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Veröffentlicht am 10.11.2025

Kämpfende Katzen als Graphic Novel - packend für Neulinge und Fans

Warrior Cats - Die Prophezeiungen beginnen
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Mein Sohn hat schon einige Bücher der Warrior Cats-Reihe von Erin Hunter gelesen, darunter auch die bisher erschienenen Graphic Novel Bände. Klar, dass er auch die neueste Graphic Novel "Warrior Cats - ...

Mein Sohn hat schon einige Bücher der Warrior Cats-Reihe von Erin Hunter gelesen, darunter auch die bisher erschienenen Graphic Novel Bände. Klar, dass er auch die neueste Graphic Novel "Warrior Cats - Die Prophezeiungen beginnen", gezeichnet von Natalie Riess und Sara Goetter, gerne lesen wollte.
Inhaltlich fasst diese Comic-Version die ersten beiden Bände der ersten Warrior Cats-Staffel zusammen. Die Geschichte zeigt dabei eindrücklich die beginnenden Abenteuer des angehenden Kriegers Feuerpfote im Donnerclan. Es geht um Machtkämpfe zwischen den Katzenclans und den Werdegang dieses eindrucksvollen Katers.
Wer die Warrior Cats Bände bereits kennt, wird natürlich feststellen, dass hier an einigen Stellen gekürzt und die Story zusammengerafft wurde. Die große Kunst dabei ist es, einerseits Fans der Serie zu begeistern und wichtige Szenen zu erhalten, andererseits aber auch neue Leserinnen und Leser zu gewinnen und die Geschichte so zu erzählen, dass man sie auch ohne Hintergrundwissen versteht.
Ich selbst kenne die Reihe bisher nur aus Erzählungen meines Sohnes, habe mich dafür aber mit dieser Graphic Novel erstaunlich gut in der Welt der Katzenclans zurechtgefunden. Manchmal hatte ich Probleme, die Katzen auseinanderzuhalten, besonders wenn viele in einem Bild auftauchen. Das ist mit Sicherheit leichter, wenn man die Reihe gut kennt. Leider gibt es in diesem Band keine Charakterübersicht, die den Einstieg und das Wiedererkennen erleichtert hätten.
Die Zeichnungen haben meinem Sohn nicht ganz so gut gefallen wie die aus den bisher erschienenen Graphic Novels von Dan Jolley. Insbesondere die Darstellung von einzelnen Katzen wie Gelbzahn hat hier nicht seinen Erwartungen entsprochen. Da ich selbst keine große Vorstellung von den Katzen hatte, war das für mich kein Problem. Mir persönlich haben die Bilder sehr gut gefallen, da sie die Stimmungen und Gefühle gut einfangen. Einige Kampfszenen bringen die Brutalität der Geschehnisse sehr stark rüber. Daher ist die Altersempfehlung ab etwa 11 Jahren passend.
Für Fans der Warrior Cats Reihe ist es schön, die ersten Abenteuer mit Bildern erneut zu erleben. Auch wenn hier einige Kürzungen stattgefunden haben, ist es eine schöne Leseerfahrung. Darüber hinaus ist die Graphic Novel ebenso für Neulinge interessant und macht mit diesem spannenden Abenteuer Lust auf die weiteren Geschichten der Warrior Cats.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Packende Fortsetzung - spannend, mit kleinen Schwächen

Royal Institute of Magic, Band 4 - Die geheimnisvolle Legende
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Ich war auch dieses Mal gespannt auf die Fortsetzung der "Royal Institute of Magic"-Reihe von Victor Kloss. "Die geheimnisvolle Legende" ist bereits der vierte Band, der nahtlos an die vorangegangenen ...

