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Veröffentlicht am 26.04.2025

Magisches Freundschaftsabenteuer in Paris - fesselnd und rätselhaft

Birds of Paris – Der verborgene Turm
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Wir sind zurück in Paris bei einer ganz besonderen Geschichte von Kathrin Tordasi: "Birds of Paris - Der verborgene Turm". Zurücksein heißt meist, dass man den ersten Band gelesen haben sollte. Auch hier ...

Wir sind zurück in Paris bei einer ganz besonderen Geschichte von Kathrin Tordasi: "Birds of Paris - Der verborgene Turm". Zurücksein heißt meist, dass man den ersten Band gelesen haben sollte. Auch hier schließt die Story nahtlos an den ersten Teil "Das magische Pendel" an, weshalb wir empfehlen, diesen zuerst zu lesen. Trotzdem kann man das Buch auch ohne Vorwissen lesen, denn die notwendigen Erklärungen sind alle da und die Geschichte zieht einen schnell in seinen Bann.
Léa hat ihr erstes Abenteuer in den Katakomben von Paris gerade erst überstanden. Sie hat dabei den Schimmersinn entdeckt, der es ihr ermöglicht, magische Spuren zu sehen, und gemeinsam mit ihren neuen Freunden Roux, Ari, Alex und Coralie ein magisches Pendel gefunden. Jetzt wollen sie mit dessen Hilfe den Weg zu einem ganz besonderen Markt finden. Doch immer wieder geraten sie in Gefahr und sie werden von den Vogelfängern bedroht, die die Magie der Schimmervögel nur für sich selbst wollen.
Bei dieser magischen Geschichte überzeugt Kathrin Tordasi mit einem tollen Schreibstil, bei dem man die Stadt der Lichter, die magischen Orte und auch die Gefahren ganz klar vor Augen hat. Es geht zu bekannten Orten in Paris wie dem Stadtviertel Montmartre und an geheimnisvolle Orte, deren Magie nur die Kinder sehen können.
Die Magie, die sich "Birds of Paris“ entfaltet, ist versteckt und federleicht, so wie die Schimmervögel, die diese verbreiten. Dabei trifft sie auf die Grobheit der Vogelfänger und deren düstere Vorhaben, die die Magie in etwas Finsteres verwandeln. So gibt es viele spannende Momente, düstere Rätsel und Gefahrensituationen, aus denen sich die Kinder befreien müssen.
Ganz besonders wird die Geschichte auch dadurch, dass man die Gefühle und Gedanken von Léa und Alex ganz nah miterleben kann. Léa ist in vielen Bereichen unsicher, zum Beispiel was die Freundschaft zu den anderen Kindern angeht. Trotzdem zeigt sie in diesem Abenteuer immer wieder, wie mutig sie ist und dass sie für andere einsteht. Auch Alex ist ein ganz besonderes Mädchen, dem ihre Freunde und die Magie sehr wichtig sind.
Uns hat es großen Spaß gemacht, die Kinder auf ihrem Abenteuer zu begleiten und zu sehen, wie sich die einzelnen Charaktere weiterentwickeln und an den Herausforderungen wachsen. Wir empfehlen das Buch daher allen, die magische Geschichten lieben, zum Vorlesen schon ab etwa 7 Jahren, zum Selbstlesen ab etwa 9 Jahren.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Wohlfühl-Roman mit starken Frauen, schönem Humor und Romantik

Season for Scandal
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Ich habe "Agency for Scandal" von Laura Wood geliebt und jetzt muss ich fragen: Kann man einen 2. Teil genauso lieben? JAAA!!! Bei dieser Reihe muss ich einfach JA sagen - unbedingt, denn ich liebe noch ...

