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Veröffentlicht am 13.06.2026

Starke Heldin in einer gefährlichen, bildgewaltigen Fantasy-Welt

The Scorpion and the Night Blossom – Dolch und Blüte
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Ich merke immer wieder, dass mir Fantasy-Romane mit asiatischen Elementen richtig gut gefallen. Zuletzt habe ich "The Scorpion and the Night Blossom. Dolch und Blüte" von Amélie Wen Zhao gelesen. Und während ...

Ich merke immer wieder, dass mir Fantasy-Romane mit asiatischen Elementen richtig gut gefallen. Zuletzt habe ich "The Scorpion and the Night Blossom. Dolch und Blüte" von Amélie Wen Zhao gelesen. Und während mich die romantischen Aspekte der Geschichte nicht hundertprozentig erreicht haben, hat es der fantastische Weltenbau umso mehr wettgemacht.
Àn'ying lebt in einer Welt voller tödlicher Dämonen, die auch ihre eigene Familie zerstört haben. Ihre Mutter vegetiert nach einem Angriff nur noch vor sich hin. Die einzige Rettung könnte die Pille des ewigen Lebens sein. Um diese zu erhalten, muss Àn'ying bei den Auswahlprüfungen der Unsterblichen bestehen.
Doch ich warne gleich: Es wird teilweise ziemlich blutig und brutal, denn die Dämonen lauern überall und auch die Kandidaten schalten zu jeder Gelegenheit ihresgleichen aus. Àn'ying findet in Yù'chén einen möglichen, starken Verbündeten, aber kann sie ihm wirklich trauen?
Für mich ist Àn'ying ein unglaublich starker Charakter. Sie kämpft zwar vor allem, weil sie es muss, aber man lernt auch ihre liebevolle Seite kennen, wenn sie um ihre Familie bangt oder sich mit anderen Kandidaten anfreundet, obwohl diese zu den Außenseitern gehören.
Yù'chén konnte ich lange Zeit nicht ganz einschätzen, da er ein sehr vielschichtiger Charakter mit Geheimnissen ist. Aber genau das mochte ich an der Story sehr. Die Wendungen habe ich zwar erahnt, aber sie waren nicht zu offensichtlich.
Die romantischen Elemente der Geschichte lagen für mich eher dezent im Hintergrund. Ich konnte sie nicht immer richtig fühlen, da ich eine gewisse Distanz zu Àn'ying gespürt habe. Dennoch ist sie schön angelegt und wird allen gefallen, die eine langsame Liebesgeschichte mögen.
Ausgesprochen gut gefallen hat mir dafür die Welt, die Amélie Wen Zhao hier erschafft. Während die Welt der Sterblichen sehr düster ist und die Menschen in ständiger Bedrohung durch Dämonen leben, ist die Welt der Unsterblichen beinahe paradiesisch.
Dieser Kontrast war durchweg spürbar und wurde durch den sehr bildhaften Schreibstil der Autorin unterstützt. Ich mochte es sehr, wie sie die düsteren, von der asiatischen Mythologie inspirierten Gestalten zum Leben erweckt hat und immer wieder die Schönheit dem Grauen gegenübergestellt wurde. Dazu kam eine interessant angelegte Magie, die u.a. aus Schutzzaubern und dem Beeinflussen von Energieströmen besteht. Gerade hier erkennt man die asiatischen Elemente der Geschichte sehr gut und ich fühlte mich beim Lesen jederzeit in eine andere Welt versetzt.
Mir hat "The Scorpion and the Night Blossom. Dolch und Blüte" ein paar sehr schöne und spannende Lesestunden geschenkt. Wer ein komplexes, düsteres Worldbuilding mit asiatischen Elementen mag, wird dieses Buch lieben. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf den abschließenden zweiten Teil, denn Àn'yings Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt und wird mit Sicherheit noch einiges an Tragik und vielleicht auch noch etwas mehr Romantik bereithalten.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

Für mich die perfekte Rom-Com - schräg, witzig, wunderbar

If Books Could Kill
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"Sie dachte, sie bekommt eine Romance. Doch sie landet in einem Thriller." Wer bei diesem Untertitel denkt, hier warte auch auf uns Leserinnen und Leser ein Thriller, könnte enttäuscht werden. Zum Glück ...

