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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2025

Wenn Gummistiefel fliegen und ein Schaf ermittelt - tierisch-lustiger Lesespaß

Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen
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Mein 8-jähriger Sohn und ich haben gerade ein richtig lustiges Kinderbuch gelesen: "Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen" von Carola Becker.
Darin geht es nach Schottland, auf die Wiese von ...

Mein 8-jähriger Sohn und ich haben gerade ein richtig lustiges Kinderbuch gelesen: "Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen" von Carola Becker.
Darin geht es nach Schottland, auf die Wiese von Mäc Mief. Der wundert sich, warum seine Menschen sich plötzlich so komisch verhalten: Heusäcke und Gummistiefel fliegen durch die Luft und die Mutter der Familie, Jenny Olifant, läuft die Hügel rauf und runter. Die Highland Games stehen an und auch Mäc Mief darf als Glücksbringer mit. Doch vor Ort muss er mehr als nur Glück bringen, denn ein kleiner Kriminalfall erwartet ihn.
Mäc Mief ist wirklich ein außergewöhnliches Schaf, das mein Sohn und ich schon nach den ersten Seiten ins Herz geschlossen haben. Er möchte seine Menschen jederzeit unterstützen, aber denkt auch mit und handelt fast wie ein Detektiv. Dabei bleibt er gleichzeitig immer ein Schaf und kann nur mit der Hündin Bonnie sprechen. Das hat uns richtig gut gefallen.
Außerdem lädt die Geschichte zum Mitraten ein, auch wenn der Fall selbst nicht allzu kompliziert ist. Dafür gibt es aber einige sehr lustige Momente, die von den lebendigen Bildern der Illustratorin Ina Krabbe witzig in Szene gesetzt werden. So gibt es eine amüsante Verfolgungsjagd und Mäc Mief hat sogar eine royale Begegnung, bei er sich ganz schön zusammenreißen muss.
Das Lesen der Geschichte hat uns beiden viel Spaß gemacht, denn bei der Textmenge und Schriftgröße können auch schon Kinder ab 7 Jahren meist gut mitlesen oder sogar schon ganz alleine lesen. Mäc Miefs Geschichte kann man aber auch wunderbar jüngeren Kindern vorlesen. Durch die farbigen Bilder gibt es hier viel zu entdecken und die kurzen Kapitel lassen die Geschichte wie im Flug vergehen.
Wir werden uns auf jeden Fall auch noch die anderen Bücher von Mäc Mief anschauen, denn es gibt noch weitere Abenteuer mit diesem sympathischen Schaf aus Schottland, die wir sehr gerne kennenlernen möchten.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Kreative Abenteuerreise mit lustigen Comicelementen

Abenteuer ohne Ende - Im Land der verlorenen Dinge
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Manchmal gibt es Kinderbücher, die einfach nur Spaß machen sollen. „Abenteuer ohne Ende - Im Land der verlorenen Dinge“ von Andy Griffiths und dem Illustrator Bill Hope war für mich und meinen 8-jährigen ...

Manchmal gibt es Kinderbücher, die einfach nur Spaß machen sollen. „Abenteuer ohne Ende - Im Land der verlorenen Dinge“ von Andy Griffiths und dem Illustrator Bill Hope war für mich und meinen 8-jährigen Sohn genau so eines.
Die Protagonisten sind „Du“ und „Ich“, die auf der Suche nach einer glücksbringenden Hasenpfote in ein verrücktes Abenteuer ins Land der verlorenen Dinge fliegen. Die Welt ist voller skurriler Gestalten, die alle auf der Suche nach etwas sind. So werden Du und Ich bald von einem wütenden Stier, einer fliegenden Armbanduhr und Johnny Faustdick begleitet.
Das Lesen der Geschichte geht wirklich sehr schnell, denn die Textmenge ist gering, mit vielen Comicelementen aufgelockert und mit einer großen Portion Humor versehen. Besonders die vielen Wortspiele haben uns sehr gefallen: So kann man nicht nur Dinge verlieren, sondern auch die Selbstbeherrschung, Freunde oder den roten Faden.
In dem Abenteuer geht es drunter und drüber. Du und ich begeben sich bald auf eine Schatzsuche, in einen Pfotenladen und sogar auf ein Piratenschiff. Die Figuren und Orte sind außergewöhnlich und sehr kreativ gestaltet. Das sieht man auch an den vielen witzigen schwarz-weißen Zeichnungen, die jede Seite begleiten.
Die Kreativität ist ein großes Plus der Geschichte. Es gab ein paar wenige Szenen, die für meinen Geschmack ein bisschen derb waren, aber das hat nichts daran geändert, dass uns „Abenteuer ohne Ende - Im Land der verlorenen Dinge“ sehr gut gefallen hat. Wir würden jederzeit wieder mit Du und Ich auf Abenteuerreise gehen. Daher empfehlen wir das Buch allen Kindern ab etwa 8 Jahren, die humorvolle und kreative Geschichten mit wenig Text und vielen Bildern mögen.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Schaurige Geistergeschichte für alle mit starken Nerven

Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister
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Wir haben bereits einige Geistergeschichten gelesen, doch die meisten waren nicht wirklich gruselig. Ganz anders jedoch unser letztes Buch: "Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister" von Sabrina Schmohl.
Bodhi ...

Wir haben bereits einige Geistergeschichten gelesen, doch die meisten waren nicht wirklich gruselig. Ganz anders jedoch unser letztes Buch: "Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister" von Sabrina Schmohl.
Bodhi möchte eigentlich nur noch ein paar letzte Dinge in seinem Heimatdorf erledigen, bevor es komplett wegen des Tagebaus abgerissen wird: Ameisen umsiedeln, Treppenstufen zählen, das Grab seines verstorbenen Katers verlegen, seine Hütte im Wald abreißen - solche Dinge eben. Er rechnet nicht mit dem, was ihn dort erwartet: Geister, die ihr Unwesen treiben, und Joe, die sich zum Ziel gesetzt hat, ihnen zu helfen.
Bodhi und Joe sind beide ganz besondere Charaktere, die auf ihre eigene Art sympathisch sind und interessante Hintergrundgeschichten haben. Bodhi ist eher ein Einzelgänger mit ausgefallenen Interessen. Joe ist eine richtige Geister-Expertin. Ihre Methoden sind etwas gewöhnungsbedürftig und von Horrorfilmen inspiriert. Dafür sind sie effektiv und das ist auch dringend notwendig.
Denn die Geister in Nebelheim sind gefährlich und sehen nicht nur gruselig aus. Sabrina Schmohl gelingt es mit ihrem ausgezeichneten Schreibstil, mit nur wenigen Sätzen Gänsehautstimmung zu erzeugen. Ja, wir haben mitgezittert, und das Buch ist definitiv nichts für Leute mit schwachen Nerven.
Jedoch werden diese unheimlichen Szenen immer wieder abgemildert - durch einige sehr kreative Ideen zur Geisterberuhigung, die uns zum Schmunzeln gebracht haben. Die Mischung aus unheimlichen und humorvollen Szenen ist wirklich sehr gelungen.
Dabei werden gleichzeitig auch noch wichtige Themen angesprochen. So geht neben dem Thema Freundschaft zum Beispiel auch um die Bedeutung des Zuhauses: nicht nur für Bodhi, auch für Joe und sogar die Geister. Alle suchen nach einem "sicheren Hafen". Das kommt in der Geschichte sehr gut heraus, auch wenn man sich dafür erst einmal ordentlich gruseln muss.
Wer also beim (Vor-)Lesen so richtig Gänsehaut bekommen und mitzittern möchte, sollte sich "Bodhi, Joe und ein Dorf voller Geister" von Sabrina Schmohl unbedingt merken. Die Altersempfehlung von 9 Jahren ist hier gut gewählt. Jüngeren Kindern sollte man das Buch nur vorlesen, wenn diese gut mit unheimlichen Szenen und den Themen Tod, Geister und Friedhof umgehen können.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Cooler Minecraft-Comic für Kinder ab dem Grundschulalter

Tagebuch eines Noobs Kriegers - Der Comic Bd. 5 - Ein denkwürdiges Gastmahl
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Comics und Minecraft sind schon eine sehr coole Kombination, die meine Jungs sehr mögen. "Tagebuch eines Noobs Kriegers - Ein denkwürdiges Gastmahl" von Pirate Sourcil, Jez und Odone ist nun schon der ...