Ich habe "Agency for Scandal" von Laura Wood geliebt und jetzt muss ich fragen: Kann man einen 2. Teil genauso lieben? JAAA!!! Bei dieser Reihe muss ich einfach JA sagen - unbedingt, denn ich liebe noch immer alles an dem historischen Setting (1898) und am geheimen Finkennest, das sich für Frauen in schwierigen Lagen einsetzt.
Auch die neue Hauptfigur Marigold Bloom ist ganz genau nach meinem Geschmack. Sie ist eine erfolgreiche Floristin, liebende Schwester/Tochter/Enkelin, fröhlich und gefühlvoll. Sie mag ihre runden Kurven und trägt gerne farbenfrohe Kleidung, obwohl es in ihrer Vergangenheit Menschen gab, die sich abfällig über ihr Aussehen und ihre offene Art geäußert haben.
In "Season for Scandal" wird Marigold das neueste Mitglied der Finken, nicht nur weil diese ihr dabei helfen wollen, ihr Blumengeschäft nach einem Streit mit ihrem Ex-Verlobten zu retten, sondern auch, weil sie anderen Frauen helfen möchte. So trifft sie auf Mrs Finch und die anderen Finken, die ich schon im ersten Teil so gerne mochte.
Der erste große Fall, an dem Marigold arbeiten soll, ist direkt eine große Herausforderung für sie. Denn sie soll die Verlobte von Oliver Lockhart spielen, einem mürrischen jungen Mann, der diesmal als Unterstützer des Finkennestes selbst Hilfe benötigt. Der Fall bringt einiges an Rätseln und Spannung mit sich und natürlich kommt auch die Romantik in "Season for Scandal" nicht zu kurz.
Ich mag diese romantischen Szenen, die auch für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet sind, sehr. Aber ich liebe die vielen kleinen Momente, die immer wieder genau meinen Humor getroffen haben und bei denen ich breit grinsen musste, fast noch mehr. Sie zeugen von Marigolds Stärke, oder aber kritisieren auf amüsante Weise die Männer, die zur gesellschaftlichen Unterdrückung der Frauen beitragen.
Genau diese Kritik am Patriarchat schlängelt sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch, aber nicht beschwerend oder jammernd, sondern mutmachend, oft ganz leicht durch Humor und am besten verkörpert durch Mrs Finch, die Leiterin des Finkennestes. Hier nur ein kurzes Zitat von ihr, das ich einfach köstlich fand:
"Marigold Bloom! Selbst wenn ich eine geheime Organisation außergewöhnlicher Frauen leite, die gegen die Tyrannei einer sie unterdrückenden patriarchalischen Gesellschaft kämpft – für Fragen der Mode habe ich immer Zeit."
Es gibt noch so viel mehr, was mir an diesem Buch gefallen hat - die Einbeziehung der Blumen und ihrer Bedeutung, die faszinierenden Orte und natürlich auch die detektivische Arbeit dieser starken Frauen. Doch bevor ich noch weiter für "Season for Scandal" schwärme, hier mein Tipp an alle ab 14 Jahren, die romantische, historische Geschichten mit starken weiblichen Figuren und einem wunderbaren Humor mögen: am besten einfach selbst lesen, genießen und wohlfühlen.
Wer Laura Woods "Agency for Scandal"-Reihe noch nicht kennt, kann übrigens theoretisch auch mit Band 2 einsteigen, würde dann aber für die wunderbare Geschichte um Izzy Stanhope gespoilert werden - also lieber mit Band 1 starten.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Ein magisches Spiel, doch wie fair ist es?

Game of Noctis – Spiel um dein Leben
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Das erste, das mich an "Game of Noctis - Spiel um dein Leben" von Deva Fagan fasziniert hat, war dieses schöne Cover, das nicht nur die wichtigsten Figuren der Geschichte zeigt, sondern auch Dantessa, ...