"Sie dachte, sie bekommt eine Romance. Doch sie landet in einem Thriller." Wer bei diesem Untertitel denkt, hier warte auch auf uns Leserinnen und Leser ein Thriller, könnte enttäuscht werden. Zum Glück war ich aber auf eine Rom-Com eingestellt und habe mit "If Books Could Kill" von Kate Eberle genau das bekommen. Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert und Roxie, die Heldin dieser Geschichte, für all ihre verrückten Entscheidungen gefeiert.
Roxie wünscht sich in einem unüberlegten Moment, in einem Buch ihrer Lieblingsautorin Anna Matthews die Hauptrolle zu spielen. Das klappt überraschend ganz wunderbar. Nur hat Roxie nicht damit gerechnet, dass die Autorin plötzlich einen Thriller schreibt. So trifft sie statt auf den perfekten Bookboyfriend auf mehr als nur einen Mörder und entführt auf ihrer Flucht aus Versehen Grant, einen jungen Professor und Krimiexperten.
Was darauf folgt, ist eine witzige Geschichte, bei der ich selbst über die vermeintlichen Horrorszenen schmunzeln musste. Roxie erkennt schnell, dass sie sich tatsächlich in der Handlung eines Buches befindet und erst, wenn dieses beendet ist, kann sie in ihr wahres Leben zurückkehren.
Dabei war sie für mich die perfekte Besetzung, denn sie liebt einerseits Liebesromane und ist andererseits für jedes Abenteuer zu haben. Sie macht Bungee-Jumping, kann sich selbst verteidigen und ist nach außen hin sehr tough. Da macht sie in diesem Thriller eine sehr gute Figur. Aber mich haben vor allem ihre Unterhaltungen mit dem entführten Grant sehr gut unterhalten. Und so wird es dann doch auch ein kleines bisschen romantisch.
Kate Eberle spielt in "If Books Could Kill" mit klischeehaften Szenen und stereotypen Figuren. Sie übertreibt; der Plot des Thrillers ist mehr als unausgereift - aber genau das passt wunderbar, da die Handlung von der Thriller-schreibenden Romance-Autorin Anna Matthews stammt, die von dem neuen Genre keine Ahnung hat.
Die Überlegung, dass sich die Figuren bewusst sind, dass sie in einem Thriller feststecken, fand ich extrem spannend. Immer wieder versuchen Roxie und Grant zu analysieren, welche Handlung nun folgen müsste, was sich die Autorin bei den Geschehnissen gedacht hat und welche Folgen das für ihr wahres Leben haben wird.
Ich bin wirklich durch die Seiten gerast, habe mich wunderbar dabei amüsiert und fand auch den romantischen Teil der Story sehr schön. Für mich war es eine perfekte Rom-Com - nichts Tiefgründiges aber dafür extrem unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Spannender Zeitreise-Roman für alle ab etwa 10 Jahren

Jonathan Clock (Band 1) – Die Rache des Pharao
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Von M. G. Leonard haben mein Sohn und ich schon einige sehr gute Abenteuer-Detektiv-Bücher gelesen. Deshalb waren wir umso gespannter, einen Zeitreise-Roman von ihr vor uns zu haben: „Jonathan Clock. Die ...

Von M. G. Leonard haben mein Sohn und ich schon einige sehr gute Abenteuer-Detektiv-Bücher gelesen. Deshalb waren wir umso gespannter, einen Zeitreise-Roman von ihr vor uns zu haben: „Jonathan Clock. Die Rache des Pharao“.
Jonathan Clock weiß lange nicht, dass seine Mutter eine Zeitreisende ist, die sich den Regeln des Rates, der über diese Angelegenheiten wacht, widersetzt hat. Deshalb ist er umso entsetzter, als sie von zwei gefährlichen Typen verfolgt werden und von da an ständig in Gefahr schweben.
Warum sie ihre Flucht auch ins Alte Ägypten führt, muss man am besten selbst lesen. Denn es ist ein äußerst spannendes Abenteuer, das Jonathan und alle Leserinnen und Leser hier erwartet.
Die Autorin schafft es, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Vor allem die Momente in Ägypten sind sehr gelungen, denn die Grabstätten und besonderen Orte sind sehr anschaulich beschrieben. Dabei lernt man sogar einiges über die Vergangenheit, und es gibt viele spannende Details, zum Beispiel über Mumien, die Vorbereitung der Toten und ihre Beisetzung.
Ein wenig Geduld braucht man, bis die erste richtige Zeitreise kommt, da doch so einige Erklärungen notwendig sind, damit man alles versteht. Gleichzeitig ist es durch die anfängliche Bedrohung aber durchgehend so spannend, dass man unbedingt weiterlesen muss.
Wie genau die Zeitreisen funktionieren und was der Rat der Zeitreisenden wirklich bezweckt, das ist noch etwas offen geblieben. Hoffentlich werden diese Fragen noch im Folgeband beantwortet.
Diesen ersten Band empfehlen wir allen ab etwa 10 Jahren, die gerne Abenteuerromane lesen und selbst einmal in der Zeit zurückreisen möchten.

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Freundinnen, Meer und erste Liebe - süße Wohlfühl-Sommergeschichte

Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück
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Wohlfühlbücher für den Sommer passen einfach für jedes Alter. "Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück" von Mia Andersen richtet sich an alle ab 10 Jahren, wobei das Buch sehr klar auf Mädchen in diesem ...

Wohlfühlbücher für den Sommer passen einfach für jedes Alter. "Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück" von Mia Andersen richtet sich an alle ab 10 Jahren, wobei das Buch sehr klar auf Mädchen in diesem Alter abzielt.