Comics und Minecraft sind schon eine sehr coole Kombination, die meine Jungs sehr mögen. "Tagebuch eines Noobs Kriegers - Ein denkwürdiges Gastmahl" von Pirate Sourcil, Jez und Odone ist nun schon der fünfte Band aus der Reihe, der die Geschichte von Minus, einem Dorfbewohner, der zum Krieger werden wollte, weitererzählt.
Als fortlaufende Geschichte muss man sich bewusst sein, dass der Einstieg ohne Vorwissen möglich ist, man aber ziemlich in die Geschichte hineingeworfen wird. Auch meine Kinder und ich kennen nicht alle vorangegangenen Bände, hatten aber trotzdem keine Probleme, der Geschichte dieses Bandes zu folgen.
Diese beginnt gleich mit der Rückkehr der Abenteurer aus dem Ende. Minus und seine Begleiter werden von einem Dorfbewohner in ein Dorf begleitet, wo sie ein großes Fest zu ihren Ehren erwartet. Doch hinter der Freundlichkeit der Dorfbewohner versteckt sich viel mehr. Es beginnt ein neues, spannendes Abenteuer - natürlich mit Monstern, Zombies und einigen coolen Ideen, die perfekt in die Minecraft-Welt passen.
Die Gestaltung des Comics hat uns gleich sehr gut gefallen. Alles ist eckig, so wie man es aus der Blockwelt gewöhnt ist und trotzdem lebendig. Die Charaktere sind sehr ausdrucksstark gezeichnet. Dabei sehen sich einige Figuren sehr ähnlich, was für einige witzige Momente sorgt. Auch der Humor hat uns sehr gut gefallen. Die Dorfbewohner sind natürlich sehr auf das Handeln fixiert, was zu einigen witzigen Situationen führt.
Lediglich die Länge des Comics hat meine Söhne und mich ein wenig enttäuscht. Der Comic ist sehr schnell durchgelesen und durch den Fortlauf der Geschichte über mehrere Bände hinweg ist die Story natürlich noch nicht abgeschlossen. Am besten ist es wohl, wenn man direkt alle Bände hintereinander liest. Dann machen Minus' Abenteuer mit Sicherheit noch viel mehr Spaß und motivieren jeden Minecraft-Fan im Grundschulalter zum Lesen.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Geheimnisvoller Weltenbau, verbotene Liebe - mit kleinen Längen

Honor & Claws 1: Untamed Hearts
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Es war für mich mal wieder Zeit für eine Romantasy. Gelesen habe ich diesmal "Honor & Claws 1: Untamed Hearts" von Asuka Lionera. Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen, aber der Schreibstil ...

Es war für mich mal wieder Zeit für eine Romantasy. Gelesen habe ich diesmal "Honor & Claws 1: Untamed Hearts" von Asuka Lionera. Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gelesen, aber der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen und die Story klang gleich vielversprechend:
Mystische Bestien, die eine ganze Welt bedrohen; eine angehende Jägerin, die ihre verstorbene Familie rächen will; ein Fremder, der auf der Seite der Bestien steht und zu einem geheimnisvollen Sternenvolk gehört; und natürlich eine verbotene Anziehung zwischen den beiden.
Vor allem auf den Weltenaufbau der Geschichte war ich sehr gespannt. Doch man muss sich tatsächlich ein bisschen gedulden, bis man genug Informationen erhält, um alles zu verstehen. Es ist sehr geheimnisvoll, vor allem wenn es um die Celester - das Sternenvolk - und ihre Verbindung zu dieser Welt und den Bestien, geht.
Erst einmal begleitet man nämlich Reina, eine Jägerrekrutin, die etwas erfolglos bei der Bestienjagd ist und gar nicht viel über die Celester weiß. Ich habe ein bisschen gebraucht, um mit ihr warm zu werden, konnte sie aber im Laufe der Geschichte immer besser verstehen. Sympathischer war mir dafür der männliche Part, der geheimnisvolle Gavin, dessen Sicht sich immer wieder mit Reinas abwechselt.
So erlebt man zusammen mit den beiden ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Bestien, die Welt und natürlich die jeweiligen Völker. Die Bestien, die außergewöhnliche Fähigkeiten haben und sehr gefährlich werden können, haben mir als besonderes Merkmal dieser Fantasywelt ausgesprochen gut gefallen - insbesondere die dreischwänzige Füchsin.
Die verbotene Anziehung zwischen den Reina und Gavin hat mich auch total erreicht, gerade weil sie etwas länger braucht, um sich so richtig zu entwickeln und zu entfalten. Die Liebesgeschichte hat dabei genau richtig viel Raum eingenommen und die Gefühle der beiden lesen sich sehr schön.
Dafür hatte das Buch aber leider auch ein paar Längen und hätte für meinen Geschmack noch ein wenig mehr Action und Spannung vertragen können. Das Ende macht aber dafür sehr neugierig auf den nächsten Band dieser Dilogie. Es bleiben einige Fragen ungeklärt und neue werden aufgeworfen, sodass ich gerne auch den zweiten Teil lesen möchte, um zu erfahren, was mit Reina, Gavin und der dreischwänzigen Füchsin passiert.

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