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Veröffentlicht am 25.09.2025

Cooler Minecraft-Comic für Kinder ab dem Grundschulalter

Tagebuch eines Noobs Kriegers - Der Comic Bd. 5 - Ein denkwürdiges Gastmahl
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Comics und Minecraft sind schon eine sehr coole Kombination, die meine Jungs sehr mögen. "Tagebuch eines Noobs Kriegers - Ein denkwürdiges Gastmahl" von Pirate Sourcil, Jez und Odone ist nun schon der ...

Comics und Minecraft sind schon eine sehr coole Kombination, die meine Jungs sehr mögen. "Tagebuch eines Noobs Kriegers - Ein denkwürdiges Gastmahl" von Pirate Sourcil, Jez und Odone ist nun schon der fünfte Band aus der Reihe, der die Geschichte von Minus, einem Dorfbewohner, der zum Krieger werden wollte, weitererzählt.
Als fortlaufende Geschichte muss man sich bewusst sein, dass der Einstieg ohne Vorwissen möglich ist, man aber ziemlich in die Geschichte hineingeworfen wird. Auch meine Kinder und ich kennen nicht alle vorangegangenen Bände, hatten aber trotzdem keine Probleme, der Geschichte dieses Bandes zu folgen.
Diese beginnt gleich mit der Rückkehr der Abenteurer aus dem Ende. Minus und seine Begleiter werden von einem Dorfbewohner in ein Dorf begleitet, wo sie ein großes Fest zu ihren Ehren erwartet. Doch hinter der Freundlichkeit der Dorfbewohner versteckt sich viel mehr. Es beginnt ein neues, spannendes Abenteuer - natürlich mit Monstern, Zombies und einigen coolen Ideen, die perfekt in die Minecraft-Welt passen.
Die Gestaltung des Comics hat uns gleich sehr gut gefallen. Alles ist eckig, so wie man es aus der Blockwelt gewöhnt ist und trotzdem lebendig. Die Charaktere sind sehr ausdrucksstark gezeichnet. Dabei sehen sich einige Figuren sehr ähnlich, was für einige witzige Momente sorgt. Auch der Humor hat uns sehr gut gefallen. Die Dorfbewohner sind natürlich sehr auf das Handeln fixiert, was zu einigen witzigen Situationen führt.
Lediglich die Länge des Comics hat meine Söhne und mich ein wenig enttäuscht. Der Comic ist sehr schnell durchgelesen und durch den Fortlauf der Geschichte über mehrere Bände hinweg ist die Story natürlich noch nicht abgeschlossen. Am besten ist es wohl, wenn man direkt alle Bände hintereinander liest. Dann machen Minus' Abenteuer mit Sicherheit noch viel mehr Spaß und motivieren jeden Minecraft-Fan im Grundschulalter zum Lesen.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Geheimnisvoller Weltenbau, verbotene Liebe - mit kleinen Längen

Honor & Claws 1: Untamed Hearts
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Es war für mich mal wieder Zeit für eine Romantasy. Gelesen habe ich diesmal "Honor & Claws 1: Untamed Hearts" von Asuka Lionera. Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen, aber der Schreibstil ...

Es war für mich mal wieder Zeit für eine Romantasy. Gelesen habe ich diesmal "Honor & Claws 1: Untamed Hearts" von Asuka Lionera. Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen, aber der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen und die Story klang gleich vielversprechend:
Mystische Bestien, die eine ganze Welt bedrohen; eine angehende Jägerin, die ihre verstorbene Familie rächen will; ein Fremder, der auf der Seite der Bestien steht und zu einem geheimnisvollen Sternenvolk gehört; und natürlich eine verbotene Anziehung zwischen den beiden.
Vor allem auf den Weltenaufbau der Geschichte war ich sehr gespannt. Doch man muss sich tatsächlich ein bisschen gedulden, bis man genug Informationen erhält, um alles zu verstehen. Es ist sehr geheimnisvoll, vor allem wenn es um die Celester - das Sternenvolk - und ihre Verbindung zu dieser Welt und den Bestien, geht.
Erst einmal begleitet man nämlich Reina, eine Jägerrekrutin, die etwas erfolglos bei der Bestienjagd ist und gar nicht viel über die Celester weiß. Ich habe ein bisschen gebraucht, um mit ihr warm zu werden, konnte sie aber im Laufe der Geschichte immer besser verstehen. Sympathischer war mir dafür der männliche Part, der geheimnisvolle Gavin, dessen Sicht sich immer wieder mit Reinas abwechselt.
So erlebt man zusammen mit den beiden ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Bestien, die Welt und natürlich die jeweiligen Völker. Die Bestien, die außergewöhnliche Fähigkeiten haben und sehr gefährlich werden können, haben mir als besonderes Merkmal dieser Fantasywelt ausgesprochen gut gefallen - insbesondere die dreischwänzige Füchsin.
Die verbotene Anziehung zwischen den Reina und Gavin hat mich auch total erreicht, gerade weil sie etwas länger braucht, um sich so richtig zu entwickeln und zu entfalten. Die Liebesgeschichte hat dabei genau richtig viel Raum eingenommen und die Gefühle der beiden lesen sich sehr schön.
Dafür hatte das Buch aber leider auch ein paar Längen und hätte für meinen Geschmack noch ein wenig mehr Action und Spannung vertragen können. Das Ende macht aber dafür sehr neugierig auf den nächsten Band dieser Dilogie. Es bleiben einige Fragen ungeklärt und neue werden aufgeworfen, sodass ich gerne auch den zweiten Teil lesen möchte, um zu erfahren, was mit Reina, Gavin und der dreischwänzigen Füchsin passiert.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Wunderschön winterlich, geheimnisvoll und berührend