Ich war auch dieses Mal gespannt auf die Fortsetzung der "Royal Institute of Magic"-Reihe von Victor Kloss. "Die geheimnisvolle Legende" ist bereits der vierte Band, der nahtlos an die vorangegangenen Bücher anschließt und somit nichts für einen Quereinstieg ist. Aber für alle, die Jugendbücher aus dem Fantasy-Genre mögen, lohnt sich ein Blick in die Reihe! Denn obwohl ich an jedem der bisher erschienenen Bände ein wenig Kritik üben musste, hat mich die Story doch irgendwie noch immer gepackt.
Ben Greenwood hat den großen Auftrag, Elizabeths Rüstung zu vereinen, um damit den Dunkelelfen entgegentreten zu können. In diesem Band begibt er sich nun auf die Spur des magischen Brustpanzers, die ihn vor neue Herausforderungen und Gefahren stellt. Begleitet wird Ben dabei wieder von seinen Freunden Natalie und Charlie.
Ich mag die drei wirklich sehr gerne vor allem Charlie mit seiner eher wissenschaftlichen Art und seinem wachsenden Mut. Ben steht wegen seiner besonderen Aufgabe natürlich stärker im Fokus, aber ohne die beiden anderen würde er nicht sehr weit kommen. In diesem Band ist Natalie meiner Meinung nach leider ein wenig untergegangen, denn auch wenn sie fast die ganze Zeit dabei war, blieb sie recht passiv. Das ist schade, denn eigentlich ist sie ein sehr starker Charakter.
Die vielen Nebencharaktere konnten mich leider noch immer nicht so sehr überzeugen, da sie häufig wie Füllwerk wirken, kaum Hintergründe haben und für mich einfach austauschbar sind. Was mir an der Geschichte dafür umso besser gefällt, ist der Weltenbau - zum Beispiel mit Spellshootern, mit denen Magieperlen abgefeuert werden, oder dem sehr coolen Spiel Zauberattacke.
Auch hier gibt es zwar einige kleine Kritikpunkte und Logikfehler, aber trotzdem mag ich die Welt mit den verborgenen Königreichen, in denen magische Wesen leben, und der Gefahr, die von dem bösen König der Dunkelelfen ausgeht. Endlich bringt das Buch hier auch ein wenig mehr Tiefe mit sich und zeigt, dass nicht jeder Dunkelelf zur dunklen Seite gehört.
Die Reihe ist nicht perfekt, aber trotzdem habe ich sie sehr gerne gelesen und werde dranbleiben. Ich bin gespannt, wie das Abenteuer weitergeht und wie Ben die restlichen Bestandteile der magischen Rüstung finden wird. Da es in den meisten Bänden einige durchaus brutale Szenen gibt, empfehle ich die Reihe allen ab etwa 10 Jahren, die Lust auf eine spannende, wenn auch nicht ganz ausgereifte und dennoch packende Geschichte voller Magie haben.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Wettlauf um und gegen die Zeit - packender London-Krimi für alle ab 10 Jahren

Die gestohlene Zeit
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Den Autor Sam Sedgman kennen meine Kinder und ich schon von einer anderen Kinderkrimi-Reihe, die wir sehr gerne mögen. Ein Grund mehr für uns, auch sein neuestes Buch "Die gestohlene Zeit" zu lesen. Der ...

Den Autor Sam Sedgman kennen meine Kinder und ich schon von einer anderen Kinderkrimi-Reihe, die wir sehr gerne mögen. Ein Grund mehr für uns, auch sein neuestes Buch "Die gestohlene Zeit" zu lesen. Der Auftakt zu der neuen Buchreihe um den 12-jährigen Isaac Turner klang für uns sehr spannend.
Isaacs Vater, ein bekannter Uhrmacher aus London, verschwindet bei der Arbeit spurlos aus dem Elizabeth Tower des Palace of Westminster - besser bekannt unter dem Namen Big Ben. Weder die Polizei noch die Palastwachen können sein Verschwinden erklären. So begibt sich Isaac selbst zusammen mit seiner neuen Freundin Hattie auf die Suche nach seinem Vater. Dabei stoßen sie auf große Geheimnisse und eine Verschwörung, die bis in Regierungskreise reicht.
Isaac und Hattie sind ein tolles Team und zeigen, wie gut sich unterschiedliche Charaktere ergänzen können. Hattie ist mutig, klettert über Dächer und schreckt selbst vor einem Kampf nicht zurück. Isaac ist technikbegeistert und versteht viel von Uhren. Doch er schafft es vor allem dank Hattie, seine Höhenangst zu überwinden, den Gefahren zu begegnen und mehr über die Verschwörung um die "Neue Zeit" herauszufinden.
Dabei kommen die beiden ganz schön in London herum, und es ist spannend, hinter die Kulissen einiger der Sehenswürdigkeiten zu blicken. Es ist dabei auch interessant, wie viele Details zu Uhren und Zeit sowie Fakten zum politischen System in Großbritannien in die Geschichte eingebaut wurden. Für Kinder, die sich nicht sonderlich für Politik oder technische Feinheiten interessieren, könnten diese Abschnitte etwas langwierig sein; es lohnt sich allerdings dranzubleiben, denn gerade zum Ende wird es brandgefährlich.
Durch die kurzen Kapitel und den mitreißenden Schreibstil fliegt man dann geradezu durch die Seiten. Der Wettlauf um und gegen die Zeit schafft besonders zum Ende hin so viel Spannung, dass man unbedingt weiterlesen muss. Für alle ab etwa 10 Jahren, die gerne Kriminalgeschichten mit politischen oder technischen Bezügen lesen, ist "Die gestohlene Zeit" absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

KI, Kontrolle, Widerstand - Lesetipp für alle, die Dystopien lieben

Evermind. Sie kennt dich
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Dystopien faszinieren mich immer ganz besonders, wenn sie in Teilen schon nah an unsere Realität herankommen und aktuelle Themen aufgreifen. Deshalb war ich sehr gespannt auf "Evermind. Sie kennt dich" ...