Das erste, das mich an "Game of Noctis - Spiel um dein Leben" von Deva Fagan fasziniert hat, war dieses schöne Cover, das nicht nur die wichtigsten Figuren der Geschichte zeigt, sondern auch Dantessa, eine Stadt, die mich mit ihren Wasserstraßen gleich an Venedig erinnert hat.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Pia Paro erzählt, einem Mädchen, das durch ihr strategisches Geschick ein großes Talent für viele Spiele hat, aber aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Als ihr Großvater aus Dantessa verbannt wird, bietet ihr nur das große Spiel Noctis die Möglichkeit, genug Geld zu erspielen, um ihn wieder zurückzuholen. Pia ist bereit, alles zu tun, um ihren einzigen lebenden Verwandten zu retten.
Zum Glück ist Pia nicht allein, denn sie trifft auf das Team der Seefüchse, angeführt von der mysteriösen Vittoria. Dabei ist es schön zu lesen, wie die Gruppe von Kindern langsam zusammenwächst und durch die verschiedensten Übungsspiele Vertrauen zueinander aufbaut. Auch die Nebenfiguren sind hier sehr gut ausgearbeitet und haben ganz verschiedene Hintergründe, die sie dazu bringen, ihr Bestes zu geben.
Spätestens mit Beginn des großen Spiels wird es dann richtig spannend, denn bei Noctis geht es um Leben und Tod und die Gefahren lauern überall. Die Spiele haben alle etwas Magisches an sich, was mir sehr gut gefallen hat. So gibt es Teams, die plötzlich fliegen können oder eine Arena, die an ein gefährliches Schlaraffenland erinnert.
Besonders spannend fand ich aber die gesellschaftskritischen Aspekte, die sich auch auf die reale Welt übertragen lassen. Es gibt Spielregeln, die für alle gelten, aber von Reichen und Mächtigen durch Geld oder andere Einflüsse übertreten werden können. Einige wenige Personen sind privilegiert und können sich in den Spielen Zusatzfähigkeiten kaufen, die ihnen gewaltige Vorteile bringen.
So treten die Seefüchse als Team aus den Armenvierteln gegen Teams mit Macht und Vermögen an. Dabei wird Pia im Laufe der Geschichte immer bewusster, wie ungerecht das System an sich ist und es geht bei dem Spiel längst nicht mehr nur um die Rettung ihres Großvaters.
Der Schreibstil von Deva Fagan ist fesselnd und sehr spannend, auch wenn die Action erst mit dem großen Spiel so richtig losgeht. Zwar spielt der Tod in der Geschichte durchaus eine Rolle, aber "Game of Noctis" ist bei Weitem nicht so brutal wie zum Beispiel die Tribute von Panem und damit für alle ab etwa 10 Jahren geeignet.
Wegen der magischen Elemente empfehle ich das Buch allen, die gerne Fantasy Geschichten mögen. Aber auch alle, die gerne Kinderbücher lesen, in denen der Status quo angezweifelt wird und eine gerechtere Welt nur durch gesellschaftliche Veränderungen möglich ist, werden hier Spaß beim Lesen haben und zum Nachdenken angeregt.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Fantasievolles Buch mit philosophischen Fragen - für alle, die gerne nachdenken

Ein Rätsel für den König
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Manchmal muss ich ein Buch zweimal anfangen, weil es so gut ist. Nach den ersten paar Kapiteln wusste ich, dass "Ein Rätsel für den König" von Mark Forsyth genau den Humor meines ältesten Sohnes treffen ...

Manchmal muss ich ein Buch zweimal anfangen, weil es so gut ist. Nach den ersten paar Kapiteln wusste ich, dass "Ein Rätsel für den König" von Mark Forsyth genau den Humor meines ältesten Sohnes treffen würde. Also habe ich mir meinen 12-Jährigen geschnappt und ihm die ersten zwei Kapitel vorgelesen. Für ihn war sofort klar: das Buch muss er weiterlesen. Und tatsächlich waren wir beide begeistert.
Es ist eine außergewöhnliche Geschichte, die sich in "Ein Rätsel für den König" versteckt. Philo landet durch die Tür einer Pendeluhr in einer ziemlich verrückten Welt. Dort herrscht ein weiser König, der mit seinem Schloss davongeflogen und dadurch für seine Untertanen unerreichbar geworden ist. Dabei brauchen so viele Menschen seine Hilfe. Auch Philo benötigt den königlichen Rat, denn sein Rückweg ist zerstört. So begibt sich der Junge auf ein Abenteuer der besonderen Art, um nach Hause zu finden.
Ein wenig erinnert die Geschichte an Alice im Wunderland oder den Zauberer von Oz. Vor allem seine Weggefährten und die verschiedenen Aufgaben, die sich ihm auf der Reise stellen, machen dieses Buch so einzigartig.
Außerdem lieben wir die philosophischen Themen, die sich in der Geschichte verstecken und den Witz, der damit einhergeht. So erblickt Philo gleich zu Beginn einen Haufen Schilder mit Aufschriften wie: "Dieses Schild nicht beachten" oder "Es ist verboten, dieses Schild zu lesen".
Auch ernstere Themen werden bei diesen tiefgründigen Fragen angesprochen. Sollte man zum Beispiel aufhören, Entscheidungen zu treffen, weil man dabei Fehler machen könnte oder sollte man etwaige Fehler in Kauf nehmen? Oder wie kann man wissen, dass man wirklich existiert?
Manchmal ergeben sich paradoxe Momente und man braucht eine große Portion Logik, um da durchzublicken. Dabei liest sich das Buch aber ganz leicht, hat viele kurze Kapitel und ist durchweg lustig. Die Geschichte ist fantasievoll und gespickt mit schlauen kleinen Rätseln und Fragen, die sich auch schon bekannte Philosophen wie René Descartes oder Immanuel Kant gestellt haben.
Für alle ab etwa 10 Jahren, die gerne nachdenken, philosophische Fragen mögen oder einfach nur fantasievolle Geschichten, ist "Ein Rätsel für den König" genau das Richtige. Wir haben das Buch geliebt und werden es mit Sicherheit noch ein paarmal lesen, da es uns so gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Fesselnder Detektivroman - für alle, die verzwickte Fälle voller Details lieben

