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Veröffentlicht am 24.04.2026

Wie ein wunderschöner Pony-Urlaub in Schweden

Die Ponys von Lillasund 4. Das Mittsommer-Turnier
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Jedes Mal, wenn ich ein Buch aus der Reihe "Die Ponys von Lillasund" von Kathrin Lena Orso in der Hand halte, ist es beim Lesen wie ein kleiner Urlaub in Schweden. Dabei lebt Ida mittlerweile fast ein ...

Jedes Mal, wenn ich ein Buch aus der Reihe "Die Ponys von Lillasund" von Kathrin Lena Orso in der Hand halte, ist es beim Lesen wie ein kleiner Urlaub in Schweden. Dabei lebt Ida mittlerweile fast ein Jahr auf der Hufeiseninsel zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Lieblingspony Floki. Sie hat drei tolle Freunde gefunden, mit denen sie schon allerhand erlebt hat.
Aber keine Sorge, auch wenn man die vorangegangenen Bände (noch) nicht kennt, kann man zusammen mit Ida ein wundervolles Mittsommerfest mitsamt kleinem Reitturnier erleben. Ein wenig Aufregung gibt es auch diesmal, denn die Tiere benehmen sich merkwürdig und Ida ist verunsichert: Könnte das am Trollzauber liegen, den sie ausgesprochen hat?
Kathrin Lena Orso ist es wieder gelungen, eine wundervolle Geschichte voller Freundschaft und Tierliebe zu schreiben. Durch den schönen Schreibstil kommt ganz schnell Ferienstimmung voller Vorfreude auf Mittsommer auf: Lagerfeuer, Zelten, Baden im Meer, schwedische Traditionen und natürlich ganz viel Zeit mit Tieren und Reiten inklusive Mittsommerturnier.
Dabei fällt es leicht, sich in Ida hineinzuversetzen, denn ihre Gefühlswelt und ihre Gedanken werden sehr schön beschrieben. So manches Mal macht sie sich Sorgen wegen des Trollzaubers, obwohl sie weiß, dass es eigentlich nur Aberglaube ist. Zum Glück hat Ida mit Mikkel, Oscar und Elsa sehr gute Freunde, die ihr beistehen und denen sie sich anvertrauen kann.
Natürlich kommen auch die Ponys nicht zu kurz. Das Training wird sehr gut beschrieben und auch die Verantwortung für die Tiere, die damit einhergeht. Gleichzeitig spürt man, dass es für alle Kinder das Größte auf der Welt ist, Zeit mit den Ponys zu verbringen.
Allen Kindern ab etwa 8 Jahren, die Ponys und Pferde lieben und sich gerne mit Wohlfühlgeschichten wegträumen, empfehle ich "Die Ponys von Lillasund" von ganzem Herzen. Da es auch wunderschöne kleine Illustrationen gibt, eignet sich das Buch auch zum Vorlesen für jüngere Kinder.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Fesselndes Jugendbuch über Mut, Freundschaft und virtuelle Abenteuer

Deepworld
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Auf der Suche nach neuen Büchern für 13-Jährige bin ich auf ein richtig packendes Jugendbuch gestoßen: "Deepworld" von Anja Reumschüssel. Der Klappentext klang schon sehr vielversprechend - ein Computerspiel ...

Auf der Suche nach neuen Büchern für 13-Jährige bin ich auf ein richtig packendes Jugendbuch gestoßen: "Deepworld" von Anja Reumschüssel. Der Klappentext klang schon sehr vielversprechend - ein Computerspiel voller Gefahren, das ein Eigenleben entwickelt hat.
Aber eigentlich steckt in diesem Buch noch so viel mehr. Denn Ruby und Gustav sind sehr interessante Charaktere, die beide unterschiedliche Formen von Einsamkeit erleben und damit auf ihre eigene Art umgehen. Gustav versucht, im Hintergrund zu bleiben und nicht anzuecken. Er hat jedoch keine Freunde mehr in seiner Klasse, seit sein bester Freund weggezogen ist. Ruby hingegen ist es egal, was andere über sie denken, und sie versucht erst gar nicht, Freunde zu finden.
Durch das gemeinsame Computerspielen lernen sie sich aber doch Stück für Stück besser kennen und entwickeln ihre eigene Form der Zusammenarbeit. Aber können sie einander wirklich vertrauen? Was wirklich dahintersteckt und was das Computerspiel Deepworld damit zu tun hat, muss man unbedingt selbst lesen.
Die vielen Gamingsequenzen, in denen auch einige Kampfszenen und monsterhafte Wesen vorkommen, sorgen für eine sehr gute Spannung. Dabei hat das Buch sowohl bei meinem Sohn als auch bei mir eine richtige Sogwirkung entwickelt. Wir konnten es nicht mehr weglegen, bevor wir nicht wussten, wie es ausgeht.
Für uns ist es eine fesselnde Mischung aus Gaming‑Action und tiefergehenden Themen wie Freundschaft und dem Gefühl, allein zu sein. Perfekt für alle ab 10 Jahren, die spannende Geschichten lieben und selbst gerne zocken.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Düster, magisch, gnadenlos - nur die Stärksten überleben