Dystopien faszinieren mich immer ganz besonders, wenn sie in Teilen schon nah an unsere Realität herankommen und aktuelle Themen aufgreifen. Deshalb war ich sehr gespannt auf "Evermind. Sie kennt dich" von Melissa C. Hill. Denn obwohl das Buch mehr als 200 Jahre in der Zukunft spielt, kann man manche Entwicklungen, was Künstliche Intelligenz betrifft, schon jetzt erahnen.
Livia lebt in der City, die komplett von einer KI namens MAM kontrolliert wird. Fast jede Entscheidung wird von MAM getroffen - sei es, welche Zusammensetzung der morgendliche Proteindrink hat oder welchen Beruf sie ergreifen muss. Dabei berechnet die KI jederzeit, was die beste Wahl ist.
Allein diese Ausgangssituation hat mich gleich zu Beginn komplett gepackt. Auch der gesellschaftliche Aufbau hat mich besonders fasziniert. Die Menschen leben in einer Dreiklassengesellschaft in einer abgeschlossenen City unter der Erde, da die Erdoberfläche nicht mehr bewohnbar ist. So sind die Menschen auf einen relativ kleinen Lebensraum beschränkt. Die fast einzige Ablenkung bieten die Sims, Simulationen, in denen sie der Realität entfliehen können. Aber auch hier ist MAM überall und kontrolliert alles, was eine sehr beklemmende Stimmung schafft.
Doch ein spannendes Setting wäre nichts ohne interessante Charaktere. Livia als Hauptfigur mochte ich sehr gerne, denn sie überwindet schnell ihre anfängliche Naivität und entwickelt einen Mut, der ihr dabei hilft, die gesellschaftliche Ordnung in Frage zu stellen. Es ist so spannend zu lesen, wie Livia erst Hoffnung in ihre Zukunft hat, dann aber immer mehr Zweifel bekommt und anfängt, das System zu hinterfragen und mit ihren Worten und Ideen andere bewegt. Hier zeigt die Autorin Melissa C. Hill wunderschön, welche Kraft Geschichten von Menschen über Menschen haben können.
Neben Livias Stärke und Mut haben mir aber auch die vielen Nebencharaktere sehr gut gefallen. Sie bringen alle ihre eigenen Geschichten mit, die sie interessant und authentisch machen. Außerdem wird durch sie eine persönliche Ebene geschaffen, die zeigt, wie wichtig echte zwischenmenschliche Beziehungen für Menschen sind.
Die Geschichte wird komplett aus der Sicht der 16-jährigen Livia erzählt, sodass man immer sehr nah bei ihren Handlungen und Gedanken ist und sich gut in ihre Situation hineinversetzen kann. Sie spricht damit aber nicht nur Jugendliche ab 14 Jahren an - auch für Ältere ist das Buch sehr spannend. Deshalb empfehle ich "Evermind. Sie kennt dich" allen, die gerne Dystopien lesen oder sich Gedanken um den Einsatz von KI und die immer größer werdende Abhängigkeit von Technologie machen.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Magische Comic-Reihe mit wunderschönen Bildern

Elfies Zauberbuch. Band 5
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Es gibt eine Comic-Reihe, die uns schon einige Male verzaubert hat: „Elfies Zauberbuch“ von Christophe Arleston und Audrey Alwett. Auch der fünfte Band, „Der Zauber der Walpurgisnacht“, hat beim Lesen ...

Es gibt eine Comic-Reihe, die uns schon einige Male verzaubert hat: „Elfies Zauberbuch“ von Christophe Arleston und Audrey Alwett. Auch der fünfte Band, „Der Zauber der Walpurgisnacht“, hat beim Lesen wieder eine ganz besondere Magie erschaffen. Wer die Reihe noch nicht kennt, kann auch bei diesem Band problemlos einsteigen, denn die Grundzüge der Geschichte werden zu Beginn vorgestellt.

Elfie reist mit ihren zwei Schwestern in einem Bücherbus durch Frankreich. Dabei kommen sie an besondere Orte und treffen auf interessante Menschen. Das Besondere ist aber, dass Elfie Magie von ihrer verstorbenen Mutter geerbt hat. Diese kann sie durch Geschichten, die sie in ihr Zauberbuch schreibt, aktivieren, und ihre Origamifiguren erwachen daraufhin zum Leben.

Auch in dieser Geschichte spielt eine Origamifigur wieder eine ganz entscheidende Rolle, wenn Elfie mit ihren Schwestern zur Walpurgisnacht in ein Moor reist und dort auf viele andere Hexen trifft. Besonders gut gefallen hat uns diesmal, dass neben der Magie auch der Umweltschutz eine Rolle spielte, der aber wunderschön mit einer magischen Legende verbunden wurde.

Die Comic-Zeichnungen von Mini Ludvin gefallen uns immer besonders gut. Sie sind schön anzuschauen und enthalten viele Details, die zum langen Betrachten der Bilder einladen.

Wir sind jedes Mal begeistert von der Kombination aus schönen Bildern und magischer Geschichte. Kinder können den Comic schon ab etwa neun Jahren problemlos selbst lesen. Der Comic lässt sich aber auch gut vorlesen, dabei lassen sich dann auch schon jüngere Kinder gerne verzaubern.

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