Fjolla, Hüterin der Schneelande
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Lust auf eine bewegende Wintergeschichte für Kinder, die mal nichts mit Weihnachten zu tun hat und trotzdem ein ganz wohliges Gefühl hinterlässt? "Fjolla - Hüterin der Schneelande" von Kristina Scharmacher-Schreiber ...

Lust auf eine bewegende Wintergeschichte für Kinder, die mal nichts mit Weihnachten zu tun hat und trotzdem ein ganz wohliges Gefühl hinterlässt? "Fjolla - Hüterin der Schneelande" von Kristina Scharmacher-Schreiber ist dann genau das passende Buch.
Fjolla lebt zusammen mit ihrem Opa und einer Schneefüchsin in einer kleinen Stadt hoch im Norden. Es ist eisig dort und dunkel, aber Fjolla liebt es, draußen zu sein und genießt die Kälte. Doch als ein Eisbär ganz in der Nähe der Stadt auftaucht und immer wieder Eisstürme die Stadt heimsuchen, ändert sich viel für Fjolla. Gemeinsam mit ihrem Freund Yuki und dem neuen Jungen Aubin erfährt sie mehr über diese mysteriösen Vorkommnisse. Dabei kommen sie auch einigen Familiengeheimnissen auf die Spur, die Fjollas, Yukis und Aubins Leben für immer ändern.
Der Schreibstil von Kristina Scharmacher-Schreiber ist sehr berührend, denn die Gefühle der drei Kinder werden beim Lesen ganz deutlich. Auch die winterliche Atmosphäre ist mit jeder Zeile spürbar. Es wird eisig, stürmisch und gefährlich. Aber gleichzeitig steckt in der Geschichte sehr viel Wärme, denn es geht um Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt. Dabei gibt es jedoch auch traurige Momente und Verluste, die sehr bewegend sind.
Die Magie, die in der Geschichte verborgen ist, ist eindrucksvoll und einzigartig. Es sind die Verbindungen der Kinder zu Tieren und der Natur, die eine außergewöhnliche Atmosphäre in dieser kargen Schneelandschaft schaffen. Und so entstehen trotz des Eises warme Momente voller Hoffnung und Freundschaft, die von den liebevollen Illustrationen von Mareike Ammersken begleitet werden.
Durch die großen Geheimnisse, die regelrecht zum Miträtseln einladen, kommt beim Lesen eine angenehme Spannung auf, sodass man das Buch gar nicht beiseitelegen möchte. Ab 10 Jahren können Kinder dieses fast schon märchenhafte Winterbuch problemlos selbst lesen. Jüngeren Kindern ab dem Grundschulalter kann man "Fjolla - Hüterin der Schneelande" aber auch wunderbar in eine Decke gekuschelt vorlesen.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Zwischen Fantasie und Realität - ein ernstes Buch, das berührt und stärkt

Dodo
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"Dodo" von Mohana van den Kroonenberg ist eine sehr berührende Geschichte über einen zwölfjährigen Jungen. Dorian kommt auf eine neue Schule. Bei der Vorstellungsrunde geht für ihn alles schief, was nur ...

