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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

Warmherzig, witzig und ein wenig schimok - die nettesten Nachbarn der Welt

Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn
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Meine Kinder und ich haben schon viele Bücher von Sabine Bohlmann gelesen und sind jedes Mal von der Warmherzigkeit ihrer Geschichten begeistert. Der neueste Band "Willkommen bei den Grauses. Der normale ...

Meine Kinder und ich haben schon viele Bücher von Sabine Bohlmann gelesen und sind jedes Mal von der Warmherzigkeit ihrer Geschichten begeistert. Der neueste Band "Willkommen bei den Grauses. Der normale Schulwahnsinn" musste daher natürlich umgehend bei uns einziehen.
Wir haben die Familie Grause schon in den ersten beiden Büchern sehr ins Herz geschlossen. Wenn man den kompletten Lesespaß genießen möchte, sollte man am besten mit den vorangegangenen Teilen starten. In diesem Band stehen vor allem die Kinder der Grauses vor einer großen Herausforderung: Sie sollen eine ganz normale Schule besuchen.
Dabei heißt es für alle, nicht aufzufallen, so normal wie möglich zu sein und bloß niemandem zu zeigen, dass sie eigentlich ein Werwölfchen, ein Dilldapp und ein Geist sind. Doch nicht aufzufallen ist gar nicht so leicht, wenn man nicht weiß, was ein Feueralarm ist oder dass man den Fisch in der Schule nicht essen darf.
Wir mussten viel über die Grauses und die witzigen Situationen, in denen sie immer wieder landen, lachen. Sabine Bohlmann schafft es dabei, mit viel Wortwitz und einem Blick für Details genau unseren Humor zu treffen. Gleichzeitig gibt es aber auch einige Momente, die zum Nachdenken anregen - darüber, was es heißt, anders zu sein, nicht dazuzugehören oder in der Schule geärgert zu werden.
Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Akzeptanz, Freundschaft und Zusammenhalt sind. Nicht nur für die Grauses selbst, sondern auch für ihre Menschenfreundin Ottilie, die sich manchmal genauso verloren unter anderen Kindern fühlt und Angst davor hat, vor anderen zu sprechen. Ihre Geschichte macht Kindern Mut, zu sich selbst zu stehen, auch wenn es zunächst einfacher erscheint, sich anzupassen.
Deshalb empfehlen wir das Buch von Herzen allen Kindern, die manchmal das Gefühl haben, nicht dazuzugehören. Sie können mit den Grauses und Ottilie ein Stück mitwachsen. Aber auch alle anderen Kinder werden mit den Grauses viel Spaß haben, denn solche netten Nachbarn, die das Leben aller ein bisschen auf den Kopf stellen, möchte doch wirklich jedes Kind haben.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Meisterdiebe mit Herz - fesselndes Finale mit starken Charakteren

Schule der Meisterdiebe 5: Die letzte Prüfung
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Eine unserer liebsten Buchreihen geht zu Ende. Für das Lesen von "Schule der Meisterdiebe 5: Die letzte Prüfung" von J. J. Arcanjo haben meine Kinder und ich uns deshalb diesmal ein wenig Zeit genommen. ...

Eine unserer liebsten Buchreihen geht zu Ende. Für das Lesen von "Schule der Meisterdiebe 5: Die letzte Prüfung" von J. J. Arcanjo haben meine Kinder und ich uns deshalb diesmal ein wenig Zeit genommen. Denn eigentlich wollen wir die Schule der Meisterdiebe noch gar nicht verlassen.
Dabei wird es in diesem Finale unglaublich spannend. Es ist das letzte Schuljahr für Gabriel, Ade, Ede, Amira, Villette und Penelope. Sie sind Robins und stehen vor den größten Aufgaben in ihrer bisherigen Laufbahn: dem finalen, großen Einbruch in Crookhaven und dem Showdown mit den Köpfen der Namenlosen, der berüchtigten Verbrecherbande, der sich die Sechs schon einige Male entgegengestellt haben.
Im Zentrum der Geschichte stehen wieder die Vorbereitungen auf eben diese zwei Herausforderungen. Es gibt Unterrichtsstunden in "Krimnastik", die alle an ihre Grenzen bringen, ein neues Schulfach "Logistik", das auf ganz andere Art fordernd ist, und die bekannten Streifzüge durch das Gelände mit Mr. Sisman in "Gaunerkultur". Wir haben jede einzelne Unterrichtsstunde gerne besucht.
Allerdings ist es bei uns mit Crookhaven wie mit vielen Schulen. Der Ort und der Unterricht mögen noch so toll sein, erst die Menschen machen ihn zu etwas Besonderem. Und so ist es auch diesmal. Die sechs Freunde bilden eine erstaunliche Bande, die gerade durch ihre Unterschiede stark wird. Dabei hat jede Figur ihre eigene Hintergrundgeschichte, entwickelt sich und bringt Stärken und Schwächen mit, die in der Gruppe aufgefangen und gebraucht werden.
Das Zusammenspiel der Freunde macht die Buchreihe "Schule der Meisterdiebe" für uns so lesenswert. Sie steht für Zusammenhalt, Freundschaft, Ehrlichkeit, Vertrauen und Gerechtigkeit. Natürlich gibt es auch wieder ordentlich Spannung und unerwartete Wendungen. Aber die Story zeigt immer wieder, wie wichtig Teamgeist ist.
Wir verlassen Crookhaven nun schweren Herzens und müssen Abschied nehmen von liebgewonnenen Charakteren. Die ganze Reihe empfehlen wir allen Kindern ab etwa 10 Jahren, die eine spannende Geschichte über Freundschaft lesen wollen, in der es viele starke Charaktere gibt, die gemeinsam als Bande für das Gute einstehen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