The Ordeals
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Der Klappentext von "The Ordeals" von Rachel Greenlaw klang so spannend, dass ich das Buch gleich aus meiner Bücherei ausgeliehen habe, als es mich dort im Regal der Neuerscheinungen angestrahlt hat. Denn ...

Der Klappentext von "The Ordeals" von Rachel Greenlaw klang so spannend, dass ich das Buch gleich aus meiner Bücherei ausgeliehen habe, als es mich dort im Regal der Neuerscheinungen angestrahlt hat. Denn auch das Cover und der Farbschnitt sind ganz genau nach meinem Geschmack.
Sophia DeWinter möchte aus den Fängen ihres grausamen Onkels fliehen. Um den Bann, der auf ihr liegt, zu brechen, muss sie an der magischen Elite-Akademie Killmarth aufgenommen werden. Doch auch dort lauern tödliche Gefahren, denn bei den Auswahlprüfungen, den Ordeals, überleben nur die Stärksten.
Ja, in diesem Buch sterben wirklich so einige. Trotzdem gibt es auch einige schöne Momente, denn Sophia findet in Killmarth Verbündete, die ich wirklich sehr gerne mochte. Auch Sophia als Hauptfigur fand ich unglaublich spannend, da sie durch ihre Herkunft so anders agiert als viele der anderen Hoffnungsvollen.
Was mir an dem Buch unglaublich gut gefallen hat, ist das Magiesystem mit Illusionisten, Maskierern, Botanikern und Alchemisten. Jede magiebegabte Person führt diese ein wenig anders aus, hat ein anders gelagertes Talent. So fand ich es sehr spannend, wie sich Sophias Magie im Laufe des Buches entfaltet hat.
Lediglich ein Part der Geschichte hat mir nicht so gut gefallen: eine der tödlichen Gefahren, die in dieser Welt lauern. Eigentlich mache ich um diese Art Geschichten eher einen großen Bogen, da ich weiß, dass ich diese Kreaturen nicht mag. Doch da anfangs nicht ersichtlich war, dass diese überhaupt vorkommen würden, bin ich hier ein wenig überrumpelt worden.
Trotzdem musste ich unbedingt weiterlesen, denn nie konnte man sich sicher sein: Wem kann man trauen? Was steckt wirklich alles dahinter? Wer wissen will, welche Kreaturen in Sophia DeWinters Welt lauern, muss das Buch wohl selbst lesen, denn es hier zu verraten, würde zu viel der Geschichte spoilern. Auch allen, die Geschichten mit einem tödlichen Akademie-Setting und viel spannender Magie mögen, kann ich "The Ordeals" sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Warmherzige, humorvolle Graphic Novel über Freundschaft und Neuanfänge

How It All Ends
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"How It All Ends" ist eine Graphic Novel für Kinder und Jugendliche ab etwa 10 Jahren von der Autorin und Zeichnerin Emma Hunsinger, die ich sehr gerne für die Schulbücherei anschaffen wollte.
Es geht ...