"Dodo" von Mohana van den Kroonenberg ist eine sehr berührende Geschichte über einen zwölfjährigen Jungen. Dorian kommt auf eine neue Schule. Bei der Vorstellungsrunde geht für ihn alles schief, was nur schiefgehen kann. Er beschließt daraufhin, nie mehr zu reden - mit niemandem - und zieht sich immer mehr in sich zurück. Der einzige Freund, der ihm bleibt, ist ein Dodo, zu dem er eine tiefe Verbindung spürt.
Es gibt einige lustige und leichte Szenen, doch man merkt beim Lesen, dass es Dorian die meiste Zeit nicht gut geht. Er flüchtet sich in eine Fantasiewelt, schwelgt in Erinnerungen und kapselt sich von allen ab. In seiner Fantasie spürt er noch eine gewisse Leichtigkeit, doch in der Realität ist Dorian traurig und allein.
Mohana van den Kroonenberg spricht damit ein schwieriges Thema für Jugendliche an. Der Übergang zu einer neuen Schule ist oft herausfordernd und viele sind gerade in dieser Zeit von Selbstzweifeln geplagt. "Dodo" ist ein vorwiegend ernstes Buch, denn Dorian macht sich viele Gedanken darüber, wer er ist, wer er sein möchte und was ihn so unzufrieden macht: Er selbst? Seine Freunde? Seine Mitschüler? Oder etwas anderes?
Dorians Probleme sind so greifbar für alle Lesenden, auch wenn man selbst nicht davon betroffen ist. Man spürt seine Selbstzweifel, seine Unsicherheit und seinen Wunsch, dazuzugehören. Doch die Botschaft, die in "Dodo" steckt, ist durchweg positiv. Sie zeigt, wie wichtig Freundschaft ist, aber auch, dass manche Menschen Zeit, Hilfe und Verständnis brauchen. Die Geschichte macht Mut, zu den eigenen vermeintlichen Makeln oder Schwächen zu stehen und sich bei Problemen Hilfe zu suchen.
Sicherlich ist "Dodo" keine einfache Geschichte, aber vor allem Kindern, die selbst an sich zweifeln oder nach einem Schulwechsel verunsichert sind, könnten hier Bestärkung finden, denn sie zeigt auch, dass die meisten Menschen irgendwelche Ängste oder Sorgen haben und dass ein anderer Blickwinkel manchmal hilft, um diese zu überwinden.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

"Nur noch ein Kapitel, BITTE!" - Musikmagie, die verzaubert

Fay Melody – Die magische Musikakademie
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"Nur noch ein Kapitel, BITTE!" - wenn ich diesen Satz von meinen Söhnen beim Vorlesen höre, weiß ich, dass es ein richtig gutes Buch ist. Anastasia Braun hat es geschafft, uns mit "Fay Melody - Die magische ...

"Nur noch ein Kapitel, BITTE!" - wenn ich diesen Satz von meinen Söhnen beim Vorlesen höre, weiß ich, dass es ein richtig gutes Buch ist. Anastasia Braun hat es geschafft, uns mit "Fay Melody - Die magische Musikakademie" von der ersten Seite an zu verzaubern.
Für uns passte hier einfach alles: ein fantastisches Setting mit der magischen Musikakademie Clef Hall, voller wunderbarer Zauber und Geheimnisse; interessante Charaktere angeführt von der Hauptfigur Fay Melody, die ganz unerwartet in diese magische Welt gerät; und nicht zuletzt ein spannender Plot mit einigen gelungenen Wendungen (wir haben sie erahnt, aber lieben sie trotzdem) und einem grandiosen Finale.
Musik ist das Hauptthema dieses Buches - ihre Macht, ihre Magie und ihre Einzigartigkeit. Sie verbindet Menschen, gibt ihnen Kraft und kann in dieser Welt so viel Wunderbares bewirken. Doch Fay Melody steht der Musik anfangs mehr als skeptisch gegenüber, denn jede Melodie führt bei ihr zu Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und mehr. So ist es für sie ein Wunder, plötzlich von einer geheimnisvollen Melodie in eine ganz andere Welt gelockt zu werden und in Clef Hall einen ganz neuen Bezug zur Musik aufbauen zu können.
Fay zweifelt im Laufe der Geschichte immer wieder an sich selbst. Genau das hat sie uns ganz nah gebracht. Doch Fay ist glücklicherweise nicht allein. Sie trifft auf Jazz, eine ganz besondere, junge Musikmagierin, die Fay so akzeptiert, wie sie ist. Die Freundschaft, die zwischen den beiden entsteht, hat uns sehr gefallen und ist eines der vielen kleinen Highlights der Geschichte. Dazu kommen noch viele kreative Ideen (Wolkenbetten!!!), die wir so in noch keinem anderen Buch über Magie gefunden haben.
Durch den angenehmen Schreibstil von Anastasia Braun machte mir das Vorlesen besonders viel Spaß. Es sind kleine Wortspiele wie der Ausruf "Holla Vivaldi!" oder "Großes Notenschlüssel-Ehrenwort", die es zu einem ganz besonderen Leseerlebnis machen. Auch das Spannungslevel ist genau richtig gewählt. Es gibt Geheimnisse, bei denen man das ganze Buch über miträtseln kann und Gefahren, die im Hintergrund schwelen.
Uns hat "Fay Melody - Die magische Musikakademie" nicht mehr losgelassen. Es ist das perfekte Buch für alle, die Magie und Musik lieben und eine Geschichte über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt lesen möchten. Die Altersempfehlung ab 10 Jahren ist zum Selberlesen sehr gut gewählt. Beim Vorlesen hat aber auch schon mein 8-jähriger Sohn sehr gerne zugehört. Das Buch ist daher auch für jüngere Zuhörerinnen und Zuhörer, die komplexere Geschichten zum Mitfiebern mögen, geeignet.
Wir hoffen nun sehr, dass es bald einen 2. Band geben wird, denn wir wollen unbedingt noch einmal zurück nach Clef Hall reisen und wieder beim Lesen die Musikmagie spüren.

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