3,5 Sterne - Spannender Reihenauftakt für Kinder, die viel Action mögen

Im Zeichen der Kobra
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Das Alte Ägypten übt eine ganz besondere Faszination aus. Pyramiden, Geheimgänge, Mumien, Schätze, alte Götter - daraus lassen sich tolle Geschichten spinnen. Auch "Im Zeichen der Kobra. Der Raub der Totenmaske" ...

Das Alte Ägypten übt eine ganz besondere Faszination aus. Pyramiden, Geheimgänge, Mumien, Schätze, alte Götter - daraus lassen sich tolle Geschichten spinnen. Auch "Im Zeichen der Kobra. Der Raub der Totenmaske" von Fabian Lenk enthält viele dieser Elemente.
Die Geschwister Yana, Yamon und Anouk begleiten ihren Onkel, Professor Klawitter, zu einer Ausgrabung im Tal der Könige. Dabei entdecken sie eine Grabkammer mit einer geheimnisvollen Formel, die ihnen besondere magische Kräfte verleiht. Die drei Geschwister können sich von nun an in Tiere verwandeln. Kurze Zeit später beobachten sie einen Raub im Ägyptischen Museum in Kairo. Natürlich wollen die drei helfen, die Diebe zu stellen. Doch dabei geraten sie selbst in große Gefahr.
Besonders der Beginn der Geschichte hat meinem Sohn und mir richtig gut gefallen. Die Beschreibung der Ausgrabungsstätte, die vielen gut recherchierten Informationen zum Alten Ägypten und dann das kleine magische Element - all das hat uns schnell in seinen Bann gezogen.
Leider hat uns der Fortgang der Geschichte dann nicht mehr ganz so begeistert. Es gab einige starke Momente, vor allem, wenn sich Yana in einen Vogel verwandelt. In anderen Momenten lag der Fokus mehr auf den Karatekampfkünsten der großen Schwester Anouk. Diese haben uns leider nicht ganz so gut gefallen. Wir hätten uns gewünscht, dass auch hier stärker die tierischen Fähigkeiten eingesetzt würden oder die drei mit pfiffigen Ideen eine Lösung finden.
So lag für uns der Fokus am Ende der Geschichte zu sehr auf Kampfaction und Verfolgungsjagden und zu wenig auf dem magischen Element und dem Alten Ägypten. Dafür haben uns aber die Perspektivwechsel hin zum Schurken der Geschichte sehr gut gefallen. Hier gibt es einige amüsante Augenblicke und Einblicke in die Gedankenwelt eines Bösewichts. Doch am Ende hatten wir das Gefühl, den Schurken fast ein bisschen besser zu kennen als die drei Hauptfiguren, was für uns ein wenig schade war.
Trotz kleiner Schwächen ist "Im Zeichen der Kobra" ein spannendes Abenteuer, das besonders zu Beginn mit dem Thema Altes Ägypten überzeugt. Für uns gibt das 3,5 Sterne. Die Altersempfehlung des Verlags ab etwa 11 Jahren ist wegen der Kampfszenen und der Bedrohung durch Waffen durchaus passend. Gerade ältere Kinder, die gerne Actionszenen mögen, werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Packendes, magisches Finale mit starken, tierischen Charakteren

Foxfighter - Rivalen des Waldes
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Akram El-Bahay hat es mal wieder geschafft, mich mit einer fantastischen Geschichte für Kinder komplett zu fesseln. "Foxfighter. Rivalen des Waldes" ist der zweite und finale Teil dieser besonderen Tiergeschichte, ...