"How It All Ends" ist eine Graphic Novel für Kinder und Jugendliche ab etwa 10 Jahren von der Autorin und Zeichnerin Emma Hunsinger, die ich sehr gerne für die Schulbücherei anschaffen wollte.
Es geht um die 13-jährige Tara, die eine Stufe überspringen und direkt an die Highschool wechseln soll. Für Tara ein gewagter Schritt, der mit vielen Sorgen verbunden ist. Wird sie die Schule überfordern? Wird sie sich verlaufen? Wird sie überhaupt Freunde unter all den älteren Schülerinnen und Schülern finden?
Erzählt werden Taras Erlebnisse in einer Graphic Novel, die sich ganz nah an Tara hält. Ihre Sorgen, Gedanken und Träume werden in Rot-Tönen dargestellt, während alle anderen Ereignisse in Blau-Grün-Tönen gehalten sind. So wird schnell klar, was sie sich nur vorstellt und was wirklich passiert.
Die Sorgen sind zwar alle überzogen dargestellt - endlos lange Gänge, in denen Tara sich verirrt oder die Hölle, die aufbricht, weil eine Gruppenarbeit in Englisch bevorsteht - aber gerade dadurch werden ihre realen Sorgen sehr deutlich. Gleichzeitig sorgen diese Szenen auch immer wieder für witzige Momente.
Besonders gut gefallen hat mir, wie sich die Freundschaft zwischen Tara und Libby entwickelt. Auch hier hat Tara Sorgen und denkt teilweise noch viel kindlicher als zum Beispiel ihre große Schwester. Aber gerade das ist auch Taras Stärke.
Die Graphic Novel zeigt sehr schön, dass man so sein darf, wie man möchte. Dass man sich nicht allen anderen anpassen muss oder alle das Gleiche mögen müssen. Und vor allem zeigt sie, dass man als Teenager auch noch Kind sein darf und nicht direkt verliebt sein muss, wenn man noch nicht dazu bereit ist.
Das sehr amerikanische Setting mit dem Schulleben an einer Highschool lässt sich vielleicht nicht ganz auf unsere Schulen übertragen. Aber Taras Sorgen und Erlebnisse sind doch so nah am Leben vieler Teenager dran, dass sie sich mit Sicherheit gut in sie hineinversetzen können.
Für alle Kinder und Jugendlichen ab etwa 10 Jahren, die sensible Geschichten mögen, aber auch gerne über einen Comic lachen, ist "How It All Ends" sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Ein witziges schottisches Schafabenteuer für Kinder im Grundschulalter

Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung
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Für meinen 8-jährigen Sohn und mich ging es gerade mit dem Buch "Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung" von Carola Becker nach Schottland. Wir mussten unbedingt noch einmal auf die Olifant-Farm ...

Für meinen 8-jährigen Sohn und mich ging es gerade mit dem Buch "Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung" von Carola Becker nach Schottland. Wir mussten unbedingt noch einmal auf die Olifant-Farm und ein witziges Schafabenteuer erleben, nachdem uns der letzte Band schon so gut gefallen hat.
Natürlich waren wir wieder mit dem einzigartigen Schaf Mäc Mief und der Hütehündin Bonnie unterwegs. Zusammen mit den beiden mutigen Tieren haben wir uns auf die rätselhafte Suche nach dem supernetten Schafmädchen Malvina gemacht. Ob wir sie gefunden haben, muss man unbedingt selbst lesen.
Denn das Abenteuer ist witzig und ereignisreich zugleich. Dabei eignet sich das Buch wunderbar zum Vorlesen. Durch die vielen tollen Illustrationen von Ina Krabbe gibt es auf jeder Seite passende Bilder, bei denen auch die schottische Umgebung schön gezeigt wird inklusive verregneter Schafweiden und dem Viadukt bei Glenfinnan.
Da meinem Sohn die Geschichte so gut gefallen hat, hat er bei uns das nächste Vorlesen gar nicht abgewartet und das Buch schon einmal alleine zu Ende gelesen. Es eignet sich nämlich auch sehr gut zum Selberlesen für Kinder, die einfachen Erstlesebüchern schon entwachsen sind. Die Textlänge, Sprache und Gestaltung sind perfekt für alle Kinder ab etwa 7 Jahren.
Besonders gut gefallen hat uns, wie mutig Mäc Mief diesmal war. Er konnte seine Angst überwinden und hatte dabei immer die Unterstützung seiner Freundin Bonnie. Die zwei sind wirklich ein tolles Team. Wir werden sie hoffentlich noch bei weiteren Abenteuern in Schottland begleiten. Für alle, die die Reihe noch nicht kennen, ist der Einstieg mit jedem Band möglich, denn sie sind komplett unabhängig voneinander lesbar.
Wir empfehlen "Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung" daher allen Kindern im Grundschulalter, die Tiergeschichten mögen und sich schon immer einmal gefragt haben, was Tiere machen, wenn wir Menschen nicht dabei sind. Das kann nämlich unglaublich witzig werden.

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