. Arvelle ist genau die Art ...

„We Who Will Die“ hat mich insgesamt gut unterhalten – auch wenn ich zwischendurch öfter dachte: „Da wäre noch mehr drin gewesen.“

Der Einstieg hat mich nämlich direkt gepackt. Arvelle ist genau die Art Protagonistin, die ich mag: innerlich angeknackst, aber absolut nicht hilflos. Sie fällt hin, steht wieder auf und beißt sich durch – vor allem für die Menschen, die ihr wichtig sind. Mit ihr konnte ich mich sofort identifizieren, und ihretwegen habe ich sehr gern weitergelesen.

Dann wäre da noch Tiernon. Der Mann, der Arvelle schon einmal das Herz gebrochen hat – und mir beim Lesen die Geduld raubte. Sein Auftauchen im Buch war ungefähr so subtil wie ein Presslufthammer und entsprechend vorhersehbar. Leider wollte der Funke zwischen uns auch danach nicht überspringen. Die ersten Liebesszenen habe ich gelesen wie eine Pflichtaufgabe, bei der man hofft, dass sie schnell vorbei ist. Gegen Ende wurde es zwar erträglicher, aber als Book-Boyfriend fällt Ti bei mir gnadenlos durch.

Punkten konnte dafür die Story an sich. Die Grundidee ist spannend und hätte locker für sich allein gestanden. Stattdessen wurde sie stellenweise mit so vielen Fremdwörtern und Begriffen zugeschüttet, dass es wirkte, als wolle man unbedingt eine extrem komplexe Weltordnung etablieren – auch wenn das Buch das gar nicht gebraucht hätte. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen.

Fazit: Ich mochte „We Who Will Die“, aber die ganz große Begeisterung blieb aus. Trotz einiger Kritikpunkte hat mich das Buch genug überzeugt, um neugierig auf die Fortsetzung zu sein. Daher gibt es von mir 4 von 5 Sternen – mit leichtem Augenrollen, aber ehrlichem Interesse daran, wie es weitergeht ⭐⭐⭐⭐.

Veröffentlicht am 07.02.2026

Das Finale hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt

Seal My Fate - Oxford Legacy
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Ich muss das gleich vorwegsagen: das klingt dramatischer, als es gemeint ist. Bitte legt die Mistgabeln wieder weg. Ich habe diese Reihe wirklich geliebt. So richtig. Mit Herz, Nervenkitzel und gelegentlichem ...

Ich muss das gleich vorwegsagen: das klingt dramatischer, als es gemeint ist. Bitte legt die Mistgabeln wieder weg. Ich habe diese Reihe wirklich geliebt. So richtig. Mit Herz, Nervenkitzel und gelegentlichem „Okay, noch ein Kapitel… ups, 2 Uhr morgens“. Die Spannung war durchgehend hoch, genau diese Art von Sog, bei der man sich vornimmt, nur kurz reinzulesen, und plötzlich ist das halbe Buch weg.

Und reden wir kurz über den Spice: grandios. Punkt. Danke dafür! 🌶️🔥

Aber (ja, hier kommt das kleine „aber“): Das Ende kam für mich etwas zu plötzlich. Als hätte jemand beim großen Finale leicht aufs Gaspedal gedrückt, wo ich mir noch eine Ehrenrunde gewünscht hätte. Die Auflösung war für mich nicht ganz schlüssig – nicht schlecht, aber eher „Hm, okay?“ als „WOW, ich bin emotional zerstört und dankbar dafür“.

TROTZDEM (und das ist wichtig): Ich mochte die Reihe unheimlich gerne. So gerne, dass ich jetzt schon weiß, dass ein Reread definitiv passieren wird. Manche Geschichten verlieren beim zweiten Lesen ja ihren Zauber – diese hier gehört für mich nicht dazu.

Und dann wären da natürlich noch Tessa und Saint. Diese zwei 🖤. Sie haben sich absolut einen festen Platz in meinem Herzen gesichert. Ihre Dynamik war grandios: bissig, intensiv, emotional – genau die Art von Paar, bei der man gleichzeitig seufzt, grinst und sie gelegentlich sanft anschreien möchte.

Fazit: kein perfektes Finale für mich, aber eine sehr geliebte Reihe, die mich bestens unterhalten hat und definitiv hängen bleibt. Von mir gibt es ⭐ 4 von 5 Sternen ⭐.