Akram El-Bahay hat es mal wieder geschafft, mich mit einer fantastischen Geschichte für Kinder komplett zu fesseln. "Foxfighter. Rivalen des Waldes" ist der zweite und finale Teil dieser besonderen Tiergeschichte, auf den ich mich schon lange gefreut habe.
Alle Erinnerungen waren sofort wieder da und ich war zurück mit Finn und Fabelfeld im Wald der Nachtpfoten. Gleich zu Beginn merkt man, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist. Kralle und die Schattenwesen, die er um sich geschart hat, bedrohen alle im Wald lebenden Geschöpfe. So müssen sich die Fuchsfamilien verbünden, um die Gestalten der ewigen Finsternis zu besiegen, und Finn muss seine besondere Gabe als Silberfuchs nutzen, um seine neue Familie zu beschützen.
Dieses besondere Abenteuer liest sich wieder ganz fantastisch. Man erlebt, wie es ist, als Fuchs durch den Wald zu streifen und welche Sinneswahrnehmungen dabei entscheidend sind. Aber diesmal stehen die Bedrohungen noch stärker im Fokus, sodass die Sogwirkung noch ein wenig höher ist als im ersten Teil der Geschichte.
Die tragenden Figuren der Geschichte, allen voran Finn, der Igel Stachel und ein neuer Fuchs namens Solo, sind wieder ausgesprochen gut ausgearbeitet. So bringt Stachel eine gewisse Leichtigkeit und Humor in düstere Teile der Geschichte. Solo umschwebt gleich zu Beginn etwas Geheimnisvolles, das man beim Lesen unbedingt weiter ergründen möchte. Und Finn ist noch immer anders als alle Füchse, die er kennt, aber gleichzeitig immer mehr er selbst. Er macht auch in diesem Band eine starke Entwicklung durch.
Getragen von diesen starken Figuren, erlebt man ein fantastisches Abenteuer mit interessanten magischen Elementen, die zwischen Licht und Schatten wechseln. Hier kommt Finn eine ganz besonders schöne Rolle zu, über die ich an dieser Stelle aber nicht mehr verraten möchte. Das muss man einfach selbst gelesen haben. Am besten natürlich nachdem man den Wald und die in ihm lauernde Finsternis im ersten Teil kennengelernt hat.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Ein starker Auftakt voller außergewöhnlicher Magie und düsterer Schatten

Shadowrunner 1. Aufbruch ins Reich der Schatten
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Ich habe wieder einen kleinen Glücksgriff gemacht: "Shadowrunner 1. Aufbruch ins Reich der Schatten". Wobei es jetzt schon das zweite Buch von Melissa C. Hill ist, das mir richtig gut gefallen hat. So ...

Ich habe wieder einen kleinen Glücksgriff gemacht: "Shadowrunner 1. Aufbruch ins Reich der Schatten". Wobei es jetzt schon das zweite Buch von Melissa C. Hill ist, das mir richtig gut gefallen hat. So ist es vielleicht gar kein Glück, sondern einfach nur eine sehr begabte Autorin, die einen starken Auftakt zu einer neuen Fantasy-Dilogie für alle ab 10 Jahren liefert.
Quinn glaubt ihr Leben lang, dass sie an einer Sonnenkrankheit leidet. Diese macht es ihr unmöglich, tagsüber nach draußen zu gehen. Doch als sie ihrer Ratte am helllichten Tag nach draußen folgt, fällt sie durch einen Schatten und landet in der Schattenwelt Noctura.
Gerade diese Schattenwelt hat mich von Beginn an fasziniert. Es gibt geheimnisvolle Schattenwesen, ungeahnte Gefahren und eine außergewöhnliche Art der Magie. Quinn soll an einer Akademie lernen, ihre neuen Fähigkeiten zu kontrollieren. Dabei lernen wir Leserinnen und Leser mit ihr gemeinsam diese düstere Schattenwelt kennen, die zugleich einige Wunder bereithält.
Quinn hat mich als Hauptfigur gut abgeholt, auch wenn ich nicht jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen konnte. Dennoch mochte ich sie sehr und fand es spannend, mit ihr zusammen Noctura zu entdecken. Darüber hinaus gibt es noch einige weitere nette Nebenfiguren wie ihren Freund Robin und einen sympathischen französischen Koch, die für ein paar Wohlfühlmomente sorgen.
Diese sind tatsächlich auch nötig, denn Spannung hat das Buch reichlich zu bieten. Es gibt innerhalb der Schattenwelt einen schwelenden Konflikt zwischen zwei Gruppierungen, der auch an der Akademie deutlich spürbar ist. Dazu kommt natürlich auch ein großes Geheimnis. Einige Entwicklungen konnte man dabei erwarten, andere haben mich aber komplett überrascht.
Der Abschluss macht auch ohne Cliffhanger große Lust auf den nächsten Band. Denn Noctura hält noch einiges für Quinn, ihre Freunde und uns Leserinnen und Leser bereit.

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