Abenteuer-Express (Band 3) – Entdeckung im Safari Star
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Das Buch "Abenteuer-Express - Entdeckung im Safari Star" von M.G. Leonard und Sam Sedgman ist jetzt schon der dritte Band dieser ganz besonderen Krimireihe für Kinder ab etwa 10 Jahren. Aber keine Sorge, ...

Das Buch "Abenteuer-Express - Entdeckung im Safari Star" von M.G. Leonard und Sam Sedgman ist jetzt schon der dritte Band dieser ganz besonderen Krimireihe für Kinder ab etwa 10 Jahren. Aber keine Sorge, die Bücher kann man unabhängig voneinander lesen. Dieses Mal lohnt es sich so richtig, denn der Fall, der Henry an Bord des Safari Stars erwartet, toppt noch einmal alles.
Henry ist zusammen mit seinem Onkel Nat auf einer einzigartigen Zugreise mit Start in Südafrika. Dabei gibt es neben der schönen Landschaft auch viele Tiere wie Löwen und Elefanten zu bestaunen. Doch Henry spürt schon vor dem Besteigen des Zuges, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann kommt es während der Zugfahrt tatsächlich zu einem fatalen Unfall? Oder steckt da doch mehr dahinter? Henry - mittlerweile bekannt für sein detektivisches Geschick - beginnt zu ermitteln und deckt dabei so manch ein Geheimnis auf.
Wie alle Bücher der Abenteuer-Express-Reihe findet auch dieser Fall wieder fast ausschließlich an Bord eines Zuges statt. Es ist eine geschlossene Gesellschaft, die für den Kriminalfall in den Blick genommen werden muss. Deshalb ist jedes Detail für die Ermittlungen wichtig und Henry glänzt durch seine ausgezeichnete Beobachtungsgabe.
Die Geschichte lebt von den vielen interessanten Charakteren und ihren Beziehungen zueinander. Es gibt Spannungen in der Gruppe und viele Figuren verhalten sich verdächtig. Zum Glück ist Henry bei seinen Ermittlungen nicht allein. Denn er findet im Zug schnell einen guten Freund und hat dazu immer auch seinen Onkel an seiner Seite.
Onkel Nat und Henry haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander, sodass Henry immer sehr offen ihm gegenüber über seine Entdeckungen und sein weiteres Vorgehen spricht. Als Detektive werden die Kinder nicht allein gelassen, sondern sie können darauf vertrauen, dass Nat ihnen glaubt und sie unterstützt.
Henrys Ermittlungen sind alle gut nachvollziehbar. Diese werden unterstützt durch die anschaulichen Zeichnungen von Henry, die im Buch mit abgebildet werden. So liest man nicht nur vom Lageplan des Zuges und dem Aufenthaltsort der Passagiere, sondern man kann es auf einem Bild noch einmal nachvollziehen.
Der Fall selbst ist richtig kniffelig und nicht so leicht zu durchschauen. Die Auflösung am Ende ist richtig gut und hat auch mich überrascht. Dazu ist im ganzen Buch eine angenehme Grundspannung gegeben, die zum Ende hin noch einmal anzieht. So fliegt man beim Lesen nur so durch die Seiten und möchte unbedingt erfahren, wer der Täter oder die Täterin ist.
Wer Verfolgungsjagden und viel Action braucht, ist beim Abenteuer-Express an der falschen Adresse. Für alle ab etwa 10 Jahren, die spannende Detektivarbeit mit unerwarteten Wendungen und vielen kleinen Puzzleteilen und Details lieben, ist es hingegen genau das richtige Buch.

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