Lene lebt mir ihrer Zwillingsschwester Elsa und ihren Eltern in einer kleinen Pension auf der Insel Rosenholm. Es ist die perfekte Idylle mit Strand, Meer und jeden Tag Vanilleeis. Außerdem sind endlich Ferien - viel Zeit, um ihren Träumen nachzugehen: Journalisten werden und irgendwie Mats näher kennenlernen.

Was Lene auf der Insel zusammen mit ihren Freundinnen sonst noch erlebt, ist sehr nett zu lesen. Mia Andersen fängt die Inselatmosphäre wunderbar mit ihren Worten ein, und sie schafft es, Lenes Gefühlswelt sehr schön zu beschreiben. "Wie Brausepulver im Bauch" fühlt es sich an, wenn Lene Mats sieht oder an ihn denkt.

Diese tolle Sommerstimmung wird zusätzlich noch durch die wunderschönen Illustrationen von Hanna Wenzel unterstrichen. Immer wieder gibt es kleine, süße Bilder, die sehr gut zur Geschichte passen. Lediglich ein kleiner Comic-Strip fällt da komplett aus dem Rahmen. Der ist zwar auch wieder schön anzusehen, passt aber nicht zu den Geschehnissen davor oder danach, so als ob er einfach random irgendwo eingebaut wurde. Schade, hier hätte man echt mehr draus machen können.

Die Handlung des Buches zeichnet sich nicht durch viel Spannung aus, sondern eher durch das Einfangen der besonderen Stimmung, schöner Freundschaftsmomente, das Erleben eines traumhaften Sommers und die Aufregung einer ersten Liebe. Dabei werden einige Klischees bedient, was dem Lesespaß aber keinen Abbruch tut.

Lenes Traum, Journalistin zu werden, wird am Ende des Buches noch einmal kurz auf zwei Doppelseiten aufgegriffen. Dabei wird sehr gut erklärt, welchen Weg man gehen kann, wenn man den gleichen Traum hat. Schade, dass man nicht auch Lenes fertigen Artikel lesen konnte. Das hätte vielleicht auch die Leserinnen noch mehr für Journalismus begeistert und die sonst doch sehr stereotype Handlung mit dem Fokus auf Freundinnen und einen wirklich netten Jungen etwas mehr aufgebrochen.

Für alle ab etwa 10 Jahren, die aber einfach nur Geschichten um Freundinnen lieben, gerade vielleicht auch für einen Jungen schwärmen oder einfach nur Lust auf eine süße Sommergeschichte haben, ist das Buch absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Rivals-to-Lovers in Bestform mit einem modernen, magischen Setting

Seamere College 1. Strange Familiars
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Ich glaube, ich habe schon lange keine Rivals-to-Lovers-Story mehr gelesen, bei der der Rivalen-Anteil so gut angelegt war, denn Gwendolynne Chan und Harrisford Briggs sehen sich nicht nur akademisch gesehen ...

Ich glaube, ich habe schon lange keine Rivals-to-Lovers-Story mehr gelesen, bei der der Rivalen-Anteil so gut angelegt war, denn Gwendolynne Chan und Harrisford Briggs sehen sich nicht nur akademisch gesehen wirklich lange Zeit als die größten Konkurrenten an. Aber „Seamere College 1. Strange Familiars“ von Keshe Chow hat mich auch auf ganz anderen Ebenen begeistert.
Angefangen mit dem Weltenbau, bei dem mich die Verknüpfung von Magie und Technik fasziniert hat. Dazu kamen die magischen Tierwesen und Seelentiere wie der mürrische Kater Percy, um die sich die beiden Rivalen am Seamere College in ihrer Ausbildung kümmern. Und zuletzt mag ich es immer, wenn es auch eine konfliktgeladene gesellschaftliche Ebene gibt - hier vor allem gekennzeichnet durch einen Konzern, der Magie verkauft und Menschen wie Gwen, die an allen Ecken und Enden sparen müssen, um an genug Magie für ihre Arbeit zu kommen.
Die Story selbst ist tatsächlich für mein Empfinden ein wenig durchschaubar gewesen, und an manchen Stellen kamen die Lösungen doch sehr schnell und einfach zu Gwen und Harrisford. Aber dennoch hatte ich viel Spaß, die beiden dabei zu begleiten, wie sie nach den Ursachen für die Magieausbrüche und dem merkwürdigen Verhalten der magischen Tiere auf den Grund gehen.
Dabei fand ich es amüsant zu lesen, wie sie sich immer wieder gezofft haben. Harrisford war mir anfangs sogar richtig unsympathisch, aber der erste Eindruck kann täuschen, und hier passte es einfach wunderbar zur Story. Gleichzeitig konnte man eine gewisse Anziehung zwischen den beiden spüren. Manchmal fand ich die Umsetzung ein wenig plump, aber im Großen und Ganzen hat mir auch die Lovestory zwischen den beiden gefallen.
Das Ende der Geschichte hat mich noch einmal so richtig gepackt und mich überzeugt, dass ich den zweiten Teil der Dilogie unbedingt lesen muss. Ich empfehle das Buch daher allen ab 16 Jahren, die Rivals-To-Lovers-Geschichten in einem modernen magischen Setting mögen.

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